SOZIAL SPEZIAL

Die Stimme für sozialen Einrichtungen aus der Region

Alle 14 Tage, Dienstags 19.00 Uhr – Wiederholung Mittwoch um 9 Uhr

Wir geben sozialen Einrichtungen aus der Region eine Stimme.Soziales, Kirche, Minderheiten, Angebote, Service und Information, Hilfe und Selbsthilfe, alle 14 Tage, Dienstags 19.00 Uhr -Wiederholung Mittwoch um 9 Uhr.

THEMEN DER SENDUNG

Familienrechtsfall

Überfallartig tauchte die Richterin im Oktober 2020 in der Schule des Sohnes einer nichtsahnenden Mutter auf – die Gerichtsunterlagen sprechen klare Worte. Für das Kind begann ein Alptraum. Für die Mutter ein schier endloser Gerichtsmarathon, um ihrem Sohn zu helfen.
Es hört sich unglaublich an – und ich kann jede Person verstehen, die sagt: “Das kann in Deutschland doch gar nicht möglich sein!”. Doch, es ist möglich, es ist Realität. Die Mutter hat mir ihre Geschichte erzählt, belegt durch Gerichtsdokumente, die mir vorliegen:
Als sie ihren Sohn von der Schule abholen wollte, mit 6 Jahren ging er in die erste Klasse, war er – weg. In einer Art Geheimverfahren wurde er von der Richterin dem Kindesvater übergeben, wo er nun leben sollte. Dabei lebte er glücklich und fröhlich schon sein ganzes Leben lang zusammen mit seiner Mama. Bis zu diesem Tag. Weil das Kind weder mit der Verfahrensbeiständin noch mit der Gutachterin sprechen wollte und bei der Mutter eine „Blockadehaltung“ „ggü. dem Kindesvater und den Umgängen“ ausgemacht werden könne, läge eine Kindeswohlgefährdung vor, resümierte die Richterin. Dabei hatte die Mutter trotz Gewaltschutzverfahren und Widrigkeiten während der Corona-Krise begleitete Umgänge für den Kindesvater organisiert. Das Kind sagte immer wieder und wieder, es wolle bei seiner Mutter leben. Er wurde nicht erhört. Angekreidet wurde ihm, dass er sich schlecht von seiner Mutter trennen könne. Resultat: Umgangsausschluss. Verfahrensfehler, die die Mutter immer wieder geltend gemacht hatte, wurden nicht korrigiert.
frontal | ZDF und der NDR im Panorama 3 Magazin berichteten darüber.

AWO GRUPPENARBEIT

Die AWO SCHÜLERGRUPPENARBEIT und die SOZIALE GRUPPENARBEIT der AWO sind Betreuungsangebote in einem festen Gruppenrahmen für Kinder und Jugendliche aus Braunschweig. Die Gruppenteilnahme ist kostenlos, bedarf aber einer Anmeldung durch den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig.
Die SOZIALE GRUPPENARBEIT der AWO ist ein Angebot für in der Regel 6 Kinder und Jugendliche, die Hilfestellung zur Stabilisierung ihrer Persönlichkeit benötigen. Die Gruppe findet zweimal wöchentlich im Nachmittagsbereich statt.
Die AWO SCHÜLERGRUPPENARBEIT bietet qualifizierte Betreuung für je maximal 14 Kinder und Jugendliche in der Weststadt und im westlichen Ringgebiet an. Die AWO SCHÜLERGRUPPENARBEIT beinhaltet sowohl die schulische Unterstützung in allen Belangen als auch Freizeitaktivitäten im weitesten Sinne. Die Schülergruppen finden 3x pro Woche statt.

Kontaktdaten:
Jörg Elmenthaler
Schloßstraße 8 in 38100 Braunschweig / 0531 / 88989 – 16
J.Elmenthaler@awo-kv-bs.de

Mehr Infos auf der eigenen Homepage der AWO GRUPPENARBEIT unter: www.awo-sga.de

Logo: Seniorpartner in School

Seniorpartner in School

Seniorpartner in School (SiS) e.V. ist eine ehrenamtliche Organisation aktiver Senior*innen, die für ihre Tätigkeit in den Schulen ausgebildet sind und Schüler*innen in den Schulen helfen, Konflikte gewaltfrei durch Mediation zu lösen.
Gewaltfreier Umgang miteinander ist nicht zu erwarten, deshalb hat SiS es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder und Jugendlichen ein Stück weit fit zu machen für einen solchen verantwortungsvollen und demokratischen Umgang miteinander.
Die Mediator*innen sind mittlerweile in 14 Bundesländern tätig; der Bundesverband als Dachverband dieser 14 Landesverbände wurde 2009 gegründet und hat seine Geschäftsstelle in Berlin.
In Braunschweig waren bis zum Beginn von Corona an 10 Partnerschulen ca. 110 Mediator*innen tätig. Sie meditieren jeweils zu zweit an einem festen Tag in der Woche an „ihrer“ Partnerschule.

Rosemarie Rönnebrinck Regionalleitung SiS Braunschweig

KMN (c) Regionalverbund Braunschweig

Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN)

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, die Inklusion aller Bevölkerungsgruppen, sowie der solidarische Umgang miteinander sind – wie nicht zuletzt die Pandemie gezeigt hat – weder selbstverständlich noch ohne Weiteres zu erreichen. Es bedarf gemeinsamer Arbeit und Anstrengungen, um allen eine menschenwürdige Existenz und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und um dafür zu sorgen, dass sich niemand allein gelassen, ausgegrenzt und abgehängt fühlt. Auch in Zukunft kommen Menschen in unser Land, um Schutz und eine Perspektive zu finden.

Das Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) – unterteilt in 10 Regionalverbünde – bündelt die tätigen Einrichtungen und Institutionen, die im Bereich der Unterstützung von Menschen mit Migrations- und Fluchtbiografien tätig sind. Die Aufgabe der Regionalverbünde ist dabei zum einen die Organisation von Austausch, Erfahrungen und Informationen innerhalb eines RV, um möglichst Reibungsverluste zwischen den einzelnen Akteuren zu vermeiden und eine gute Integrationsarbeit zu leisten, zum anderen soll der Austausch zwischen den RV und dem Ministerium dazu führen, dass Praxiserfahrungen direkt auf Landesebene Anklang finden.

Logo (c) KIBIS

Kontakt, Information und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich – kurz KIBiS

In diesem Jahr wurde die Kontakt, Information und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich – kurz KIBiS – 30 Jahre alt. Träger der KIBiS ist der Paritätische Wohlfahrtsverband Braunschweig. Die zurzeit rund 120 Selbsthilfegruppen kommen aus den Bereichen der körperlichen und psychischen Erkrankungen, der Sucht, der Behinderungen sowie der sozialen Themen.
Um die Bedeutung der Selbsthilfe der Öffentlichkeit zu zeigen, hat die KIBiS einen Film “Wir zeigen Gesicht – Selbsthilfegruppen in Braunschweig” herausgebracht. In dem Film berichten Menschen aus Selbsthilfegruppen darüber, wie sie zur Selbsthilfe gekommen sind und was sie dort an Hilfe und Unterstützung erfahren haben.

Kontakt:
KIBiS – Kontakt, Information und Beratung im Selbsthilfebereich
Kaiserstr. 1, 38100 Braunschweig
Telefon: 0531 4807920
E-Mail: kibis@paritaetischer-bs.de
Web: www.selbsthilfe-braunschweig.de
Facebook: www.facebook.com/kibis.braunschweig

Mareike Walther - Foto (c) Stadt Braunschweig Anna Krings

Mareike Walther – Foto (c) Stadt Braunschweig Anna Krings

LSBTI*

Die Forderung nach Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) ist inzwischen in der öffentlichen Debatte angekommen. Viele Firmen haben ihre Logos in Regenbogenfarben eingefärbt, um die geforderte Akzeptanz von LSBTI* zu unterstreichen.
Dabei wird vielen Unternehmen „pinkwashing“ vorgeworfen, was bedeuten würde, die Unternehmen täten es nur aus Marketing-Gründen und im Unternehmen selber herrscht keine Akzeptanz für LSBTI*.

Jedoch passiert in der Stadtverwaltung auch etwas hinter den Kulissen: Seit Oktober 2019 hat die Stadt eine Koordinationsstelle LSBTI*, die sich um die Belange der queeren Menschen in Braunschweig kümmert. Bei der Radiosendung wird berichtet, was genau die Aufgaben der Stelle sind, was seit der Einrichtung der Stelle passiert ist und was in der Zukunft noch ansteht. Beispielsweise werden Fachtage für Lehrkräfte und medizinisches Fachpersonal geplant, um bestehenden Diskriminierungen in Schulen und im Gesundheitssystem zu begegnen.

Mansfeld-Löbbecke-Stiftung von 1833

Die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung von 1833 mit Hauptsitz in Wolfenbüttel betreibt ein sozialtherapeutisches Netzwerk der Kinder- und Jugendhilfe.

In den 25 Wohnangeboten werden mehr als 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit psychiatrischen Erkrankungen von pädagogischen Fachkräften teil- oder vollstationär betreut. Zusätzlich betreibt die Stiftung Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung in Wolfenbüttel und Goslar, stellt Ausbildungsplätze zur Verfügung und bietet weiterführende Betreuungsleistungen in den Bereichen Familienhilfe, Bildung und Freizeit.
Im Herbst 2020 wurde das Netzwerk durch das „Salm-Studio: Forum für kreatives Miteinander“ im Braunschweiger Siegfriedviertel ergänzt. Geplant waren hier vielfältige Events wie Ausstellungen, Lesungen und Konzerte bei denen junge Menschen aus der Stiftung mit Bürger*innen aus der Nachbarschaft zusammenkommen sollen.

Als der erneute Lockdown dem ganzen einen Strich durch die Rechnung machte, steckte das Team um den Kunstpädagogen Kai-Peter Hain nicht einfach die Köpfe in den Sand, sondern machte das Salm- kurzerhand zum Ton-Studio und produzierte einen Podcast, in welchem die Bewohner*innen der Stiftung aus ihrer Sicht erzählen, wie man sich das Leben in den stationären Wohnangeboten vorstellen kann und wie sie beispielsweise mit der Jugendhilfe in Kontakt kamen.

Foto (c) Nibelungen Wohnbau

Nibelungen Wohnbau GmbH – 10 Jahre Musterwohnung im Heidberg

In der Hallestraße 54 in Braunschweig, ist vor 10 Jahren eine „Musterwohnung für altersgerechtes Wohnen“ in einem Mietkomplex der Nibelungen Wohnbau GmbH im Heidberg eröffnet worden.

In einem Kooperationsmodell von Nibelungen Wohnbau GmbH , Deutschen Roten Kreuz, KV Braunschweig-Salzgitter e.V., TU Braunschweig, Kreishandwerkerschaft, Sponsoren und weiteren Akteuren wurde die Musterwohnung umgebaut und technisch ausgerüstet und steht allen Braunschweiger BürgerInnen offen. Baulich in Teilbereichen angepasst, mit Hilfsmitteln und alltagstauglichen Assistenzprodukten ausgestattet, können sich Interessierte über Möglichkeiten von Wohnungsanpassungen informieren und ausprobieren. Unter der Prämisse, dass die meisten Menschen möglichst lange und selbstbestimmt zu Hause leben möchten, bieten im „Beratungszentrum Wohnen“ die DRK Wohnberaterinnen individuelle Beratungen an.

Die Nibelungen Wohnbau GmbH ist mit dem Sozialmanagement und weiteren MitarbeiterInnen des Mieterservice beratend und informierend im Beratungszentrum aktiv.

Weitere Informationen:

https://www.nibelungen-wohnbau.de/
https://www.drk-kv-bs-sz.de/angebote/beratung/wohnberatung.html

01.02.2022 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

soziales@okerwelle.de