Projekt Beschreibung

Photo © Kerkau Promotion

Woche 30/2021

KAMA Kollektiv

Toivo (Berthold Rec.)

KAMA Kollektiv ist eine multinationale Band um die junge finnische Sängerin und Trompeterin Kirsi-Marja “Kiki” Harju. Das Wort Kama ist finnisch für “Dinge” oder “Zeug”, und es beschreibt, worum es in der Musik der Band geht: die kleinen Dinge des Lebens, die oft so leicht übersehen werden. Kirsi Harju erzählt Geschichten – einige auf Finnisch, einige auf Englisch – über Liebe und Verwandlung, Wälder und Tiere, kleine alltägliche Freuden und eine mystische, romantische Sicht auf die Natur.

Die Musik auf „Toivo“ nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in märchenhafte Länder und intensive Gefühle. Die Band ist in Amsterdam beheimatet, aber Kirsi Harjus Songs sind voller Erinnerungen an die wunderschönen Landschaften, dunklen Wälder und den eisigen Frost ihrer Heimat Finnland.

Die besten musikalischen Beziehungen beginnen manchmal völlig unverhofft, so wie bei der Sängerin und Bandleaderin des KAMA Kollektivs, die über ihren „Weg“ zur Trompete sagt: „Ich habe mir die Trompete nicht ausgesucht. Sie hat mich ausgesucht!“. Zusammen mit Jonathan Nagel (Kontrabass, Deutschland), Jetse de Jong (Klavier, Niederlande) und Yoad Korach (Schlagzeug, Israel) hat sie nun das zweite Album des internationalen Ensembles eingespielt. „Toivo“ der Albumtitel ist finnisch und bedeutet „Hoffnung“.

Die hat Kirsi Harju selbst nie verloren. Schon als Schulmädchen wollte sie alle möglichen Instrumente spielen, vor allem Geige. „In der Prüfung war ich jedoch so nervös, dass ich viele Fehler gemacht habe. Danach landete ich in der Bläsersektion und man gab mir eine kleine Trompete. Darauf konnte ich auf Anhieb schöne Melodien spielen“, erinnert sich Harju an diese schicksalhafte Beziehung. „Meine Klassenkameraden meinten zwar, ich sei zu laut, aber ich habe es geliebt. Und da ich auch in verschiedenen Chören gesungen und später gerne Chet Baker gehört habe, dachte ich irgendwann: warum kombiniere ich nicht einfach beides?“

Mit „Toivo drückt die Band musikalisch eine Stimmung aus, die viele Menschen auf der Welt derzeit durchleben. Sie sehnen sich nach Verbundenheit und Hoffnung. Musikalisch bündeln die Bandmitglieder hier diverse Einflüsse: von melancholischer Atmosphäre und Landschaften aus dem hohen Norden, über Minimalismus, Folk und Indie Pop bis zu Jazzklängen à la Mathias Eick. Anspieltipps: „Distance Song“ und „I Wish You Could See My True Nature“. (Photo © Kerkau Promotion)