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Blickpunkt Glaube2019-01-18T13:45:14+00:00

Blickpunkt Glaube

 

Sonntag 16.00 Uhr, Wdh. Montag 9.00 Uhr

Blickpunkt Glaube stellt Ihnen Gäste, Themen und Veranstaltungen aus dem weiten Feld der Religionen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften des Sendegebiets vor. Die aktuellen Themen sind im Monatsprogramm zu finden, das Sie per E-Mail kostenfrei anfordern oder sich per Mausklick als PDF ansehen/downloaden können.

Neben den Beiträgen und Gesprächen zum Thema steht im Mittelpunkt der Sendungen die „Botschaft des Sonntags“, meist ein kurzer Abschnitt aus der Bibel oder einer anderen heiligen Schrift der Religionen.

Die letzte Viertelstunde enthält den Kurzbeitrag „Aus den Religionen“ mit einem Stichwort oder einem Kalenderblatt sowie unsere Veranstaltungstipps aus dem Angebot der Kirchen und Religionsgemeinschaften der Region. Abgerundet wird das Magazin mit ausgewählter Musik.

Chronik der Redaktion

Am 27. September 2015 wurde die 1000. Ausgabe von Blickpunkt Glaube gesendet – aus disem Anlass hat die Redaktion eine kleine Chronik zusammen gestellt, die Sie hier als PDF einsehen können.

THEMEN DER SENDUNG

Braunschweiger Dom: „Wohnungslos – Leben in Braunschweig“

„Wohnungslos – Leben in Braunschweig“ heißt die Fotoausstellung, die bis zum 28. Februar im Braunschweiger Dom die Sicht auf Braunschweig aus der Perspektive von Wohnungslosen zeigt.

450 Menschen leben in Braunschweig ohne Wohnung. Sechs von ihnen und eine Gruppe wohnungsloser Menschen konnten im Oktober vergangenen Jahres mit Unterstützung des Fotografen Klaus G. Kohn den eigenen Lebensalltag in der Stadt dokumentieren.

Die diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten richtet die Ausstellung aus. Sie ist Montag bis Sonntag von 10 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr geöffnet.

Landesbischof Dr. Christoph Meyns - Foto: Landeskirche BS

Landesbischof Dr. Christoph Meyns – Foto: Landeskirche BS

Neujahrspredigt von Landesbischof Dr. Christoph Meyns

Auf die Jahreslosung 2019 „Suche den Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34 ging Landesbischof Dr. Christoph Meyns in seiner Neujahrspredigt ein. Diese sei zwar keine politische Parole. Aber sie spreche von „unserer Verantwortung, gemeinsam zu suchen, was dem Frieden und der Völkerverständigung dient“.

Die Jahreslosung sei eine Absage an alle Versuche, Menschen entlang nationaler Identitäten auseinanderzudividieren. Zudem wies der Landesbischof auf die friedenspolitische Bedeutung der Europäischen Union hin.

Das politische Miteinander der Staaten in Europa sei „das größte und erfolgreichste Friedensprojekt, das wir kennen“, sagte er am 1. Januar im Braunschweiger Dom. Deswegen habe die EU 2012 zu Recht den Friedensnobelpreis erhalten. Die gesamte Predigt hören Sie in dieser Ausgabe von Blickpunkt Glaube.

Sternsinger von St. Aegidien vor der Jakobskemenate am Eiermarkt - Foto: Sabine Moser

Sternsinger von St. Aegidien vor der Jakobskemenate am Eiermarkt – Foto: Sabine Moser

Epiphanias oder auch Dreikönigstag

Um den 6. Januar herum, dem Fest der Erscheinung des Herrn – Epiphanias oder auch Dreikönigstag, sind wieder die Sternsinger unterwegs. Als die Heiligen Drei Könige verkleidet bringen sie den Wohnungen den Segen Gottes für das Neue Jahr. Sie schreiben den Segen 20*C+M+B+19 – Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus – an die Tür, wie hier der 9-jährige Leon mit Kreide an die Tür der Jakobskemenate am Eiermarkt.

Doch was meint man mit Segen, dazu hören Sie Ausschnitte aus dem Vortrag: „Segen – was wird uns da mitgegeben?“ vom Epiphanias-Empfang der Ev.-luth. Kirchengemeinde DIE BRÜCKE am 6. Januar 2018. Da ging es nicht nur um den Segen am Ende eines Gottesdienstes in der Kirche, sondern vor allem um Sprüche und Redensarten im Alltag, die aufmuntern und trösten wollen.

In Blickpunkt Glaube erfahren Sie außerdem, wie die legendären Gebeine der Heiligen Drei Könige aus Mailand durch Rainald von Dassel im 12. Jahrhundert nach Köln kamen und was für einen kostbaren Schrein für sie vom Welfen Otto gestiftet wurde. Diese neue Heimat für Caspar, Melchior und Balthasar im Kölner Dom führte übrigens zum Brauch des Dreikönigsingen. (Das Foto zeigt die Sternsinger von St. Aegidien vor der Jakobskemenate am Eiermarkt am 3. Januar 2019. Foto: Sabine Moser)

Redaktion Blickpunkt Glaube - Foto: privat

Redaktion Blickpunkt Glaube – Foto: privat

Jahresrückblick 2018 der Redaktion

Im vergangenen Jahr feierte die Ev.-luth. Landeskirche ihr 450-jähriges Bestehen mit dem Luther-Oratorium in der Volkswagenhalle und einer Ausstellung im Brüdern-Kloster. In den beiden Kirchen wurden Gemeindegremien gewählt, auch Prominente haben kandidiert. Ein Cafe und eine Pilgerherberge wurden eröffnet, eine Frau legte ihr Beginenversprechen ab als erste Begine Brausncweigs in der Neuzeit. An 50 Jahre Frauenordination wurde gedacht, Messdiener gingen auf Wallfahrt nach Rom.

Das sind nur einige der Themen, die Blickpunkt Glaube aufgegriffen hat. Im Jahresrückblick von Blickpunkt Glaube erinnern wir an Ereignisse, Veranstaltungen, Studiogäste und daran, was uns im Jahr bewegt hat, mit Ausschnitten aus unseren Sendungen. (Foto: privat)

St. Katharinenkirche in Braunschweig: Der erste Orgel-Audiomaten Europas

Die St. Katharinenkirche am Hagenmarkt in Braunschweig verfügt über den ersten Orgel-Audiomaten Europas. Für eine 50 Cent-Münze kann man die Orgel die berühmte Toccata in d-moll von Johann-Sebastian Bach 3 Minuten lang spielen lassen.

Die Stücke sind vorher vom Organisten mit ihrer individuellen Registrierung eingespielt worden und in einer Midi-Datei gespeichert, so dass mit Hilfe des Audiomaten die Orgel mit ihren Pfeifen erklingt. Claus-Eduard Hecker erläutert in der Sendung den Audiomaten. Er hatte ihn für die Ausbildung von Organisten einbauen lassen, damit diese ihr eigenes Spiel im Kirchenraum erleben können. Die Gesamtkosten von 40.000 Euro hat die Hans und Helga Eckensberger-Stiftung übernommen.

Der Audiomat ist grundsätzlich vormittags zu den Öffnungszeiten der St. Katharinenkirche zwischen 9 und 13 Uhr spielbereit. Bereits für 50 Cent spielt die Orgel drei Minuten, Sie können aber auch 1 oder 2-Euro-Münzen einwerfen, dann können sie für 2,50 Euro 14 Minuten lang die Orgel hören, wenn Sie entsprechenden Stücke ausgewählt und die Starttaste gedrückt haben. Weitere Themen der Sendung sind die Organistenausbildung und der Stellenwert der Kirchenmnusik für den eigenen Glauben.

J. Luckhardt (re.) und P. Temme (li.) vor dem Fragment einer römischen Doppelkopf-Herme aus dem späten 1. Jh. n.Chr.

J. Luckhardt (re.) und P. Temme (li.) vor dem Fragment einer römischen Doppelkopf-Herme aus dem späten 1. Jh. n.Chr.

Kunst setzt Zeichen – Ausstellung  im Herzog Anton Ulrich-Museum

Die Sonderausstellung „Kunst setzt Zeichen. Neuerwerbungen aus dem alten Europa“ im Herzog Anton Ulrich Museum zeigt auch Kunstwerke aus dem Bereich „Glaube, Liebe, Hoffnung“. Zu entdecken sind zahlreiche biblische Motive und Tugenden. Auch sonst kann man – nach siebenjähriger Generalrenovierung – in der neu eröffneten Gemäldegalerie zahlreiche Bilder mit biblischen Szenen sehen, zum Beispiel in der Abteilung Italienische Malerei im 1. Obergeschoss die „Verkündigung an die Hirten“ von Matteo Gilarte (um 1650).

Museumsdirektor Jochen Luckhardt (Foto: Karen Hartmann) erzählte der Fachredaktion Religion bei einem Rundgang durch die Sonderausstellung von seinem Interesse an Bildern, von den Chancen, auch ohne Etat neue Kunstwerke erwerben zu können. Und von der Wichtigkeit internationaler Verknüpfungen. Seit 1990 leitetet Jochen Luckhardt das Museum, im März 2019 übergibt er den Staffelstab an seinen Nachfolger. Die Sonderausstellung „Kunst setzt Zeichen“ empfängt die Besucher mit Objekten, die jedes für sich exemplarisch einen der vier Ausstellungsbereiche repräsentieren. Der Osteroder Pokal von 1649, als christliche Mahnung für tugendhaftes Handeln zum Regierungsantritt von Herzog Christian angefertigt, im Jahr 2009 in Paris aus dem Nachlass von Yves St. Laurent erworben, steht gemeinsam mit den um 1410/20 entstandenen Altartafeln der Osteroder Jakobikirche als Symbol für den Ausstellungsbereich „Glaube, Liebe, Hoffnung“. Die Osteroder Altartafeln aus dem 15.Jh. zeigen eindrucksvoll, illustriert durch Schriftbänder in mittelhochdeutsch: Jesus rettet Adam und Eva aus der Vorhölle, er erlöst die Menschheit von ihren Sünden durch Auferstehung. Markante Beispiele für die drei weiteren Ausstellungsbereiche „Wiedergabe“, „Sinnbild“ und „Selbstbildnis“ komplettieren den Eröffnungsraum, wobei das Selbstbildnis von Ludger tom Ring d.J. (1522-1584) einer der kostbarsten Neuzugänge in Luckhardts Amtszeit ist.

Zu sehen sind in der Ausstellung „Kunst setzt Zeichen“ Gemälde, Radierungen, Lithographien, Holzschnitte, Siebdrucke, Pokale, Majolika, Medaillons, Münzen, Objekte angewandter Kunst und Skulpturen, von der römischen Doppelkopf-Herme aus dem späten 1.Jahrhundert nach Christi Geburt bis zu expressionistischer Grafik des 20. Jahrhunderts. Erfahren Sie Näheres vom „Hüter der Meisterwerke“ Museumsdirektor Jochen Luckhardt im Gespräch mit Fachredaktionsleiter Peter Temme – und erfreuen Sie sich bis 20. Januar 2019 an der Ausstellung „Kunst setzt Zeichen“!

Sankt Markus-Kirche - Foto: Hans-Jürgen Kopkow

Sankt Markus-Kirche – Foto: Hans-Jürgen Kopkow

„Allein mir fehlt der Glaube!“

„Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!“ – oder „… allein mir fehlt der Glaube“ – oder …allein mir fehlt der Glaube!“ – Unterschiedliche Betonung und doch die gleiche Aussage: „Ich kann mit der christlichen Religion nichts mehr anfangen.“
Pfarrer Hans-Jürgen Kopkow aus der Markus-Gemeinde hatte im September die Idee, zu drei Gesprächsabenden in das Gemeindehaus der Markusgemeinde einzuladen und dazu mit dem bekannten Zitat aus Goethes Faust zu werben.

Er wandte sich damit gezielt an Menschen, die sich vom erlernten und bekannten Glauben entfernt haben. Doch ist ein Mensch gleich ein Ungläubiger, ein Gottloser, wenn man mit dem überlieferten Bild von Gott nichts mehr anfangen kann? Welche Möglichkeiten gibt es, GOTT (Glauben) neu zu denken? Dorothea Hindenberg war bei dem Gesprächskreis dabei und führte anschließend ein Gespräch mit Pfarrer Kopkow.

Foto: Die Sankt Markus-Kirche in Braunschweig-Südstadt, Heidehöhe 28. Foto: Hans-Jürgen Kopkow

Foto: Zu Gast im Studio waren (von links) Pfarrerin Ulrike Baer-Zielke und die Seelsorgerinnen im Ehrenamt Mario Piest, Ingrid Himstedt und Käthe Kolkmann.

Foto: Peter Temme

Seelsorge im Ehrenamt

Um Senioren und deren Sorgen kümmern sich seit einigen Jahren einige Männer und Frauen, die als ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger im Auftrag einer evangelischen Kirchengemeinde ein Seniorenheim besuchen. Sie bringen Zeit mit für Gespräche mit Menschen, die spüren, dass ihr Leben nicht mehr lange dauern wird oder die einfach etwas zu bedenken haben. Das ist eines der möglichen Arbeitsfelder für dieses Engagement.

Ein neuer Ausbildungskurs zur Seelsorge im Ehrenamt ab 2019 qualifiziert Interessierte zum Einsatz in Kirchengemeinden, Krankenhäusern und Seniorenheimen. Informationen gibt es dazu am Donnerstag, 6. Dezember, 18.30 Uhr im Tagungshaus Kirchencampus, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1 in Wolfenbüttel.

Foto: Zu Gast im Studio waren (von links) Pfarrerin Ulrike Baer-Zielke und die Seelsorgerinnen im Ehrenamt Mario Piest, Ingrid Himstedt und Käthe Kolkmann.

27.01.2019 um 16:00 Uhr
16:00 — 17:00

religion@okerwelle.de