Pandora Spezial

Kultur kompakt am Sonntag

Sonntag, 12.00 Uhr – Wdh. Montag, 10.00 Uhr

Im Gegensatz zum Kulturmagazin am Donnerstag, in dem die Themen doch vielfältiger sind und in kürzeren Beiträgen und Interviews präsentiert werden, nehmen wir uns hier die Zeit, ausschließlich ein Thema ausführlich zu behandeln.

In der Regel machen wir das mit Studiogästen, die ihr Projekt am besten selbst vorstellen und “erklären” können – sei es aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik oder Film

Aber auch die Macher großer regionaler Festivals sind  im Studio zu Gast, ebenso” wie die Organisatoren des “kleinen” Kultur-Events “um die Ecke”.

THEMEN DER SENDUNG

Premiere Rusalka – Foto (c) Staatstheater Braunschweig

Der Opernführer: Rusalka

Rusalka ist die erfolgreichste Oper von Antonín Dvořák. Sie entstand im Jahr 1900 nach einem Libretto von Jaroslav Kvapil und wurde am 31. März 1901 am Prager Nationaltheater unter der Leitung von Karel Kovařovic uraufgeführt. Das Libretto geht auf slawische Volksmythen über die rusalky (Wassergeister, Nixen) zurück.

Die Nixe Rusalka hat nur einen einzigen Wunsch: Sie sehnt sich danach, ihre Wasserheimat zu verlassen, als Mensch unter der warmen Sonne zu leben und die Liebe kennenzulernen. Für den Prinzen, von dem sie träumt, ist sie bereit, alles hinter sich zu lassen. Rusalka ignoriert die Warnungen des Wassermanns und lässt sich von der Hexe Ježibaba in Menschengestalt verwandeln, um ihrem Liebsten zu begegnen – wissend, dass sie einen hohen Preis dafür zahlen muss. Für einen herrlichen Moment schwebt Rusalka im seligen Liebestaumel mit ihrem Prinzen, doch das Glück währt nicht lang …

Anlass dafür ist eine Opern-Online-Premiere des Staatstheaters Braunschweig: Dvořáks „Rusalka” ist ab dem 5. März für vier Wochen auf der Digitalen Bühne zu erleben.

Moderation: Helmut Priedigkeit – Wiederholung: Montag 10 Uhr

Cover (c) Berenberg Verlag

Christine Wunnicke: “Die Dame mit der bemalten Hand”

Der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von der Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk, ging 2020 an Christine Wunnicke für ihren Roman „Die Dame mit der bemalten Hand” (Berenberg Verlag, 2020). In der Begründung der Jury heißt es: Der Roman handelt von dem tragikomisch scheiternden Versuch, die Welt zu vermessen. Die Preisverleihung konnte coronabedingt nicht vor Ort im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig stattfinden, sondern wurde im Rahmen einer Radiosendung im Programm von Deutschlandfunk am Samstag, den 28. November 2020 ausgestrahlt. Auszüge daraus hatten wir in einer Spezialausgabe am 7. Februar vorgestellt. Nun werden wir auf den Romaninhalt ausführlicher eingehen mit einer Lesung des 3. Kapitels durch den Schauspieler Werner Eng sowie einer sich anschließenden Diskussionsrunde.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto: Erich Kästner

Erich Kästner zum Geburtstag

Am 23. Februar 1899 wurde der große deutsche Dichter und Schriftsteller geboren und bei seinem Namen fallen uns sofort weltberühmte Kinderbücher wie „Emil und die Detektive”, „Pünktchen und Anton”, „Das doppelte Lottchen” oder „Das fliegende Klassenzimmer” ein. Bekannt in der Literaturszene wurde Kästner aber auch durch die Gedichtbände „Herz auf Taille”(1928) oder „Lärm im Spiegel”(1929). Hinzukamen zeitkritische, politisch-satirische Gedichte und Texte für das Kabarett. Eine Auswahl daraus hat das Braunschweiger Duo Fechtel/Selker an Kästners Geburtstag 2003 im Studio von Radio Okerwelle serviert. Wir laden Sie ein zu einer Geburtstagsfeier mit Gesang und Gedichten im Rahmen unserer Pandora Spezialausgabe.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto: Karneval in der Löwenstadt

Karneval im Rückblick

Angesichts der Pandemie verlegen die Braunschweiger Karnevalisten ihren Saisonhöhepunkt ins Internet. Ein Kurzfilm eines Miniatur-Umzugs mit Motivwagen aus Styropor soll die Corona-Variante des “Schoduvel” 2021 sein. In normalen Jahren zieht der “Schoduvel” – niederdeutsch für “Scheuch den Teufel!” – oft über 200 000 Zuschauer auf die Straßen und gilt daher als größter Straßenkarneval Norddeutschlands.

Nun fällt er in diesem Jahr aus, aber wir haben ein Trostpflaster für Sie: Wir werden in einer Spezialausgabe dabei sein, wenn auch um fast zwei Jahrzehnte versetzt. Berichtet hatten wir am 08. Februar 2002 direkt aus dem Studio – damals noch an der Leopoldstraße – sowie von einem Okerwellen-Team, das live beim Umzug vor Ort war. Im Mittelpunkt der Sendung stand unser Till Eulenspiegel. Um das Jahr 1300 wurde er im Braunschweiger Land geboren, der Schalksnarr, der heute als Symbolfigur der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft aus der Bütt glossiert. Außerdem wird in seinem Namen der Till Ehrenorden verliehen an namhafte Vertreter von Bühne, Film und Fernsehen, die dem närrischen Brauchtum zugetan sind.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Christine Wunnicke (c) privat

Christine Wunnicke (c) privat

Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2020

Der mit 30.000 Euro dotierte Preis, gestiftet von der Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk, ging 2020 an Christine Wunnicke (Foto) für ihren Roman „Die Dame mit der bemalten Hand” (Berenberg Verlag, 2020).

Seit Jahrzehnten bewegt sich Christine Wunnicke in ihren Büchern zwischen gelehrter Groteske, historischem Roman und Wissenschaftssatire. Ihre Figuren befinden sich in einem unbestimmten Zustand von Wahn und Wissen. Schon lange ist sie bei der Kritik ein Geheimtipp.

Dieses Jahr konnte die Preisverleihung Corona bedingt nicht vor Ort im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig stattfinden, sondern wurde im Rahmen einer Radiosendung im Programm von Deutschlandfunk am Samstag, den 28. November 2020 ausgestrahlt.

Wir berichten im Rückblick von der Preisverleihung.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto: Axel Uhde

Axel Uhde im Ruhestand?

Wie doch die Zeit vergeht! Zu Beginn des Jahres 2005 war Axel Uhde als neuer Geschäftsführer unseres Senders bei „In-Persona” Gast im Studio – damals im Übrigen noch im Haus am Rebenring, und nun geht er nach seinem Übergang zur Brunsviga von dort in den Ruhestand. Naja, schwer vorzustellen, dass dieser leidenschaftliche Musiker sich zu Hause auf dem Sofa der Ruhe hingibt. Aber hören wir doch einmal: Zum einen im Rückblick locker geplaudert ein Stück Biografisches bei seinem Studiobesuch und vielleicht verrät er uns ja, was er für die nächsten Jahre, ach Jahrzehnte plant.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto (c) Sven Nagel

Was macht eigentlich – Sven Nagel?

Mit 9 Jahren parodiert er Hallervorden in der Grundschule, mit 12 produziert er eigene Super 8 Filme, als Teenager will er die Welt retten und wird Ökologe und kaum ist er Twen und geläutert, gründet er das Kabarettduo „Handwerker“” und studiert Kulturpädagogik. Sein Motto: Das Leben nicht persönlich nehmen. Er erzählt vom lieben Gott, der weiß, dass er nicht an ihn glaubt. Er plaudert über sein Schulpraktikum beim dänischen Pornofilm. Und da, wo andere milde lächeln, weil das Köpfchen ein wenig pocht, ist Nagel sich ziemlich sicher, die schwerste Form eines Gehirntumors zu haben.

In Braunschweig waren die Fans begeistert, gleich wo er auftrat, auch gern in seinem sehr lokalen Auftrittsort an der Fasanenstraße.

Von alldem erzählte er uns bei einem Besuch im Studio am 30. 11. 2008 anlässlich seines Auftritts in der Brunsviga. Und da es nur noch wenigen Wochen bis zum Weihnachtsfest waren, hatte er auch Geschenke mitgebracht. Meines trage ich im Übrigen immer noch.

Und was macht Sven Nagel nun eigentlich heute – lassen Sie sich überraschen…

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

Foto (c) Jörg Steinmetz

Satirisches zum Jahreswechsel

Zugegeben, das Jahr 2021 ist nicht mehr ganz neu, aber ein Rückblick auf 2020 zeigt, dass es Probleme gibt, die zeitlos sind: Trump gehört hoffentlich nicht dazu, auch wenn die Satire ihm viel Raum in ihren Anmerkungen zum neuen Jahr einräumt. So vermutet Wolfgang Trepper, dass der amerikanische Noch-Präsident, der nach eigenen Aussagen deutsches Blut in den Adern hat, seine politische Karriere bei uns fortsetzen wird.

Im Mittelpunkt steht aber ohne Zweifel die Corona-Seuche, und zwar in doppelter Sichtweise. Zum einen prangert Kabarett und Satire das Verhalten der politischen Verantwortlichen an sowie den Einsatz von Querdenkern und unverantwortlichen Feiersüchtigen zu Weihnachten und Silvester, aber sie betrachten auch die eigene Situation ironisch, wenn die Beschränkung sie ins Homeoffice schickt oder sie vor Pappkameraden Stimmung verbreiten sollen.

Erstaunlich ist, wie viele Musiker ihre Texte den aktuellen Gegebenheiten anpassen:

Matze Knop parodiert Matthias Reims bekannten Song zu „Verdammt ich impf’ mich…”, die Ärzte (Foto) singen „Ein Lied für Jetzt” und die Gruppe Erste Allgemeine Verunsicherung witzelt „Küss die Hand, Pandemie”.

Dieter Hallervorden ist dabei, Mike Krüger, Max Raabe…

Pandemie in der Parodie und manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Moderation: Kurt Volland

Wiederholung: Montag 10 Uhr

07.03.2021 um 12:00 Uhr
12:00 — 13:00

pandora@okerwelle.de