Filmtipps

Empfehlungen aus der Okerwelle-Redaktion

Filmtipp: Supernova

Wie leben, lieben und lachen wir, wenn wir uns unserem Ende nähern? Diese Frage bewegte Regisseur Harry Macqueen bei seinem Film „Supernova“. Sam und Tusker sind seit Jahrzehnten ein Paar, aber Tusker leidet an frühzeitlicher Demenz, sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Mit ihrem alten Wohnmobil machen sie sich auf in den idyllischen Lake District im Norden Englands, um die alte Heimat und Freunde noch einmal zu besuchen. Doch für Tusker ist diese Reise mehr als ein letzter nostalgischer Trip in die Vergangenheit.
„Supernova“ ist eine berührende Geschichte, die trotz aller Dramatik von Wärme und Lebenslust erfüllt ist. Der Film läuft ab 14. Oktober im Universum Filmtheater.

Der Film „Supernova“ läuft ab 14. Oktober im Universum Filmtheater Braunschweig.

Filmplakat (c) Neue Visionen Filmverleih

Filmtipp: Helden der Wahrscheinlichkeit

Hätte die Mutter nicht das freundliche Sitzangebot eines Mitreisenden angenommen, hätte sie das Zugunglück wahrscheinlich überlebt. Wäre ihrer Tochter nicht das blaue Fahrrad gestohlen worden, wäre sie vielleicht nie in den Zug gestiegen. Und es wäre nie gestohlen worden, hätte nicht ein kleines Mädchen im fernen Estland sich ein blaues statt ein rotes Rad gewünscht.

Alles Zufälle? Nicht für den Mathematiker Otto und seine schrägen Kumpel, die Berechnungen angestellt haben und den trauernden Witwer überzeugen können, dass seine Frau nicht zufällig starb und wer dahinter steckt.

„Helden der Wahrscheinlichkeit“ ist die neue schwarze Komödie des dänischen Kultregisseurs Anders Thomas Jensen. „Ein brillant erzählter Rachefilm für den intelligenten Zuschauer, der für jeden etwas bietet.“, schreibt programmkino.de. Vielleicht sollte Anders Thomas Jensen unseren Filmemachern Workshops anbieten!

Der Film „Helden der Wahrscheinlichkeit“ läuft ab 30. September im Universum Filmtheater Braunschweig.

Filmtipp: Schachnovelle

Stefan Zweig gehört zu den populärsten deutschsprachigen Schriftstellern seiner Zeit. In seinem bekanntestem Werk „Schachnovelle“ spielt ein kühl kalkulierender Schachweltmeister gegen einen Mann, der von den Nationalsozialisten in Isolationshaft gefangengehalten wurde. Regisseur Philipp Stölzl hat das Buch mit großem Staraufgebot verfilmt.
Stefan Zweig selbst war kein guter Schachspieler. Und es ist zweifelhaft, dass durch das Auswendiglernen eines einzigen Buches ein Weltmeister geschlagen werden könnte. Professionelle Spieler kennen in der Regel hunderte Bücher auswendig und trainieren jahrelang.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 1942 nahm sich Stefan Zweig in seinem Exil in Brasilien das Leben. Er schrieb, er werde aus freiem Willen und mit klaren Sinnen aus dem Leben scheiden, entwurzelt durch die Zerstörung seiner geistigen Heimat Europa.

Der Film „Schachnovelle“ läuft ab 23. September im Universum.

Filmtipp: Je suis Karl

Irgendwo in Berlin – heute. Ein Paket im Flur, für die Nachbarin angenommen. Der Inhalt ist tödlich. Der Vater Alex hat den Wein im Auto vergessen und geht nochmal runter. Unten auf der Straße muss er mit ansehen, wie in seiner Wohnung eine Bombe explodiert, Frau und zwei seiner Kinder sterben. Seine Tochter Maxi überlebt, ist traumatisiert, findet Halt in einer Gruppe, die sich trendy und hip gibt, verliebt sich in den charismatischen Anführer dieser Neuen Rechten– und ist für ihn doch nur Mittel zum Zweck.

Der Film „Je suis Karl“ läuft ab 16.09. im Universum Filmtheater.

Filmtipp: Curveball – Wir machen die Wahrheit

BND-Biowaffenexperte Wolf ist besessen von der Idee, dass im Irak trotz der UN-Kontrollen immer noch Anthrax-Viren hergestellt werden. Als ihm der Asylbewerber Rafid Alwan vorgestellt wird, der behauptet, als Ingenieur unter Hussein an der Herstellung beteiligt gewesen zu sein, sieht Wolf seine Stunde gekommen. Doch die    Beweislage ist schwierig.
Drehbuchautor Oliver Keidel: „In dieser Geschichte geht es nicht darum, dass jemand eine Lügengeschichte erzählt. Denn das war allen bald bekannt. Es geht um den Apparat an sich und die menschlichen Absurditäten, die zulassen, dass so etwas solche unglaublich dramatischen Folgen hat – eben OBWOHL jeder weiß, dass es eine Lüge war.“

Curveball – Wir machen die Wahrheit läuft ab 09. September im Universum.

Filmtipp: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Eine Neuverfilmung des Romans von Thomas Mann war überfällig, meint Produzent Markus Zimmer. „Ein junger Mensch, der mit seiner eigenen Identität nicht zufrieden ist und versucht, sich durch Tricks und Kniffe durchs Leben zu schlawinern, wobei ihm sein blendendes Äußeres und auch seine Fähigkeit, Menschen zu manipulieren, helfen. Diese Art von Figuren finden wir in der heutigen Zeit zuhauf.“
Drehbuchautor Daniel Kehlmann hat Manns Sprache erhalten und zugleich aktualisiert.
Regisseur Buck meint, nichts sei komischer als verliebte, leidende Männer. Er sieht seinen Film als ein Wegfliegen in eine andere Zeit. „Deswegen ist es eine philosophische Komödie und nicht banaler Bananen-Humor.“

Davon überzeugen können Sie sich ab 2. September im Universum Filmtheater.

Filmtipp: “The Father”

Ein einsames, stilles Drama am Ende des Lebens – The Father öffnet Augen und Herzen für ein Problem, das in der öffentlichen Wahrnehmung gern verdrängt wird. Dass dieser Film den Zuschauern so nahe geht, ist neben der beeindruckenden Inszenierung auch dem großartigen Anthony Hopkins zu verdanken, der für seine Darstellung eines Demenzkranken in diesem Jahr den Oscar erhielt. Ebenbürtig an seiner Seite Olivia Colman als Anne.

The Father läuft ab 26. 08. im Universum Filmtheater.

Filmtipp: Die Welt wird eine andere sein

Dass Liebe blind macht, bewahrheitet sich auf dramatische Weise in dem Film „Die Welt wird eine andere sein”. Asli ist verliebt in Saeed, hat wegen ihm sogar mit ihrer Mutter gebrochen. Nun will sie nicht wahrhaben, was so offensichtlich ist. Zaeed verbringt mehr und mehr Zeit in der Moschee, verheimlicht Dinge vor ihr, verschwindet vorübergehend in den Jemen und macht eine Pilotenausbildung in Florida. Und dann verabschiedet er sich eines Tages…

„Die Welt wird eine andere sein” läuft ab 12. August im Universum.

Filmtipp: “Abseits des Lebens”

Das Schicksal hat erbarmungslos zugeschlagen, und Edee kann keinen Menschen mehr ertragen. Sie packt verzweifelt ein paar Sachen zusammen und verlässt fluchtartig Chicago, um von nun an in einer einsamen Hütte in den Rocky Mountains zu leben. Wirklich vorbereitet ist sie als Stadtmensch auf ein Leben dort nicht, große Bären und die unbarmherzige Natur bringen sie fast um. Doch ihre Erinnerungen sind zu schmerzhaft, ein Zurück ist keine Option für Edee.

Abseits des Lebens läuft seit dem 5. August im Universum Filmtheater.

Filmtipp: “Home”

Kann man einem Mörder, der eine 17-jährige Freiheitsstrafe verbüßt hat und wieder in die Gemeinschaft entlassen wird, vergeben? Verdient dieser ein Mensch eine zweite Chance?
Marvin kehrt nach seiner Entlassung ganz bewusst in seinen Heimatort zurück, erträgt alle Anfeindungen, akzeptiert sie als Konsequenzen seiner Tat und stellt sich den Dämonen seiner Vergangenheit. Kann er den Bewohnern beweisen, dass er ein besserer Mensch geworden ist?
Home, der erste Langfilm von Franka Potente über Schuld und Vergebung, läuft ab 29.07. im Universum Filmtheater.

Filmtipp: “Der Rausch”

Wer kennt das nicht – das Leben ist langweilig geworden, höchstens noch mittelmäßig, die Leidenschaft von früher nur noch blasse Erinnerung, Monotonie bestimmt den Alltag, und der Tod rückt näher. Der Lehrer Martin muss sich auf einer Schulkonferenz rechtfertigen, weil sowohl Schüler als auch Eltern mit seinem langweiligen Unterricht nicht mehr einverstanden sind. Da schmiedet er mit drei Kollegen und Freunden einen gewagten Plan: nach dem Vorbild vieler Künstler und Denker wollen sie von nun an unter einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille ihrer Arbeit und ihrem Leben wieder einen Rausch verpassen, so wie früher einmal.

Filmtipp: “So weit”

„Der Satz, „Du kannst alles schaffen, was du willst“ ist totaler Quatsch. Aber man kann in der Tat mehr schaffen als man denkt. Und ich wollte in einem Jahr, in dem für so viele Leute alles stillstand, nicht mehr stillstehen und einfach probieren, was geht“, sagt der 28-jährige Singer-Songwriter Till Seifert. Entstanden ist ein Film über einen Musiker, der 1 400 km durch ganz Deutschland radelt, von Flensburg bis zur Zugspitze.

Till Seifert stellte seinen Film „So weit“ im Astor Filmtheater persönlich vor, für den gebürtigen Braunschweiger eine ganz besondere Veranstaltung.

Die Doku „So weit“ läuft aktuell im Astor Filmtheater.

Filmtipp: “Nebenan”

Daniel ist ein Filmstar. Er hat Erfolg, Geld und eine traumhafte Wohnung in Berlin. Dort lebt er mit seiner Frau, zwei kleinen Söhnen und dem Kindermädchen. Auchder Durchbruch in Hollywood scheint nicht mehr fern, soll er doch für eine große Rolle vorsprechen. Auf dem Weg zum Flughafen macht er in einer Eckkneipe halt. Dort ist es vormittags ruhig, dort stören keine Fans, dort will er noch einmal seine Rolle lernen. Doch an der Theke sitzt ein fremder Mann: Bruno verwickelt Daniel in einen Small Talk. Er kennt nicht nur alle Filme des Schauspielers, er kennt sich auch erschreckend gut in Daniels Privatleben aus. Mit viel Selbstironie verkörpert Daniel Brühl in seiner ersten Regiearbeit „Nebenan“ einen Schauspieler, der den Bezug zum echten Leben verloren hat. Gemeinsam mit dem wunderbaren Peter Kurth gelingt es ihm, trotz der Kammerspielartigkeit des Films den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.

„Nebenan“ läuft seit 15. 07. im Universum Filmtheater.

Filmtipp: “Minari – Wo wir Wurzeln schlagen”

Jacob beschließt, mit seiner koreanisch-amerikanischen Familie aus Los Angeles nach Arkansas zu ziehen, um sich seinen Traum von einer eigenen Farm zu erfüllen. Er betrachtet die wilden Ozarks als das gelobte Land, schuftet rund um die Uhr, damit die Arbeit an der Farm buchstäblich Früchte tragen kann. Doch seine Frau Monica ist unglücklich, die Kinder fühlen sich fremd in er neuen Heimat. Als die lebenslustige Großmutter aus Korea zu ihnen kommt, wird das Zusammenleben der Familie auf den Kopf gestellt. Der anfangs skeptische, aufmüpfige kleine Sohn der Familie findet in seiner Oma eine Verbündete. Gemeinsam schaffen sie es immer wieder, Rückschläge und Schwierigkeiten zu überwinden. Doch dann schlägt das Schicksal zu.

„Minari gehört zu jenen Filmen, die ungeheuer bewegen, ohne ins Sentimentale oder Emotionale zu verfallen, so dass man am Ende gar nicht genau sagen kann, weshalb man so ergriffen ist. Aber man möchte unbedingt mehr über das titelgebende Kraut, den „Wasserfenchel“ erfahren.“ (epd Film)

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen läuft ab 8. Juli im Universum Filmtheater Braunschweig

Filmtipp: “Judas and the Black Messiah”

Fred Hampton, ein US-amerikanischer Bürgerrechtler und Aktivist der Black Panther Party, wurde bei einem angeblichen Festnahmeversuch einer Polizei-Eliteeinheit in seinem Appartement in der Nacht des 4. Dezember 1969 im Schlaf erschossen. Eine Ermordung durch die örtliche Polizei mit Unterstützung des FBI, der den Informanten William O’Neal in die Nähe von Hampton einschleuste. Regisseur Shaka King erzählt die grausame Ermordung des sozialistischen Anführers des Chicagoer Ortsverbandes der Black Panther Party durch die Augen von O’Neal, der zunehmend an seinem Auftrag zweifelt.

Auch über 50 Jahre später ist die Geschichte brandaktuell. Der aufrüttelnde Film „Judas and the Black Messiah” läuft ab 01.07. im Universum Filmtheater.

Filmtipp: “Ich bin dein Mensch”

Alma ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter verbringen. Alma trifft auf Tom, eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen.

Filmtipp: “Der Rausch”

Wer kennt das nicht – das Leben ist langweilig geworden, höchstens noch mittelmäßig, die Leidenschaft von früher nur noch blasse Erinnerung, Monotonie bestimmt den Alltag, und der Tod rückt näher.

Der Lehrer Martin muss sich auf einer Schulkonferenz rechtfertigen, weil sowohl Schüler als auch Eltern mit seinem langweiligen Unterricht nicht mehr einverstanden sind. Da schmiedet er mit drei Kollegen und Freunden einen gewagten Plan: nach dem Vorbild vieler Künstler und Denker wollen sie von nun an unter einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille ihrer Arbeit und ihrem Leben wieder einen Rausch verpassen, so wie früher einmal.

Wir dürfen, können wieder ins Kino!!!! Ab Donnerstag, den 17. Juni zeigt das Universum Filmtheater den Film „Der Rausch“ mit dem dänischen Dream-Team Thomas Vinterberg (Regie) und Mads Mikkelsen! Der Film wurde zum besten europäischen Film des Jahres 2020 gekürt und gewann den Oscar 2021 für den besten internationalen Film!

Filmtipp: “Rosas Hochzeit”

Immer hat Rosa für die anderen gelebt. Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt sie nun, dass es Zeit für einen radikalen Wandel sei. Aber es ist nicht so leicht, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Rosa entscheidet sich zu heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein…

Regisseurin „Iciar Bollain hat eine der inspirierendsten, lebendigsten und strahlendsten Frauenfiguren der letzten Jahre erschaffen. „Rosas Hochzeit“ ist ein Stärkungsmittel in schwierigen Zeiten, ein Film in der besten Tradition des spanischen Kinos, unterhaltsam, mediterran, fröhlich.“ (PUBLICO)

Filmtipp: “Nomadland”

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Bergbaustadt Empire in der Nähe der Black Rock Desert in Nevada, durch den sie selbst alles verloren hat, packt die 60-jährige Witwe Fern ihr Hab und Gut in ihren Van und macht sich auf den Weg, um als moderne Nomadin im Westen der USA ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu erkunden. Unterwegs nimmt sie jegliche Arbeit an und verzichtet auf materiellen Komfort. Doch Fern ist nicht allein, immer wieder macht sie die Bekanntschaft von Menschen, die aus ähnlichen Gründen unterwegs sind, die auch ihre Häuser, ihre Arbeit oder einen geliebten Menschen verloren haben. Der Film Nomadland wurde bei der diesjährigen Oscarverleihung gleich dreimal ausgezeichnet:- Bester Film- Beste Regie für Chloé Zhao- Beste Hauptdarstellerin Frances McDormand. Am Donnerstag, den 03.06. öffnet das Universum Filmtheater wieder und startet mit dem preisgekrönten Film „Nomadland“.