Pandora Spezial

Kultur kompakt am Sonntag

Sonntag, 12.00 Uhr – Wdh. Montag, 10.00 Uhr

Im Gegensatz zum Kulturmagazin am Donnerstag, in dem die Themen doch vielfältiger sind und in kürzeren Beiträgen und Interviews präsentiert werden, nehmen wir uns hier die Zeit, ausschließlich ein Thema ausführlich zu behandeln.

In der Regel machen wir das mit Studiogästen, die ihr Projekt am besten selbst vorstellen und “erklären” können – sei es aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik oder Film

Aber auch die Macher großer regionaler Festivals sind  im Studio zu Gast, ebenso” wie die Organisatoren des “kleinen” Kultur-Events “um die Ecke”.

THEMEN DER SENDUNG

Gustav Mahler

Gustav Mahler begann im Juli 1910, kurz nach Vollendung (Reinschrift) seiner neunten, an einer zehnten Sinfonie zu arbeiten, die fünf Sätze umfassen und in der Fis-Dur Tonart geschrieben sein sollte. Mahler konnte die Partitur nicht vollenden – er stellte die Arbeit bereits im September 1910 wieder ein und konnte sie dann wegen der Arbeitsbelastung und seiner angegriffenen Gesundheit bis zu seinem Tod 1911 nicht wieder aufnehmen. Jedoch wurden zunächst der erste Satz, ein Adagio, und der dritte, genannt Purgatorio, von Ernst Krenek nach den Entwürfen in eine aufführungsreife Form gebracht und am 12. Oktober 1924 von Franz Schalk an der Wiener Staatsoper uraufgeführt. Die Partitur dieser beiden Sätze wurde 1951 veröffentlicht. Ein Faksimile, herausgegeben von Alma Mahler, erschien bereits 1924.

Keiner der fünf Sätze der 10. Sinfonie hat das Stadium der Partitur-Reinschrift erlangt. Lediglich der erste und zweite Satz sowie 30 Takte des dritten Satzes existieren als Partiturentwurf. Doch nur der Entwurf des ersten Satzes (Adagio) ist so weit instrumentiert, dass er ohne weitere Zusätze von fremder Hand gespielt werden kann.
Der erste Satz wurde als einziger in die Kritische Gesamtausgabe der Werke Gustav Mahlers aufgenommen und ist mittlerweile fester Bestandteil des Konzertrepertoires.

Wir wiederholen eine Klassik-Spätschicht-Ausgabe von Helmut Priedigkeit, in der Orchesterdirektor Martin Weller den ersten Satz der Sinfonie vorstellt.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Volker Lechtenbrink – unvergessen

Der Schauspieler, Sprecher und Sänger Volker Lechtenbrink ist im Alter von 77 Jahren am 22. November 2021 gestorben.
Seinen Durchbruch als Darsteller feierte er mit 14 Jahren im Antikriegsfilm “Die Brücke”. Bekannt wurde der Schauspieler zudem durch Rollen in TV-Serien wie “Tatort”, “Ein Fall für Zwei” und “Der Alte”. Auch spielte er immer wieder Rollen in Verfilmungen von Romanen der Autorinnen Rosamunde Pilcher und Inga Lindström.
Seine Stimme verhalf ihm ebenfalls zu Ruhm. Mit seiner markanten Stimme war er unter anderem Sprecher für Hörbücher und die deutsche Synchronstimme für die US-amerikanischen Schauspieler Kris Kristofferson und Burt Reynolds. Zudem wirkte Lechtenbrink bundesweit an vielen Theaterproduktionen mit – unter anderem in Berlin, Köln und Hamburg.
Wir möchten gern an diesen besonderen Künstler erinnern: So hat Dorothea Rieck mit Volker Lechtenbrink gesprochen im Rahmen seines Auftritts als Regisseur und Ensemblemitglied des Stücks „Was ihr wollt“ im Lessingtheater Wolfenbüttel.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg

Kultur im Rückblick

Die Mitglieder der Kulturredaktion haben besondere Ereignisse aus dem Kulturleben des Jahres 2021 ausgewählt, die für sie auch ein ganz persönliches Erlebnis bedeuteten. Dazu gehören der Auftritt des Meisters der Frieslandkrimis Klaus-Peter Wolf im Rahmen des Krimifestivals, sowie der mehrfach ausgezeichnete Film „Ich bin dein Mensch“, der für Deutschland als Bewerber ins Oscar-Rennen geht. Das Kunstmuseum Wolfsburg präsentierte in der umfassenden Themenausstellung rund um das Orale die Schau „In aller Munde“ (Bild) und das Braunschweigische Landesmuseum hat das Vieweghaus offiziell an das Staatliche Baumanagement Braunschweig übergeben. Mit diesem Schritt können nun umfassende Bauarbeiten an dem kulturhistorisch wertvollen Gebäude beginnen.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto (c) Naturhistorisches Museum BS

Kultureller Rückblick auf 2021

Die Mitglieder der Kulturredaktion haben besondere Ereignisse aus dem Kulturleben des Jahres 2021 ausgewählt, die für sie auch ein ganz persönliches Erlebnis bedeuteten. Dazu gehören ein Interview mit dem Regisseur Andreas Kleinert und dem Drehbuchautor Thomas Wendrich anlässlich ihres Filmes „Lieber Thomas“ sowie eine Jubiläumsfeier: Seit 30 Jahren gastieren Künstler/innen ganz unterschiedlicher Art auf der Kleinkunstbühne „theatr dach“ in Meerdorf. Dahinter steht Theaterdirektor Ali Schultze und sein rühriger Verein.

Grund zur zweifachen Freude hatte 2021 das Braunschweiger LOT-Theater, und zwar konnte es in eine neue Spielstätte einziehen und war mit einem Bundespreis für sein künstlerisches Programm ausgezeichnet worden.
Im Naturhistorischen Museum wird seit September 2021 in einer Ausstellung unter dem Titel „Schreckliche Echsen ganz klein“ Dinosaurier-Eier, ihre Schlüpflinge und die Entwicklung der Jungtiere gezeigt (Bild).

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Ein Lied erobert die Welt

Ludwig van Beethovens neun Sinfonien wurden 2021 in Helmut Priedigkeits Ausgabe „Klassik-Spätschicht“ auf Radio Okerwelle vorgestellt, und zwar als Trost für die – bedingt durch Corona – ausgefallene Ehrung des großen Komponisten zum 250. Geburtstag im vergangenen Jahr. Wir haben diese Sendereihe wiederholt und freuen uns nun die neunte Sinfonie in zwei Teilen in der Pandora Spezialausgabe zu präsentieren.

Die Sinfonie in d-Moll op. 125, uraufgeführt 1824, ist die letzte vollendete Sinfonie des Komponisten Ludwig van Beethoven. Im Finalsatz der Sinfonie werden zusätzlich zum Orchester auch Gesangssolisten und ein gemischter Chor eingesetzt. Als Text wählte Beethoven das Gedicht „An die Freude“ von Friedrich Schiller. Als erste sogenannte Sinfoniekantate stellt das Werk eine Zäsur in der Musikgeschichte dar und beeinflusste folgende Generationen von Komponisten.

Sie hören – kompetent erläutert vom Orchesterdirektor Martin Weller – die beiden letzten Sätze der neunten Sinfonie, gespielt vom Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Carl Melles in der Saison 1994/95.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

(c) Foto: Lisa Hübotter

In der Brunsviga hat’s geknallt

Am 3. Advent begeisterte das Kabarett-Duo Wiebke Eymess und Fridolin Müller unter dem Künstlernamen „ Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie!“ die Besucher der Brunsviga mit ihrem aktuellen Programm „Gleich knallt’s!“. Für alle, die unter den momentan eingeschränkten Bedingungen keine Karten mehr erwischt haben, präsentieren wir in Ausschnitten Höhepunkte von diesem unterhaltsamen Abend.

Dem real-fiktiven Liebespaar gelingt der schwierige Spagat zwischen Comedy, Kabarett und Kleinkunst mit außergewöhnlichem Sprachwitz, hoher Musikalität und tänzerischen Qualitäten.

Während die Zivilisation eine Endzeitmelodie aus dem letzten Loch pfeift, basteln die Zwei von der Fensterbank in ihrem Programm an einem finalen Feuerwerk, das nur aus Zündschnüren besteht. Und wie das witzige Duo zu seinem sonderbaren Namen gekommen ist und welchen Anteil daran Wiebkes hundertjährige Großmutter hat, erfahren Sie am 4. Advent in unserer Spezialausgabe.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Duo Extrabreit – Foto: Veranstalter

Die Kunst lebt!

Dieses Prinzip wird tagtäglich beim Besuch von Theatern, Museen und anderen Institutionen, die Kunst produzieren und vermitteln, deutlich. Und manchmal verrät der Name schon diesen Leitsatz: Gemeint sind Thorsten Stelzners Galerien „Vita-Mine“ (Braunschweig) und „Vita-Villa“ (Wolfenbüttel). Neben Ausstellungen mit Werken von vorwiegend regionalen Kunstschaffenden, gibt es auch Konzerte und Lesungen. Oft kommt dabei der Chef der Kunsträume auch selbst zum Einsatz, aber auch Freunde wie Geza Gal als musikalischer Partner oder Gäste aus Hagen wie das Extrabreit-Duo Stefan Kleinkrieg und Rolf Möller (Bild). Wir schauen gemeinsam mit Thorsten Stelzner zurück auf ein erlebnisreiches Jahr 2021.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Ode an die Freude

Ludwig van Beethovens neun Sinfonien wurden 2021 in Helmut Priedigkeits Ausgabe „Klassik-Spätschicht“ auf Radio Okerwelle vorgestellt, und zwar als Trost für die – bedingt durch Corona – ausgefallene Ehrung des großen Komponisten zum 250. Geburtstag im vergangenen Jahr. Wir haben diese Sendereihe wiederholt und freuen uns nun die neunte Sinfonie in zwei Teilen in der Pandora Spezialausgabe zu präsentieren.

Diese Sinfonie gilt als Gipfelwerk der stürmischen, zumeist politisch inspirierten „ungeraden“ Symphonien, die vor allem durch Finalsätze mitzureißen wissen. Beethoven schrieb die Symphonie im Auftrag der Philharmonic Society in London, und es ist bezeichnend, dass er das Regierungssystem der konstitutionellen Monarchie in England bewunderte.

Sie hören – kompetent erläutert vom Orchesterdirektor Martin Weller – die ersten beiden Sätze der neunten Sinfonie, gespielt vom Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Carl Melles in der Saison 1994/95.

Moderation: Kurt Volland – Wiederholung: Montag 10 Uhr

23.01.2022 um 12:00 Uhr
12:00 — 13:00

pandora@okerwelle.de