Woche 13/2026

Mélissa Laveaux

At My Softest I Am Most Dangerous (Revolta/Twantet)

Mélissa Laveaux wurde in Montreal in eine haitianische Familie geboren und lebt seit mehr als 15 Jahren in Frankreich. Sie hat sich als einzigartige Stimme auf der internationalen Bühne etabliert. Als Singer-Songwriterin und Gitarristin bewegt sie sich zwischen Folk, Pop und Weltmusik und verbindet hypnotisches Fingerpicking, karibische Einflüsse und Rock-Elemente.

Entdeckt durch „Camphor & Copper“ (2008) und gefeiert mit „Radyo Siwèl“ (2018), schafft ihr hybrides und engagiertes Werk, das Intimes und Politisches verbindet, Album für Album eine starke Verbindung zum Publikum.

Vier Jahre nach „Mama Forgot Her Name Was Miracle“ veröffentlichte Mélissa Laveaux am 20. März ihr fünften Album. „At My Softest I Am Most Dangerous“ und erforscht die verborgene Kraft der Verletzlichkeit, wo Sanftheit zu einer radikalen Kraft wird. Zwischen intimer Spannung und emanzipatorischen Impulsen webt das Album einen subtilen Dialog zwischen Selbstbeobachtung und Selbstbehauptung.

Als Schnittstelle zwischen Leben und Tod vereint es Mythologie, Familienerinnerungen und politisches Engagement. Der Tod wird zum Begleiter, zur Inspiration und zum musikalischen Motiv, das in ihrem haitianischen Erbe niemals tabu ist.

Zwischen Indie-Pop mit psychedelischen Akzenten und Kollaborationen mit geliebten Menschen klingt das Album wie ein Manifest: Verletzlichkeit ist eine Waffe. Die Klangtexturen sind zart und lebendig, manchmal rau, immer emotional aufgeladen. Die Stimme bewegt sich zwischen vorgetäuschter Zerbrechlichkeit und wilder Entschlossenheit.

Anspieltipps: „The Hideout“ und „The Rain, The Dogs, The Beach, The Ghost“.