Projekt Beschreibung

Woche 13/2020

Lydie Auvray

Mon Yoyage (Westpark)

Mit „Mon Voyage“ präsentiert Lydie Auvray ihr mittlerweile 23. Album. Eigentlich befindet sich die „Grande Dame des Akkordeons“ schon seit 42 Jahren auf ihrer ganz persönlichen musikalischen Entdeckungsreise, doch dieses Mal beschreitet sie einmal mehr beherzt ganz neue Wege. Besonders reich an unterschiedlichen Musikstilen, Bildern und Dynamiken sind die zwölf Stücke dieser CD.

„Ich habe mich noch mehr auf Nebenwege getraut, mehr auf neuen Routen bewegt“, beschreibt sie selbst die Entstehung. Musette mischt sich mit den lebensfreudigen Klängen der Karibik, ein Tango, voll überraschender Stimmungs- und Tempi-Wechsel mit Jazz, in „Madinina“ erklingen sogar spanische Rhythmen und mit „Couscous à la Véro“ beweist sie, dass der treibende Klang ihres Akkordeons auch wunderbar in den Orient passt.

Dazu bereichern neben den Instrumentalkompositionen auch zwei neue Lieder das Album – gefühlvoll, persönlich, berührend. Doch auch ganz neue Töne, die geographisch nicht eindeutig zu verorten sind, finden sich auf der CD und entführen den Zuhörer auf eine Reise durch unbekannte Welten – In Jörg Fuhrländer hat Lydie Auvray zudem einen neuen musikalischen Freund und Kollegen gefunden.

Der Kölner Musiker und Komponist, der neben Klavier auch selbst Akkordeon spielt, hat drei Kompositionen beigesteuert und „Tengo Tango“ ist eine gemeinsame Schöpfung der beiden, im Übrigen das erste Mal, dass sie mit einem anderen Akkordeonisten zusammenarbeite. Diese Zusammenarbeit inspirierte Lydie Auvray außerdem zu der eigenen, neuen Komposition „Der Fuhrmann“, mit unberechenbaren, harmonischen Wendungen in der Melodie, hin und wieder melancholisch, verspielt, voller komplexer und doch leichter Arrangements.

Auch ihre bewährten Bühnenpartner und langjährigen Komplizen, die exzellenten Musiker Markus Tiedemann (g, b) und Eckes Malz (p, perc) haben die CD mit ihrer persönlichen Note versehen: Das Chanson „La pluie“, eine kleine Hommage an den Regen, Original-Text und Musik von Markus Tiedemann „zeigt für mich wieder mal, was für ein toller Songwriter Markus ist“. „Un par un“ von Eckes Malz, ist jazzig, dicht und dennoch ganz schwerelos; Manchmal wähnt man sich mitten in einem französischen Krimi, dann in einer Jazzkneipe und plötzlich im Coupé, unterwegs auf einer sonnigen Straße…

Für die Aufnahmen fanden ein bereits bewährtes Tonstudio (Topaz in Köln), das Produktionsteam (Reinhard Kobialka und Markus Tiedemann) und starke Musiker-Persönlichkeiten, vervollständigt durch den Percussionisten Mario Argandoña, auf eine leichte, unbeschwerte Art zusammen; unterschiedlichste Genres und Einflüsse konnten zu einer stimmigen Symbiose miteinander verschmelzen. Lydie Auvrays Lebensfreude und ihre musikalische Neugier zeigen sich in jedem Stück, und trotz ihrer großen Lust, sich auf neues Terrain zu begeben, bleibt sie sich immer treu. Anspieltipps: „Sainte Anne“ und „Überm Himmel“. (Photo © westpark)