Project Description

Cover Carmen Souza The Silver Messengers - Photo © galileo-mc

Woche 43/2019

Carmen Souza

The Silver Messengers (Galileo MC)

Carmen Souza gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Singer/Songwriterinnen der neuen Generation, die obwohl sie außerhalb der Kapverden (in Lissabon) geboren wurde, eine echte Botschafterin der Kultur ihrer Vorfahren ist. Auf ihren acht bisher erschienenen Alben hat sie mit „Song For My Father“, „Cape Verdean Blues“ und „Pretty Eyes“ bereits drei Songs von Horace Silver neu interpretiert.

Vor allem „Song For My Father“ zahlt zu den bei den Fans beliebtesten Songs der mittlerweile in London lebenden Sängerin. Es war daher vorhersehbar, dass ihr neuntes Album „The Silver Messenger“ sich nun komplett dem Werk des amerikanischen Jazzmusikers und Komponisten widmet.

Carmen Souzas Verbindung mit Horace Silver geht dabei über das rein künstlerische hinaus. Beide tragen sie das kapverdische Erbe ihrer Familien in sich und beide mischen auf unterschiedliche Weise dieses Erbe mit Elementen des Jazz.
Die Idee hinter diesem Album war es, Silvers bahnbrechendem Repertoire die Ehre zu erweisen, indem es zurück zu seinen afrikanisch/lusophonen Wurzeln geführt wird.

Zusammen mit ihrem langjährigen musikalischen Partner (und Entdecker) Theo Pascal, einem der besten europäischen Bassisten, mit dem sie seit ihrem ersten Album ihre eigene musikalische Sprache entwickelt hat, ist Carmen Souza prädestiniert, diese „Mission“ mit der entsprechenden Kunstfertigkeit und Authentizität zu Ende zu bringen. So schafft es die gefeierte Komponistin, Sängerin und Instrumentalistin Silvers Werk eine neue Stimme zu geben, um sein Erbe so für eine ganz neue Generation (vor allem in der Heimat ihrer Vorfahren) zu erhalten.

Produziert zwischen London und Lissabon, haben Carmen Souza und Theo Pascal für „The Silver Messengers“ sechs originale Kompositionen von Horace Silver überarbeitet, zum Teil neue kreolische Texte dazu geschrieben, außerdem neue Versionen von den zuvor schon veröffentlichten Songs „Song For My Father“, „Cape Verdean Blues“ und „Pretty Eyes“ sowie zwei neue Eigenkompositionen aufgenommen, die Horace Silver gewidmet sind.

In der Besetzung Carmen Souza (voc, g), Theo Pascal (b, e-b), Elias Kacomanolis (dr, perc) und Benjamin Burrell (p) ist so ein wunderbares Album entstanden, das sowohl mit einem melancholischen Grundtenor aus dem Fado, mehr noch aber unüberhörbar Lebensfreude vermittelnd daherkommt. Anspieltipps: „Señor Blues“ und „Song For My Father“. (Photo © galileo-mc)