Treffpunkt Garten

Das Magazin für Naturliebhaber

Alle 4 Wochen, Dienstag 19.00 Uhr – Wdh. Mittwoch 9.00 Uhr

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die jahreszeitlichen Arbeiten im Garten, Rasen-und Rosenschnitt, Nützlinge/Schädlinge, Anlegen eines Kräuterbeetes oder Tipps zur Auswahl bei der Pflanzung eines neuen Obstgehölzes – regelmäßige kompetente Gesprächspartner sind u.a  Claudia Heger, Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde in Braunschweig, sowie Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig.

Beiträge zu Themen aus Natur und Umwelt ergänzen die Sendung von und mit Ines Rahaus.

Feste Rubriken in Zusammenarbeit mit:

– Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde e.V.

– Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig

– Kalle Weber vom FEMO – Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen

THEMEN DER SENDUNG

Foto (c) Ines Rahaus

Obstgehölze, Apfelernte und Ausflugstipp zum Harleyturm

Wohl dem, der fleißige Helfer im Garten hat. Im Herbst gibt es viel zu tun. Es ist Pflanzzeit für Obstgehölze zum Beispiel, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig. Sorte und Wuchsform sollten sorgsam ausgewählt werden. Wurzelnackt gepflanzte Gehölze bilden über den Winter Wurzeln und starten gestärkt ins nächste Frühjahr. Für frostige Tage werden Reisig oder Ballentuch bereit gelegt, schwere Böden umgegraben. Außerdem wird aufgeräumt, die Gartengeräte gereinigt und gepflegt Das beliebteste Obst deutscher Verbraucher sind Äpfel. Pro Jahr und Kopf wurden im Jahr 2018/19 rund 25,5 Kilogramm Äpfel gegessen. Im eigenen Garten hat man es selbst in der Hand, welche Sorte man pflanzt und wie man den Baum pflegt. Zur Erntezeit unterscheidet man die Pflück- und die Genussreife, weiß Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig. Der Höhenzug des Harly liegt bei Vienenburg im Landkreis Goslar am Grünen Band. Er ist für seine wertvolle und schutzwürdige Landschaft und Vegetation überregional bekannt. Doch wie so oft, wissen die Menschen, die ganz in der Nähe leben, nicht so viel davon. Karl-Friedrich Weber will das als Gründungsmitglied des Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. ändern. Vom Parkplatz Wöltingerode aus kann man den Harly auf verschiedenen Erlebnispfaden erkunden. Harlyturm und Reste der Harlyburg gibt es zu entdecken.

Foto (c) Ines Rauhaus

Astern schmücken den herbstlichen Garten

Jetzt ist die beste Zeit, zu groß gewordene Stauden zu teilen oder umzupflanzen. Auch für Neuanpflanzungen von Stauden, sowie Obst-und Ziergehölzen und Rosen ist der Zeitpunkt genau richtig. Die Wurzeln oder Wurzelballen gut wässern, ein geräumiges Pflanzloch ausheben und gut mit Wasser versorgen, das sind die Tipps von Fachmann Burkhard Bohne.
Das Klima verändert sich, die Winter sind nicht mehr so kalt. Trotz allem ist es wichtig, das Winterquartier für die mediterranen Kübelpflanzen vorzubereiten, sodass Oleander, Zitrus und Granatapfel schnell in Sicherheit gebracht werden können, falls Frost droht, sagt der Gärtnermeister des Arzneipflanzengartens der TU Braunschweig.
Claudia Heger ist Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde Braunschweig. Sie freut sich über die üppige Ernte ihrer„Muscat Bleu“ Trauben, das ist eine früh reifende Rotweinsorte, die eine hohe Resistenz gegen echtem und falschem Mehltau besitzt. Allerdings sind die Wespen auch interessiert an dem süßen Obst.
Im Otter Zentrum Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn gibt es Fischotter, Dachs, Iltis und Marder aus nächster Nähe zu sehen. Das ist der Ausflugstipp von FEMO Gründungsmitglied Karl Friedrich Weber. Der Forstmann Klaus Reuter rief das Projekt „Fischotterschutz“ 1979 noch in St.Andreasberg ins Leben und etablierte dann in Hankensbüttel das einmalige Gelände.

Zwiebeln trocknen, Beete sind frei geworden

Platz für neue Aussaaten wie Spinat und Asiasalaten, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne. Aber auch    Gründüngung mit Phacelia, Senf oder Lupine kann zur Bodenverbesserung sinnvoll sein. Ein weiteres wichtiges Thema bespricht der Kräuterexperte der Region: die Saatguternte. Da heißt es aufgepasst, den richtigen Moment erwischen.

Kalle Weber vom Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. stellt das Naturschutzgebiet Heerter See zwischen Gebhardshagen und Barum als Ausflugstipp vor. Dieser See entstand aus Absetzteichen der Erzgewinnung der Salzgitter AG in den 50er Jahren. Heute dient er als bedeutendes Brutgebiet und  „Trittstein“ für Zugvögel auf ihren langen Wegen. Ein Idyll ist entstanden.

Laue Sommerabende, ideal zum Grillen oder Abendessen draußen. Aufmerksamkeit weckt garantiert ein bunter Kartoffelsalat. Farbe kommt durch Kartoffelsorten in blau, rot, lila und violett ins Spiel. Sorten wie der Blauer Schwede oder die Rote Emmalie variieren in Geschmack, Form und Farbe…..und sehen einfach schön aus. Guten Appetit wünscht Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig.

Foto: Rahaus

Erdbeeren, Sonnenblumen und Stecklingsvermehrung

Erste Sonnenblumen reifen und künden davon, dass wir mitten im Hochsommer sind. Zeit für folgende Arbeiten: Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig pflanzt Erdbeeren. Die weiterentwickelte Mieze Schindler die „Mieze Nova“ und die späte Sorte „Malvina“ versprechen Aroma und guten Ertrag im nächsten Jahr. Außerdem geht es um einen dekorativen Sichtschutz im Garten. Eine Pergola mit Rankgitter bietet Rosen, Wein oder rankenden Sommerblumen die Chance sich gut in Szene zu setzten. „Hanging Baskets“ können als Blumenkugel rundherum bepflanzt werden und sind der strahlende Mittelpunkt der Pergola.

Kalle Weber vom Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. lenkt unsere Schritte in die rot-violett blühende Südheide. Im Kreis Gifhorn in der „Fahlen Heide“ und dem „Heiligen Hain“ wird die typische Heidelandschaft gepflegt, auch selten gewordene Tierarten sind dort zu finden wie z.B. die Kreuzotter.

Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig erklärt genau, wie man Pflanzen per Steckling vermehrt. Viele Pflanzen, die keine oder sehr kleine Samen haben, wie Lavendel und Rosmarin, aber auch Buchsbaum oder Zimmerpflanzen wie der „Fikus benjamina“ lassen sich so genetisch identisch vervielfachen. Man benötigt: Anzuchterde, saubere Töpfe, ein scharfes Messer und etwas Aufmerksamkeit und Geduld.

Foto: I. Rahaus

Rosenrückschnitt, Ernte im Gemüsebeet und ein Ausflug ins Lechlumer Holz

Der Sommer ist da, es grünt, blüht und reift in Hülle und Fülle. Kräftiges Zurückschneiden beschert bei mehrfach blühenden Rosen einen zweiten üppigen Blütenflor. Gewusst wie, lautet allerdings die Devise. Mit der Gartenschere unterwegs, gibt es Tipps von Fachberaterin Claudia Heger.

Obwohl sie die klassischen Gartenkräuter unserer Vorväter und -mütter sind, bereiten Petersilie und besonders Dill häufig Probleme bei der Kultivierung im eigenen Garten. Selbst erfahrene Gärtner wie Burkhard Bohne mussten schon Lehrgeld zahlen.
Erste Ernten im Gemüsebeet sind zu verzeichnen. Aber Tomaten brauchen noch ein bisschen Hege und Pflege bevor die schmackhaften Paradiesäpfel den Speiseplan bereichern können. Die ausgegeizten Triebe können rund um die Pflanzen quasi als Dünger ausgelegt werden, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne.

Kalle Weber vom Freilicht- und Erlebnis Museum Ostfalen e.V., die grüne Stimme Königslutters, lädt heute zu einem Ausflug ins Lechlumer Holz bei Wolfenbüttel ein. Auf dem Löwe- Walderlebnispfad erfährt der Besucher viel Lehreiches zum Thema Wald. „Löwe“ steht für Langfristige Ökologische Wald Entwicklung.

Schwalbenschwanz – Foto: Rahaus

Ernten imKräutergarten, die Rose – Königin der Blume und das Naturschutzgebiet Viehmoor

Dem Schwalbenschwanz, größter Schmetterling Mitteleuropas, gefällt es wohl in unserem Kräutergarten. Dort sind wir auch mit Gärtnermeister Burkhard Bohne und ernten Kräuterblätter für Tees oder zum Kochen im Winter. Den höchsten Gehalt an wertvollen ätherischen Ölen haben die Pflanzen am Vormittag vor der Mittagshitze. Der beste Erntezeitpunkt, sagt der Fachmann.

Ein weiteres Thema von Burkhard Bohne sind Schädlinge. Erste Voraussetzung gegen Schädlingsbefall sind gesunde widerstandsfähige Pflanzen. Standort und Bodenbeschaffenheit sollte der Pflanzenauswahl vorausgehen. Kommt es trotzdem zum Befall kann zunächst wie zum Beispiel beim Buchsbaumzünsler Algenkalk eingesetzt werden, bevor die chemische Keule angewendet wird.

Die Fachberaterin des Landesverbandes Claudia Heger denkt im Monat Juni an Rosen. Die Königin der Blumen. Die Auswahl ist riesengroß, duftend oder nicht, rankend an Pergolen oder Hauswänden, als Stämmchen oder Bodendecker, die Entscheidung fällt schwer. Orientierungshilfe bietet das ADR Prädikat. Hinter der Abkürzung verbirgt sind die Auszeichnung “Anerkannte Deutsche Rose” und ist eine Orientierungshilfe für alle, die nach relativ robusten Rosensorten suchen.

Der monatliche Ausflugstipp von FEMO Gründungsmitglied Kalle Weber führt uns ins Naturschutzgebiet Viehmoor bei Leiferde im Kreis Gifhorn. Das Naturschutzgebiet ist ein bedeutendes Rast- und Brutgebiet für diverse Vogelarten und dient als Rückzugsgebiet für an Dünen, Niedermoore und Feuchtgebiete gebundene Pflanzen- und Tierarten. Die Leiferder Fischteiche werden vom NABU Kreisverband Gifhorn gepflegt

Kirschblüte – Foto: Rahaus

Der Wonnemonat Mai

Es grünt und blüht im Wonnemonat Mai. Hier Kirschblüten, aber natürlich auch Flieder mit seinem herrlichen Duft, der durch die Lüfte weht. So inspiriert, ist jetzt die richtige Zeit zum Säen und Pflanzen. Bei Claudia Heger werden neue Himbeeren gepflanzt. Bei Herbsthimbeeren ist man vor den Raupen des Himbeerkäfers sicher. Was es zu Beachten gilt, erfahren wir von der Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde Braunschweig.

Gärtnermeister Burkhard Bohne sät unter anderem Spinat, Salat, verschiedene Kohlsorten, Radieschen gehen natürlich immer. Erstmal auf dem Saattütchen lesen was da steht, ist seine Empfehlung. Ganz wichtig für alle Aussaaten ist aber, dass das Samenkorn im Anfangsprozess der ersten Entwicklungsstufen immer leicht feucht gehalten wird. Haben sich dann Wurzeln gebildet, entspannt sich die Lage. Ein weiteres Thema ist Burkhard Bohne wichtig, nämlich bewusst mit Wasser umzugehen. Dass ist gut, um die Ressource Wasser zu schützen, aber auch, um den Arbeitsaufwand zu reduzieren und den Geldbeutel zu schonen.

FEMO Gründungsmitglied Kalle Weber führt uns in unsere Region. Diesmal ins Große Moor, nördlich von Gifhorn. Das Große Moor füllt die Talmulde der Ise auf einer Länge von 15 km und einer Breite zwischen 2 und 6 km. Etwa 49 km² der ursprünglich 58 km² des Moores sind heute noch erhalten. Es ist eines der größten Naturschutzgebiete in Niedersachsen. Seltene Vögel leben dort, zum Beispiel der Ziegenmelker.

Blumenhose – Foto: Red.

Inspiration im Garten

Inspiration bekommt man überall, wenn man unterwegs ist. Bepflanzte Stiefel, Kinderwagen, Rucksäcke und hier mal ganz originell abgetragene Jeans. Wohl dem der in diesen Zeiten einen Garten hat, sei es Haus-oder Schrebergarten.

Die gärtnerischen Themen im April informieren zu Aussaat im Gemüsebeet und Rasenpflege mit Claudia Heger und Burkhard Bohne. Der Ausflugtipp von Kalle Weber führt zur Elmsburg, als Familie oder zu zweit versteht sich. Wladimir Kaminer liest aus seinem Buch „Mein Leben im Schrebergarten“ das Kapitel „Rhabarber“. Aus gegebenen Anlass sind die Beiträge Wiederholungen.

20.10.2020 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

TREFFPUNKTGARTEN@OKERWELLE.DE