Projekt Beschreibung

Woche 19/2020

Silje Nergaard

Silje Nergaard (OKeh/Sony Music)

Sie gehört zu den erfolgreichsten europäischen Jazzsängerinnen. Schon als 16-Jährige trat sie 1982 in Molde auf, dem berühmtesten Festival ihrer Heimat Norwegen – ihre Musiker: die Ex-Band von Jaco Pastorius. Die kecke Art, Songs der unterschiedlichsten Stile und Schwierigkeitsgrade zu bewältigen, und ihre ungewöhnlichen und originellen Vokal-Improvisationen überzeugen alle Anwesenden auf Anhieb.

Das Publikum ist begeistert, die Musiker merken sich ihren Namen und die Musikpresse berichtet anschließend überschwänglich im Tenor “A New Star Is Born!” Pat Metheny „entdeckt“ die blutjunge Sängerin und verhilft ihr zu ihrem ersten Plattenvertrag.

Seit ihrem 1990 erschienenen Debütalbum „Tell Me Where You’re Going“, mit dem sie Platz 7 der norwegischen Pop-Charts und Platz 1 in Japan (!) erklomm, ist sie aus der genreübergreifenden skandinavischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Sie zählt zu den ganz wenigen Protagonisten des Jazz, die sich auch in der Popwelt großer Beliebtheit erfreuen, jede Art von Scheuklappen sind ihr fremd.

Zum 30-jährigen Jubiläum ihrer Karriere veröffentlicht die mehrfach ausgezeichnete norwegische Jazzsängerin Silje Nergaard nun ein einzigartiges Doppelalbum: Auf CD 1 präsentiert Siljes ihre Hits in einer neuen, intimen Umgebung. Nur von einem Klavier (gespielt von Espen Berg) begleitet, kann man ihre einzigartige Stimme genießen wie nie zuvor. Dieser Teil des Doppelalbums, der auch einige neue Songs und zwei exklusive Coversongs enthält, ist mit „Japanese Blue“ betitelt.

CD 2 enthält acht neu geschriebene Songs für Band / Wetle Holte (dr), Audun Erlien (b), Nils Einra Vinjor (g), Andreas Ulvo (p, fender rhodes) / und Gesang. Dieser Teil heißt „Hamar Railway Station“ und handelt von der Geschichte der jungen Silje, die davon träumt die Welt zu erkunden, während sie die Züge beobachtet, die durch den Bahnhof ihrer Heimatstadt Hamar fuhren. Auf dem Album befinden sich Versionen der acht Songs sowohl in englischer als auch in norwegischer Sprache, insgesamt also 16 Songs.

30 Jahre nach ihrem Debüt, 16 Alben und eine Grammy-Nominierung für das beste Arrangement (für „Based on a Thousand True Stories“ von Vince Mendoza) später, hat sich Silje Nergaard zu einer der bekanntesten europäischen Jazzsängerinnen entwickelt – mit der ganzen Welt als „Spielwiese“. Das selbstbetitelte Doppel-Album präsentiert eine Künstlerin auf dem vorläufigen Höhepunkt ihres Schaffens. Anspieltipps: „Mercy Street“ (Peter Gabriel Cover) und „Eg On Eg“ von CD 1, „The Railway Girl“ und „The Night Travel“ von CD 2. (Phoro © uk-promotion)