Treffpunkt Garten

Das Magazin für Naturliebhaber

Alle 4 Wochen, Dienstag 19.00 Uhr – Wdh. Mittwoch 9.00 Uhr

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die jahreszeitlichen Arbeiten im Garten, Rasen-und Rosenschnitt, Nützlinge/Schädlinge, Anlegen eines Kräuterbeetes oder Tipps zur Auswahl bei der Pflanzung eines neuen Obstgehölzes – regelmäßige kompetente Gesprächspartner sind u.a  Claudia Heger, Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde in Braunschweig, sowie Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig.

Beiträge zu Themen aus Natur und Umwelt ergänzen die Sendung von und mit Ines Rahaus.

Feste Rubriken in Zusammenarbeit mit:

– Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde e.V.

– Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig

– Kalle Weber vom FEMO – Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen

THEMEN DER SENDUNG

Foto (c) Rahaus

Frühblüherpflege, Rosenschnitt und Freizeitipp

Die Osterglocke oder Gelbe Narzisse ist eine Art innerhalb der Gattung der Narzissen, die zur Familie der Amaryllisgewächse gehört. Ganz pünktlich zu Ostern ist sie dieses Jahr aufgeblüht. Sollten solche Frühblüher auch gedüngt werden? Eine Frage, die Gärtnermeister Burkhard Bohne beantwortet.

Außerdem im April schnell noch Buchsbaum und Lavendel schneiden, sagt er.
Laut Phänologischem Kalender ist mit der Blüte der Forsythie der Erstfrühling bei uns eingetroffen. Jetzt spätestens die Rosen zurückzuschneiden! Es gilt: der Rosenschnitt ist für ein kräftiges Wachstum, einen lockeren, gut durchlüfteten Wuchs und für einen großen Blütenreichtum der Rosen sehr wichtig. Tipps von der Fachberaterin der Gartenfreunde Braunschweig Claudia Heger.

Das Anliegen von FEMO Gründungsmitglied Kalle Weber ist es, uns über unsere Region zu informieren, ihren Wert zu erkennen, schätzen und bewahren zu wollen. Nicht einen einzigen Weg, sondern der südliche Salzgittersche Höhenzug will mit 8 Geopark-Erlebnispfaden erkundet werden. Er ist sowohl aus Sicht des Naturschutzes als auch der Geologie und der Landeskunde eine Besonderheit und sehr schutzwürdig.

Über die ursprüngliche Gartenanlage der Klosterkirche in Riddagshausen gibt es nur wenige Informationen. Die heutige Anlage im Osten der Klosterkirche entstand neu im Jahr 2004. Mit dem Ziel möglichst alte, in Klostergärten kultivierte Sorten aufzuspüren, wurde der Garten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pharmazeutische Biologie der TU Braunschweig unter Leitung von Burkhard Bohne eingerichtet und seitdem auch erweitert. Mit der Anlage von Hochbeeten wurde eine im Mittelalter verbreitete Kulturmethode wieder aufgegriffen. 5 Themengärten gibt es seit 2009, einer davon ist der Garten der Liebe und des Eheglücks auf der Südseite der Klosterkirche. Der Klostergarten wird gepflegt und betreut von den Kulturpaten, einer Gruppe liebenswerter Menschen mit grünem Daumen.

Krokusse mit Biene – Foto (c) Rahaus

Frühlingsboten

Krokusse blühen, Bienen summen. Die ersten Anzeichen des Frühlings sind da. Doch noch ist es nachts kalt, tagsüber kühl sagt Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde Braunschweig. Laut Phänologischem Kalender sind wir im Vorfrühling, Anzeigepflanzen sind Schneeglöckchen und Winterlinge. Also, langsam starten und den Erstfrühling mit der Forsythienblüte abwarten.

Gärtnermeister Burkhard Bohne empfiehlt im Frühling eine Bodenprobe untersuchen zu lassen, dann kann nach dessen Ergebnis gezielt gedüngt werden. Da er im Herbst Kompost verteilt, fehlt es am Anfang der Saison meist nur an Stickstoff, Abhilfe schaffen Hornspäne. Der sogenannte Bio-Dünger gilt als begehrter organischer Stickstofflieferant mit bodenaktivierender Langzeitwirkung.

Kalle Weber vom Freilicht-und Erlebnis Museum „FEMO“ führt uns heute in die Erholungs-Landschafts zwischen den Großstädten Wolfsburg und Braunschweig. Der Geopunkt Cremlingen „Jurameer Schandelah“ ist mittendrin und erklärt die Bedeutung der Region. Zusammenhängende, nicht zersiedelte Landschaft sind wichtig für uns Menschen als Erholungsraum,vor allem aber für die Tier-und Pflanzenwelt eine wertvolle Ressource als ungestörter Entwicklungsort.

Kräuter sind aus unserer Küche nicht wegzudenken. Ihre ätherische Öle würzen unsere Speisen und sind wohltuend wirksam für unsere Gesundheit. Die Kräuterspirale hat 3 Ebenen, oben sandig trocken sonnig für mediterrane Pflanzen wie Rosmarin und Thymian, in der Mitte halbschattig mit guter Gartenerde wie es Liebstöckel und Petersilie mögen, im unteren feuchtesten Bereich wächst z.B.Brunnenkresse, erklärt Kräutergärtner Burkhard Bohne.

Foto: I.Rauhaus

Mit Saatgut in die neue Gartensaison starten, Ausflugstipp in den Erlebnis-Steinbruch Hainholz im Elm und alles über Narzissen, Hyazinthen und Tulpen

Geophythen haben unterirdische Speicherorgane wie Zwiebeln oder Rhizome mit denen sie ungünstige Jahreszeiten überdauern. Wenn die Sonne dann den Boden erwärmt und die Bäume noch keine Blätter haben, blühen Lerchensporn, Buschwindröschen, Leberblümchen und Himmelschlüsselchen. Rund um die Elmsburg im Ost-Elm breitet sich ein großer Blütenteppich aus. Ein lohnendes Ziel in unserer Region für einen Ausflug im Frühling meint FEMO-Mitglied Karl-Friedrich Weber. Mit gereinigtem, sortiertem, getauscht oder gekauftem Saatgut in die neue Gartensaison starten. Die Kulturzeit von Chili, Paprika oder Basilikum ist lang, deshalb geht es früh los mit der Aussaat im Haus. Saubere Töpfe, Anzuchterde, je eine Prise Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung sind nötig. Wasser nicht vergessen, nicht zu viel, nicht zu wenig. Mehr braucht es nicht, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne. Und noch einen Ausflugstipp von Karl-Friedrich Weber. Diesmal in den Erlebnis-Steinbruch Hainholz im Elm. Früher bauten Steinbrecher hier Baumaterial für Braunschweig und Königslutter ab. Heute kann man dort selber nach Fossilien suchen. In einem großen Berg Muschelkalkschutt können kleine und große Geologen Steine suchen. Am besten nimmt man einen kleinen Hammer und eine Schutzbrille mit zum Steinbruch. Mit ein bisschen Glück und Geschick findet man sicher ein kleines Fossil, zum Mitnehmen als Andenken für zu Hause. Vorgetriebe Frühblüher werden in den Geschäften angeboten. Narzissen, Hyazinthen, Tulpen sind verführerisch schön in ihrer bunten Vielfalt, doch eignen sie sich nicht fürs warme Zimmer und für draußen ist es noch zu kalt. Ein Dilemma. Ein unbeheizter Flur, ein kühles Zimmer sind der geeignete Standort. Nach der Blüte können die Zwiebeln in den Garten gepflanzt werden, sagt Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde Braunschweig.

Foto (c) I.Rauhaus

Leuchtende Blattfarben im Winter, Planung des nächsten Gartenjahres und der Ausflugstipp für die Teufelsmauer

Der Garten kommt zur Ruhe. Zierkohl und Skimmie schmücken Beet und Pflanzschale. Wir genießen die bunte Laubfärbung. Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig stellt Pflanzen, Büsche und Bäume vor, die jetzt mit leuchtenden Blattfarben in vielen Nuancen von grün, gelb und rot strahlen. Rieselt das Laub zu Boden, sollte es vom Rasen entfernt werden, auf Beeten bildet es einen wärmenden Wintermantel für die Erde. Burkhard Bohne nutzt die manchmal auch trüben Novembertage, um das Saatgut 2020 aus den Fruchtständen zu lösen. Manchmal nicht so einfach, bei der Mariendistel empfiehlt er eine Pinzette. Bei anderen wie dem Mohn geht es ganz einfach, umdrehen, leicht schütteln. Zum Schluß landen die Samen in Papiertütchen und warten an einem trockenen Platz auf die Aussaat im nächsten Jahr. Ein weiteres Thema des Gärtnermeisters des Arzneipflanzengartens der TU Braunschweig schließt thematisch an, es geht um die Planung für das nächste Gartenjahr. Es fängt an mit dem Rückblick auf 2020, was war gut, was könnte verbessert werden. Auch für strukturelle Veränderungen, wie die Wegeführung ist jetzt eine gute Zeit, neben den allerletzten Schnitt- und Pflegemaßnahmen….vielleicht noch mal Rasen mähen, Laub harken, Gartengeräte säubern und pflegen. Für einen kleinen Orts- und Taptetenwechsel sorgt Kalle Weber vom FEMO mit seinem Ausflugstipp. Die Teufelsmauer im nördlichen Harzvorland ist eine bizarre Felsformation in der Nähe von Blankenburg. Kleine und große Rundwege laden ein, die Gegend zu erkunden. Steile Anstiege gibt es nicht, aber immer wieder spektakuläre Ausblicke, die schon 1784 Johann Wolfgang von Goethe beeindruckten. Der Großvaterfelsen ist die höchste Erhebung der Teufelsmauer.

Foto (c) Ines Rahaus

Obstgehölze, Apfelernte und Ausflugstipp zum Harleyturm

Wohl dem, der fleißige Helfer im Garten hat. Im Herbst gibt es viel zu tun. Es ist Pflanzzeit für Obstgehölze zum Beispiel, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig. Sorte und Wuchsform sollten sorgsam ausgewählt werden. Wurzelnackt gepflanzte Gehölze bilden über den Winter Wurzeln und starten gestärkt ins nächste Frühjahr. Für frostige Tage werden Reisig oder Ballentuch bereit gelegt, schwere Böden umgegraben. Außerdem wird aufgeräumt, die Gartengeräte gereinigt und gepflegt Das beliebteste Obst deutscher Verbraucher sind Äpfel. Pro Jahr und Kopf wurden im Jahr 2018/19 rund 25,5 Kilogramm Äpfel gegessen. Im eigenen Garten hat man es selbst in der Hand, welche Sorte man pflanzt und wie man den Baum pflegt. Zur Erntezeit unterscheidet man die Pflück- und die Genussreife, weiß Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig. Der Höhenzug des Harly liegt bei Vienenburg im Landkreis Goslar am Grünen Band. Er ist für seine wertvolle und schutzwürdige Landschaft und Vegetation überregional bekannt. Doch wie so oft, wissen die Menschen, die ganz in der Nähe leben, nicht so viel davon. Karl-Friedrich Weber will das als Gründungsmitglied des Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. ändern. Vom Parkplatz Wöltingerode aus kann man den Harly auf verschiedenen Erlebnispfaden erkunden. Harlyturm und Reste der Harlyburg gibt es zu entdecken.

Foto (c) Ines Rauhaus

Astern schmücken den herbstlichen Garten

Jetzt ist die beste Zeit, zu groß gewordene Stauden zu teilen oder umzupflanzen. Auch für Neuanpflanzungen von Stauden, sowie Obst-und Ziergehölzen und Rosen ist der Zeitpunkt genau richtig. Die Wurzeln oder Wurzelballen gut wässern, ein geräumiges Pflanzloch ausheben und gut mit Wasser versorgen, das sind die Tipps von Fachmann Burkhard Bohne.
Das Klima verändert sich, die Winter sind nicht mehr so kalt. Trotz allem ist es wichtig, das Winterquartier für die mediterranen Kübelpflanzen vorzubereiten, sodass Oleander, Zitrus und Granatapfel schnell in Sicherheit gebracht werden können, falls Frost droht, sagt der Gärtnermeister des Arzneipflanzengartens der TU Braunschweig.
Claudia Heger ist Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde Braunschweig. Sie freut sich über die üppige Ernte ihrer„Muscat Bleu“ Trauben, das ist eine früh reifende Rotweinsorte, die eine hohe Resistenz gegen echtem und falschem Mehltau besitzt. Allerdings sind die Wespen auch interessiert an dem süßen Obst.
Im Otter Zentrum Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn gibt es Fischotter, Dachs, Iltis und Marder aus nächster Nähe zu sehen. Das ist der Ausflugstipp von FEMO Gründungsmitglied Karl Friedrich Weber. Der Forstmann Klaus Reuter rief das Projekt „Fischotterschutz“ 1979 noch in St.Andreasberg ins Leben und etablierte dann in Hankensbüttel das einmalige Gelände.

Zwiebeln trocknen, Beete sind frei geworden

Platz für neue Aussaaten wie Spinat und Asiasalaten, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne. Aber auch    Gründüngung mit Phacelia, Senf oder Lupine kann zur Bodenverbesserung sinnvoll sein. Ein weiteres wichtiges Thema bespricht der Kräuterexperte der Region: die Saatguternte. Da heißt es aufgepasst, den richtigen Moment erwischen.

Kalle Weber vom Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. stellt das Naturschutzgebiet Heerter See zwischen Gebhardshagen und Barum als Ausflugstipp vor. Dieser See entstand aus Absetzteichen der Erzgewinnung der Salzgitter AG in den 50er Jahren. Heute dient er als bedeutendes Brutgebiet und  „Trittstein“ für Zugvögel auf ihren langen Wegen. Ein Idyll ist entstanden.

Laue Sommerabende, ideal zum Grillen oder Abendessen draußen. Aufmerksamkeit weckt garantiert ein bunter Kartoffelsalat. Farbe kommt durch Kartoffelsorten in blau, rot, lila und violett ins Spiel. Sorten wie der Blauer Schwede oder die Rote Emmalie variieren in Geschmack, Form und Farbe…..und sehen einfach schön aus. Guten Appetit wünscht Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig.

Foto: Rahaus

Erdbeeren, Sonnenblumen und Stecklingsvermehrung

Erste Sonnenblumen reifen und künden davon, dass wir mitten im Hochsommer sind. Zeit für folgende Arbeiten: Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig pflanzt Erdbeeren. Die weiterentwickelte Mieze Schindler die „Mieze Nova“ und die späte Sorte „Malvina“ versprechen Aroma und guten Ertrag im nächsten Jahr. Außerdem geht es um einen dekorativen Sichtschutz im Garten. Eine Pergola mit Rankgitter bietet Rosen, Wein oder rankenden Sommerblumen die Chance sich gut in Szene zu setzten. „Hanging Baskets“ können als Blumenkugel rundherum bepflanzt werden und sind der strahlende Mittelpunkt der Pergola.

Kalle Weber vom Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. lenkt unsere Schritte in die rot-violett blühende Südheide. Im Kreis Gifhorn in der „Fahlen Heide“ und dem „Heiligen Hain“ wird die typische Heidelandschaft gepflegt, auch selten gewordene Tierarten sind dort zu finden wie z.B. die Kreuzotter.

Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig erklärt genau, wie man Pflanzen per Steckling vermehrt. Viele Pflanzen, die keine oder sehr kleine Samen haben, wie Lavendel und Rosmarin, aber auch Buchsbaum oder Zimmerpflanzen wie der „Fikus benjamina“ lassen sich so genetisch identisch vervielfachen. Man benötigt: Anzuchterde, saubere Töpfe, ein scharfes Messer und etwas Aufmerksamkeit und Geduld.

04.05.2021 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

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