Es klang ja so gut: 2009 hat das Bundesamt für Strahlenschutz den Betrieb des einsturzgefährdeten Atommüll-Lagers Asse übernommen – und die Rückholung des Atommüll angekündigt. Geschehen ist seitdem ziemlich wenig. Anwohner und Bürgerinitiativen haben mehr und mehr den Verdacht, die Arbeiten sollen so lange verzögert werden, bis der Schacht doch noch verfüllt wird, quasi als alternativlose Notfallmaßnahme. Ein Problem von vielen: Es dringt Grundwasser ein. Mehr als 12.000 Liter pro Tag. Und seit September hat sich die Menge noch einmal um 10 Prozent erhöht. Nicole Beyes hat darüber mit Dr. Thomas Lautsch gesprochen. Er ist der technische Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die seit 2017 die Aufsicht über das Atommüll-Lager führt.

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