Blickpunkt Glaube

 

Sonntag 16.00 Uhr, Wdh. Montag 9.00 Uhr

Blickpunkt Glaube stellt Ihnen Gäste, Themen und Veranstaltungen aus dem weiten Feld der Religionen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften des Sendegebiets vor. Die aktuellen Themen sind im Monatsprogramm zu finden, das Sie per E-Mail kostenfrei anfordern oder sich in der Vorschau als PDF ansehen/downloaden können (s.u.).

Neben den Beiträgen und Gesprächen zum Thema steht im Mittelpunkt der Sendungen die „Botschaft des Sonntags“, meist ein kurzer Abschnitt aus der Bibel oder einer anderen heiligen Schrift der Religionen.

Die letzte Viertelstunde enthält den Kurzbeitrag „Aus den Religionen“ mit einem Stichwort oder einem Kalenderblatt sowie unsere Veranstaltungstipps aus dem Angebot der Kirchen und Religionsgemeinschaften der Region. Abgerundet wird das Magazin mit ausgewählter Musik.

Chronik der Redaktion

Am 27. September 2015 wurde die 1000. Ausgabe von Blickpunkt Glaube gesendet – aus disem Anlass hat die Redaktion eine kleine Chronik zusammen gestellt, die Sie hier als PDF einsehen können.

VERANSTALTUNGSTIPPS

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie: ALLE VERANSTALTUNGEN SIND BIS AUF WEITERES ABGESAGT !!

Es finden bis nach Ostern (19. April 2020) keine Gottesdienste, Konzerte, Vortragsveranstaltungen, Lesungen und Filmvorführungen statt. In anderen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt die empfohlene Kontaktsperre – keine Versammlungen mit mehr als zwei Personen – bis 17. Mai 2020 (Stand: 26. März 2020).

Hoffnung und Inspiration, Trost und Beistand gibt es durch vielfältige Streaming-Angebote, Videobotschaften und Blogs, z.B. der Evangelisch-lutherischen Propstei: [Link]

Über Gemeinschaftsprojekte in Zeiten räumlicher Distanz – wie das Balkonsingen um 19 Uhr – informiert Margot Kässmann auf youTube: [Link]

Wir informieren Sie hier auf unserer Homepage über Änderungen des “lockdown” und Nachholtermine abgesagter Veranstaltungen. Achten wir gut auf uns und unsere Lieben und alle, die unsere Solidarität benötigen.

Alles Gute wünscht das Redaktionsteam Religion

THEMEN DER SENDUNG

Bild: Propstei Braunschweig

Im Gespräch: Lars Dedekind, der neue Propst der ev.-luth. Propstei Braunschweig

Lars Dedekind hatte seinen Dienstbeginn in der Corona-Krise – und berichtet über Chancen und Herausforderungen in dieser außergewöhnlichen Situation.

Moderation Wolfram Bäse-Jöbges

Musikalischer Rahmen:

Tribute – The Pasadenas
Sarafina – Mbongeni Ngema
To be young, gifted and black – Donny Hathaway

Drei Kippot, Foto: kh

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Seemannschaft in Corona-Zeiten, Judenfeindlichkeit während der Pandemie, die Polizei und die Rassismusdebatte, der Rocksänger Heinz Rudolph Kunze über die Entstehung seines neuen Songs – Moderation: Karen Hartmann

Mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) hat sich Julian Westerkamp vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen beschäftigt.
Antje Zeller von der Seemannsmission Bremerhaven berichtet über die Situation der Seeleute, die wegen der Corona-Schutzbestimmungen in Europa nicht von Bord ihrer Schiffe gehen dürfen: betroffen davon sind 200.000 Seeleute.

Neuer Anlass, alte Argumentationsmuster: Rechtsextremisten versuchen, die Corona-Pandemie zu nutzen, um Judenhass zu verbreiten. Zum Umgang mit Judenfeindlichkeit im Alltag haben wir Konstantin Seidler, Sozialwissenschaftler aus Hannover befragt.

Der tödliche Polizeieinsatz in den USA gegen den Afroamerikaner George Floyd hat auch in Deutschland die Debatte über Rassismus neu entfacht. Inwieweit das auch bei unserer Polizei hierzulande ein Thema ist, darüber sprechen wir mit Uwe Köster, Polizeiseelsorger und Vorsitzender der Konferenz evangelischer Polizeipfarrer und -pfarrerinnen in Deutschland.

Viele von uns kennen ihn als Liedermacher und Rocksänger: Heinz Rudolph Kunze. Was nur wenige wissen: er wurde in einem Flüchtlingslager bei Minden geboren und setzt sich schon lange für Flüchtlinge ein. Bei einem Video-Online-Gottesdienst für die Landeskirche Hannover hat Kunze auch einen neuen Song eingespielt: „Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort“. Über den Grund für den Song spricht er in der Sendung.

Musikalischer Rahmen:

1) Takes two to tango – Louis Armstrong
2) Somewhere over the rainbow – United States Navy Band
3) Don’t fence me in – Louis Armstrong im Duett mit Velma Middleton
4) Mäckie Messer – Die Berliner Staatskapelle, Leitung: Otto Klemperer (1931)
5) Soré – Diogal (Senegal)
6) Mack the Knife – Melina Mercouri, griechische Kulturministerin (bis 1994)
7) Maria – West Side Story, Leonard Bernstein / Stephen Sondheim – Oscar Peterson Trio
8) I feel pretty – West Side Story, Leonard Bernstein / Stephen Sondheim – Oscar Peterson Trio

Bild: Propstei Braunschweig

Im Gespräch mit Lars Dedekind, dem neuen Propst in der ev.-luth. Propstei Braunschweig

Lars Dedekind hatte seinen Dienstbeginn in der Corona-Krise – und berichtet über Chancen und Herausforderungen in dieser außergewöhnlichen Situation.

Moderation Wolfram Bäse-Jöbges

Musikalischer Rahmen:

Tribute – The Pasadenas
Sarafina – Mbongeni Ngema
To be young, gifted and black – Donny Hathaway

Sally Perel im Forum des Konzernarchivs im Volkswagen Werk Wolfsburg. Quelle: Volkswagen AG

Im Gespräch: der israelische Autor Sally Perel

Er war “Hitlerjunge Salomon” aus dem gleichnamigen Film von Regisseurin Agnieszka Holland. Die Verfilmung seines Lebens, 1990 von Artur Brauner produziert, mit internationalen Preisen ausgezeichnet, wurde von der amerikanischen Oscar-Jury für das beste Drehbuch nominiert. Sally Perel, geboren 1925 in Peine, floh 1935 mit seiner Familie ins polnische Lodz, gab sich 1941 als “Volksdeutscher” aus und überlebte so die Nazizeit.

Als Jupp Perjell lebte Sally Perel drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig, absolvierte eine Lehre als Werkzeugmacher im Volkswagen Vorwerk Braunschweig. 1948 emigrierte er nach Israel. Als Zeitzeuge liest und spricht der heute 95jährige Autor regelmäßig vor Schülerinnen und Schülern, vor allem in Deutschland und Israel, zuletzt in Südafrika und Japan.

Sally Perel wurde 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Volkswagen verleiht seit 2013 den „Sally-Perel-Preis für Respekt und Toleranz“ für beispielhafte Initiativen an Jugendliche. Zwei Schulen in Braunschweig und Meinersen tragen seinen Namen.

Seit Beginn der Corona-Krise befindet sich Sally Perel an seinem Wohnort Givataim in der Nähe von Tel Aviv. Im Gespräch mit Karen Hartmann berichtet der israelische Autor, was ihn zu Beginn der 80er Jahre zur Niederschrift seiner Autobiographie bewog und wie er in den 90er Jahren wieder in Kontakt mit dem Volkswagen Konzern kam.

Musikalischer Rahmen:

1. Matt Munro, From Russia with Love
2. Aretha Franklin, Someone Else’s Eyes
3. Suliko, ein georgisches Volkslied
4. Aretha Franklin, Nothing gonna break my faith
5. Shirley Bassey – Moon Raker
6. Giora Feidman, Give me a lift

In der Sendung am 31.Mai (Pfingstsonntag) ist Wolfram Bäse-Jöbges im Gespräch mit Michael Strauss, Pressesprecher der ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig. Es geht um die Auswirkungen der Corona-Krise im Bereich der Landeskirche im Rückblick und mögliche Chancen, die sich aus neuen Formaten entwickeln können, oder durch den Einruch der Kirchensteuereinnahmen möglicherweise nicht mehr zu realisieren sind. Die Gedanken zu Pfingsten spricht Oberkirchenrätin Sabine Dreßler. Moderation der Sendung: Wolfram Bäse-Jöbges.

Musikalischer Rahmen:

Imagine – John Lennon
You want it darker – Leonard Cohen
Morning sun – Melody Gardot
Lead me love – Shelby Lynne
Mondscheinsonate – Ludwig van Beethoven

In der aktuellen Ausgabe von Blickpunkt Glaube hören wir Ausschnitte aus dem Gespräch mit Johanna Klee, Studienleiterin im theologischen Zentrum in Braunschweig und Ulrike Bert-Zielke, Altenheim Seelsorgerin in der Grotrian-Stiftung in Schladen. Moderation Wolfram-Bäse-Jöbges

Musikalischer Rahmen:

The Promise, Tracy Chapman – Tears in heaven, Eric Clapton – Prelude, Leon Gurvitch – Aus dem Album für die Jugend, Robert Schumann – Bird on a wire, Leonard Cohen – Klaviersonate Nr. 11, KV 331, W.A. Mozart

Ramadan in Coronazeiten und ” Alle in einem Boot”

Mit Aldin Kusur, Imam der Islamischen Gemeinde Hannover, sprechen wir eingangs über den Ramadan in Coronazeiten. Seemannsbetreuer Markus Wichmann gibt Auskunft über die Situation der Crew von „Mein Schiff 3“ in Cuxhaven

Seemannsbetreuer Markus Wichmann, Leiter der Seafarers’ Lounge der Seemannsmission Hamburg berichtet über den jüngsten Großeinsatz. Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ liegt seit 28. April in Cuxhaven. 2900 Seeleute, die bis zu 9 Monate auf See waren und ihre Verträge erfüllt haben, sitzen zwei Wochen in Cuxhaven fest, ohne Möglichkeit von Bord zu gehen und ohne Kontaktmöglichkeiten nach außen. Nach einem Covid 19 – Fall wurden alle Besatzungsmitglieder getestet, und so acht weitere Fälle erkannt. Wegen der Reisebeschränkungen war es lange nicht möglich, Crewmitglieder in ihre Heimatländer zu fliegen.

Viel Arbeit für Markus Wichmann und sein Team. Die Seeleute so schnell wie möglich nach Hause zu bringen, das oberste Ziel: für die Hälfte der Mannschaft hat das inzwischen geklappt, die Seeleute aus der Ukraine und Indonesien konnten am 13. Mai in ihre Heimat zurückkehren. Bei den Seeleuten von den Philippinen und aus Nicaragua geht das noch nicht, weil dort die Flughäfen geschlossen sind. Am Donnerstag waren noch 1557 Personen an Bord.
An dem länger als eine Woche dauernden Großeinsatz nahmen Mitarbeitende der Deutschen Seemannsmission aus Cuxhaven, Bremerhaven, Stade und Hamburg und weitere Aktive des weltweiten Netzwerkes der Deutschen Seemannsmission teil, beispielsweise aus Alexandria und Hong Kong. Die Seeleute an Bord sowie die mit dem Coronavirus Infizierten im Krankenhaus werden weiter durch die Seemannsmission betreut. Link: www.seemannsmission.org
Üblicherweise sind auf „Mein Schiff 3“ rund 2500 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. Dass Ende April 2900 Besatzungsmitglieder an Bord waren, lag daran, dass Crew-Mitglieder von anderen Schiffen der TUI-Cruises-Flotte dazukamen.

Musikalischer Rahmen:

1. Louis Armstrong, We have all the time in the world
2. Russian Soul: Pelagea, Kosack
3. Herbert Grönemeyer, Wartezimmer der Welt (vom Album „Tumult“)
4. Russian Soul: Zak May & Shiva, Viel Glück
5. Russian Soul: Paperny, Tänze
6. Russian Soul: Sveta Kolibaba, Nicht mit mir
7. Russian Soul: La Minor, Die Bären
8. Max Raabe, Ruth, tanze mit mir kubanisch

Themen und Gesprächspartner am Muttertag

Die verschiedensten Berufsgruppen bekommen die Corona-Krise heftig zu spüren. Eine Hebamme aus Hannover berichtet, welche Auswirkung die Corona-Pandemie auf werdende Mütter und Väter hat. Die ehemalige Landesbischöfin Margot Kässmann, vierfache Mutter, erzählt vom Maianfang 1986 und wie sie vom Reaktorunglück in Tschernobyl erfuhr. Renate Paul, Marina und Heinrich Felker sprechen über die „Hilfsaktion Tschernobylkinder“ der Hannoverschen Landeskirche. Hella Mahler, Gleichstellungsbeauftragte der Hannoverschen Landeskirche, bringt uns ihre Sicht auf den Muttertag zu Gehör. Was die Maskenpflicht für Gehörlose bedeutet, darüber berichtet Gehörlosenpastorin Christiane Neukirch.
Botschaft des Sonntags: Maria und das Mütterliche, ein Text von Papst Franziskus aus dem Jahr 2019, zum Marienmonat Mai.
Zitat der Woche: wir erinnern an den 84jährig am 23. April 2020 verstorbenen Norbert Blüm und seinen Gastbeitrag „1945“ in der Süddeutschen Zeitung am 12. Juli 2018.

Musikalischer Rahmen:

1. Max Raabe, Was bin ich ohne dich
2. Herbert Grönemeyer, Sekundenglück
3. Sergej Rachmaninoff , Der Morgen, Klavier: Arcadi Volodos
4. Charles Aznavour, La mamma
5. Herbert Grönemeyer, Musik, nur wenn sie laut ist
6. Franz Schubert / Franz Liszt, Die Liebesbotschaft, Klavier: Arcadi Volodos
7. Herbert Grönemeyer, Mein Lebensstrahlen
8. J.S. Bach / Feinberg, Largo Trio Sonate No.5, BWV 529, Klavier: Arcadi Volodos
9. Ludwig van Beethoven, Waldstein-Sonate Nr. 21 C-Dur (op. 53), Allegro con brio / Introduzione: Adagio molto, Klavier: Alfred Brendel

V.l.n.r. Pastor Peer Schladebusch und Christian Sterzik, EKD-Digitalbeauftragter, mit Gastgeber Dr. Karl Teille, Leiter des Instituts für Informatik der AutoUni des Volkswagen Konzerns - Foto: Karen Hartmann

V.l.n.r. Pastor Peer Schladebusch und Christian Sterzik, EKD-Digitalbeauftragter, mit Gastgeber Dr. Karl Teille, Leiter des Instituts für Informatik der AutoUni des Volkswagen Konzerns – Foto: Karen Hartmann

Evangelische Kirche im digitalen Wandel

Vorträge von Christian Sterzik, EKD, und Pastor Peer Schladebusch in der AutoUni Wolfsburg – in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer e.V. (AEU) am 28. März 2019 – Moderation: Wolfram Bäse-Jöbges und Karen Hartmann

Christian Sterzik, Digitalexperte der EKD, stellt in seinem Vortrag in der AutoUni Wolfsburg digitale Kommunikationsmittel der Evangelischen Kirche vor, zum Beispiel den Prototypen der Website “Kirche bei Dir”. Eine ähnliche Website gebe es bereits bei der Church of England, sie helfe bei der Suche nach einem Chor und sei „Navi-kompatibel“. Auch in Organisation und Leitung wolle die Evangelische Kirche digitale Instrumente verankern. Unverzichtbar: die ethische Dimension der Digitalisierung zu reflek­tieren und deren Auswirkungen auf den Menschen zu prüfen.

Für den Dialog mit Asien wirbt Peer-Detlev Schladebusch (li.), Pastor für Führungskräfte (www.spiritual-consulting.de ) und Referent des Kirchlichen Dienstes für Arbeitnehmer (KDA) des Hauses Kirchlicher Dienste in Hannover. Er reflektiert den Sinn christlicher Fehlerkultur in heutiger Zeit. Gerade die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz führe unweigerlich dazu, eine der alten zentralen theologischen Fragen neu zu stellen: “Was ist der Mensch?” (https://www.schramme-dertalk.de aus der Celler Straßenbahn auf YouTube) – Erstsendung: 11.08.2019 im Sommerkolleg.

Playlist:
1) Herbert Grönemeyer, Glück (2008) 4:09 min
2) Charles Aznavour / Herbert Grönemeyer, Als es mir beschissen ging (2008) 2:39 min
3) Milva, Mackie Coltello (1963) / Mackie Messer, Bert Brecht / Kurt Weill (1928) 3:18 min

12.07.2020 um 16:00 Uhr
16:00 — 17:00

religion@okerwelle.de