Blickpunkt Glaube

 

Sonntag 16.00 Uhr, Wdh. Montag 9.00 Uhr

Blickpunkt Glaube stellt Ihnen Gäste, Themen und Veranstaltungen aus dem weiten Feld der Religionen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften des Sendegebiets vor. Die aktuellen Themen sind im Monatsprogramm zu finden, das Sie per E-Mail kostenfrei anfordern oder sich in der Vorschau als PDF ansehen/downloaden können (s.u.).

Neben den Beiträgen und Gesprächen zum Thema steht im Mittelpunkt der Sendungen die „Botschaft des Sonntags“, meist ein kurzer Abschnitt aus der Bibel oder einer anderen heiligen Schrift der Religionen.

Die letzte Viertelstunde enthält den Kurzbeitrag „Aus den Religionen“ mit einem Stichwort oder einem Kalenderblatt sowie unsere Veranstaltungstipps aus dem Angebot der Kirchen und Religionsgemeinschaften der Region. Abgerundet wird das Magazin mit ausgewählter Musik.

Chronik der Redaktion

Am 27. September 2015 wurde die 1000. Ausgabe von Blickpunkt Glaube gesendet – aus disem Anlass hat die Redaktion eine kleine Chronik zusammen gestellt, die Sie hier als PDF einsehen können.

VORSCHAU

Vorschau auf die kommen Sendungen bis 10. November 2019.

VERANSTALTUNGSTIPPS

Veranstaltungstipps für die Kalenderwoche 45 vom 4. November bis 10. November 2019.

Veranstaltungstipps für die Kalenderwoche 46 vom 11. November bis 17. November 2019.

THEMEN DER SENDUNG

Foto: Karen Hartmann

Foto: Karen Hartmann

Podiumsgespräch: Zukunft des Shoah-Gedenkens

Aufzeichnung aus der Dornse, Altstadtrathaus Braunschweig, 13. Juni 2019

Im Mädchenorchester von Auschwitz fehlte eine Cellistin. Der damals 18jährigen Anita Lasker gelang es, als Cellospielerin in das Mädchenorchester aufgenommen zu werden und damit ihr Leben und das ihrer eineinhalb Jahre älteren Schwester Renate zu retten. „Ich stand nackt, mit rasiertem Kopf und eintätowierter Nummer im Raum“, erzählt sie von furchtbaren Momenten. Dann wurde sie gefragt, was sie kann. „Cello spielen.“ Anita Lasker-Wallfisch erwähnt Schumanns Träumerei – ein Musikwunsch von KZ-Arzt Dr. Joseph Mengele.

Die Musikerinnen mussten den Auszug der Häftlinge am Morgen und ihre Rückkehr ins Lager am Abend begleiten. Gespielt wurden Märsche und Volkslieder, im Freien am Lagertor, bei jedem Wetter und in Anblick der geschundenen Häftlinge und der rauchenden Schornsteine. „Ihr sollt die Wahrheit erben“ – was als Notizen für ihre Kinder begann, wurde ein Roman, unbedingt zu empfehlen. Gemeinsam mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck beantwortete Anita Lasker-Wallfisch im Juni 2019 in der Dornse des Altstadt-Rathauses die Fragen von Schülerinnen und Schülern aus fünf Baunschweiger Schulen.

Eingeladen hatte die Prüsse-Stiftung, Titel des Nachmittags: Zukunft der Erinnerung. Moderiert von Ingeborg Obi-Preuß (Neue Braunschweiger), ermunterten Anita Lasker-Wallfisch und Joachim Gauck die jungen Menschen zur Courage: „Seien Sie mutig und kritisch“. Zum Umgang mit einer neuen Rechten fügt Anita Lasker-Wallfisch an: „Sie haben eine Aufgabe. Lernen Sie ihre Geschichte.“

Moderation: Karen Hartmann, Studiotechnik: Hartmut Bienmüller

Playlist:

1.) G.F. Händel, Cello-Sonate G-Moll, Sarabande, Jacqueline du Pré (Cello), Ernest Lush (Klavier), BBC London 1962, 3:05 min
2.) B. Britten, Cello-Sonate C-Dur, Op.65, Scherzo, Jacqueline du Pré (Cello), Stephen Kovacevich (Klavier), BBC London 1965, 2:17 min
3.) F. Chopin, Nocturne, C-Moll, Alexandre Tharaud (Klavier), Berlin 2009, 4:04 min
4.) F. Chopin, Klavierkonzert Nr. 1 E-Moll, Op.11, II. Romance: Larghetto (opening), Martha Argerich (Klavier), Montréal Symphony Orchestra, Charles Dutoit (Dirigat), 1999, 3:51min

Bildnachweis: V.l.n.r. Ingeborg Obi-Preuß (Redaktionsleiterin nb), Anita Lasker-Wallfisch, Cellistin in Auschwitz und Bundespräsident a.D. Joachim Gauck (Foto: Karen Hartmann)

Prof. Dr. Andreas Jain - Foto: Sabine Moser

Prof. Dr. Andreas Jain – Foto: Sabine Moser

Partizipation – Ansatz für ein Hoffnungssystem. Vertrauen in politische Institutionen stärken

Vortrag zum Auctor-Tag am 21.08.2018, Dornse, Altstadt-Rathaus Braunschweig – Referent: Prof. Dr. Andreas Jain, Ostfalia Wolfenbüttel

Wie Beteiligungsformate der Kommunalpolitik das Vertrauen in politische Institutionen stärken können, darüber spricht Betriebswirt Prof. Dr. Andreas Jain beim Braunschweiger Auctor-Tag am 21. August 2018. Magazin Blickpunkt Glaube sendet diesen Vortrag ungekürzt, umrahmt von zwei Musikstücken.

Der Auctor-Tag ist benannt nach dem Heiligen Auctor, der im Mittelalter Stadtpatron Braunschweigs war. Sein Fest ist am 20. August. Seit einigen Jahren laden die Stadt Braunschweig gemeinsam mit der Evangelischen und Katholischen Kirche in dieser Zeit zu einem Vortrag aus dem Bereich „Kirche und Gesellschaft“ ein.

Gegen Ende der Sendung haben wir wie gewohnt die Veranstaltungstipps für die kommende Woche (KW 45) für Sie vorbereitet.
Zur Einstimmung auf den Vortrag gibt es ein Stück aus dem Film „The Music Lovers“: Tschaikowskys Klavierkonzert Nr.1 in B-Moll, Op. 23, am Klavier Horacio Gutiérrez, den Klaviervirtuosen des 20. Jahrhunderts, geboren 1948 in Havanna/Kuba. Und zum Ausklang des Vortrags: Giora Feidman mit einer Aufnahme aus der Presbyterian Church in New York City 1992.

Moderation: Karen Hartmann, Studiotechnik: Hartmut Bienmüller

Playlist:

1. Pjotr Tschaikowsky, Klavierkonzert Nr.1, B-Moll, Op.23, Allegro non troppo e molto maestoso, London Symphony Orchestra/André Previn (Dirigat), Klavier: Horacio Gutiérrez 3:21 min
2. Giora Feidman, Badeken di Kallah, 4:55 min

Reformator Martin Luther - Foto: pixabay

Reformator Martin Luther – Foto: pixabay

Spezial am Reformationsfeiertag

Der Göttinger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Thomas Kaufmann sprach am 6. Januar 2017 – zu Beginn des Jubiläumsjahres 500 Jahre Reformation – beim Neujahrsempfang im Braunschweiger Dom über die „Reformation als europäisches Ereignis“.

Diese Sendung ist die Wiederholung des Sommerkollegs von Blickpunkt Glaube vom 30.7.2017. Eine Sendung von Peter Temme.

Kathedrale Sainte-Cécile d'Albi

Kathedrale Sainte-Cécile d’Albi

Religion und die Suche nach Orientierung

Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig (Politologin aus Passau) untersuchte in ihrem Vortrag am 08. September 2018 in Dresden die Möglichkeit, inwieweit Religion dem Menschen in einer zunehmend komplexen Situation hilft, für sein Leben Sinn zu finden.
Sie hielt diesen Vortrag aus Anlass des 70. Bestehens der Wochenzeitschrift „Christ in der Gegenwart“ des Herderverlag Freiburg.

Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig bezeichnet sich als Laiin in Sachen Theologie. Ihr Vortrag ist ein kluger und einfühlsamer Appell, den Sinn von Religion in der Moderne nicht zu verlieren. Religion leite zunächst zur Selbstbesinnung an, führe dann zur Selbstüberschreitung. Ihr sei keine Kultur der Menschheitsgeschichte bekannt, die nicht auf den Gedanken kam, „eine übermenschliche Sphäre anzunehmen.“

Moderation: Karen Hartmann – Technik: Hartmut Bienmüller

Bild: Kathedrale Sainte-Cécile d’Albi, Frankreich – Foto: Redaktion

Playlist:

1.) Joan Baez, Forever young „May god bless and keep you always (…)“ 3:38 min
2.) Herbert Grönemeyer, Morgen (nur in Sonntagsausgabe – nicht in Wdh Montag 28.10.2019) 4:02 min
3.) Joan Baez, Imagine 3:26 min

Felix Klein - Foto: Agentur Hübner

Felix Klein – Foto: Agentur Hübner

Antisemitismus bekämpfen, Akzeptanz jüdischen Lebens fördern

Der Jurist und Diplomat Dr. Felix Klein,Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung, forderte am 5. März 2019 beim Jahresempfang der Evangelischen Landeskirche in Braunschweig ein Bewusstsein für die Ausprägungen des Antisemitismus in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und wünscht Offenheit für jüdische Kultur.

Nach dem Zivilisationsbruch der Shoah und des „brain drains“durch die Nationalsozialisten leben noch rund 200.000 Menschen Jüdinnen und Juden in Deutschland, sind die Akzeptanz und der Schutz jüdischen Lebens hierzulande das Gebot der Stunde.(www.bundesregierung.de/Jüdisches Leben in Deutschland)

Zum Ende des 35minütigen Vortrags von Dr. Felix Klein gibt es wiegewohnt den kurzen Beitrag „Aus den Religionen“ – heuteüber das jüdische Fest Simchat Tora, das immer am Ende des einwöchigen jüdischen Laubhüttenfests Sukkhot gefeiert wird. Simchat Tora heißt auf Deutsch „Freude an der Tora“und wird darin ausgedrückt, in dem die Tora-Lesung beendet wird und direkt danach wieder von vorn beginnt.

Technik und Veranstaltungshinweise: Peter Temme, Hartmut Bienmüller, Moderation: Karen Hartmann

Bild: Dr. Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung (Foto: Agentur Hübner)

Playlist:

1.) Rachmaninoff, Der Morgen, Klavier: Arcadi Volodos 2:04 min
2.) Rachmaninoff, Melodie, Klavier: Arcadi Volodos 3:42 min
3.) Liszt, Litanei, Klavier: Arcadi Volodos 3:26min
4.) Schubert, Der Aufenthalt, Klavier: Arcadi Volodos 3:03 min
5.) J.S.Bach, Largo (Trio Sonate Nr.5, BWV 529),Klavier: Arcadi Volodos 7:50 min

20 Jahre SOLWODI-Beratungsstelle BS

20 Jahre SOLWODI-Beratungsstelle BS

20 Jahre SOLWODI-Beratungsstelle Braunschweig

Leiterin Sr. Paula Fiebag und Luca Lehmann im Gespräch mit Peter Temme

SOLWODI ist die Abkürzung für SOLidarity with WOmen in DIstress – Solidarität mit Frauen in Not. Die von der katholischen Ordensfrau Dr. Lea Ackermann 1987 in Kenia gegründete Menschenrechtsorganisation ist seit 32 Jahren Anlaufstelle für Frauen in Notsituationen. SOLWODI hatte im Jahr 1999 die Beratungsstelle Braunschweig eröffnet. Von Anfang an leitet Schwester Paula Fiebag die Arbeit in Braunschweig für Frauen, die Opfer von Prostitution und Menschenhandel geworden sind. Luca Lehmann von SOLWODI Braunschweig organisiert am Samstag, den 19.10.2019 den weltweiten Walk for Freedom um 10:30 Uhr abPlatz der Deutschen Einheit (Rathaus) mit (www.solwodi.de) -Anmeldung unter braunschweig@solwodi.de

Im Gespräch mit Peter Temme berichten Sr. Paula Fiebag und LucaLehmann von Ihrer Arbeit, Ihrem Umgang mit dem Leid der Frauen,der Ungerechtigkeit, aber auch von ihren Kraftquellen, der Bedeutung des Glaubens und der Motivation der ehrenamtlich Mitarbeitenden. Sr. Paula Fiebag und Luca Lehmann stellen das Nordische Modell vor, die Forderung nach einem Verbot vonProstitution nach Vorbild der Länder Schweden (1999), Island,Norwegen (2009), Kanada (2014), Nordirland (2015), Frankreich(2016) und Irland (2017).

In Deutschland wird Prostitution seit 2002 mehrheitlich mit einer liberalen Gesetzgebung akzeptierend als sogenannte „Sexarbeit“gewertet. Die Prostitutionsschutzgesetze aus den Jahren 2002 und 2015 schützen vielmehr die Freier und bedürfen der Änderung, da sie mit der Menschenwürde unvereinbar sind. Hierzu fehlte es bisher seitens der politisch Verantwortlichen an Einsicht in den Handlungsbedarf. Deutschland ist vor diesem Hintergrund zum“Bordell Europas“ geworden.

Engagieren Sie sich für die Einführung des Nordischen Modells und unterstützen Sie den Walk for Freedom!

Sukkot oder Laubhüttenfest ist eines der drei jüdischenWallfahrtsfeste, es wird von heute Abend bis 20. Oktobergefeiert. Hören Sie hierzu „um viertel vor“ denBeitrag von Siegfried Graumann in unserer Reihe „Aus denReligionen“. Gegen Ende dieser 1217. Sendung gibt eswie gewohnt die Veranstaltungshinweise von Hartmut Bienmüller undKaren Hartmann für die kommende Kalenderwoche.

Und als Programmtipp legen wir Ihnen die nächste Ausgabe von BlickpunktGlaube ans Herz: am Sonntag, den 20. Oktober, von 16 bis 17Uhr hören Sie hier auf 104,6 MHz den Vortrag „Antisemitismusentschieden bekämpfen, Offenheit für jüdische Kultur fördern“ vonDr. Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung.Dr. Klein hielt diesen Vortrag Anfang März 2019 zum Jahresempfangder Ev. Landeskirche im Braunschweiger Dom.

Bildmaterial: Flyer „Walk for Freedom“ am 19.10.2019, 10:30 Uhr BS (Graphik: Solwodi)

Playlist:

1. Sandrine Kiberlain, M’envoyer des Fleurs(Frankreich), Album: Women of the World Acoustic (2007) 2:33 min
2. Eneida Marta, Mindjer Doce Miel / Women sweet Honey (Guinea),Album: Acoustic Africa (2006) 3:42min
3. Habib Koité, Baro (Mali) Album: Acoustic Africa(2006) 5:03 min
4. Regenbogenlied (Deutschland) 4:31 min
5. Djélimady Tounkara, Fanta Bourama (Mali), Album:Acoustic Africa (2006) 3:46 min

Leiterin Linda Minkus und Pastoralreferent Martin Wrasmann

Leiterin Linda Minkus und Pastoralreferent Martin Wrasmann

Ein Jahr christlich-muslimische Kindertagesstätte in Gifhorn

Eine Sure zu Beginn und ein Vaterunser zum Schluss – so sind die Gottesdienste in der Kindertagesstätte „Abrahams Kinder“ in Gifhorn aufgebaut. Es ist die bundesweit erste christlich-muslimischen Kindertagesstätte. Sie wurde vor einem Jahr von der katholischen St. Altfrid-Gemeinde und ihrem Pastoralreferent Martin Wrasmann zusammen mit der Moscheegemeinde Gifhorn auf den Weg gebracht. Zu den Trägern gehört auch die evangelische Dachstiftung Diakonie. Die Kinder sind je zu einem Drittel Muslime, Christen und konfessionslos. Zum Erzieherinnenteam gehören zwei Christinnen und zwei Muslima. Zum Start gab es in Gifhorn zahlreiche anonyme Angriffe gegen das Projekt. Inzwischen ist der Kindergarten „Abrahams Kinder“ in Gifhorn etabliert und wird zum nächsten Kindergartenjahr fünf Plätze mehr anbieten. Martin Oberkinkhaus ließ sich von Martin Wrasmann die Erfolgsgeschichte erläutern. Er ist Vorsitzender des Komitees des Kindergartens „Abrahams Kinder“.

In der Sendung lernen Sie auch den Patriarchen Abraham aus der Bibel kennen, nachdem nicht nur dieses interreligiöse Projekt benannt ist.  (Foto: Sabine Moser)

Uwe Sauer - Foto: Redaktion

Uwe Sauer – Foto: Redaktion

Musik für die Seele – Uwe Sauer im Interview mit Iris Fanger

Uwe Sauer, christlicher Musiker, berichtet im Interview in Rostock mit Redakteurin Iris Fanger von seinen persönlichen Erfahrungen als Musiker und von seinem Glauben.

Wieso er gerade christliche Texte schreibt, spielt und singt, und dies mit großem Erfolg, ist ebenfalls Thema des Gesprächs. Die Musik kann viel bewegen: ein Wegbereiter für den Glauben sein, Entspannung im Alltag geben und sogar in Krisen hilfreich sein.

17.11.2019 um 16:00 Uhr
16:00 — 17:00

religion@okerwelle.de