Projekt Beschreibung

Photo © Mathias Bothor

Woche 17/2020

Jens Thomas

Jens Thomas (Misitunes/Broken Silence)

Der 1970 in Braunschweig geborene, heute in Berlin lebende Pianist und Komponist und nun auch Songschreiber Jens Thomas ist in vielen musikalischen Feldern zuhause, ignoriert durchaus „Tellerränder“, ist neugierig, immer auch auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, der Erweiterung seines künstlerischen/musikalischen Horizonts.

Der vielfach preisgekrönte Pianist ist zunächst in der Jazzszene zu Ruhm gelangt, spielte in der eigenen Band Triocolor und veröffentlichte mehrere Alben auf dem Label ACT (u.a. “Plays Ennio Morricone” und “A Tribute To AC/DC”). Der an der Hamburger Musikhochschule ausgebildete Künstler wurde vom Goethe-Institut auf weltweite Missionen geschickt und entdeckte nach der Jahrtausendwende sein Interesse für Bühnenmusik, Komposition, Performance und vor allem die eigene Stimme, die sich seitdem zu beispielloser Varianz und Tiefe entwickelte.

Nach zahlreichen Theaterarbeiten ist er seit 2013 mit dem Schauspieler Matthias Brandt durch eigene Wort-Musik-Performanceprogramme auf der Bühne erfolgreich und erntet euphorische Kritiken. Sein Soloprogramm “Freiheit” widmet sich hingegen den eigenen Liedern, philosophischer Singer-Songwriter-Pop, emotionale Balladen, einfühlsam, hochvirtuos, zwischen Chanson, Folk und Jazz.

Auf seinem gerade erschienenen selbstbetitelten Album fasst Jens Thomas nun erstmals 16 solcher Songs auf Deutsch und Englisch zusammen und präsentiert sich als brillanten Liederschreiber und -Sänger. Mit seinen Interpretationen erinnert er an Künstler wie Nick Cave, Chris Eckman oder Leonard Cohen, wobei er auch noch nicht mal ansatzweise den Versuch unternimmt, zu klingen wie …

Jens Thomas überzeugt vielmehr mit seinem faszinierenden Gesangsstil, ebenso ruhig fließend in den tiefen wie auch eindringlich in den höheren (mitunter auch Kopfstimme) Klangfarben daherkommend, die Hörer in den Bann ziehend, kaum das die dies bewusst nachvollziehen könnten – plötzlich befinden sie sich im Jens Thomas Universum, möchten diese Stimmung möglichst lange auskosten.

Sein Spiel auf den Tasten, wie gewohnt filigran, verschmilzt mit dem Sound seiner Stimme, jeden einzelnen Song zu einem Gesamtkunstwerk werden lassend. Dem Wahlberliner ist mit „Jens Thomas“, seinem Solo-Debüt als Singer/Songwriter, ein beeindruckendes Statement gelungen. Anspieltipps: „Weather“ und „Love“. (Photo © Mathias Bothor)