Treffpunkt Garten

Das Magazin für Naturliebhaber

Alle 4 Wochen, Dienstag 19.00 Uhr – Wdh. Mittwoch 9.00 Uhr

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die jahreszeitlichen Arbeiten im Garten, Rasen-und Rosenschnitt, Nützlinge/Schädlinge, Anlegen eines Kräuterbeetes oder Tipps zur Auswahl bei der Pflanzung eines neuen Obstgehölzes – regelmäßige kompetente Gesprächspartner sind u.a  Claudia Heger, Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde in Braunschweig, sowie Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig.

Beiträge zu Themen aus Natur und Umwelt ergänzen die Sendung von und mit Ines Rahaus.

Feste Rubriken in Zusammenarbeit mit:

– Landesverband der Gartenfreunde e.V.

– Burkhard Bohne

– FEMO – Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen

THEMEN DER SENDUNG

Novembergarten - Foto: Rahaus

Novembergarten – Foto: Rahaus

Der Novembergarten

Novembergarten, verblühte Stauden bleiben als Windschutz stehen. Sie bieten Kleinsttieren Unterschlupf, sind Nahrungsquelle für Vögel und geben dem Garten im Winter mit Raureif und Schnee Struktur, sagt Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig. Laub sollte vom Rasen entfernt werden, aber unter Gehölzen sind sie eine schützende Schicht in der kalten Jahreszeit.

Um unsere heimische Vogelwelt in der nahrungsarmen Winterzeit zu unterstützen, gibt es die Möglichkeit Futterstellen einzurichten. Dabei ist einiges zu beachten. Carlo Fuchs ist 1.Vorsitzender des Naturschutzbunds Deutschland, kurz Nabu hier in Braunschweig. Neben der Wahl des Futterspenders ist es wichtig, nur hochwertiges energiereiches Vogelfutter ohne Füllstoffe zu verwenden.

Karl-Friedrich Weber vom Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. stellt uns heute den Dorm als Ausflugstipp vor. In der Nähe von Beienrode und dem ehemaligen Kalibergwerk gelegen, hat man 160m über der Schunter einen wundervollen Ausblick in Richtung Königslutter. Nur die Turmspitzen des Doms verraten die Lage des Städtchens.

Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig sieht mit Ruhe in den Garten im November, noch ein bisschen Bodenpflege, eine 5-10cm dicke Schicht Kompost auf die Beete ausbringen….an frostfreien Tagen kann noch gepflanzt werden, man könnte noch dies oder jenes tun, doch Garten und Gärtner freuen sich auf die Pause im Winter. Zeit zum Nachdenken und Planen, denn nach der Gartensaison ist vor der Gartensaison.

Herbstaster

Herbstaster

Der Herbst leuchtet

So langsam geht das Gartenjahr 2019 in die letzte Runde. Der Gedanke an das Frühjahr lässt uns zu Blumenzwiebeln greifen, damit Winterlinge und Krokusse, Narzissen und Tulpen mit ihrer Farben- und Formenpracht die kommende Gartensaison eröffnen können. Tipps dazu von Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig.

Kalle Weber vom Freilicht- und Erlebnismuseum Königslutter stellt den Drömling vor. Ein wenig besiedeltes Niederungsgebiet an der Grenze zwischen Sachsen Anhalt und Niedersachsen in der Nähe von Wolfsburg. Das frühere Sumpfgebiet wurde auf Weisung des Preußenkönigs Friedrich des Großen im 18.Jahrhundert entwässert. Nun ist es Naturpark und Biosphärenreservat.

Der Herbst bringt Ruhe mit, der Gärtner denkt nach. Wie war das zurückliegende Jahr, was war gut, was möchte ich verbessern oder anders machen? Stichwort Nachhaltigkeit. Das ist immer schon gärtnerisches Denken und Handeln gewesen, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne, die Kreisläufe der Natur verstehen und seine Handlungsweisen danach ausrichten. Tipps vom Praktiker.

Seit 10 Jahren organisiert der NABU Braunschweig eine Sammelaktion für Kastanienlaub. Die Puppen der Kastanien-Miniermotte sollen dadurch möglichst flächendeckend dezimiert werden, um im Frühling den ersten Austrieb der Bäume vor dem Schädling zu schützen. Rote Müllsäcke werden zur Verfügung gestellt, um das Laub separat verbrennen zu können. Die Abteilung Stadtgrün der Stadt Braunschweig und der Entsorger ALBA unterstützen die Aktion. Alles Weitere von Carlo Fuchs, dem 1.Vorsitzenden des NABU Braunschweig.

Staudenbeet - Foto: Rahaus

Staudenbeet – Foto: Rahaus

Der Herbst ist da!

In warmen Farben leuchtet das Staudenbeet. Jetzt beginnt die Zeit in der man Stauden pflanzen, teilen, neu arrangieren oder über den Zaun an den Nachbarn verschenken kann, sagt Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig. Nicht vergessen, gut anzugießen, dann ist Erfolg garantiert. Am besten lässt man Stauden als Schutz des Bodens vor Austrocknung und für die Kleintierwelt vor Wind und Kälte bis zum Frühling stehen.

Jedes Jahr wieder, jedes Jahr wieder schön. Der Erntemarkt in der Gemeinde Riddagshausen. Pfarrer Bernhard Knoblauch berichtet von der großen Erntekrone und von „MUM“ , Musik Und Meditation in der Klosterkirche. Cornelia Seiffert organisiert seit Jahren ehrenamtlich das Markttreiben um die Kirche herum mit über 50 Ständen. Kulinarisches, Kreatives und natürlich Kürbis&Co werden feilgeboten.

Nachhaltigkeit ist in vielen Bereichen unseres Lebens zur Zeit ein gängiger Begriff. Was es beim Gärtnern bedeuten kann, erfahren wir von Gärtnermeister Burkhard Bohne. Die Auswahl regionalen Saatgutes, der ressourcenschonende Umgang mit Wasser und Energie, der sinnvolle Einsatz von Düngemitteln aus der Natur, das Verwenden selbst gemischter Erden gehören dazu. Sein neues Buch „Nachhaltig gärtnern“ regt zum Nachdenken an.

Karl-Friedrich Weber ist in vielen Gremien zum Thema Natur tätig, so auch als Präsident der Stiftung Naturlandschaft. Durch den aufgegeben Braunkohleabbau nahe Schöningen ist eine 500 Hektar große ungenutzte Fläche entstanden. Die Stiftung hat die Vision einen Naturpark entstehen zu lassen, in dem sich die Vegetation und Großtiere, wie Rinder und Wildpferde möglichst ohne Eingriff des Menschen entwickeln können. Das Forschungsmuseum Schöningen, ehemals Paläon ist ganz in der Nähe, räumlich wie thematisch.

Blühstreifen - Foto: Dr. Eva Goclik, BUND

Blühstreifen – Foto: Dr. Eva Goclik, BUND

Blühstreifen für Insekten, Erntezeit für Ost, Saatguternte und Felsenfest im Findlingsgarten

Blühstreifen für die heimische Insektenwelt, das ist ein Projekt der Kreisgruppe Braunschweig vom Bund für Umwelt-und Naturschutz. Die 1.Vorsitzende der Kreisgruppe Braunschweig Dr. Eva Goclik regte auf den Geländen der Baugenossenschaft Wiederaufbau und des Entsorgers ALBA die Aussaat regionaler Pflanzen zur Unterstützung unserer heimischen Insektenwelt an. Klatschmohn und Färberkamille blühten im ersten Jahr.

Claudia Heger ist Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde in Braunschweig. Ende August/Anfang September beginnt die Erntezeit der Äpfel, Pflaumen und Trauben. Will man Steinobstbäume auslichten, kann man die Zweige absägen und bequem im Sitzen pflücken.

Das Freilicht und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. kurz FEMO feiert jährlich im September das Felsenfest im Findlingsgarten nördlich von Königslutter.
FEMO Gründungsmitglied Karl Friedrich Weber berichtet von den vielfältigen Aktivitäten, die dieses Jahr geplant sind. In geselliger Atmosphäre erfahren die Besucher auch viel Wissenswertes über die Geologie unserer Region.

Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der Technischen Universität Braunschweig beschäftigt sich mit Saatguternte. Bei Kräutern, Blumen und Gemüse ist es sinnvoll, Saatgut im eigenen Garten zu sammeln. Die Pflanzen sind sehr gut an den Standort angepasst und versprechen daher erfolgreiche Kultivierung im kommenden Jahr. Tipps vom Fachmann

Wiederhlung – Mittwoch 9 Uhr.

Kohlrabi - Foto: Rahaus

Kohlrabi – Foto: Rahaus

Gemüseernte im Juli, Ausflugstipp Kaiserpfalz Werla und richtig Gießen im Sommer

Kohlrabi, Zwiebeln, Salat, Erbsen, Zucchini….der Juli ist ein Wonnemonat der Ernte. Auf den frei gewordenen Flächen können neben Radieschen – die gehen immer – Feldsalat und Spinat ausgesät werden. Stichwort “Langtagspflanzen“. Claudia Heger, Fachberaterin des Landesverbandes der Gartenfreunde sagt, wie‘ s geht. Allerdings ist auch Gründüngung möglich. Dem Boden tut es gut, der Gärtner hat mal Pause. Die Auswahl ist groß, zum Beispiel Phacelia, der Bienenfreund oder Lupinen. Sie leben in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die sich an den Wurzeln befinden, Diese Bakterien bilden Stickstoff, den sie an die Pflanze abgeben.

Einst weilte Kaiser Barbarossa auf der Kaiserpfalz Werla an der Oker in der Nähe des heutigen Schladen. Das ist lange her, vor einigen Jahren ist dort der Archäologie-und Landschaftspark Kaiserpfalz Werla entstanden. Der Verein Freilicht-und Erlebnismuseum Ostfalen, kurz FEMO e.V., federführend Karl-Friedrich Weber, war bei der Rekonstruktion dabei. Die Anlage ist einen Besuch wert!

Ein großes Sommerthema ist das Gießen. Denn die Pflanzen brauchen Licht, Nährstoffe und natürlich Wasser! Und das ist mittlerweile ein kostbares Gut. Gärtnermeister Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig gibt Tipps, wie man bis zu 50% Wasser bei richtiger Bewässerung sparen kann. Grundsätzlich gilt, besser einmal durchdringend wässern, als jeden Tag ein bisschen. Und natürlich möglichst nicht in der Mittagshitze.

Wiederhlung – Mittwoch 9 Uhr.

Ringelblume - Foto: Redaktion

Ringelblume – Foto: Redaktion

Naturmedizin, Ausflugstipps, Gemüsebeete und Erdbeeren satt!

Die Ringelblume ist eine typische „Hildegard von Bingen“ – Pflanze sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne. In mittelalterlichen Manuskripten wird zum Beispiel die wundheilende Wirkung beschrieben. Um sich selbst eine pflegende Calendula-Handcreme herzustellen, muss man zunächst die Blütenblätter der gelb/orange blühenden Ringelblume sammeln und fachgerecht trocknen. Der Experte weiß wie.

Der FEMO – Geopfad Lichtenberg führt durch die Gesteine der Muschelkalkzeit, denn vor 210 Millionen Jahren bedeckte ein flaches Binnenmeer das Salzgittergebiet. Deshalb kann man hier Reste von Meerestieren finden. Ein weiter interessanter Ort ist die von Heinrich dem Löwen um 1100 erbaute Burg Lichtenberg. Nunmehr eine Ruine. Ein Ausflugstipp von Karl-Friedrich Weber.

Der Stadtgarten Bebelhof in der Schefflerstr. 34 ist eine Erfolgsgeschichte. Ute Koopmann von der Volkshochschule Braunschweig ist die Projektleiterin und berichtet von der Entwicklung. In mittlerweile 120 Hochbeeten wachsen Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Zucchini, Auberginen….und und! Das Konzept „gemeinsam gärtnern, gemeinsam ernten, gemeinsam kochen“ ist gut angenommen worden.

Es ist Erdbeerzeit! Bei Claudia Heger gibt es jeden Morgen ein Pfund Erdbeeren zum Frühstück. Die Pflanzen bilden jetzt Ableger, sogenannte Senker. Den ersten Senker von einer gut tragenden Pflanze kann man nun vor Ort in ein Töpfchen mit Erde setzten. Hat sich dieser bewurzelt, wird er von der Mutterpflanze getrennt. Ende August/Anfang September pflanzt man ihn dann ins Beet fürs nächste Jahr. Mieze Schindler und Senga Sengana sind schmackhafte Sorten.

Wiederhlung – Mittwoch 9 Uhr.

Foto: Rahaus

Foto: Rahaus

Garten und Ausflugstipps im Juni

Ein Garten ohne Rosen – unvorstellbar. Rosen sind Claudia Hegers Thema im Juni-Garten. Von der kleinblütigen Strauchrose bis zur wüchsigen Rambler-Kletterrose ist die Auswahl in Farbe und Form riesengroß. Historische Rosen garantieren betörenden Duft. Eines lieben alle Rosen, einen schönen sonnigen warmen Platz zum Wachsen und Gedeihen.

Einmal im Jahr öffnet der Gutspark der Familie Wätjen in Wolfenbüttel/Halchter seine Pforten für die Veranstaltung „Gartenzauber im Park“. Eingerahmt von uraltem, außergewöhnlichem Baumbestand werden Pflanzen und Gartenaccessoires, Antiquitäten und Trödel, Comedy und Kleinkunst geboten und versprechen einen entspannten wie anregenden Besuch, sagt Beate Pieper.

Ein Naturerlebnis inmitten der Stadt Wolfsburg wird wohl manchen überraschen. Am Klieversberg hat das Freilicht und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. einen Geopfad eingerichtet, der das besondere dieser Erhebung erläutert. Der Klieversberg ist ein sogenannter Zeugenberg, ein Relikt von Gesteinen von vor ca. 150 Millionen Jahren, berichtet Karl-Friedrich Weber.

Im Kräuterbeet wächst es grün üppig. Genau die richtige Zeit für die Blatternte, um sich einen Vorrat an z.B. Pfefferminze, Thymian und Rosmarin für den Winter anzulegen. Geerntet werden die Blätter idealer Weise am Vormittag, der Morgentau ist abgetrocknet, die Konzentration an ätherischen Ölen ist dann am Höchsten im Lauf des Tages, bevor die Mittagssonne kommt. Tipps von Gärtnermeister Burkhard Bohne.

Beate Pieper - Foto: Pieper

Beate Pieper – Foto: Piper

Garten und Ausflugstipps im Mai

Aus einer privaten Leidenschaft entwickelte sich bei Beate Pieper mehr. Heute ist sie Expertin für alte Tomatensorten. Und sie hat das Händchen dafür. Sie erläutert welche Tomatensorten sich gut fürs Freiland, welche sich besser für Balkon oder Kübel eignen. Außerdem gibt’s Tipps zur Pflege des wärmeliebenden Gemüses. Ihre Lieblingssorten: „Peche blanche“ und „Green Zebra“.

Bei Salzgitter denken viele zunächst an das Stahlwerk dort. Doch der Salzgitter Höhenzug ist geologisch, botanisch, wie zoologisch ein Schatz, der noch gehoben werden muss, sagt Karl-Friedrich Weber vom Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen e.V. – Auf 8 GeoPark-Erlebnispfaden kann der Besucher die Region erkunden.

Im Mai steigen die Säfte, die Natur erwacht und damit startet das Sommerprogramm für Gartenliebhaber. Der Tag der offenen Tür im Arzneipflanzengarten der Technischen Universität Braunschweig ist bei vielen gesetzt. Saatgutbörse, Pflanzenverkauf und Führungen durch den Garten mit seinen Heilpflanzen sind Garanten für guten Zuspruch, sagt Gärtnermeister Burkhard Bohne.

Im Frühjahr und im Herbst ist die Temperatur im ganzen Gartenteich relativ gleich, während im Winter und Sommer große Unterschiede zwischen unten und oben herrschen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Pflege vom Teich rät Fachberaterin Claudia Heger vom Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig. Sehr wüchsige Wasserpflanzen wie die Seerose sollten spätestens alle 2 Jahre geteilt werden.

17.12.2019 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

TREFFPUNKTGARTEN@OKERWELLE.DE