Woche 51/2021

MLB Trio

Birka (Ilona Records)

Das Album „Birka“ (VÖ 17.12.2021) ist ein neues Jazz-Projekt des renommierten Pianisten Thierry Maillard mit dem Gitarristen Sylvain Luc und Trompeter Stéphane Belmondo, zusammen das MBL Trio. Die Idee hinter „Birka“ war es, ein reduziertes Kammer-Jazz Album zu komponieren und dieses dann im Anschluss durch Gitarre und Trompete vielschichtig mit Leben zu erfüllen.

Während seines Studiums an der Pariser „Ecole Normale De Musique“ (Klavier, Akkordeon, Harmonie und Kontrapunkt) entwickelte sich Thierry Maillard von der klassischen Ausbildung immer weiter hin zum Jazz, sammelte erste Bühnenerfahrungen und debütierte 1998 mit dem Album „Paris – New York“. Seitdem sind bis jetzt 15 weitere Alben als musikalischer Leiter und insgesamt über 40 Kollaborationen u.a. mit Künstlern wie Bireli Lagréne, Chris Minh Doky, Bobby Shew, Michel Portal, Didier Lockwood und Dominique Di Piazza entstanden.

1965 in Bayonne geboren, fand Sylvain Luc schnell zum Jazz und begann nach seinem Cello- und Gitarren-Studium am „Bayonne Conservatory“ als Arrangeur für diverse bekannte Künstler wie Michel Jonazs oder Catherine Larau zu arbeiten. Der Solo-Durchbruch gelang ihm 2000 zusammen mit Bireli Lagréne und dem Album „Duet“, das sich bis heute über 70.000-mal verkauft hat. Während seiner Karriere hat Luc mit einigen der größten Musiker zusammengearbeitet, darunter Wynton Marsalis, Steve Gadd, Michel Legrand oder Manu Katché, und ist
mit bedeutenden Preisen (u. a. Victoire de la Musique und Django d’Or) ausgezeichnet worden
.
Der vor allem als Trompeter und Flügelhornist bekannte Stéphane Belmondo komplettiert das Trio mit seiner langjährigen Erfahrung in verschiedensten Formationen wie dem Orchestre National De Jazz, der Big Band Lumiére mit Gil Evans oder seiner Kollaboration mit Éric Le Lann, die ihm bereits zwei Les Victoires du Jazz und den Prix Django Reinhardt einbrachten.

Die drei Musiker, die jeweils eigene Kompositionen in die Produktion mit einbrachten, kreieren auf „Birka“ ein harmonisch perfekt aufeinander abgestimmtes Klangbild, das trotz verschiedenen Kompositionsstufen ein Ergebnis aus einem Guss zu sein scheint und die ungewöhnliche Besetzung absolut organisch klingen lassen. Auf „Birka“ befinden sich 15 kurze Titel von melancholischer Schönheit, durchaus mit hörbar keltischen, baskischen und mediterranen Einflüssen daherkommend. Anspieltipps: „Revenir À Vous“ und „Birka“. (Photo (c) Ilona Records)