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Josefine Cronholm / Ember2018-10-29T09:10:08+00:00

Project Description

Woche 44/2018

Josefine Cronholm

Ember (Stunt Records)

Sie galt schon früh als Supertalent: Sängerin Josefine Cronholm, 1971 im schwedischen Domsten geboren, wurde, nachdem sie zuvor noch in Schweden ein Musikstudium begann, 1995 am Rytmisk Konservatorium in Kopenhagen aufgenommen. Während dieser Zeit lernte sie den damals schon berühmten britischen Pianisten und Komponisten Django Bates kennen und begann mit ihm zusammenzuarbeiten).

Im gleichen Zeitraum gründete sie ihre Gruppe Ibis, mit der sie zwei Alben auf Stunt Records veröffentlichte: „Wild Garden“ (2001) und Hotel Paradise (2003). Im Jahr 2001 begann sie auch mit der Perkussionistin Marilyn Mazur (u.a. Miles Davis, Jan Garbarek) zu arbeiten, ist z.B.. auf dem Mazur-Album „Flamingo Sky“ (2014) zu hören.

Nun präsentiert Josefine Cronholm mit „Ember“ ihre vierte Solo-CD, die einmal mehr demonstriert, welch exzellente Songwriterin sie ist; eine, die in der Lage ist, schöne und einfache „Hit“-Melodien wie „From My Window“ zu schreiben – gleichzeitig aber auch die Dunkelheit und Hingabe in Klang, Ton und Wort, etwa mit „The Surrender“, auslotet. Peter Quinn vom Magazin Jazzwise hat einmal geschrieben: „Wie die besten Kurzgeschichten haben Cronholms Lieder die Fähigkeit, eine ganze Welt zu beschwören“.

Auf „Ember“ werden die Zuhörer eingeladen auf eine musikalische Reise von Lied zu Lied und von Welt zu Welt, mit Cronholm als Reiseleiterin und Erzählerin – unterstützt von exzellenten Musiker, mit denen sie Wahl-Dänin immer wieder zusammenarbeitet: die vielseitige schwedische Perkussionistin und Schlagzeugerin Lisbeth Diers, die japanische Pianistin Makiko Hirabayashi, der norwegische Bläser (sax, cl, tp) Torben Snekkestad und Thommy Andersson, einem der herausragendsten skandinavischen Bassisten unserer Zeit.

„Das Album ist eine Hommage an das Leben mit allem, was es enthält. Der Mensch, auf der Suche nach Sinn und Weg durch Schmerz und Chaos, Lebensfreude und Glück. Es ist 7 Jahre her seit meiner letzten Veröffentlichung. Auf dem neuen Album stehen die Songs und Texte im Mittelpunkt eines akustischen Universums, in dem Melodie und Text mit Einfachheit und Wärme zusammenwirken. In unserem Versuch, den Glanz einzufangen, verbrennen wir uns selbst weiter, aber es sollte uns nicht dazu bringen, den Glauben an das aufzugeben, was uns zu lebenden Menschen macht“ sagt Josefine Cronholm über „Ember“. Anspieltipps: „Rain“ und der knapp 10-minütige Song „The Wind Blows“.