Filmtipps

Empfehlungen aus der Okerwelle-Redaktion

Filmtipp: Jean Seberg – Against all enemies

Als eine Liebeserklärung an Jean Seberg bezeichnet Regisseur Benedict Andrews seinen Film „Jean Seberg – Against all enemies“.
In Frankreich eine Ikone der Nouvelle Vague nach ihrem sensationellen Erfolg in „Außer Atem“, kehrt Seberg zurück nach Amerika – und gerät wegen ihres Engagements für die Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers ins Visier des FBI. Was folgt, ist die systematische Zerstörung einer Frau, die eine klare politische Haltung einnahm.
Am 29. August 1979 wurde Jean Seberg zum letzten Mal lebend gesehen. Ihre Leiche fand man zehn Tage später in ihrem Auto. Als Todesursache wurde Suizid angenommen, die genauen Umstände blieben jedoch ungeklärt.

Filmtipp: “Love Sarah – Liebe ist die wichtigste Zutat”

Drei Frauen, die mit einem großen Verlust leben müssen und verzweifeln. Sarah ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, was wird nun aus ihrem Traum einer eigenen Bäckerei? Tochter Clarissa, beste Freundin Isabella und Sarahs Mutter Mimi raufen sich jedoch zusammen und stürzen sich in die abenteuerliche Welt der Konfiserie.

Zwischen Cremetörtchen, Himbeer-Eclairs und Schokoladenküchlein lassen sie Sarahs Traum wahr werden. Und – auf gar keinen Fall hungrig ins Kino gehen, die kulinarischen Kunstwerke sind auch gesättigt schon kaum zu ertragen!

Filmtipp: “Drei Tage und ein Leben”

An Weihnachten 1999 wird das Leben eines Jungen auf den Kopf gestellt. Drei Tage nur werden Leben verändern und einzelne Menschen regelrecht aus der Bahn werfen. Es sind drei tragische Ereignisse, die Auslöser für diese Veränderungen sind: der Tod eines Hundes, das Verschwinden eines Kindes und ein heftiger Sturm. Der 12-jährige Antoine spielt im Wald in seinem Geheimversteck zusammen mit dem 6-jährigen Rémi, doch nur Antoine kehrt zurück…

Als Antoines Mutter zu sehen ist Sandrine Bonnaire, 2018 ausgezeichnet mit dem Europäischen Schauspielpreis DIE EUROPA beim Internationalen Filmfest Braunschweig.

Filmtipp: “Als wir tanzten”

Merab ist Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts. Sein größter Traum: Profitänzer zu werden. Doch dann kommt ein Neuer, der unbekümmerte Irakli, und der ist nicht nur Merabs größter Rivale. Zwischen beiden Männern entwickelt sich ein Begehren, das schließlich in Liebe mündet. Das darf jedoch nicht sein, und beide müssen ihre Beziehung aus Angst vor Gewalt und Hass geheim halten.

Vom 8. bis 10. November 2019 wurde „Als wir tanzten“ in Georgien gezeigt. Die 5.000 verfügbaren Tickets für die Vorführungen in fünf Kino waren innerhalb von 13 Minuten ausverkauft, trotz Drohungen von rechtsextremen Gruppen und der Georgischen Kirche, die den Film als „Popularisierung von Sodomitenbeziehungen“ bezeichnete! Die Vorführungen konnten nur unter Polizeischutz stattfinden.

Filmtipp: “The Climb”

Die beiden Kumpel Mike und Kyle quälen sich mit ihren Fahrrädern die Berge im Hinterland der Côte d‘Azur hinauf, als Mike seinem Freund eine Affäre mit dessen Verlobter beichtet. Die Stimmung ist dahin, und die seit Kindesbeinen an bestehende Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt.

The Climb handelt von einer turbulenten, über die Jahre anhaltenden Beziehung zweier Männer, die sich zwischen Freude, Herzschmerz, Wut und Versöhnung bewegt – ein etwas anderes Buddy-Movie und zugleich auch die Geschichte seiner beiden Drehbuchautoren und Hauptdarsteller Michael Angelo Covino und Kyle Marvin: Zwei beste Freunde im echten Leben, die aus ihrer reichen Erfahrung heraus einen bewegenden und unglaublich komischen Film geschaffen haben.

Filmtipp: „Berlin Alexanderplatz“

Dies ist die Geschichte von Francis. Auf der Flucht von Afrika nach Europa kentert er und rettet sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste. Dort schwört er dem lieben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt ihn sein Weg nach Berlin, und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Doch als Flüchtling ist das nicht einfach. Er wird von dem verführerischen Reinhold aufgelesen, der für einen Gangsterboss Flüchtlinge als Drogenverkäufer rekrutiert. Als Francis Mieze kennen und lieben lernt, könnte alles gut werden, könnte….

Burhan Qurbanis moderne Neuinterpretation des Romans „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin überzeugt mit starker visueller Sprache und zieht den Zuschauer 3 Stunden lang in seinen Bann. Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises in diesem Jahr gewann Berlin Alexanderplatz insgesamt 5 Lola-Trophäen!

Filmtipp: „Die schönsten Jahre eines Lebens“

Siege fährt der ehemalige Rennfahrer und Womanizer Jean-Louis nur noch in seiner Erinnerung ein. Doch die geht immer mehr verloren, fürchtet sein Sohn Antoine, auch wenn es scheint, als würden sich die Gedanken des alten Herrn vor allem um eine bestimmte Frau drehen: Anne, die große Liebe seines Lebens.

Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Klassiker der Nouvelle Vague „Ein Mann und eine Frau“ gilt als eine der schönsten Liebesgeschichten des Kinos. Nach über fünfzig Jahren wagt sich Altmeister Claude Lelouch an eine Fortsetzung seines melancholischen Liebesfilms. In den Hauptrollen erneut Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant.

Filmtipp: „Undine“

Endlich – am 02.07.2020 öffnet das Universum Filmtheater wieder, nach einer quälend langen Durststrecke. Und endlich kann man den neuen Film „Undine“ von Christian Petzold erleben. In der klassischen Sage bekommt Undine, die Jungfrau aus dem Wasser, erst durch die Vermählung mit einem Menschen eine Seele. Verlässt dieser sie wieder, muss er sterben und Undine kehrt ins Wasser zurück.

Christian Petzolds „Undine“ ist eine Stadthistorikerin in Berlin, die verlassen wird, aber nicht töten will. Und sie lernt einen anderen Mann kennen und lieben. Von dieser Liebesgeschichte erzählt „Undine“.