Lesezeit

Sonntag, 13.00 Uhr – Wdh. am Mittwoch, 10.00 Uhr / alle 2 Wochen

Immer wenn ein neues Medium das Interesse der Öffentlichkeit auf sich zog, wurde von Skeptikern gleichzeitig dem Lesen das Ende vorausgesagt. Als in den 50’ern des vergangenen Jahrhunderts den ganzen Tag über das Radio lief, gaben die besorgten Erziehungsberechtigten den dringenden Rat die Nase doch wieder einmal ins Buch zu stecken.

Noch größere Befürchtungen im Hinblick auf Leseabstinenz  lösten Fernsehen und Internet aus. Erstaunlicherweise ging die Buchproduktion nicht zurück und Veranstalter von Lesefesten rund ums Buch schwärmen von steigenden Besucherzahlen: Lokal wären als Beispiele die Braunschweiger Jugendbuchwoche und das Krimifestival zu nennen.

Sie sind aber auch Beleg dafür, wie wichtig es ist, durch ein breit gefächertes Angebot an Büchern und den direkten Kontakt mit Autoren das Lesen attraktiv zu machen.

Mit der gleichen Zielsetzung möchten wir in der „Lesezeit“ Autoren aus der Region Gelegenheit geben, ihre Gedichte, Geschichten und Bücher einer interessierten Hörerschaft vorzustellen.

Geplant ist für 2011 durch öffentliche Lesungen in der Brunsviga die direkte Begegnung mit Textschaffenden zu ermöglichen und die Veranstaltung dann in einer Aufzeichnung in der „Lesezeit“ zu senden.

THEMEN DER SENDUNG

Hörbuch-Cover: Der Fund © der hörverlag

Hörbuch-Cover: Der Fund © der hörverlag

Bernhard Aichner: „Der Fund“

Der neue Thriller des österreichischen Bestsellerautors Bernhard Aichner: Warum musste Rita sterben? Wer hat die Supermarktverkäuferin, die doch nie jemand etwas zuleide getan hat, auf dem Gewissen? Hat die 53-Jährige wirklich ihr Todesurteil unterschrieben, als sie eines Tages etwas mit nach Hause genommen hat, was sie besser im Laden gelassen hätte? Offiziell ist der Fall abgeschlossen – aber da ist einer, der nicht aufgibt. Ein Polizist, der scheinbar wie besessen Fragen stellt – und die Antworten, die er bekommt, nicht akzeptieren will.

»Der Österreicher Bernhard Aichner hat seinen ganz eigenen Sound. Seine Thriller erkennt man sofort wieder: an ihrem atemlosen, schnörkellosen Stil.“ stern (07.11.2019)

Wiederholung: Mittwoch um 10.00 Uhr

Hörbuch-Cover © Der Hörverlag

Hörbuch-Cover © Der Hörverlag

Juli Zeh: „Unterleuten“

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf „Unterleuten“ irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick darauf wirft, ist bezaubert von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtige aus Berlin gerne kaufen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Kein Wunder, dass schon wenige Tage später im Dorf die Hölle los ist…

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der hochspannend wie ein Thriller ist. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Wiederholung: Mittwoch um 10.00 Uhr

Buchcover: (c) Rowohlt Polaris

Buchcover: (c) Rowohlt Polaris

Greta Silver: „Alt genug, um mich jung zu fühlen“

Zu Gast in der Buchhandlung Graff war Greta Silver, die ihr neues Buch: „Alt genug, um mich jung zu fühlen“ vorstellte. Bestsellerautorin, YouTube- und Podcast-Star Greta Silver stellt sich einer großen Frage: Wenn Jugend bedeutet, unbeschwert auf alles zuzugehen, begeisterungsfähig, mutig und neugierig zu sein – wann haben wir das wirklich gelebt? Mit 20, als wir hin- und hergerissen waren, wo die Reise hingeht? Mit 30, als Stress und schlaflose Nächte uns erschöpften? Mit 40 oder 50, als Gewohnheiten vermeintliche Sicherheit vermittelten? Tatsache ist: Die Zeit von 60 bis 90 Jahren ist genau so lang wie von 30 bis 60 – JETZT ist die Zeit, in der wir jung sein können. Denn das Alter ist Erntezeit. Vorher war Pflicht, jetzt kommt die Kür, mit allen Möglichkeiten der Jugend, nur ohne deren Stress und Ängste.

Wiederholung: Mittwoch um 10.00 Uhr

Cover: (c) Der Hörverlag

Hakan Nesser: „Der Verein der Linkshänder“

Kommissar Van Veeteren – mittlerweile im Ruhestand, aber so legendär wie eh und je – bereitet sich innerlich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, als ein früherer Kollege auftaucht, um ihn von einem alten Fall zu berichten. Damals waren in einer Pension in Oosterby vier Menschen ums Leben gekommen, die nur eines gemeinsam hatten: die Mitgliedschaft in einem „Verein der Linkshänder“. Da das fünfte am Treffen teilnehmende Mitglied verschwunden war, wurde der Mann schnell als Täter identifiziert, aber niemals gefunden. Nun ist überraschend nach Jahren seine Leiche aufgetaucht, offensichtlich wurde er zur selben Zeit ermordet wie die anderen. Mit anderen Worten: Van Veeteren und seine Kollegen haben damals versagt, der Mörder ist weiter auf freiem Fuß. Bald danach wird eine weitere Männerleiche gefunden – mit den Ermittlungen hier betraut: ein gewisser Inspektor Barbarotti…

Wiederholung: Mittwoch um 10.00 Uhr

Foto Random House

Foto Random House

Wladimir Kaminer: „Liebeserklärungen“

Nichts bietet mehr Stoff für Komik, Dramen und Hochgefühl als die Liebe. Egal ob es um Teenager geht, die einen Rockstar anhimmeln, bis die Illusion an der Realität zerbricht. Oder ob das romantische Date daran scheitert, dass der Angebetete es dank einer Fußballübertragung verpasst. Aber natürlich gibt es auch Happy Ends, die ein Leben lang halten.

Von den zahllosen Facetten der Liebe weiß Wladimir Kaminer wunderbare Geschichten zu erzählen – mit viel Verständnis für die Schwächen des menschlichen Herzens. In seinem aktuellen Buch „Liebeserklärungen“ geht es Liebe in Zeiten des Internets, er berichtet von der schönen Elena, wendet sich an die schöne Unbekannte, stellt den perfekten Mann vor und bringt den Lesern Heiratsgewohnheiten verschiedener Völker nahe.

Mittwoch um 10.00 Uhr wiederholt.

Foto: Jasmin Strube

Foto: Jasmin Strube

2020 wird BÄRENSTARK!!!!

In unserer Lesezeit stellen wir Ihnen die Kinderbuch Autorin Mirjam Jasmin Strube aus Veltenhof vor.

Egal ob Du eine extra Portion Mut brauchst oder einfach nur erfahren möchtest, wie Du lästige Gedanken auf ganz einfache Art und Weise entsorgen kannst. Der süße Bärenjunge Flynn unterstützt Dich dabei!!!

Auf liebevolle Weise erzählt die Autorin Mirjam Jasmin Strube wie einfach es ist, seine Sorgen zu ENTsorgen..der Schlüssel??…natürlich die Sichtweise die wir Erwachsenen leider zu oft vergessen…der Blick durch die Augen unserer Kinder. Diese Sendung wird am Mittwoch um 10.00 Uhr wiederholt.

Hörbuch-Cover Liebes Kind © Verlag Hörbuch Hamburg

Hörbuch-Cover Liebes Kind © Verlag Hörbuch Hamburg

Romy Hausmann – „Liebes Kind“

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.

In ihrem emotional schockierenden und zugleich tief berührenden Thriller entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt.

Axel Uhde - Foto: Krimifestival

Axel Uhde – Foto: Krimifestival

Braunschweiger Krimifestival 2019 – Jazz & Crime

Jazz ist die Musik der Nacht,wild und zahm, mit der Durchschlagskraft einer 44er-Magnum oder der beruhigenden Wirkung eines doppelten Scotch. Viele Texte der Kriminalliteratur spielen mit genau den gleichen Extremen wie die Jazzmusik.

Moderator und Sänger Axel Uhde hattefür den Abend am 6. November ein Programm aus Texten großer Autoren und Werken nicht minder großer Komponisten zusammen gestellt und dazu ein Spitzenensemble für die Mitwirkung gewinnen können. Georg Renz verstand es, fesselnd zu lesen und die Figuren wie durch ein Blitzlicht in der Dunkelheit aufscheinen zu lassen.

„Die üblichen Verdächtigen“ mit Karle Bardowicks (sax), André Neygenfind (bass), Geza Gal (tp, p),Helge Preuß (git.) und Michael Brünig (dr) schafften dazu mit ihren Interpretationen von Titeln wie Harlem Nocturne, It’s only a Papermoon oder Rififi eine Stimmung, die den Hilde27-Backstage-Club in einen Ort der literarischen und musikalischen Hochspannung verwandelte.

05.04.2020 um 13:00 Uhr
13:00 — 14:00

pandora@okerwelle.de