Projekt Beschreibung

Woche 45/2021

Samara Joy

Samara Joy (Whirlwind Recordings)

Samara Joy ist dasm was man gemeinhin als „Rising Star“ bezeichnet. Die junge Sängerin machte erstmals 2019 eine breitere Öffentlichkeit auf sich aufmerksam, nachdem sie den „Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competition“ gewonnen hatte. Jetzt legt die 21-jährige ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor, das Jazzstandards aus dem Great American Songbook aufgreift. Produziert vom Grammy-nominierten Veteranen Matt Pierson, wird sie vom Trio Pasquale Grasso (g), Ari Roland (b) und Kenny Washington (dr) begleitet und präsentiert ein Album, das ihren Ruf als eine der vielversprechendsten jungen Jazzsängerinnen Amerikas fördert.

Aufgewachsen ist Samara Joy in der Bronx mit einer Musikerfamilie, in der Musik allgegenwärtig war. „Meine Mutter und mein Vater gaben mir die Gelegenheit, Musik in einem interessanten Spektrum zu hören, von Luther Vandross und Chaka Khan bis hin zu George Duke und Stevie Wonder. Eigentlich hatte ich bis zum College nichts von Sarah Vaughan gehört. Meine Freunde waren alle für Jazz und begannen, ihre Lieblingsaufnahmen mit mir zu teilen. Der Wendepunkt war, als ich Sarahs Version von „Lover Man“ hörte – ich war begeistert.“

Mit Sängerinnen wie Sarah Vaughan und Ella Fitzgerald wurden schon früh Vergleiche angestellt, und das genaue Studieren dieser Sängerinnen bilden die Grundlage des Albums. „Die Inspiration kommt davon, so viel wie möglich von ihrem Stil aufzunehmen. Es ist ein Einblick in das, was ich bisher gelernt habe, und eine Möglichkeit für mich, denen zu huldigen, die vor mir da waren, und gleichzeitig diesen Songs meine eigene Perspektive zu verleihen.“

Joys Interpretationen balancieren das luftig-frische Gefühl einer relativen Newcomerin mit der Ehrfurcht vor einer Tradition aus, huldigen Billie Holiday, würdigen den großen Nat KingCole und zeigen ein Talent für das Geschichtenerzählen, das weit über ihr noch recht junges Alter hinausgeht. Die Stimmungen reichen von der fröhlichen Schlichtheit von „Everything Happens To Me“ bis zur Sehnsucht nach dem „Lover Man“.

Der Gewinn des Vaughan-Preises war für Samara Joy eine Transformation. „Ich war plötzlich auf dem Jazzradar. Es ist immer noch bizarr, daran zu denken, wie schnell sich die Dinge entwickelt haben.“ Seitdem hat sie tief gegraben, um ihre Jazz-Wurzeln zu entdecken, ohne die angeborene Einfachheit aus den Augen zu verlieren, die ihren Sound erstrahlen lässt. Ihr erstes Album kündigt die Ankunft einer jungen Künstlerin an, die zu Größe bestimmt ist. Anspieltipps: „Stardust“ und „Moonglow“. (Photo © Whirlwind)