Project Description

Eliel Lazo Cuban Jazz Report FrontCover - Photo: © uk-promotion

Woche 47/2019

Eliel Lazo, Yasser Pino, Raul Pineda & Caramelo De Cuba

Cuban Jazz Report (Stunt Records)

Anfang 2014 kreierte der dänische Conga-Spieler und Bandleader Eliel Lazo ein Konzept, das er „Kubanische Nächte“ nannte und dessen Ziel es war, neue und authentische kubanische Musik auf Konzert-Bühnen zu spielen und zu präsentieren, unter anderem im Kopenhagener JazzHaus Montmartre.

Nach vielen erfolgreichen Kuba-Nächten im ganzen Land und in ganz Europa mit verschiedenen lokalen und gastierenden kubanischen Musikern beschloss Lazo, zum ursprünglichen Line-Up zurückzukehren, damit war gewissermaßen sein Dream-Team wieder zusammen – der legendäre Pianist Javier „Caramelo de Cuba“ Masso, Bassist Yasser Pino, Trommlergenie und Grammy-Gewinner Raul Pineda und Eliel Lazo selbst.

Nun ist die Musik mit dieser Plattenveröffentlichung auch verewigt worden, aufgenommen im legendären Musigrama-Aufnahmestudio in Madrid. Obwohl Eliel Lazo eine herausragende Rolle spielt, sind die Aufnahmen mit seinen kühnen Arrangements und der mit Stars besetzten Band für ihn weit mehr als nur ein „Showcase“ – hier kommt vielmehr der „Cuban Jazz Report“ mit dem modernen Sound zeitgenössischer afrokubanischer Musik und einer Kombination aus so vielen Talenten und Sounds daher, dass es einem beim Zuhören fast schwindlig werden kann.

Das Album, mit aus afro-kubanischen Clave-basierten Rhythmen, gewürzt mit Jazz-Harmonien und Improvisationen, fasziniert den/die Hörer mit dieser erfrischend daherkommenden Mischung aus Bolero, Baiao, Latin Grooves…. und einem Hauch von Bebop! Die explosiven rhythmischen Muster und nostalgischen Melodien der kubanischen Balladen (bekannt als Boleros) geben den Ton für ein wunderbar eindringliches Musikerlebnis an.

Der „Cuban Jazz Report“ präsentiert ehrliche und einnehmende Musik mit Rhythmen und Emotionen, viel mehr als die üblichen kommerziellen Klischees des Latin Jazz. Wer nach üppigen und euphorischen Melodien mit beeindruckenden Polyrhythmen und etwas ganz Erfrischendem sucht, der/die ist mit diesem Album mehr als „gut bedient“. Anspieltipps: „Monday Evening“ und „Para Luisa“. (Photo © uk-promotion)