Pandora Spezial

Kultur kompakt am Sonntag

Sonntag, 12.00 Uhr – Wdh. Montag, 10.00 Uhr

Im Gegensatz zum Kulturmagazin am Donnerstag, in dem die Themen doch vielfältiger sind und in kürzeren Beiträgen und Interviews präsentiert werden, nehmen wir uns hier die Zeit, ausschließlich ein Thema ausführlich zu behandeln.

In der Regel machen wir das mit Studiogästen, die ihr Projekt am besten selbst vorstellen und “erklären” können – sei es aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik oder Film

Aber auch die Macher großer regionaler Festivals sind  im Studio zu Gast, ebenso” wie die Organisatoren des “kleinen” Kultur-Events “um die Ecke”.

THEMEN DER SENDUNG

Ludwig van Beethoven: Portrait von Josef Karl Stieler

Beethovens größter Erfolg zu Lebzeiten

“1812. 13ten April” notierte Ludwig van Beethoven auf dem Autograph der 7. Sinfonie und bezeichnete damit wahrscheinlich den Tag der Vollendung der Niederschrift. Gearbeitet hatte er an der Sinfonie im Vorjahr und den Winter 1811/12 hindurch. Zunächst plante Beethoven, die Sinfonie in Graz in einem der Wohltätigkeitskonzerte uraufzuführen. Dieser Plan zerschlug sich jedoch. Die Uraufführung erfolgte schließlich ein Jahr später, am 8. Dezember 1813 in einem Wohltätigkeitskonzert im Saal der Wiener Universität unter Beethovens Leitung. Im gleichen Konzert wurde auch unter großer Begeisterung des Publikums die Schlachtensinfonie “Wellingtons Sieg” op. 91 uraufgeführt. Organisiert wurde das Konzert von Beethovens Zeitgenossen Johann Nepomuk Mälzel, dem Erfinder des Metronoms, der zahlreiche Größen des damaligen Musiklebens zur Mitwirkung gewinnen konnte – vor allem für die Schlagzeugpartien in “Wellingtons Sieg”. Darunter fanden sich so illustre Namen wie Johann Nepomuk Hummel, Giacomo Meyerbeer, Ignaz Moscheles, Antonio Salieri und Louis Spohr.

In die 7. Sinfonie führt der Orchesterdirektor des Staatsorchesters Braunschweig Martin Weller ein.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto: Florian Battermann und Ralf Morgenstern in Boeing Boeing

Die neue Spielzeit beginnt

Nachdem die Komödie am Altstadtmarkt bedingt durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie drei Monate lang Theater unter dem lauschigen Blätterdach des Gartenrestaurants „Heinrich” angeboten hat – im Übrigen sehr erfolgreich, ist nun das Motto „Wir legen wieder los!”, und zwar in den Theaterräumen an der Gördelingerstraße.

Drei Produktionen sind für die kommenden 5 Monate geplant und dazu gehören Klassiker wie „Boeing Boeing” (Foto)( 3. September – 20. November 2021) sowie als Weihnachtsinszenierung „Tratsch im Treppenhaus” (25. November – 2. Januar 2022).

Den beiden Kult-Komödien folgt dann das anrührende Stück „Altwerden ist nichts für Feiglinge” (6. Januar – 19. Februar 2022).

Da Theaterchef Florian Battermann selbst inszeniert und mehrfach mit auf der Bühne steht, ist er der ideale Gesprächspartner, um uns den Start der neuen Spielzeit der Komödie am Altstadtmarkt vorzustellen.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Jan-Peter Petersen (c) Pressefoto

Oktoberprogramm der Brunsviga

Das Oktoberprogramm der Brunsviga macht deutlich: Ausfälle und Verlegungen sind die Ausnahme und so steht – vielleicht als Trostpflaster – der Humor im Mittelpunkt. Beginnen wir mit Jan-Peter Petersen (Foto), dem Hamburger Jung, der mit einem Feuerwerk von Geistesblitzen unter dem Motto „Leben zwischen Fisch und Kopf” die Besucher begeistert (10. 10.).

Aus Berlin mit entsprechender Schnauze kommt der Vietnamese Tutty Tran, der eigentlich Thomas heißt und sich schon als Kind gegen diskriminierende Sprüche durchsetzen musste. Da gilt „Augen zu und durch” so der Titel seines allerersten Soloprogramms (14. 10.).

Etwas länger im Geschäft sind die „Alten Mädchen” Sabine Urig, Jutta Habicht und Anna Bolk. Mit messerscharfen Dialogen sowie mitreißenden Songs und Tanzeinlagen bearbeiten sie all das, was Frauen nicht zu denken und Männer nicht zu fragen wagen (15. 10.).

„Radikal witzig” – so das Programm – schafft es Amjad seine persönlichen Erfahrungen mit humoristischer Brillanz zu präsentieren (20. 10.).

Und schließlich ist Timo Wopp mit „Ultimo” auf Jubiläumstour, um nach 10 Jahren Kabarett in die vorerst letzte Schlacht humoristischer Daseinsberechtigung zu ziehen (21. 10.).

Vergessen dürfen wir nicht die Dia-/Filmshow „Von Cornwall nach Schottland per Fahrrad” (5. 10.) den souligen Auftritt von Friend’n Fellow mit Gitarre und Stimme (08. 10.) sowie die Lesung von Thorsten Nagelschmidt aus seinem neuen Buch „Arbeit” (19. 10.).

Vorstellen werden wir die Veranstaltungen der ersten drei Oktoberwochen im Gespräch mit Jörg Heckmann, dem Verantwortlichen für das Brunsviga-Programm.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Plakat (c) Literaturzentrum Braunschweig

Georg Oswald Cott

Georg Oswald Cotts literarisches Schaffen umfasst vorwiegend Gedichte, Erzählungen und Essays. In seinen eingängig formulierten Kurzgedichten thematisiert er die Existenz des Menschen, seine Beziehung zu den Mitmenschen, aber auch zur Natur in ihrer Vielfalt. Als Braunschweiger hat Cott überdies in seinem Gedichtzyklus „Marienborn. Westostelbische Gedichte” die deutsche Teilung verarbeitet und ihn als subjektiven Beitrag zur poetischen Geschichtsschreibung betrachtet.

Die Nähe zu seinem Publikum hat Georg Oswald Cott übrigens in origineller Weise gesucht: Über dreißig Jahre bot er, zum Beispiel während der Frankfurter Buchmesse, vorbeieilenden Besucherinnen und Besuchern gegen ein erbetenes Lächeln handgeschriebene, mit Schleifen aus bunten Wollfäden eingerollte Gedichte an.

Das Raabe-Haus:Literaturzentrum möchte in einer Aktion anlässlich des 90. Geburtstag des Dichters an sein Werk erinnern: Dazu haben die Schauspielerin Nele van Ooyen und der Schauspieler Götz van Ooyen einige seiner Gedichte sowie eine Laudatio zu seinem literarischen Werk eingelesen. Auch eine Plakatserie mit ausgewählten Kurzgedichten Georg Oswald Cotts wird im öffentlichen Raum präsentiert.

Wir haben den Poeten vor einigen Jahren besucht und das Gespräch mit ihm in einer Pandora Spezialausgabe wiedergegeben.

Ein weiteres Stück Erinnerung an den Mann, der in verknappter Form so viel Lebensweisheit des Alltags vermitteln kann. Dazu gehört sein gerade erschienener Gedichtband „ Das Gleichgewicht halten”.

Moderation: Kurt Volland
Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto (c) Andreas Jäger

Poesie am Portikus

Wenn die Sonne hinter den Baumwipfeln im Braunschweiger Bürgerpark verschwand, dann verwandelte sich der kleine Platz am Portikus im August zu einem Ort, an dem das gesprochene Wort den Abend und die Nacht einleitete. Der Schauspieler Andreas Jäger (Foto) rezitierte dann poetische Texte von Shakespeare, über Schiller und Goethe bis hin zu zeitgenössischen Autoren.
Untermalt wurde die abendliche Stimmung durch jeweils wechselnde Gastmusiker. Mit von der Partie sind Markus Schultze, Josef Ziga, Alexander Hartmann, Meike Koester, Till Seifert, Alexander Dorenberg, Felix Hansch und Kroner.

Im Rückblick schwärmt der Rezitator: „Es waren zehn wundervolle Abende am Portikus, mit Musik, Texten aus 5000 Jahren und wundervollem Publikum…
​Und jetzt laufen die Planungen für eine Wiederholung im nächsten Jahr, und bis dahin: möge die Poesie mit euch sein!”

Soweit Andreas Jäger – wir aber werden ihn im Rückblick noch einmal zu Wort kommen lassen: So können alle, die dabei gewesen sind, diesen herrlichen Abend in der Erinnerung genießen und wer „Poesie am Portikus” verpasst hat, schließe die Augen und versetze sich in spätsommerliche Stimmung unter dem Blätterdach des Bürgerparks.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Plakat (c) Veranstalter

Heiße Kartoffeln – scharf und lecker

Sieben Kulturvereine im Landkreis Gifhorn präsentieren zum 18-. Mal das erfolgreiche Projekt “Kabarett-Tage im Landkreis Gifhorn” unter dem inzwischen bekannten Motto „Heiße Kartoffeln”. Sie sind komisch, klug und kurzweilig. Frisch und zeitgemäß nehmen die Kabarettistinnen und Kabarettisten die Politik scharfsichtig unter die Lupe und kritisieren spitzzüngig die Gesellschaft im Kleinen wie im Großen. Sie treffen immer den Nerv des Publikums.

Die erfolgreiche Kooperation der Kulturvereine und regionaler Unternehmen ermöglicht es, hochkarätige Kleinkunst abseits der Metropolen auf den Kleinkunstbühnen im ländlichen Raum zu präsentieren.

Das Publikum schätzt die Vielfalt, die verschiedenen Facetten des Kabaretts, die bei den Veranstaltungen im gesamten Landkreis Gifhorn geboten werden. Die Kabarettfans genießen alljährlich die gelungene Verbindung zwischen Satire einerseits und den kulinarischen Köstlichkeiten andererseits, die sich aus Kartoffeln zaubern lassen. Kartoffeln sind die beliebteste Beilage der Niedersachsen. Bei den Kabarett-Tagen im Landkreis Gifhorn stehen sie somit zweimal im Zentrum der Aufmerksamkeit: Die „Heißen Kartoffeln” machen Appetit auf eine große Portion Kleinkunst.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto: Rhythm and Pipes meet friends

Start auf der Bühne der Brunsviga

Mit einer fröhlichen Feier beim Hoffest wurde der Veranstaltungsreigen der Brunsviga eröffnet.

Und so erwartet uns ab September ein buntes Programm mit Musik und Kabarett, aber auch eine Filmpräsentation im Rahmen von „Asien in Braunschweig” führt in Länder wie Japan (19. 09.) und Indien (20. 09.).
Gestartet wird mit dem GTD Comedy Slam (04. 09.). Patrick Salmens schelmische Lesung aus seinem Buch „Ekstase” (05. 09.) fällt leider aus, wir haben aber ein Trostpflaster für Sie.

Am 12. September gibt der Kölner Kabarettist Robert Griess unter dem Titel „Apocalypso, Baby!” Kommentare zu allem, was sonst schlechte Laune macht: Klimawandel, Digitalisierung und Mietexplosion (12. 09.).

Der Rest des Monats gehört dann neben den Asien-Filmen der Musik: Das sind B.B & The Blues Shacks (16. 09.), Vocal Recall, die A-capella-Show mit Klavier (17. 09.) und als weiterer abschließender Höhepunkt des Monats trifft das Duo Rhythm and Pipes auf Freunde (Foto). Und so erleben wir am 26. 09. auf der Bühne der Brunsviga Katrin Heidenreich sowie Jenny Spruta gemeinsam mit Géza Gál und André Neygenfind.

Moderation: Jörg Heckmann und Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Franz Hegi – Beethoven komponiert die Pastorale

Die Pastorale – Bilder als Klangerlebnis

Der Legende nach schrieb Ludwig van Beethoven seine berühmte sechste Sinfonie, genannt Pastorale, am Bachufer zwischen zwei Wiener Vororten, während er dort das bunte Treiben der Wachteln, Nachtigallen und Kuckucke beobachtete. Dass Beethoven die Rufe eben jener Vogelarten in der Komposition verewigte, mag den eindeutigen Beweis für die Erzählung liefern, an deren Wahrheitsgehalt jedoch wenig dran sein dürfte. Belegt ist hingegen, dass der Komponist ausgedehnte Spaziergänge in die Natur unternahm, unter deren Eindrücken er seine sechste Sinfonie schrieb.

Entstanden ist die Pastorale in den Jahren 1807 bis 1808, nahezu zeitgleich mit der fünften Sinfonie des Komponisten.

Alle fünf Sätze fügen sich im Gesamtzusammenhang zu einem einheitlichen Bild, von dem Beethoven selbst behauptete, es habe „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei”. Den ersten Satz überschrieb er mit „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande”, der zweite Satz stellt eine „Szene am Bach” dar. Die ineinander übergehenden Sätze drei, vier und fünf vertonen „Lustiges Zusammensein der Landleute”, „Gewitter und Sturm” sowie „Hirtengesänge – Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm”.

Vorgestellt wird uns Beethovens Sinfonie von dem Orchesterdirektor des Staatstheaters Braunschweig Martin Weller.

Wiederholung: Montag 10 Uhr

17.10.2021 um 12:00 Uhr
12:00 — 13:00

pandora@okerwelle.de