Pandora

Das Kulturmagazin

Donnerstags, 19.00 Uhr

Das Kulturmagazin beleuchtet die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Natürlich informieren wir Sie über Höhepunkte wie Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen oder Gastspiele – wichtig ist uns aber auch, darüber zu berichten, was Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachen Kultur so alles auf die Beine stellen.

Darüber hinaus möchten wir „jungen“ Künstlern, Autoren und Musikern die Gelegenheit geben, sich mit uns live im Studio über ihre kreative Tätigkeit zu unterhalten und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Beiträge des Kulturmagazins Pandora können Sie hier unter dem Sendetermin auch nachhören – gute Unterhaltung!

THEMEN DER SENDUNG

Foto (c) Brunsviga

Kulturzentrum feiert Geburtstag

Wie doch die Zeit vergeht: Vor 40 Jahren wurde über die Umgestaltung der Konservenfabrik BRUNSVIGA in ein Kommunikationszentrum nachgedacht und ein provisorischer Bürgertreff eingerichtet. Mit dabei war auch Michael Heinze, der jetzt an die „Gründerzeit” mit einem Film erinnern möchte. Dazu benötigt er für seine Recherche noch Fotos oder Filmmaterial aus den Anfängen, aber auch für Bilddokumente aus der Zeit der früheren Konservenfabrik wäre er dankbar. Mehr über den Film und die Anfangsjahre des Kulturzentrums erfahren Sie in unserem Beitrag.


Plakat (c) Veranstalter

Chagall in der Kemenate

Die Braunschweiger Jakob-kemenate ist wieder geöffnet und Besucher können dort bis zum 31. Mai die Ausstellung „Bilder zur Bibel” des Künstlers Marc Chagall sehen. Allerdings ist zuvor eine Anmeldung unter 0531-22434842 erforderlich. Gezeigt werden 46 Original Lithographien des französisch-russischen Künstlers, der als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts gilt. Die farbigen Lithographien, die in dem Zyklus „Bilder zur Bibel” zusammengefasst werden, sind in Jahren 1956 und 1960 entstanden und beziehen sich vor allem auf die Schöpfungsgeschichte, die Bücher der Propheten und die Frauengestalten der Bibel.


Foto (c) Sybille Schnehage

Hilfsverein Katachel

Sybille Schnehage leitet seit 1994 eine Hilfsorganisation in Afghanistan. Fünf Jahre durfte sie nicht dorthin reisen, weil die Bundesregierung eine Entführung samt Lösegeldforderung fürchtete. Nach einem fünfjährigen Kampf ist es der 70-Jährigen gelungen den Sperrvermerk aus ihrem Reisepass entfernen zu lassen. Die Vorsitzende des Hilfsvereins Katachel darf wieder nach Afghanistan einreisen. „Es war eine sehr nervenaufreibende Zeit. Ich werde in dem Land gebraucht und musste nun fast sechs Jahre die Geschicke von Zuhause aus leiten.” Das war anstrengend und schwierig. „Wir haben dort so viele Projekte, die ich betreuen muss.” Sie ist sehr froh, dass das Thema endlich beendet ist. „Die Leute in Kunduz brauchen mich.”


Plakat (c) Alamode Filmverleih

Streamingtipp: Und morgen die ganze Welt

„Wie weit ist man bereit, für seine politischen Überzeugungen zu gehen? Welchen Preis ist man bereit zu zahlen? Wie ehrlich ist überhaupt so ein politisches Engagement?” Diesen Fragen geht Regisseurin Julia von Heinz in ihrem Film „Und morgen die ganze Welt” nach. Eine junge Studentin landet in einer WG einer örtlichen Antifa und muss sich entscheiden, wie weit sie gehen möchte.

“Ein packender, ein schmerzlich aktueller, aber auch ein erfrischend junger Film”. (ZDF Heute Journal)
„Und morgen die ganze Welt” ist zu sehen bei Netflix oder kann für 4,99 € ausgeliehen werden bei Amazon Prime.


Moderation: Dorothea Rieck

Foto (c) ZDF

Streamingtipp: “Doktor Ballouz”

Es gibt sie noch, die Perlen im Öffentlich-Rechtlichen: die Arztserie Doktor Ballouz im ZDF gehört dazu! Und an dieser Serie kann man sich gerade dann erfreuen, wenn man Arztserien wegen der unerträglichen Charaktere, der schleimigen Dialogen und austauschbaren Darsteller in der Regel tunlichst vermeidet.
Bei Doktor Ballouz stimmt alles: ein wunderbares Drehbuch von Conni Lubek und ihrem Team, einfühlsame Regie der Regisseure Andreas Menck und Philipp Osthus und ein bis in kleinste Nebenrollen überzeugendes Darsteller-Team an der Seite von Merad Ninidze.
Die Serie Doktor Ballouz hat übrigens ein reales Vorbild – ein Arzt gleichen Namens aus der Uckermark, von dem sich die Autoren inspirieren ließen. Dr. Armin Ballouz floh als Jugendlicher aus dem Libanon und arbeitet als Landarzt in der Uckermark. „Ich habe damals mit nichts in der Hand meine Heimat Beirut verlassen, habe hier ganz neu angefangen und freue mich sehr darüber, wie liebevoll mich die Brandenburger aufgenommen haben.“
Zu sehen ist Doktor Ballouz in der ZDF-Mediathek. Dank des großen Erfolges wird es eine zweite Staffel geben!


Cover (c) Grupello Verlag

Braunschweig – Das Heimat-Quiz

Welches war der erste Bioladen in Braunschweig? Für welches vom Aussterben bedrohte Tier trägt Braunschweig besondere Verantwortung? Oder: Wann wurde die Braunschweiger Fußgängerzone eröffnet? Diese und weitere Fragen rund um die Löwenstadt und Umgebung hat die Journalistin und Autorin Monika Herbst in ihrem neuen Quiz zusammengestellt. In „Braunschweig – Das Heimat-Quiz“ gibt es insgesamt 100 Karten mit kniffligen Fragen. „Braunschweig – Das Heimat-Quiz“ ist gerade im Grupello-Verlag erschienen und für 16,99 Euro im Handel erhältlich.


Foto (c) Brigitte Weihmüller

Die Künstlerin Brigitte Weihmüller

…wurde 1964 in München geboren. Sie studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bevor sie an die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig wechselte. Europäische Studienreisen und bundesweite Ausstellungen folgten. Viele ihrer Kunstwerke befinden sich im Besitz von privaten Sammlerinnen und Sammlern sowie von Firmen und sozialen Einrichtungen – in Deutschland, der Schweiz und in Nordamerika. Brigitte Weihmüller lebt und arbeitet als Malerin, Fotografin und Glaskünstlerin in Braunschweig.


Cover (c) Duden

Buchtipp: Kann man sagen…

Kurze Info: Sie haben im Meeting die Deadline auf dem Schirm und kommunizieren mit anderen Stakeholdern auf Augenhöhe. Na, alles klar? Auf alle Fälle hilft ein Blick in den DUDEN – vielleicht nicht die Auflage aus der Schulzeit, die schon einige Jahre zurückliegt.Aber der DUDEN weist auch in Sonderbänden auf Sprachverwirrungen hin. So legt Andreas Neuenkirchen in seinem Buch (Bild) mit viel Humor seinen Finger in die Wunde der sprachlichen Unfälle, Plattitüden und Scheußlichkeiten und sammelt alphabetisch von „abartig“ über „Influence“ bis „zeitnah“ die größten Sprachaufreger im Deutschen. Er liefert aber auch Argumente, warum man sie zwar sagen kann, aber sie nicht unbedingt in den Sprachgebrauch übernehmen sollte.


Moderation: Sylvia Scholz

Cover (c) Geyso20

Geyso20 Ausstellung: “Auf Taubenblau”

Geyso 20 ist ein Begriff für Kunst in Braunschweig und trägt seit 1992 dazu bei, den Anspruch begabter Menschen mit Beeinträchtigung zu verwirklichen. Als Modellprojekt der Bundesvereinigung Lebenshilfe war es unter dieser Trägerschaft die erste Einrichtung für Kunstförderung im Bereich Bildende Kunst in der Bundesrepublik Deutschland. Das Atelier Geyso20 versteht sich als Ort künstlerischer Produktion. Menschen mit Beeinträchtigung haben hier den Freiraum, Begabungen zu entdecken und eine eigene Bild- und Formensprache zu entwickeln. Aus all dem ist eine Sammlung entstanden und ist nun in einer ersten Ausstellung unter dem Titel „AUF TAUBENBLAU“ in den Räumen der Galerie eingerichtet.


Foto: ParkSideGallery

Ausstellung im Park

In der Coronazeit entstand die Idee, mit der Kunst in den öffentlichen Raum zu gehen. Und so stellen von Mai bis Oktober 2021 sechs Künstlerinnen für jeweils einen Monat im Wechsel ihre Werke auf Bannerplanen gedruckt in Parkanlagen aus. In dem Projekt „Park Side Galery“ der Initiatorin Yvonne Salzmann werden in Braunschweig, Helmstedt, Lucklum, Bad Harzburg, Salzgitter und Holzminden Ausstellungsflächen für immer sechs Werke der Künstlerinnen ohne Eintritt oder Zugangsbeschränkung angeboten. Man kann so an ungewöhnlichen Orten beim Joggen oder Spazierengehen Bilder entdecken und sich mit ihnen auseinandersetzen.


Plakat (c) Piffl-Medien

Streamingtipp: „Undine“

In der klassischen Sage bekommt Undine, die Jungfrau aus dem Wasser, erst durch die Vermählung mit einem Menschen eine Seele. Verlässt dieser Mensch sie wieder, muss er sterben, und Undine kehrt ins Wasser zurück.In Christian Petzolds Film ist „Undine“ eine Stadthistorikerin in Berlin, die verlassen wird, aber nicht töten will. Und sie lernt einen anderen Mann kennen und lieben. Von dieser Liebesgeschichte erzählt „Undine“.Die Uraufführung von „Undine“ fand am 23. Februar 2020 auf der Berlinale statt, auf der Paula Beer als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Später erhielt sie für ihre Leistung auch noch den Europäischen Filmpreis. „Undine“ ist Petzolds erster Teil einer geplanten Filmtrilogie der deutschen Romantik.Zu sehen ist „Undine“ auf Amazon Prime.


Cover (c) Mirjam Jasmin Strube

Buchtipp: “Flynn und das kleine Stück vom großen Glück”

Mirjam Jasmin Strube hat den vierten Band ihres Kinderbuches über den Teddy Flynn geschrieben. War die Schule gerade noch der beste Ort der Welt, ändert sich mit dem Beginn der Benotung plötzlich alles. Na ja, fast alles, denn neben der blöden 5 in Mathematik gibt es ja zum Glück noch Marie und ihre wundervollen Briefe. Briefe, die Flynn mit Hingabe und Leidenschaft fast täglich im Zugeeines Schulprojektes mit Marie austauscht. Noch ahnt er nicht, wie
ausgerechnet genau sie seine Leistung in Mathematik verbessern werden. „Flynn und das kleine Stück vom großen Glück“ zeigt, dass Schulnoten zwar wichtig sind, aber jeder seine ganz eigenen Stärken hat – und wie man mit genau diesen Stärken kleine Hürden im Schulalltag erfolgreich meistern kann. Zu bestellen bei: www.Leseschau.de für 14.90 Euro


Moderation: Hans-Otto Kruse

Cover (c) Malik-Verlag

Buchtipp: “Couchsurfing in Saudi-Arabien”

„Saudi, offene Herzen, offene Türen“ – mit diesen Worten werden Touristen seit 2019 erstmals eingeladen, ein Land zu besuchen, das bisher vollkommen abgeschottet war – Saudi-Arabien. Autor Stephan Orth packt sofort den Rucksack, erkundet das Königreich von Couch zu Couch und erhält so Einblicke in eine verschlossene Gesellschaft, wie sie bisher keinem westlichen Besucher möglich waren. In seinem Buch „Couchsurfing in Saudi-Arabien“ lässt er die Leser teilhaben an seiner Reise „durch ein Land zwischen Mittelalter und Zukunft“. Stephan Orth ist freiberuflicher Journalist, besitzt fünf Rucksäcke, vier Schlafsäcke und drei Zelte, aber keinen Rollkoffer. Sein aktuelles Buch „Couchsurfing in Saudi-Arabien“ ist erschienen bei Malik und kostet 18,00 €.


Plakat (c) Studiocanal

Streamingtipp: Ballon

Er kann auch anders. Mit „Ballon“ wendet sich Michael Bully Herbig das erste Mal einem ernsten Stoff zu. Schon seit Jahren verspürte er den Wunsch, auch mal einen Film außerhalb der Comedy-Schiene zu machen. Und die spektakulärste Flucht zweier Familien aus der DDR in einem selbstgebauten Heißluftballon ließ ihn jahrelang nicht los. Die Familien Strelzyk und Wetzel wagen mit ihren Kindern die aberwitzige Flucht und landen am 16. September 1979 gegen 3 Uhr nachts im bayerischen Grenzort Naila. Der Film „Ballon“ ist seit kurzem zu streamen bei Netflix.


Foto (c) Staatstheater

Netzwerk zur Digitalität am Theater

Das Staatstheater Braunschweig gründet gemeinsam mit 14 weiteren Theatern aus dem deutschsprachigen Raum das theaternetzwerk.digital. Ziel des Netzwerkes ist es, Wissen und Erfahrungen im Bereich Digitaltheater und Theaterdigitalisierung auszutauschen.
Neben dem Staatstheater Braunschweig sind weitere Stadt- und Staatstheater, aber auch private und freie Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.
Die zeichnenden Häuser planen, so eine erste Verabredung, an einer gesamt-theatral verstandenen digitalen Strategie zu arbeiten und sehen den digitalen Kulturwandel und die damit verbundenen Transformationsprozesse als Bereicherung ihrer Arbeit. Sie wollen die künstlerisch sinnvollen technologischen Möglichkeiten für ihre Theaterarbeit erforschen und die digitalen und virtuellen Räume mit den Mitteln der Kunst aktiv und selbstbestimmt gestalten.


Moderation: Sylvia Scholz

Foto (c) Veranstalter

Patricia Dreyfus Ausstellung

Der Kunstverein Wolfenbüttel hat wieder seine Türen geöffnet. Unter dem Titel „Lettre à moi même“ zeigt die Künstlerin Patricia Dreyfus bis voraussichtlich zum 2. Mai 2021 figurative Zeichnungen und Stickereien in den Räumlichkeiten im Kulturhaus Prinzenpalais. Die Arbeiten sind eng vom Leben der Künstlerin geprägt und können als eine Art komplexes Tagebuch gelesen werden. Vieles bleibt fremd und entzieht sich so einer klaren Deutungsmöglichkeit. Es sind vielmehr (Körper) Zeichen, die in der Gegenwart Hinweise hinterlassen.


(c) Brunsviga

Brunsviga-Drive-Impf

Da das Kulturzentrum Brunsviga Pandemie bedingt für Veranstaltungen nicht die Türen öffnen darf, haben die Verantwortlichen ein „Trostpflaster“ geplant und das ist wörtlich gemeint, denn der Trost in kleinen Kultur-Dosen wird auf dem Hofpflaster vor der Brunsviga „gespritzt“. Und so gibt es gute Laune in der “Open-Air-Praxis“ ab dem 11.04.2021 immer sonntags von 17-18 Uhr. Sie können Kultur erleben, die definitiv unter die Haut geht! Leider kann die Impfung im Eingangsbereich der Brunsviga nur bei gutem Wetter stattfinden. Das gibt es aber auf Rezept in jeder Apotheke – sie müssen es dann nur noch mitbringen.


Plakat (c) Just Publicity

Streamingtipp: Das schönste Paar

Die beiden Lehrer Liv und Malte sind ein glückliches Paar, das seinen romantische Sommerurlaub auf einer Mittelmeerinsel verlebt. Als ein plötzlicher Überfall durch drei Jugendliche in einen sexuellen Übergriff mündet, wird ihr bisheriges Leben aus der Bahn geworfen. Zwei Jahre später, das Trauma scheint überwunden, begegnet Malte zufällig dem Täter. Für die Rolle der Liv wurde Louise Heyer für den Deutschen Filmpreis 2019 nominiert. „Das schönste Paar“ ist zu streamen bei Amazon Prime.


Foto: Captcha, Miran & Gordon

Halle267 – Städtische Galerie Braunschweig

Die Halle267 verfolgt das Ziel, ein mehr als 10jähriges Vakuum fehlender Ausstellungsflächen für Künstlerinnen und Künstler aus der Region zu schließen. Seit Januar 2018 ist in den Räumen der Hamburger Straße 267 ganzjährig Kunst aus Braunschweig und der Region zu sehen.

Dabei gibt es ein künstlerisches Gremium, das über eingereichte Ausstellungskonzepte entscheidet, aber auch eigene, durch die Kulturverwaltung kuratierte Ausstellungen, werden präsentiert. Zur Zeit ist dort bis zum 09. Mai die Ausstellung: „Captcha“ des Künstler-Duos Gordon Endt und Miran Özpapazyan, die sich fotografisch mit der Stadt Braunschweig auseinander gesetzt haben, zu sehen.


(c) Wolters Applausgarten – Paul Kunze & Marco Bittner (v.l.)

„Wolters Applausgarten“ plant im Sommer rund 50 Events.

Es war so etwas wie der kulturelle Notanker im Corona-Sommer 2020: Im alten Wolters Kulturgarten in Braunschweig traten Künstler und Bands auf – meist aus der Region und mit ungewöhnlicher Kulisse. Zuhörer nahmen pandemie-konform mit Abstand an Zweier-Tischen Platz und genossen unter freiem Himmel das Programm von Pop bis Rock, von Schlager bis Klassik.

Jetzt soll der Garten vor der Brauerei zur musikalischen Dauer-Location werden. Hinter dem Projekt „Wolters-Applausgarten“ stecken zwei alte Veranstaltungs-Hasen: Wolters-Eventmanager Marco Bitter und Paul Kunze, langjähriger Organisator vieler beliebter Veranstaltungen.


Moderation: Dorothea Rieck

Foto: Helle Zukunft

Streaming-Plattform für Theater

Die Säle sind aktuell weiter geschlossen, aber die digitale Bühne des Staatstheaters Braunschweig bleibt auf Sendung. Auf dem Programm stehen im April u.a. die 4. Thementage des Schauspiels, die Premiere des Beethoven-Hörstücks „Sie haben mein Herz gewonnen“ mit Mechthild Großmann und Silke Buchholz sowie zwei neue „Lieder-Lounges“ mit Maximilian Krummen und Valentin Anikin. Fortgesetzt werden im April die Reihen „Mit-Tanz-Mittwoch“, ein digitales Training des Tanztheaters (bis 14.04.) und der Blog zum Schauspiel-Projekt „Helle Zukunft“, ein Projekt aus dem Theater heraus. Darin sind die Fenster im Kleinen Haus Schaufenster und Bühne gleichzeitig (Foto). Nebenher erblüht eine Großplastik zu Hieronymus Boschs Gemälde „Garten der Lüste“ in 3D sowie ein vielstimmiges stundenlanges Lied über das Morgen.


Foto (c) Veranstalter

„Verschwörung im Theaterhaus“

Unter diesem Motto konnten vier studentische Theatergruppen aus Hildesheim und Braunschweig Produktionen anfertigen. Und zwar mit allem, was dazu gehört: Budget, Öffentlichkeitsarbeit und Publikum helfen beim Einstieg ins freie Produzieren. Das „Schredder-Festival“ in Kooperation mit dem LOT Theater Braunschweig findet dieses Jahr online statt. Das hat die jungen Kunstschaffenden nicht davon abgehalten, anregende Inszenierungen auf die digitalen Beine zu stellen…


Plakat (c) Alamode Filmverleih

Streamingtipp: “Porträt einer jungen Frau in Flammen”

Im späten 18. Jahrhundert unterrichtet Marianne eine Klasse junger Frauen und bringt ihnen die Kunst des Malens bei. Eine Schülerin fragt Marianne nach einem Gemälde, auf dem eine aufrechte, stolze Frau mitten in der Nacht zu sehen ist – dass Teile ihres Kleidesin Flammen stehen, scheint ihr nichts auszumachen.Marianne treten beim Anblick des Gemäldes Tränen in die Augen, und sie muss ans Jahr 1770 zurückdenken…Der Film Porträt einer jungen Frau in Flammen ist zu sehen auf Amazon Prime.


Alwin Lay.Prego (c) Veranstalter

Alwin Lay.Prego Ausstellung

Rückblickend auf Arbeiten der vergangenen Jahre und mit Werken, die eigens für die Austellung realisiert werden, zeigt das Museum für Photographie im Frühjahr 2021 die erste Museums-Einzelausstellung von Alwin Lay (*1984 in Lukosch/Rumänien, lebt in Köln).  In seinen reduziert wirkenden Inszenierungen von Objekten, die zum Ausgangspunkt für seine fotografischen und filmischen Arbeiten werden und in skulpturalen bis hin zu installativen Anordnungen räumlich übersetzt erscheinen, führt Lay unsere Wahrnehmungsgewohnheiten ad absurdum, hinterfragt Kausalitäten und proportionale Beziehungen von Objekten im Raum.  Mit illusionistischen Mitteln regt er zu einer Neubetrachtung der Dinge und Zusammenhänge an und irritiert unsere Erwartungshaltung an ein fotografisches Abbild. Die Ausstellung läuft noch bis zum 23. Mai 2021.


Moderation: Hans-Otto Kruse

Foto (c) Studio Kult TV Foto: “Der Kultur Talk”

Kulturinitiative digital

Studio Kult TV ist eine digitale TV-Initiative in Braunschweig von Tonio und Daniela Vakalopoulos, die für Technik und Produktion verantwortlich sind und Journalist Sven-David Müller, der den Bereich Redaktion und Moderation abdeckt. Neben Reportagen produziert Studio Kult TV auch das regelmäßige Magazin „Der Kultur Talk” (Foto) und das Live-Format „Live und in Farbe”. Das Programm von Studio Kult TV berichtet unter anderem über Kunst, Kultur, Gesundheit und aktuelle Ereignisse und wichtige Persönlichkeiten in der Stadt Braunschweig und dem alten Land Braunschweig mit seinen Städten Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter und Goslar.


Plakat (c) Neue Visionen Filmverleih

Streamingtipp: “Vom Lokführer, der die Liebe suchte”

Ein Film voller Poesie, mit märchenhaftem Charme, der ohne Dialoge auskommt – Veit Helmers Film „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“ zaubert den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht. Und es ist große Kunst, dass dieser Film ohne jeden Dialog funktioniert. Bis zum 12. Juni ist die charmante, poetische Komödie „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“ in der ARD-Mediathek zu sehen, lassen Sie sich verzaubern!


Foto: Veit Helmer (c) Horst Martin

Interview Veit Helmer

Auf seiner letzten Fahrt durch das Wohngebiet unmittelbar neben der Zugstrecke verfängt sich ein blauer Spitzen-BH an der Lok von Nurlan. Nach Dienstschluss macht er sich auf, um die Frau zu finden, der der BH gehört. Er klopft an zahlreiche Türen, bereitwillig probieren viele Frauen den BH an, aber ist die Richtige dabei? Im März 2019 stellte Regisseur Veit Helmer seinen Film „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“ persönlich im Universum Filmtheater in Braunschweig vor.


Foto: Staatstheater Braunschweig

Sinfoniekonzert des Staatstheaters online

Erstmals präsentiert die Digitale Bühne des Staatstheaters Braunschweig ein Sinfoniekonzert des Staatsorchesters als Online-Premiere. Aufgezeichnet wurde es in der letzten Woche als »Geisterkonzert« unter der Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinić vor leeren Stuhlreihen in der Stadthalle Braunschweig. Auf dem Programm stehen die Ballett-Suite »Der Triumph der Zeit« von Alexander Zemlinsky, das Oboenkonzert D-Dur op. 144 von Richard Strauss mit Solist Salomo Schweizer und als Hauptwerk die Sinfonie Nr. 2 d-Moll op. 49 von Louis Spohr. Frei abrufbar ist der Konzertmitschnitt in Bild und Ton  ab Sonntag, den 28 März, 11:00 Uhr über die Digitale Bühne des Staatstheaters Braunschweig.


Moderation: Sylvia Scholz

Schildkröte Marlene

Naturhistorische Museum: Schildkröten – Gepanzert durch die Jahrmillionen

Schildkröten haben die Dinosaurier überlebt und sich seitdem kaum verändert. Geschützt durch ihren Panzer, bewohnen sie Land, Süßwasser und Meer. Sie faszinieren durch ihre Langlebigkeit, ihre weiten Wanderungen in den Ozeanen und ihre Friedfertigkeit. Viele Arten sind heute in ihrer Existenz bedroht. Grund genug, dass ihnen das Naturhistorische Museum eine Sonderausstellung widmet, die seit dem 19. März 2021 im Museum an der Pockelsstraße zu sehen ist. Highlight ist die riesige Lederschildkröte „Marlene“, die 1965 in der Ostsee bei Stralsund Fischern ins Netz gegangen ist.


Cover (c) Klett-Cotta Verlag

Buchtipp: Bernardine Evaristo – „Mädchen, Frauen etc.“

In ihrem Roman „Mädchen, Frauen etc.“ schreibt die Autorin Bernardine Evaristo über das Leben schwarzer britischer Frauen, über ihre Kämpfe und Sehnsüchte. All diese Frauen haben eine dunkle Hautfarbe und einen Migrationshintergrund. Es gibt zwölf Hauptfiguren, deren Lebenswege sich auf unterschiedliche Art kreuzen. Da ist die Dramatikerin Amma, die sich ihre Anerkennung in der Theaterszene Londons hart erkämpfen musste. Nun steht die Premiere ihrer ersten Inszenierung am National Theatre in London bevor. Jazz, ihre neunzehnjährige Tochter, hofft nur, dass die Reaktionen auf das provokante Stück für sie nicht zu peinlich werden. Ammas älteste Freundin Shirley hat früher für Jazz Babysitterin gespielt. Inzwischen ist sie nach jahrelanger Arbeit an unterfinanzierten Schulen ausgebrannt. Ihr größter Verdienst ist Carol, eine ehemalige Problemschülerin, die es bis nach Oxford geschafft hat und nun als Investmentbankerin arbeitet. Amma, Jazz, Shirley, Carole und die anderen haben afrikanische, indische und karibische Wurzeln. So verschieden die Frauen und ihre Lebensgeschichten sind, sind sie doch eng miteinander verbunden. Bernardine Evaristo versteht es, auf humorvolle Weise berührende Geschichten zu erzählen und dabei Themen wie Rassismus, Feminismus und Identität zu untersuchen.

Für ihren Roman „Mädchen, Frau etc.“ hat sie 2019 den renommierten Booker-Preis erhalten. Mittlerweile wurde der Roman in 35 Sprachen übersetzt und weltweit millionenfach verkauft.


(c) Nizar Fahem

Schaufenster des Schlosscarrees BS: „feel the art“

Vor 5 Jahren gründete der Krimi Autor Rolf Reinecke aus Salzgitter eine Internetplattform für Künstler aus unserer Region. „feel the art“
Mittlerweile präsentieren sich dort rund 100 Kunstschaffende mit ihren Werken. Seine Aufgabe sieht der Initiator auch darin, Ausstellungsflächen zu finden um Künstlerinnen und Künstlern aller Art die Möglichkeit zu bieten, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Zurzeit bestücken in den leerstehenden Schaufenstern des Schlosscarrees in Braunschweig zahlreiche Mitglieder eine große Ausstellungsfläche. Einer von ihnen ist der Deutsch Tunesier Nizar Fahem (Bild), der zunächst in Braunschweig Physik studierte, sich dann aber beruflich für die Fotografie entschieden hat


(c) Plakat UPI Germany

Streamingtipp: “Yesterday”

Der britische Musiker Jack kann sich gerade mit Mühe und Not über Wasser halten. Bis ihm eines Tages ein Wunder geschieht. Nach einem mysteriösen, weltweiten Stromausfall kann sich plötzlich niemand mehr an die Beatles und deren geniale Songs erinnern – außer ihm. Die Verlockung ist zu groß: Jack verkauft die Welthits als seine eigenen Kompositionen, wird in kürzester Zeit zum Megastar und geht mit Ed Sheeran auf Tournee. Eine harte Probe für seine Beziehung zu Freunden und Familie…


Moderation: Dorothea Rieck

21.01.2021 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

pandora@okerwelle.de