Projekt Beschreibung

Woche 28/2020

Simone Kopmajer

My Wonderland (Lucky Mojo Records)

Sie zählt ganz ohne Zweifel zu den erfolgreichsten österreichischen Jazzstimmen der Gegenwart. Die aus der Steiermark stammende Sängerin Simone Kopmajer hat ihren Weg gemacht und geniest in der Jazzszene den Ruf, eine der profiliertesten ihres Faches zu sein. Ihre Fans sind rund um den Globus verstreut, ihre Veröffentlichungen auch in fernen Ländern gefragt, sie singt europaweit, in den USA, in Japan, Israel und auch Südostasien, wo sie mittlerweile den Status eines Stars geniest und die großen Hallen füllt. Mit „My Wonderland“ setzt Simone Kopmajer nun zum nächsten Wurf an.

Die in Schladming geborene Sängerin mit der samtwarmen Stimme knüpft auf ihrem neuen Album im Grunde genommen dort an, wo sie auf ihrem letzten Werk „Spotlight on Jazz“ (2018) aufgehört hat – das Ende 2019 erschienene Doppelalbum „My Favorite Song“ ist ein „Best Of…“.

Simone Kopmajer widmet sich auf ihrem neuen Album zusammen mit ihrem eingeschworenen Jazz-Quintett rund um den Leiter des Tommy-Dorsey-Orchesters, dem amerikanischen Saxofonisten Terry Myers, der unter anderem bereits mit Weltstars wie Ray Charles und  Natalie Cole zusammengearbeitet hat, Paul Urbanek (Piano), Martin Spitzer (Gitarre), Karl Sayer (Bass) und Reinhardt Winkler (Schlagzeug) – wie schon in der Vergangenheit – dem ganz edlen Klang des Jazz.

Ihr gelingt es auch dieses Mal, diesen in etwas wirklich Zauberhaftes zu verwandeln, sie schlägt einen Ton an, der einfach nur viel Gefühl in sich trägt und die reine Leidenschaft versprüht. Auf „My Wonderland“ befinden sich Neubearbeitungen altbekannter Jazzklassiker (u.a. „Caravan“ von Duke Ellingtion, und „Why Don´t You Do Right“ von Peggy Lee), Latin Kompositionen (u.a. von Antonio Carlos Jobim), aber auch wunderschöne Coverversionen aus der Feder von Burt Bacharach und Santana.

Natürlich dürfen die Eigenkompositionen, allesamt im Stile des Latin Jazz, nicht fehlen und so wird dieses Album zu einem Genuss für Jazz/Bossa Nova Fans, zu einem Album, das irgendwo zwischen Jazz, Latin, Soul und Pop auf ausgesprochen sophisticated daherkommt und die Tore zu einem stimmungsvollen und abwechslungsreichen Hörerlebnis ganz weit öffnet.

Die zutiefst berührenden und unter die Haut gehenden Momente fehlen ebenso wenig, wie die von einer betörenden Unbeschwertheit getragenen. „My Wonderland“ brilliert mit Spielfreude und perfektem Miteinander von Sängerin und Musikern, mit Klängen voller Eleganz und Leichtigkeit, dazu noch exzellent produziert – einfach schön. Anspieltipps: „Europa“ und „A Trembling Moon“. (Photo © q-rious)