Projekt Beschreibung

Woche 46/2017

Noa

Afterallogy (Naive/Believe)

Noa (Nini Achinoam) und Gil (Dor) lernten sich 1989 in der Rimon School of Jazz and Contemporary Music in Ramat Ha Sharon kennen. Gil war der Mitbegründer der Schule, der akademische Leiter und ein hoch angesehener Musiker und Pädagoge, der sich in unzähligen Stilen auskannte, aber auf Jazz spezialisiert war.

Noa war eine aufstrebende 20-jährige Sängerin und Songwriterin, die kurz zuvor00 aus den USA nach Israel gezogen war, ihren Militärdienst in einer Militärkapelle absolviert hatte und auf der Suche nach Ausbildung und Zusammenarbeit nach Rimon kam.

Aufgrund ihrer Englischkenntnisse, ihrer natürlichen Improvisationsfähigkeiten und ihrer angeborenen Verbindung zum “Great American Songbook” wurde sie sofort als “Jazzsängerin” bezeichnet. Da sie in Israel in einer jemenitischen Familie geboren wurde und bis zu ihrem 17. Lebensjahr in New York aufgewachsen ist, ist Jazz ein Teil ihrer Identität, so natürlich wie ihre jemenitischen und hebräischen Wurzeln.

Das erste Konzert des Duos fand am 8. Februar 1990 auf einem Jazzfestival in Tel Aviv statt, wo sie Standardstücke mit unorthodoxen Arrangements und einige von Noas Eigenkompositionen aufführten. Dieser erste Abend war ein enormer Erfolg, der den Grundstein für die unglaubliche Reise legte, die noch kommen sollte.

Ihr erstes internationales Album wurde von Pat Metheny, einem der angesehensten Jazzmusiker der Welt, produziert, enthielt aber keine Standardstücke, sondern konzentrierte sich auf Noas Songwriting.

Im Laufe der Jahre erforschten Noa und Gil viele verschiedene Regionen der Musik, schrieben und spielten hunderte von Songs, arbeiteten mit Ensembles, vom akustischen Trio über das Bass- und Schlagzeugquartett bis zum Symphonieorchester, erforschten und verschmolzen verschiedene Stile, Klänge und Sprachen, immer auf der Suche nach dem unerklärlichen, unvorhersehbaren Moment der Magie, für den jeder Musiker lebt. Es war immer unmöglich, sie zu kategorisieren.

Das Album „Afterallogy“ (VÖ 30. April) – ganz reduziert auf Stimme und Gitarre – ist ein weiterer Schritt auf ihrer faszinierenden Reise, auf der sie die musikalische Sprache, die sie entwickelt haben, und ihre bisherigen Erfahrungen in den Dienst dieser großartigen, klassischen Jazz-Tunes stellen und auch ein paar Originale hinzufügen. Der Name ist nicht nur eine Hommage an die Größen, die sie inspiriert haben (Charlie Parkers “Ornithology”), sondern auch ein Statement über das Leben und die Musik, verschärft durch Corona.,

Noa wählte den Jazzstandard „My Funny Valentine“, der ihren Wunsch widerspiegelt, der Welt Liebe zu vermitteln, als erste Single, um
„Afterallogy“ anzukündigen, das während der Pandemie in dessen Studio zusammen mit ihrem langjährigen musikalischen Partner, dem Gitarristen Gil Dor entstand und 12 ausgewählte Standards beinhaltet, die Noa sich komplett zu eigen macht.

„Afterallogy“ ist der erste Teil eines Jazzprojekts von Noa und Gil. Schon arbeiten sie an Teil 2, der ihre Band einbeziehen und improvisatorischer und experimenteller sein wird. Bis dahin gilt es das vor wenigen Tagen erschienene Album zu genießen. Anspieltipps: „My Funny Valentine“ und „Eyes of Rain“. (Photo © Q-rious)