Die betriebliche Mitbestimmung ist bei uns in Deutschland ein hohes Gut. Was viele nicht wissen: Mitarbeiter der Kirchen sind davon ausgeschlossen. Denn das Grundgesetz garantiert den Kirchen das Recht auf Selbstorganisation im Arbeitsrecht. Die Kirchen haben sich für den sogenannten Dritten Weg entschieden, bei dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich als eine Dienstgemeinschaft verstehen und zum Beispiel Löhne in einer paritätisch besetzten Kommission aushandeln. Es gibt kein Streikrecht, und Auseinandersetzungen zwischen Angestellen und Arbeitgeber werden nicht vor weltlichen Arbeitsgerichten ausgefochten, sondern vor einem Kirchengericht. Die Kirchen haben eigene Mitarbeiter-Vertretungsgesetze. Doch genau dieses Gesetz steht nun in Niedersachsen in der Kritik. Warum, darüber hat Nicole Beyes mit Sabine Bothe-Michels von der Mitarbeitervertretung Neu Erkerode gesprochen.

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