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ZAZ / Effet Miroir2018-12-10T10:51:16+02:00

Project Description

ZAZ - Effet Miroir (Play On/Warner France) - Foto: Yann Orhan

Woche 50/2018

ZAZ

Effet Miroir (Play On/Warner France)

Geboren 1980 in Tours, lernte Isabelle Geffroy alias ZAZ bereits im zarten Alter zwischen fünf und elf Jahren Musiktheorie, Violine, Gitarre, Piano – und Chorgesang am „Conservatoire de musique“. Mit 20 öffnete ihr ein staatliches Stipendium die Türen zum „Bordeaux CIAM“ (Centre d´Information et d´Activités Musicales), einem hochschulübergreifenden Zentrum für internationales Kunstmanagement. Danach formierte sie eine Blues-Band, tourte mit einem Baskischen Varieté-Orchester und war Sängerin der Band Don Diego.

Ihre große Reifeprüfung absolvierte die heute 38-Jährige ab 2006 in Paris, wo sie in der Pianobar „Trois Mailletz“ öfters bis fünf Uhr morgens ohne Mikro Jazz, Blues, Chansons und Latino-Songs zum Besten gibt. Später tingelte sie als Straßenmusikerin durch Montmartre, beglückte Passanten – und dank youtube und ihren Videoclips auch die überregionale frankophile Welt.

Spätestens auf „Paris“ ihrem dritten Studio-Album frönte sie den großen Chansoniers wie Edith Piaf, Maurice Chevalier, Josephine Baker und Frank Sinatra inklusive Duetten mit Charles Aznavour, Thomas Dutronc und Nikki Yanofksy. Poduziert von keinen Geringeren als Quincy Jones und John Clayton. Der Durchbruch.

ZAZ wird immer wieder mit Namen wie Edith Piaf and Ella Fitzgerald verglichen und ihre unverkennbare Stimme rund um die Welt gefeiert. Nachdem sie in den letzten Jahren 500 Konzerte auf fünf Kontinenten gespielt und unermüdlich bewiesen hat, dass Musik grenzenlos ist, legt Frankreichs mittlerweile weltweit erfolgreichste Sängerin mit „Effet Miroir“ ein neues Album vor.

Darauf kombiniert sie Elemente aus Chanson, südamerikanischen Gitarren, Pop, Salsa und Rock. Es ist ein Album der Hoffnung und Ausdruck der Überzeugungen von ZAZ, die das Album in Paris, Brüssel und Montreal aufnahm. „All unsere Facetten mitsamt ihren Widersprüchen zu akzeptieren ist für mich ein Weg, die Gegensätze unseres Seins zu vereinen“, sagt sie. Das Album wirft ein Licht auf unterschiedliche Gesichter und Genres, ganz so wie die Vielfalt der Menschen, die ZAZ auf ihren Jahren des Reisens, Auftretens und Erkundens in aller Welt beobachten konnte. Entstanden ist so eine  Songkollektion, die in all ihrer Vielseitigkeit und dem kreativen Ideenreichtum wirklich in die Vollen geht.

Zaz malt 15 Lieder lang musikalisch mit allen Farben. „Jedes Stück dieser Platte ist komplett eigenständig“, sagt sie. „Und das heißt auch: Keines ist überflüssig.“ Zaz liebt nun mal sehr viele und sehr unterschiedliche Stile, und bei den Aufnahmen in Belgien hat sie in dem Produzenten Jo Francken ein Verbündeten gefunden. „Wir hatten unverschämt viel Spaß dabei, das Zaz-Universum in all seinen Tiefen und Winkeln zu erforschen und auch ganz neue Schattierungen herauszuholen.“

Gefragt nach dem Albumtitel meint ZAZ: „In den Songs geht es häufig darum, sich selbst den Spiegel vor den Körper zu halten und einen kritischen, aber nicht unbarmherzigen Blick auf sich selbst zu werfen. Das Ziel ist dabei, sich besser kennenzulernen und zu schauen, was die Beziehungen, die man aufbaut oder auch gegen die Wand fährt, über einen selbst aussagen.“

„Effet Miroir“, aufgenommen Paris, Belgien und im kanadischen Montréal im Studio von Patrick Watson, ist das (bisher) reifste Werk der Pariserin und bei aller musikalischen Vielfalt (vielleicht auch gerade deswegen) ein stimmiges in sich geschlossenes Werk und kommt nicht zuletzt auch mit einer exzellenten Aufnahme-Qualität daher. Anspieltipps: „Demain c’est toi“ und „Laponie“.