Filmtipps

Empfehlungen aus der Okerwelle Kulturredaktion

„Die Blutgräfin“

Die sogenannte Blutgräfin hat eine historische Vorlage. Elisabeth Báthory war eine ungarische Gräfin, die im Jahr 1611 als Mörderin verurteilt worden ist. Sie soll junge Mädchen auf ihr Schloss gelockt und ermordet haben, um in ihrem Blut zu baden. Forscher allerdings widersprechen dieser Darstellung.
Ihre Verurteilung jedoch ließ die Legende der „Blutgräfin“ entstehen, die die Vorlage für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen lieferte. Nun also eine federleichte Komödie von Kultregisseurin Christine Ottinger.

Der Film „Die Blutgräfin“ läuft ab 29. Oktober im Universum.

„Corpus Delicti“

Nina Hoss fühlte sich beim Lesen des Drehbuchs von „Die andere Seite“ zurückversetzt in die Zeit der Corona-Epidemie. Zitat: Was wäre, wenn es tatsächlich so eine Situation gäbe, in der Hanna ist, in der Menschen ausgegrenzt werden, weil sie das Virus weiterhin in sich tragen und damit weiterleben können, aber ansteckend sind? Was bedeutet es für uns, aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, und zwar so weit, dass man niemandem in irgendeiner Form nahekommen kann? Regisseurin Mariko Minoguchi hat sich mit diesem Thema beschäftigt und einen beklemmenden Film gedreht.

Der Film „Die andere Seite“ läuft ab 22. Oktober im Universum.

Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte

„Ein eindringliches Panorama deutscher Geschichte, das Schrecken und Verlust ebenso zeigt wie seltene Momente von Glück und Menschlichkeit.“ (DPA)
Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, geprägt von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts „Regisseur Volker Schlöndorff zeigt seinen besten Film seit Langem.“ (Süddeutsche Zeitung)

Der Film „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ läuft ab 15. Oktober im Universum.

„Corpus Delicti“

Ein hochspannendes Thema verarbeitet Autorin und Regisseurin Lena Stahl in ihrem Film „Corpus Delicti“. Was passiert, wenn die Bevölkerung sich darauf verlässt, dass ein KI-System keine Fehler macht?
Die sogenannte „Methode“ erklärt Gesundheit zum höchsten Gut, was vollständige Kontrolle und Überwachung zur Folge hat. Der Preis ist hoch, denn Privatsphäre oder Recht auf Selbstbestimmung gibt es nicht. Widersprüche sind nicht erlaubt, Zweifel werden als Bedrohung betrachtet.
Als der Bruder der Neurologin Mia Holl des Mordes beschuldigt wird, beginnt ein gefährlicher Kampf gegen ein schier unfehlbares System.

Der Film „Corpus Delicti“ nach dem Roman von Juli Zeh läuft ab 1. Oktober im Astor Braunschweig.

„Frau Winkler verlässt das Haus“

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Als Frau Winkler von der Leiter stürzt, muss sie gepflegt werden – von einem Pflegeroboter, denn die Tochter ist überfordert. Frau Winkler gewöhnt sich irgendwann an die Maschine, allerdings soll er sie auch umbringen, wenn es ihr noch schlechter geht.

Der neue Film von Doris Dörrie, „Frau Winkler verlässt das Haus“, läuft ab 24. September im Universum.

„Adams Acht“

Eine beispiellose Erfolgsgeschichte: 5x Europa-Meister, 2x Weltmeister und 1960 und 1968 Gold bei den Olympischen Spielen, der sogenannte Deutschland-Achter unter seinem Trainer Karl Adam hat Geschichte geschrieben. Regisseur Hannu Salonen hat sich bei seiner Verfilmung nah an der historischen Realität bewegt und spart auch Adams problematische Vergangenheit nicht völlig aus.

Der Film „Adams Acht“ läuft ab 17. September im Astor.

„Staatsschutz“

Nach einem rassistischen Anschlag auf ihr Leben zieht die Staatsanwältin Seyo Kim in eigener Sache vor Gericht – und nimmt es mit einem System auf, das Rechtsextremismus verharmlost. Regisseur Faraz Shariat hat einen Film gedreht, er an Dringlichkeit und Wucht seinesgleichen sucht. Die junge Staatsanwältin kämpft unter ständiger Bedrohung für die Integrität des Rechts – mit allen Mitteln und nicht nur vor Gericht.

Der Film „Staatsschutz“ läuft ab 27. August im Universum.

„Im Spiegel meiner Mutter“

Für die Regisseurin Jutta Brückner wird Geschichte nur als Biographie erfahrbar, ein roter Faden, der sich durch ihr Filmschaffen zieht. In „Im Spiegel meiner Mutter“ setzen sich drei Frauen aus drei Generationen mit Gegenwart und Vergangenheit auseinander und stellen sich den Fragen nach Liebe und Ablehnung, nach Abhängigkeit und Freiheit.

Der Film „Im Spiegel meiner Mutter“ läuft ab 13. August im Universum.

Lebensansichten eines Huhns

Hühner sind leicht zu motivierende, intelligente Tiere, die allerdings schnell vergessen und ermüden. Länger als 30 Minuten können sie sich nicht vor der Kamera konzentrieren, eine besondere Herausforderung für die Dreharbeiten mit echten Hühnern, und darauf legte Regisseur György Pálfi größten Wert.
Daher teilten sich mehrere Hühner die Hauptrolle, u.a. Feri, die Anführerin, Herz und Hirn der Figur, die leidenschaftliche Enikó oder Nóra, die beste Schauspielerin von allen mit fast menschenähnlichen Ausdrucksformen. „Lebensansichten eines Huhns“ ist eine emanzipierte Autobiographie einer
Körnerpickerin, eigenwillig und fesselnd.

Der Film „Lebensansichten eines Huhns“ läuft ab 6. August im Universum.

The Invite

Ein spontanes Dinner unter Nachbarn eskaliert zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle und wird für zwei Paare zur ultimativen Beziehungsprobe.
Die Ehe von Angela und Joe ist voller Spannungen und steckt in der Krise. Von ihrer früheren Verbundenheit und gegenseitigem Respekt ist nichts mehr übrig. Mit einer spontanen Einladung an die Nachbarn von oben versucht Angela, ihrem Alltag etwas Abwechslung zu verleihen. Doch der Besuch von Pina und Hawk nimmt eine unerwartete Wendung.

Der Film „The Invite“ läuft ab 30.07. im Astor Filmtheater.

„Dreams – Gefährliches Verlangen“

Jennifer ist reich, attraktiv und genießt ein glamouröses Leben in San Francisco. Während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko gönnt sie sich eine leidenschaftliche Affäre mit dem weit jüngeren Balletttänzer Fernando.
Dass er eines Tages nach einer spektakulären Flucht in ihrem luxuriösen Apartment auftaucht, damit hatte sie nicht gerechnet. Als Illegaler hofft er auf ihre Unterstützung, die sie ihm verwehrt. Seine Rache wird verheerend sein, für beide.

Der Film „Dreams – Gefährliches Verlangen“ läuft ab 23.07. im Universum.

„So klingt das Leben“

Sind zwei Jahre Trauer genug? Bei einem Schiffsunglück starben 7 der 9 Besatzungsmitglieder, über der Dorfgemeinschaft liegt immer noch eine spürbare Schwere. Nun möchte einer der Überlebenden das traditionelle Musikereignis des galizischen Fischerdorfs A Guarda wieder aufleben lassen – in der Hoffnung auf die heilende Kraft der Musik. Doch neue Erkenntnisse zum Unglück bedrohen die so mühsam errichtete Harmonie der Dorfgemeinschaft.

Der Film „So klingt das Leben“ läuft ab 16. Juli im Universum

„Auf zwei Rädern“

Das Schlimmste, das Eltern ertragen müssen, ist sicher der Tod des eigenen Kindes. Dieser Schicksalsschlag ereilte den französischen Schauspieler und Filmemacher Mathias Mlekuz, dessen Sohn Youri sich das Leben nahm. Auf ganz eigene Art versucht er, diesen Verlust zu verarbeiten und begibt sich mit seinem besten Freund Philippe auf Spurensuche. Beide machen sich auf, Youris letzten Trip nachzuvollziehen – Trauerbewältigung auf dem Fahrrad und mit einer gehörigen Portion Alkohol.

Der Film „Auf zwei Rädern“ läuft ab 9. Juli im Universum.