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Pandora Spezial2019-03-19T14:16:59+00:00

Pandora Spezial

Kultur kompakt am Sonntag

Sonntag, 12.00 Uhr – Wdh. Montag, 10.00 Uhr

Im Gegensatz zum Kulturmagazin am Donnerstag, in dem die Themen doch vielfältiger sind und in kürzeren Beiträgen und Interviews präsentiert werden, nehmen wir uns hier die Zeit, ausschließlich ein Thema ausführlich zu behandeln.

In der Regel machen wir das mit Studiogästen, die ihr Projekt am besten selbst vorstellen und „erklären“ können – sei es aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik oder Film

Aber auch die Macher großer regionaler Festivals sind  im Studio zu Gast, ebenso“ wie die Organisatoren des „kleinen“ Kultur-Events „um die Ecke“.

THEMEN DER SENDUNG

André Previn - (Photo by Nicky J. Sims/Redferns

André Previn – (Photo by Nicky J. Sims/Redferns

Zum Gedenken an André Previn

André Previn, der am 28. Februar im Alter von nicht ganz 90 Jahren nach langer Krankheit in seiner New Yorker Wohnung gestorben ist, war der Einzige, der den kleinen, aber eben doch sehr tiefen Abgrund nachhaltig übersprungen hat, der zwischen der Klassik und der populären Musik klafft.

Am 6. April 1929 in Berlin unter dem bürgerlichen Namen Andreas Ludwig Priwin geboren, hatte André Previn einen ausgesprochen unruhigen Werdegang. Bereits als Neunjähriger floh er zusammen mit seiner jüdischen Familie vor den Nazis über Paris nach Los Angeles. Musikalisch sah er sich zeitlebens als Autodidakt.

Previn wurde mit vier Oscars, zehn Grammys und für sein Lebenswerk mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet.

Helmut Priedigkeit hat dem Multitalent im Rahmen der Reihe „Das Jazzlexikon“ eine Sendung gewidmet.

Anna Piechotta - Bild: Veranstalter

Anna Piechotta – Bild: Veranstalter

Das Satirefest der Brunsviga

Das Satirefest der Brunsviga ist auch in diesem Jahr wieder so umfangreich, dass Uwe Flake und Kurt Volland es in zwei Teilen vorstellen und damit sind wir bei der aktuellen Spezialausgabe unseres Kulturmagazins:

Beginnen wir beim 2. Teil mit Gernot Hassknecht (21. 03.), der meint „Jetzt wird’s persönlich“; vielleicht ist das der Grund dafür, dass diese Veranstaltung schon ausverkauft ist. Besser sieht es einen Tag später bei Matthias Brodowy (22. 03.) aus, der das Beste der vergangenen 30 Jahre in seinem Programm zeigt. Gleich am nächsten Tag (23. 03) geht’s weiter mit Anna Piechotta (Bild), der Sängerin mit dem Schneewittchengesicht, hinter dem sich aber ein zynischer Geist versteckt.

Dabei ist auch 2019 DESIMOs Spezial Club (26. 03.), dieses Mal mit vier Kölnern und einem Österreicher in einem klasse Programm. Zum Stammgast gehört Hartmut El Kurdi (29. 03.) mit einer satirischen Lesung, nicht ohne Plauderanteil und manchmal singt er sogar. Und schließlich tritt Anny Hartmann (30. 03.) schnörkellos und unangepasst auf unter dem Motto „NoLobby is perfect“.

Noch ein Hinweis auf zwei Veranstaltungen außerhalb des Satirefestes: Am 24. März stellt Stephan Sulke (Uschi, mach kein Quatsch) sein Album „Liebe ist nichts für Anfänger“ vor und Dj Olli ( 27. 03.) sorgt mit Cody Stone für einen magischen Abend, an dem es nicht nur viel zu staunen, sondern auch zu lachen gibt.

Norbert

Norbert „Bolle“ Bolz in der Bassgeige

In Gedenken an „Baßgeigen“-Wirt Norbert „Bolle“ Bolz

Der Mann, der dem Jazz in Braunschweig eine Kneipe gab – „Baßgeigen“-Wirt Norbert „Bolle“ Bolz ist tot.

Am 23. November 1977 fing alles an: Aus der Wittinger Pilsstube an der historischen Stelle Bäckerklint und Eulenspiegelbrunnen, die damals mehr eine von Handwerkern geprägte Eckkneipe war, wurde die Musikkneipe Baßgeige. Von Anfang an war klar, dass an diesem neuen Kneipenort auch Live-Musik gespielt werden sollte.

In der Sendereihe „in persona“ hatten wir am 25. 11. 2007 im Studiogespräch Bolle im Rahmen seines Doppeljubiläums (30 Jahre Bassgeige – 60. Geburtstag) vorgestellt. Diesen Beitrag wiederholen wir zur Erinnerung an einen gastfreundlichen Kneipier und einen Kenner der Jazzszene.

Foto: Rating

Foto: Rating

Brunsviga Satirefest 2019

Vom 8. März bis 5. April 2019 feiert die Brunsviga Satire; inzwischen ist es schon das 16. Fest mit bissiger Kost, serviert von bekannten Künstlerinnen und Künstlern des scharfen Wortes. Die ersten fünf von ihnen stellen wir im Gespräch mit Uwe Flake vor, aber keine Angst, die anderen werden Sie in einer weiteren Spezialausgabe kennen lernen.

Eröffnet wird das Satirefest vom Urgestein Arnulf Rating (Bild), dessen Programm „Tornado“ an die Anfänge erinnert, als die drei Tornados Kabarettgeschichte machten.

Horst Schroth ist nach 10 Jahren immer noch bemüht, Fragen von Frauen zu beantworten, sodass sie zu Männerverstehern werden und Heinz Strunk stellt in seinem neuen Erzählband „Das Teemännchen“ schräge Typen vor, die im schlechtesten Sinn immer die Alten geblieben sind.

Zurückschauen – wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise – die „Platzhirschin“ der deutschen Kleinkunstszene Nessi Tausendschön sowie HG. Butzko, der sich in seinem Kabarettsolo „Echt jetzt“ an der Frage entlang hangelt, was sich in den letzten 20 Jahren geändert hat, immer nach dem Motto: logisch statt ideologisch.

Gisa Flake

Gisa Flake

Gisa Flake – „Zensiert – Das wird man ja noch mal singen dürfen“

Auch 2019 stand Gisa Flake am 26. Januar in einer Neujahrsproduktion auf der Bühne der Brunsviga. Den 2. Teil ihres Auftritts senden wir nun in der Pandora Spezialausgabe, und auch wenn inzwischen rund vier Wochen vergangen sind, bleibt das Thema doch aktuell: Welchen Varianten der Zensur begegnen wir tagtäglich und was darf Satire?

Klar ist, wenn Gisa singt und kommentiert, nimmt sie kein Blatt vor den Mund – und wenn überhaupt, müsste es schon ein sehr großes sein.

Aber überzeugen Sie sich selbst in der Show „Zensiert – Das wird man ja noch mal singen dürfen“, begleitet von Thomas Bode am Klavier. (Foto Filmmakers Niklas Vogt)

Günther Wittrin, und die PTB-Bigband - Foto: Archiv Klaus Wogram

Günther Wittrin, und die PTB-Bigband – Foto: Archiv Klaus Wogram

Günther Wittrin, der Gründer der PTB-Bigband, wird 90

1988 gründete er das Orchester, im vergangenen Jahr wurde das 30jährige Jubiläum gefeiert, und immer noch ist er aktiver Leiter und Motor der Bigband.

Im Gespräch mit seinem langjährigen Freund und Weggefährten Klaus Wogram und im Rückblick auf seine in Buchform erschienene Biografie stellen wir den Jubilar vor und gratulieren ihm zum Geburtstag.

Eine ganz heiße Nummer - Foto: Komödie am Altstadtmarkt

Eine ganz heiße Nummer – Foto: Komödie am Altstadtmarkt

Komödie am Altstadtmarkt: Liebe in all ihren Spielarten

Dieses Motto könnte über der 2. Hälfte der Spielzeit 2018/2019 stehen. In der Komödie Nächstes Jahr – gleiche Zeit wird nämlich eine Zufallsbekanntschaft zur großen Liebe des Lebens. Da George und Doris mit ihren jeweiligen Partnern glücklich verheiratet sind, treffen sich die Beiden nur jährlich einmal am gleichen Wochenende, am selben Ort – und das 24 Jahre lang.

Um Telefonsex geht es in dem Schwank Eine ganz heiße Nummer (Bild). Drei Angestellte eines kleinen Lebensmittelladens versuchen die Schließung zu verhindern, in dem sie nach der Devise „Sex sells“ mit Liebesgeflüster per Telefon Geld machen.

In Florian Battermanns Komödie Der Muttersohn wird die eigentlich sehr glückliche Beziehung von Beate und Martin durch dessen starkem Hang zur Mutter gefährdet und in dem Theater- und Filmerfolg Charleys Tante verwandelt sich ein Gärtner in eine reiche Erbtante, damit die Heiratsanträge zweier junger Burschen den passenden finanziellen Hintergrund haben.

Und schließlich möchte ein verbitterter alter Kauz in Frühstück bei Monsieur Henri die dusselige Schwiegertochter loswerden, in dem er eine junge Frau dazu verleitet, mit seinem Sohn anzubändeln.

Gisa Flake: Zensiert - Foto: Flake

Gisa Flake: Zensiert – Foto: Flake

Brunsviga: Gisa Flake – „Zensiert“

In der Neujahrsproduktion der Brunsviga entrüstete sich Gisa Flake schon im Titel ihres Programms (Foto) darüber, dass die Grenzen des politischen Diskurses sich deutlich verschieben. Und so warf sie sich mit Vehemenz in das tobende Gemenge von verbotener Liebe, Lügenpresse und Volksverrätern.

Die Zuschauer feierten Gisas bestens recherchierten Gang durch die Geschichte der Meinungsbeeinflussung bis hin zu Verboten durch Diktatoren, Pressemonopolen oder soziale Medienanbieter. Anteil an diesem schwungvoll-satirischen Feuerwerk hatte auch Thomas Bodes Klavierbegleitung.

Wir stellen in zwei Teilen den Kabarettabend vor und können jetzt schon versichern, dass Gisa Flake kein Blatt vor den Mund nimmt – immer nach dem Motto: Das wird man ja nochmal singen dürfen!

24.03.2019 um 12:00 Uhr
12:00 — 13:00

pandora@okerwelle.de