Projekt Beschreibung

Woche 10/2021

TIKA

Anywhere But Here (Next Door Records / Bertus)

Immer schon in Kunst, Musik und Kultur aktiv, arbeitete TIKA zunächst vornehmlich als Organisatorin für diverse Aktionen und Projekte vor allem in und für Black und Queer Women Communities. Als Model, z.B. für Sephora, setzt sich für eine positive Selbstwahrnehmung afroamerikanischer Frauen und Mädchen ein, jenseits vom Mainstream propagierter Ideale – „Little chubby black girls could see themselves” ist einer ihrer zentralen Sätze.

Im Jahr 2015 springt die in Toronto aufgewachsene, heute in Montreal lebende TiKA bei einer Veranstaltung für einen verspäteten Sänger ein und begeistert das Publikum mit dem Prince-Hit “I Would Die 4 U”. Zurückblickend ist dies der Start in eine vielversprechende Karriere.

Aufgrund des positiven Feedbacks wird TiKA als Sängerin aktiv, nimmt zwei EPs auf (2015 und 2016) und spielt in Kanada und den USA u. a. im Vorprogramm von John Legend und Nao. Als logischer nächster Schritt erscheint (VÖ 26.2.21) das Debüt-Album “Anywhere But Here” der kanadischen Sängerin, Komponistin, Künstlerin und Aktivistin, auf dem sie in 10 Songs die ganze Bandbreite des Indie-Pop zeigt, u.a. auch mit „I Would Die 4 U” (s.o.), nur eine der vielen Facetten aus dem TiKAs Spektrum.

Ihre Texte demonstrieren Tiefe und Stärke, sind durchdringlich, lebhaft und unbändig. Inhaltlich behandelt TIKA intime, persönliche Themen und verarbeitet damit als Angehörige der Black- und LGBTQ+-Community Erfahrungen aus ihrem Leben, die sie künstlerisch in Relation zu den großen gesellschaftlichen Themen unserer Gegenwart setzt.

Dance, Black Music und anspruchsvoller, klanglich wie textlich komplexer Pop – auf “Anywhere But Here“ mischen sich Synthieklänge mit der glasklaren und sanften Stimme von TIKA – ein persönliches, starkes, mutiges und überzeugendes Debüt einer multi-talentierten Künstlerin. Anspieltipps: „Walking Disaster“ und „Sideways“. (Photo © Bertus)