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Blickpunkt Glaube2019-05-20T17:05:22+02:00

Blickpunkt Glaube

 

Sonntag 16.00 Uhr, Wdh. Montag 9.00 Uhr

Blickpunkt Glaube stellt Ihnen Gäste, Themen und Veranstaltungen aus dem weiten Feld der Religionen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften des Sendegebiets vor. Die aktuellen Themen sind im Monatsprogramm zu finden, das Sie per E-Mail kostenfrei anfordern oder sich per Mausklick als PDF ansehen/downloaden können.

Neben den Beiträgen und Gesprächen zum Thema steht im Mittelpunkt der Sendungen die „Botschaft des Sonntags“, meist ein kurzer Abschnitt aus der Bibel oder einer anderen heiligen Schrift der Religionen.

Die letzte Viertelstunde enthält den Kurzbeitrag „Aus den Religionen“ mit einem Stichwort oder einem Kalenderblatt sowie unsere Veranstaltungstipps aus dem Angebot der Kirchen und Religionsgemeinschaften der Region. Abgerundet wird das Magazin mit ausgewählter Musik.

Chronik der Redaktion

Am 27. September 2015 wurde die 1000. Ausgabe von Blickpunkt Glaube gesendet – aus disem Anlass hat die Redaktion eine kleine Chronik zusammen gestellt, die Sie hier als PDF einsehen können.

VERANSTALTUNGSTIPPS

Veranstaltungstipps der Redaktion für die Kalenderwoche 21 vom 20. Mai bis 26. Mai.

THEMEN DER SENDUNG

Berndt Steiner - Foto Redaktion

Berndt Steiner – Foto Redaktion

Südliches Afrika: Politik und Glaube.

Entwicklungsingenieur Berndt Steiner im Interview mit Theologin Iris Fanger.

Berndt Steiner, Entwicklungsingenieur i.R., Senior Experte des Volkswagen Konzerns und passionierter Fotograf, entwickelte auf seinen Reisen um die Welt einen besonderen Blick für Land und Leute. Er berichtet im Interview mit Fachredakteurin Iris Fanger von Politik und Glaube in Südafrika. Nelson Mandela, Jacob Zuma, der ANC und die Auswirkungen der Apartheid sind ebenso Thema des Gesprächs wie der Reiz des Kontinents, die Mentalität, der Glaube, die Regeln, die Speisen.

Die Botschaft des Sonntags: das 5. Gebot – aus Luthers Katechismus gelesen von Dorothea Hindenberg, dazu das 5. Gebot in Zeiten des digitalen Wandels, betrachtet von Dr. rer. nat. Karl Teille, Leiter des Instituts für Informatik der AutoUni des Volkswagen Konzerns.

Wiederholung: Montag – 9 Uhr.

Papst Paul VI. - Foto: Karen Hartmann

Papst Paul VI. – Foto: Karen Hartmann

Alt-Katholische Kirche: Eine Sendung von Dorothea Hindenberg

Katholiken wünschen sich eine andere Kirche. Offener, zeitgemäßer. Zwei der Wünsche: kein Zwangszölibat und Frauen als Priesterinnen. – Zukunftsvisionen? Mitnichten! Es gibt bereits eine Kirche, in Deutschland und weltweit, die all das hat und sich Alt-Katholische Kirche nennt. Über diese Gemeinschaft informieren wir.

Die Alt-Katholische Kirche ist eine von Rom unabhängige Kirche. Eine Alt-Katholische Gemeinde gibt es in Hannover und in Berlin-Wilmersdorf. Fachredakteurin Dorothea Hindenberg berichtet in ihrem Hauptbeitrag über die aktuelle Situation und Entstehung der Alt-Katholiken, Gemeinsamkeiten mit und Unterschiede zur römisch-katholischen Kirche und über die ökumenischen Beziehungen.

Ausgehend von einer Braunschweiger Dialogveranstaltung am 20. Februar 2019 mit dem neuen Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer, in der er sich zu möglichen Veränderungen beim Zölibat und der Zulassung von Frauen zum Priesteramt äußerte, wird in der Sendung das Glaubens-und Kirchenverständnis der Alt-Katholischen Kirche erklärt. So lehnt die Alt-Katholische Kirche das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes in Fragen des Glaubens und der Moral ab (Dogma von 1870).

Gegen halb hören Sie in der Botschaft des Sonntags das 4. Gebot aus Luthers Katechismus und dazu eine Betrachtung von Dr. Karl Teille zu jenen Aspekten dieses Gebots, die in Zeiten des digitalen Wandels aktuell sind.

Der Beitrag aus den Religionen ist Ignaz von Döllinger (1799-1890) gewidmet, Vordenker der Ökumene, einer der geistigen Väter der Alt-Katholischen Kirche, 1871 exkommuniziert, 1872 zum Rektor der Universität München berufen. Als Kirchenhistoriker ist Döllinger über Fach-und Konfessionsgrenzen hinaus weithin anerkannt und unbestritten.

Zur Bildauswahl: Die Bronzeskulptur (Foto) des italienischen Künstlers Lello Scorzelli zeigt Papst Paul VI. (1965). Die Geschichte zeigt uns: Veränderungen in der römisch-katholischen Kirche dauern Jahrzehnte. Papst Franziskus ist der Papst, der die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils (1962-1965) unter Papst Paul VI (1963-1978) konkret umsetzt.

Musik von Peer Gynt, Edvard Grieg und Roger Stein.

Wiederholung: Montag – 9 Uhr.

Joachim Hempel - Foto: Peter Temme

Joachim Hempel – Foto: Peter Temme

Ein Braunschweiger Pfarrer in Äthiopien: Joachim Hempel im Gespräch mit Peter Temme.

Der emeritierte Domprediger Joachim Hempel ist kürzlich von einer Reise nach Äthiopien zurückgekehrt. Er hat dort an einer Versammlung der deutschen evangelischen Gemeinde in Äthiopien teilgenommen, der er seit seinem Vikariat 1973 – 1974 verbunden ist. Zuletzt hatte er auf Bitten des Kirchenamtes der EKD das unbesetzte Pfarramt dort vertretungsweise übernommen, bis ein Nachfolger eingeführt ist. So wird er auch im September wieder dort sein wie schon 2018. Er erlebt Äthiopien als Land, was sich in den letzten Jahren positiv entwirckelt hat, vor allem, seit der neue Präsident mit dem Nachbarland Eriträa Frieden geschlossen hat. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt einem Projekt der Gemeinde, der German School Church, die seit bald 50 Jahren sich um benachteiligte Kinder in Addis Abeba kümmert. Sie wird ausschließlich von Spenden getragen. Über den in Deutschland ansässigen Trägerverein Melkam Edil kann unter anderem mit Patenschaften die Schule unterstützt werden (www.melkam-edil.de).

Wiederholung: Montag – 9 Uhr.

„Psalmen 2013 neu“

Unter dem Titel „Psalmen 2013 neu“ ist Anfang des Jahres im Fromm-Verlag ein erster Teilband mit den Psalmen 1-30 in einer neuen zeitgemäßen Übersetzung von Martin Oberkinkhaus erschienen.

Bereits im Jahr 2003 hatte Martin Oberkinkhaus zusammen mit Mitgliedern des Kreisverbandes CV-aktiv alle 150 Psalmen neu übersetzt. Die zweite ab 2018 überarbeitete Auflage seines Psalmenbuchs wird also nunmehr für jedermann verfügbar sein. Als ausgebildeter Lektor hatte Martin Oberkinkhaus mehrere Jahre lang Tag für Tag mit je einem Gebetslied gelebt und neue, besser verständliche Formulierungen versucht. Später hatte er in der Arbeit mit Migranten die Beobachtung gemacht, dass einige altdeutsche Wörter in aktuellen Bibelübersetzungen nicht verständlich sind, weil sie in Wörterbüchern nicht vorkommen, zum Beispiel das Wort „erquicken“.

Über das Buch und die Erfahrungen mit teilweise 3000 Jahre altem Gedankengut erzählt er in der Sendung.

Wiederholung: Montag – 9 Uhr.

V.l.n.r. Peer Schladebusch, Christian Sterzik und Dr. Karl Teille - (Foto: Karen Hartmann)

V.l.n.r. Peer Schladebusch, Christian Sterzik und Dr. Karl Teille – (Foto: Karen Hartmann)

Digitaler Wandel in Unternehmen, Gesellschaft und Kirche

Abendveranstaltung des Instituts für Informatik der AutoUni Wolfsburg

Über die Vortragsveranstaltung der AutoUni Wolfsburg und des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) am 28. März 2019 berichtet Karen Hartmann. Christian Sterzik, Projektkoordinator der EKD von „Kirche im digitalen Wandel“ stellt neue digitale Anwendungsmöglichkeiten vor, zum Beispiel den Prototypen der Internetseite „Kirche bei Dir“. Eine ähnliche Internetseite gibt es bereits bei der Church of England. Die Chancen des digitalen Wandels wolle die Evangelische Kirche nicht nur nutzen, um mit ihren Mitgliedern zu kommunizieren und digitale Instrumente in Leitung und Organisation zu verankern. Darüber hinaus sei eine ethisch-theologische Reflexion des digitalen Wandels nötig.

Dr. Karl Teille, Leiter des Instituts für Informatik (IFI) der AutoUni des Volkswagen Konzerns spricht über „Herausforderungen des christlichen Weltbildes im Fokus des digitalen Wandels“ (www.autouni.de). Für den Dialog mit Asien (www.spiritual-consulting.de) wirbt Peer-Detlev Schladebusch, Pastor für Führungskräfte. Gerade die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz führe unweigerlich dazu, eine der alten zentralen theologischen Fragen neu zu stellen: „Was ist der Mensch?“

Mit Musik von Aretha Franklin „Never gonna break my faith“ und dem Aachener Gospelchor Sound ’n Soul. Bildnachweis: V.l.n.r. Peer Schladebusch, Pastor für Führungskräfte, Christian Sterzik, Koordinator der EKD von „Kirche im digitalen Wandel“ und Dr. Karl Teille, Leiter des Instituts für Informatik der AutoUni des Volkswagen Konzerns (Foto: Karen Hartmann)

Vor Ort sein: Schlaglichter zur Kirchenentwicklung

Fachtagung Vor Ort sein-Abschlussdiskussion - Foto: Akademie St. Jakobushaus

Fachtagung Vor Ort sein-Abschlussdiskussion – Foto: Akademie St. Jakobushaus

Bericht von Peter Temme über eine Veranstaltung der Akademie St. Jakobushaus in Goslar

Um Schlaglichter zur Kirchenentwicklung ging es bei einer Akademieveranstaltung am 7.3.2019 in Goslar. Dass die katholische Kirche in ihrer jetzigen Gestalt so nicht mehr zukunftsfähig ist, war allgemeiner Konsens (www.jakobushaus.de) In der Sendung hören Sie Ausschnitte der Vorträge, die Peter Temme für Sie ausgewählt hat. Prof. Caroline Zeller von der Quadriga Hochschule Berlin spricht über moderne Kommunikation und ihre Herausforderung für die Kirche. Ihren gesamten Vortrag von 43 Minuten haben wir für unser Sommerkolleg in Blickpunkt Glaube an den Sonntagen der Sommerferien vorgesehen.

Bild: Die Referenten der Fachtagung des Abschlusspodiums: (v.l.n.r.) Dr. Jörg-Dieter Wächter, Prof. Peter Dirksmeier, Dr. Christian Hennecke, Pater Christian Herwartz SJ und Prof. Caroline Zeller (Foto: Akademie St. Jakobushaus)

Wiederholung der Sendung: Ostermontag um 10 Uhr.

Imervard-Kreuz im Braunschweiger Dom St.Blasii (um 1150), Foto: Redaktion

Imervard-Kreuz im Braunschweiger Dom St.Blasii (um 1150), Foto: Redaktion

Jesu Tod, die Weltenwende

Worüber könnten Nikodemus und Josef von Arimathäa gesprochen haben, nachdem sie gemeinsam den Leichnam Jesu bestattet hatten. Eine fiktive Szene aus der Leidensgeschichte Jesu von Rainer Kopisch, Pfarrer i.R.

Jesus Christus am Kreuz, eine von Meister Imervard um 1150 geschaffene Holzplastik, gilt als das bedeutendste Kunstwerk im Braunschweiger Dom (Foto: Redaktion). Der „Imervard“ gehört zum sogenannten Volto-Santo-Typus, also zu einer Gruppe vornehmlich in Spanien und Italien verbreiteten Großkreuzen, die sich in ihrer Gesamtheit auf das „Volto Santo“ in Lucca / Italien bezieht. Das Material ist Eichenholz, der Rücken ist hohl.

Kunstgeschichtlich betrachtet handelt es sich um ein romanisches Viernagelkreuz mit einem Corpus in streng stilisierter Gewandung, sehr schmalem Haupt mit weit offenen Augen unter schweren Lidern. Die Verbindung des Christus mit seinem Kreuz ist geradezu unwirklich, als würde hier nicht ein zu Tode gemarterter Mensch am Holz hängen, sondern das Kreuz fast nur noch die Rolle des Identifikationszeichens tragen, vor dem der erhöhte Herr „schwebt“. Man spricht von einer „Majestas-Figur.“

Kathedrale von Laon - Einzug in Jerusalem; Foto: Redaktion

Kathedrale von Laon – Einzug in Jerusalem; Foto: Redaktion

Palmsonntag – Triumphzug über Sünde und Tod: Jesus‘ Einzug in Jerusalem

Am Palmsonntag wird in den christlichen Gottesdiensten der Christus-Hymnus aus dem Philipperbrief des Apostels Paulus gelesen. Bei einem ökumenischen Bibelabend ging es unter dem Titel „Überraschend anders: Die Christus-Jesus-Gesinnung“ um diesen Text.

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die in der evangelisch-lutherischen Kirche auch Stille Woche genannt wird. Die Heilige Woche der katholischen Tradition umfasst auch Ostern.

Das Symbolfoto zeigt ein Glasfenster der Kathedrale von Laon in Frankreich (um 1215). Die Darstellung des Einzugs in Jerusalem hat bereits eine frühchristliche Tradition. Der Einzug in Jerusalem nach Vorbild des Einzugs eines siegreichen römischen Kaisers gestaltet, häufig als Einzug in das himmlische Jerusalem, als Triumphzug über Sünde und Tod, findet sich z.B. am Sarkophag des Stadtpräfekten Junius Bassus (359, Rom, Grotten von St. Peter). In byzantinischen Darstellungen reitet Jesus seitlich auf dem Esel sitzend, abendländische Darstellungen zeigen Jesus rittlings auf dem Esel reitend.

26.05.2019 um 16:00 Uhr
16:00 — 17:00

religion@okerwelle.de