Filmtipps

Empfehlungen aus der Okerwelle-Redaktion

Filmplakat X-Verleih

Filmtipp: „Es gilt das gesprochene Wort“

Reife Frau fährt allein in den Türkeiurlaub und erliegt den Avancen eines jungen Einheimischen, der nur darauf aus ist, eine Frau zu finden, die sich gebauchpinselt fühlt und den stürmischen Lover sogar mit nach Deutschland nimmt – um dort eine Scheinehe einzugehen. So weit, so hinreichend bekannt. Regisseur Ilker Catak möchte mit „Es gilt das gesprochene Wort“ jedoch eine Liebesgeschichte erzählen von zwei Menschen, die sich nicht klein kriegen lassen, die über sich hinauswachsen, allen Widerständen trotzen und sich letztendlich ineinander verlieben. Kann das gelingen?

Filmplakat: StudioCanal Deutschland

Filmtipp: Leid und Herrlichkeit

„Wenn man über einen Regisseur schreibt und die eigene Arbeit aus Filmemachen besteht, ist es unmöglich, nicht an sich selbst zu denken und die eigene Erfahrung als Referenz zu betrachten.“, sagt der große Pedro Almodóvar über seinen neuen Film „Leid und Herrlichkeit“. Und so enthält der Film viel Autobiographisches, ohne eine Autobiographie zu sein.

„Leid und Herrlichkeit“ wurde ungeplant der Abschluss einer Trilogie, deren Entstehung 32 Jahre dauerte. Die beiden ersten Teile sind „Das Gesetz der Begierde“ (1987) und „La Mala Educación“ (2004). Alle drei Filme haben einen Filmregisseur als Protagonisten und in jedem Teil stellen Begierde und filmisches Erzählen die Grundpfeiler der Handlung dar.

Filmplakat: Neue Visionen

Filmtipp: Made in China

Der junge Fotograf François hat zu seinen asiatischen Wurzeln nicht gerade das beste Verhältnis. Vor 10 Jahren hat er nach einem Streit mit seinem Vater die Brücken zum chinesischen Teil von Paris abgebrochen. Nun wird er selbst Vater und muss erkennen, dass er seinen chinesischen Hintergrund auch seinem Kind zuliebe nicht länger ablehnen kann. Zeit also, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Identität und Zugehörigkeit sind Thema des Films, und auch die unterschiedlichen Einstellungen der verschiedenen Generationen dazu. Und Hauptdarsteller Frédéric Chau zeigt uns das zauberhafte China-Town von Paris

Filmtipp: „Yesterday“

Der britische Musiker Jack kann sich gerade mit Mühe und Not über Wasser halten. Bis ihm eines Tages ein Wunder geschieht. Nach einem mysteriösen, weltweiten Stromausfall kann sich plötzlich niemand mehr an die Beatles und deren geniale Songs erinnern – außer ihm. Die Verlockung ist zu groß: Jack verkauft die Welthits als seine eigenen Kompositionen, wird in kürzester Zeit zum Megastar und geht mit Ed Sheeran auf Tournee. Eine harte Probe für seine Beziehung zu Freunden und Familie…

Filmplakat: Entertainment One Germany

Filmtipp: „Geheimnis eines Lebens“

Großbritannien im Jahr 2000: Die 87-jährige Engländerin Joan Stanley genießt ihr Rentnerdasein, als plötzlich der Geheimdienst vor ihrer Tür steht und die alte Dame festnimmt. Als junge Frau soll sie während des Zweiten Weltkriegs Geheimnisse an die Russen verraten haben. Regisseur Trevor Nunn hat mit „Geheimnis eines Lebens“ die wahre Geschichte der Melita Norwood verfilmt, die nach jahrzehntelanger Spionagearbeit für Russland erst 1999 überführt wurde und als „Super-Spionage-Oma“ in die Geschichte einging.

Filmplakat: Alamode Filmverleih

Filmtipp: „Zwischen den Zeilen“

Manchmal fällt es nicht schwer, zwischen den Zeilen zu lesen: Léonard schreibt Romane und verarbeitet darin ziemlich unverblümt seine zahlreichen Liebschaften. Seine aktuelle Geliebte ist pikanterweise die Frau seines Verlegers, der sich jedoch selbst auffällig intensiv mit einer neuen, jungen Mitarbeiterin beschäftigt.

Filmplakat: Verleih NFP

Filmtipp: „Nur eine Frau“

„Man kann die Toten nicht vergessen.“, sagt Regisseurin Sherry Hormann zu ihrem Film NUR EINE FRAU. „Es erscheint mir nicht richtig, wenn Menschen wie diese von Familie und Ehre sprechen. Wenn man in der Lage ist, ein Familienmitglied zu töten, welches nicht der Norm ihrer Vorstellung von Familie entspricht, dann geht es nicht um familiäre Liebe, sondern um Macht und Ego.“, sagt Rechtsanwältin Seyran Ates, die in Berlin eine eigene Moschee gründete und seitdem 24 Stunden von der Polizei bewacht werden muss.

Filmplakat: Port au Prince Pictures

Filmtipp: „All my loving“

Drei Geschwister – Stefan, Julia und Tobias – , drei sehr verschiedene Lebensentwürfe: Pilot Stefan kann seinen Beruf nicht mehr ausüben und leidet unter Prestigeverlust, Julia interessiert sich mehr für einen streunenden Hund als für ihren Mann, Tobias ist gestresst vom Dasein als Hausmann, während seine Frau das Geld verdient. Dann erkrankt der Vater und weigert sich zum Arzt zu gehen….
Drei Geschwister suchen das Glück – für sich und als Familie.

Filmplakat: (c) Prokino Filmverleih

Filmtipp: „Das Ende der Wahrheit“

In einer Zeit, nachdem die Enthüllungen von Edward Snowden die Arbeit der Geheimdienste in keinem guten Licht dastehen lassen, entwirft Regisseur Philipp Leinemann in seinem Thriller „Das Ende der Wahrheit“ ein realistisches Szenario, in dem ein westliches Land Gefahr läuft, sich mit Millionensummen am Terroraufbau zu beteiligen. Der Ex-Braunschweiger Regisseur wagt sich in Bereiche vor, in die das Kino selten blickt. Martin Behrens, Experte für Zentralasien beim BND, ist überzeugt davon, mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag für die nationale Sicherheit zu leisten. Ein schrecklicher Anschlag auf ein Restaurant in München lässt ihn an der Mission des BND zweifeln.

Stan & Ollie - Plakat: (c) Suare One Filmverleih

Filmtipp „Stan & Ollie“

Stan Laurel und Oliver Hardy aka „Dick und Doof“ gelten weithin als das größte Komikerduo der Filmgeschichte. Ihre so mühelos erscheinenden Gags waren bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Laurel war der kreative Kopf, Hardy hatte meist vor der Kamera das Sagen. Der Film „Stan & Ollie“ widmet sich den letzten Wochen dieses Komikerduos, brillant verkörpert von Steve Coogan und John C. Reilly.

Foto: (c) Filmplakat Constantin Filmverleih

Filmtipp: „Der Fall Collini“

Nach dem internationalen Bestseller von Ferdinand von Schirach erzählt Der Fall Collini von einem der größten Justizskandale Deutschlands. Über 30 Jahre hat der 70-jährige Italiener Fabrizio Collini unbescholten in Deutschland gearbeitet, und dann tötet er anscheinend grundlos den angesehenen Großindustriellen Hans Meyer in dessen Berliner Hotelsuite. Der junge Pflichtverteidiger Caspar Leinen muss in seinem ersten Fall einen Mann verteidigen, der nicht verteidigt werden will.

Filmplakat Alamode Filmverleih

Filmtipp: „Christo – Walking on water“

Der verhüllte Reichstag in Berlin, „The Wall“ – 13.000 Ölfässer im Gasometer in Oberhausen, zwei gigantische Projekte von Christo und seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude, die in Deutschland die Menschen anlockte, verdeutlichen die Agenda dieses Künstlerehepaars: Das Streben nach Freude und Schönheit. Die Liste ließe sich fortsetzen: „Valley Curtains“ in den Rocky Mountains, „The Umbrellas“ in Japan und Kalifornien und vieles mehr. Für Christo ist Kunst ein Vorgang und nicht ein Endresultat. Die Idee zu Floating Piers hatte das Künstlerehepaar schon 1969. In der Dokumentation „Christo – Walking on water“ kann man die Realisierung 2018 nachvollziehen.

Filmplakat: Neue Visionen Filmverleih

Filmtipp: „Monsieur Claude 2“

Monsieur Claude und seine Frau Marie mussten bisher schon viel ertragen. Doch nachdem seine vier Töchter ausgesprochen multikulturell geheiratet haben, ist das Ehepaar nicht mehr so leicht zu schockieren. Monsieur Claude hat sich sogar aufgemacht,um alle vier Heimatländer seiner Schwiegersöhne zu besuchen. Doch nirgendwo ist es schöner als in der heimischen französischen Provinz.Als die Töchter ihren Eltern mitteilen, dass sie das konservative Frankreich verlassen und mit ihren Familien im Ausland sesshaft werden wollen, ist es mit der beschaulichen Gemütlichkeit schnell vorbei. Denn Claude und Marie sind nicht bereit, ihre Töchter einfach so gehen zu lassen und setzen alle Hebel in Bewegung, um ihre Kinder und deren Familien bei sich behalten zu können…

Filmplakat: DCM Film Distribution

Filmtipp: „Ein Gauner und Gentleman“

„Redford überfällt Banken – und stiehlt Ihr Herz.“ schreibt der Rolling Stone zum neuen Film mit Robert Redford. Und man hofft inständig, dass er seine Drohung, nach diesem Film nicht mehr als Schauspieler vor der Kamera zu stehen, nicht wahrmachen wird. Der echte Forrest Tucker war Ein Gauner und Gentleman, unzählige Male verhaftet und immer wieder geflohen, und Robert Redford verkörpert diesen Bankräuber mit so viel Charme, dass man ihm seine kriminellen Taten fast verzeihen möchte.

"Goldfische" - Foto: Foto Sony Pictures Entertainment

Filmtipp: „Goldfische“

Oliver arbeitet hart für seinen Erfolg als Portfolio Manager. Als er auf dem Weg zu einem Termin im Stau steht, macht er kurzerhand die freie Gegenspur zur Fastlane – und rast in einen verheerenden Crash. Diagnose: Querschnittlähmung. Er landet in einer schrägen Behinderten-WG, aber das ist nicht sein größtes Problem…

Filmplakat SquareOne Entertainment

Filmtipp: „Trautmann“

Mit seiner einzigartigen Heldengeschichte setzt Regisseur Marcus H. Rosenmüller der deutschen Torhüter-Legende Bernd „Bert“ Trautmann ein beeindruckendes Denkmal. Der wahre Bert Trautmann konnte den Film über sein Leben leider nicht mehr sehen. Er verstarb 2013 im Alter von 89 Jahren im spanischen La Llosa. Einige Jahre zuvor war es noch zu einer Begegnung zwischen der Torwartlegende und dem Produzenten Robert Marciniak gekommen, der das Projekt entscheidend vorantrieb.

Bild: Entertainment One

Filmtipp: „Die Berufung“

Sie ist eine von drei RichterINNEN am Supreme Court und in den USA längst als Ikone der Frauenrechtsbewegung berühmt: Ruth Bader Ginsburg, knapp 86 Jahre alt und als liberales Gegengewicht zu Trumps reaktionären
Richterberufungen immer noch im Amt!

Der Spielfilm „Die Berufung“ erzählt von ihren frühen Karrierejahren, als sie smart, eloquent und mit sehr viel Biss die verstaubten Gerichtssäle der 50er und 60er Jahre revolutionierte. Es ist der emanzipatorische Kampf einer Frau, die an Gerechtigkeit glaubte, mit einem bahnbrechenden Fall vor Gericht zog und im temporeichen Schlagabtausch mit scheinbar unbelehrbaren Justizvertretern Scharfsinn und Geisteswitz bewies.