Projekt Beschreibung

Woche 22/2020

Thom And The Wolves

Thom And The Wolves (Motor Entertainment)

Schon mit dem ersten Ton wird unüberhörbar; da ist sie wieder, diese Stimme, die in ihrer Intimität zuweilen an Jeff Buckley oder Damien Rice erinnert und doch irgendwie völlig einzigartig daherkommt, begleitet von einer mit warmen Klängen gespielten Gitarre. Ob in Berlin, Hamburg oder Dresden: mit geschlossenen Augen und scheinbar ganz bei sich, gelingt es dem jungen Musiker Thom (Thomas Bewernick) oft schon nach wenigen Momenten, die Menschen mit seinen Songs zu berühren und sie mitzunehmen auf eine Reise in seine Welt.

Durch den musikalischen Erfolg seines älteren Bruders, reifte im Jahre 2004 in dem damals zwölfjährigen Thom der Wunsch, später einmal selbst Musiker zu werden. Als Autodidakt brachte er sich das Gitarrenspiel bei, um schließlich 10 Jahre später als Straßenmusiker durch Europa und die USA zu ziehen. Besonders seine Zeit in Los Angeles inspirierte Thom, der sich bis dato lediglich als Gitarrist in mehreren Bands engagiert hatte, zum Schreiben seiner ersten eigenen EP „Don’t Give Up“, von welcher der Song “Come On Over” u.a. in Tom Robinson’s BBC Introducing Radio Show gefeatured worden war.

Zurück in Deutschland zog es Thom in das kreative Berlin. Bei einem seiner dortigen Auftritte lernte er den als Almost Charlie bekannten Musiker und Produzenten Dirk Homuth kennen, mit dessen Unterstützung schließlich sein erstes Solo Album, „The Gold In Everything“ entstand. Der Song „The Art Of Being Alone“ schaffte es in die Radio Eins Rotation und lief im Rahmen einer Kooperation für einen Werbespot zwischen Sennheiser und den Eisbären Berlin vor jedem Heimspiel in der Mercedes Benz Arena.

Für das nun erscheinende Album, „Thom & The Wolves“ gelang es dem 27-jährigen Musiker und seiner Band, Matteo Pavesi (Produzent von Alice Phoebe Lou) als Arrangeur zu gewinnen. Über zwei Jahre entstand in Studios in Berlin und Hamburg mit dem selbstbetitelten Albumeine Indie-Rock Platte, in ihrer stilistischen Ausrichtung an Acts wie Radiohead, Jeff Buckley oder Big Thief erinnernd.

Das dem Zeitgeist folgende Album klingt älter und weiser als sein Vorgänger, erzählt Geschichten, die uns alle betreffen, nimmt uns mit auf eine Reise durch Höhen und Tiefen des Lebens und lehrt uns unser tägliches Handeln und Denken zu hinterfragen. Um diesem Inhalt auch visuell gerecht zu werden, reiste Thom nach London und ließ eigens für das Cover der Platte sein Auge durch den Künstler Sandro Kopp portraitieren. In einigen Stunden entstand hier ein Gemälde, das einen intimen Blick auf Thom’s Seele und sein Schaffen ermöglicht. Anspieltipp: „Clouds“ und „Wish You Were.