Pandora

Das Kulturmagazin

Donnerstags, 19.00 Uhr

Das Kulturmagazin beleuchtet die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Natürlich informieren wir Sie über Höhepunkte wie Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen oder Gastspiele – wichtig ist uns aber auch, darüber zu berichten, was Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachen Kultur so alles auf die Beine stellen.

Darüber hinaus möchten wir „jungen“ Künstlern, Autoren und Musikern die Gelegenheit geben, sich mit uns live im Studio über ihre kreative Tätigkeit zu unterhalten und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Beiträge des Kulturmagazins Pandora können Sie hier unter dem Sendetermin auch nachhören – gute Unterhaltung!

THEMEN DER SENDUNG

Filmplakat (c) Filmwelt

Filmtipp: Niemand ist bei den Kälbern

Christin lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan. Sie begleitet ihren Freund im Traktor über die Felder, es ist heiß, Christin ist genervt, Jan wortkarg wie immer. In ihrer Beziehung gibt es schon lange keine Liebe mehr. Dem Geruch der Tiere, den Schwielen an den Händen und den dreckigen Gummistiefeln kann sie nichts abgewinnen. Den Kirsch hat Christin immer griffbereit unterm Autositz, sonst könnte sie ihr Leben nicht mehr ertragen. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen. Christin träumt von der Großstadt und einem Job im Büro, doch wie ohne Ausbildung? Da taucht Windkraftingenieur Klaus aus Hamburg auf, und die Welt beginnt sich wieder zu drehen.

Der Film Niemand ist bei den Kälbern läuft ab 20. Januar im Universum.


Poster (c) Veranstalter

Altwerden ist nichts für Feiglinge

Der achtzigjährige Witwer Hugo Dubois lebt mitten in Paris. Nach dem Tod seiner Frau hat er vor ein paar Jahren noch einmal unverhofft das Glück gefunden. Sylvie Caron heißt die späte Liebe, mit der er unerlaubt in der Wohnung seines Stiefsohns Pascal lebt, der weitab in Nizza arbeitet. Weil der junge Mann seinen Job verloren hat, kehrt er nach Paris zurück, und will erst mal übergangsweise bei Hugo einziehen. Was soll nun mit Sylvie passieren? Ganz einfach, sie wird kurzerhand als Hugos Haushaltshilfe vorgestellt… aber kann das auf Dauer gut gehen?

Anrührend Humorvolles wechselt mit derb-komischen Einlagen. Eine Komödie, bei der die Älteren lächelnd mit dem Kopf nicken und die Jüngeren sich amüsieren und so kommen alle Generationen auf ihre Kosten.


Foto (c) Staatstheater

Biedermann und die Brandstifter

Erzählt wird vom Fabrikanten Biedermann und seiner Frau, in deren Stadt Brandstifter ihr Unwesen treiben, Häuser okkupieren und dann anzünden. Auch Biedermann erhält eines Tages Besuch von einem Fremden, zu dem sich bald noch ein zweiter gesellt. Sie nisten sich ein und verfolgen lustvoll einen Plan, der die Anschaffung von Petroleumfässern und Zündschnüren vorsieht. Und sie tun dies direkt vor den Augen Biedermanns, der die Bedrohung einfach nicht wahrhaben will.

In Markus Heinzelmanns Inszenierung wird das groteskeSpiel durch eine Live-Kamera wie unter ein Brennglas gerückt. Dazwischen agiert ein Chor, der mit der Frage ringt, was die Welt eigentlich braucht, damit sie eine Zukunft hat? Die Premiere ist am 5. Februar im Staatstheater Braunschweig.


Foto (c) Piper Verlag

Buchtipp: Chris Withaker „Von hier bis zum Anfang“

Cape Haven, Kalifornien. Eine beschauliche Kleinstadt vor dem Panorama atemberaubender Küstenfelsen. In diesem vermeintlichen Idyll muss die 13-jährige Duchess nicht nur ihren kleinen Bruder fast alleine großziehen, sondern sich auch um ihre depressive Mutter Star kümmern, die die Ermordung ihrer Schwester vor 30 Jahren nie verwinden konnte. Als deren angeblicher Mörder aus der Haft entlassen wird, droht das fragile Familiengefüge, das Duchess mühsam zusammenhält, auseinanderzubrechen. Denn der Atem der Vergangenheit reicht bis in das Heute und wird das starke Mädchen nicht mehr loslassen …


Moderation: Sylvia Scholz

Filmplakat (c) DCM Filmverleih

Filmtipp: Spencer

In der Ehe zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Wales herrscht seit langem Eiszeit. Trotz der wilden Gerüchte über Affären und eine Scheidung wird für die Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Sandringham ein Frieden verhängt. Es wird gegessen und getrunken, geschossen und gejagt.
Doch dieses Jahr wird das Fest eine ganz andere Wendung nehmen.
Gedreht wurde „Spencer“ mit deutscher Filmförderung anderem in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.
Trotz aller Beklemmung gelingt Regisseur Pablo Larrain ein geradezu märchenhaft leichtes Finale zu den Klängen des 80er-Hits „All I Need Is A Miracle“.
Zu sehen ist „Spencer“ ab 13. Januar im Universum


Ausstellungsbooklet (c) Veranstalter

HANK SCHMIDT IN DER BEEK „Die Fürst Pückler-Bluse“

Der Künstler Hank Schmidt in der Beek arbeitet sich an der Kunst- und vor allem Malereigeschichte der Moderne ab. In umfangreichen Werk-Serien aus Malereien oder Collagen zitiert er bekannte Motive, kombiniert sie frei und kreiert gänzlich neue Zusammenhänge. Als Beispiel sei hier die titelgebende „Fürst Pückler-Bluse“ genannt. Sie geht zurück auf das Matisse Bild „Der Traum“ und strahlt nun erdbeer-, vanille- und schokofarben im Kunstverein.
Der kühne Umgang des Künstlers mit jenen Werken, von denen man sagen könnte, sie hätten einen berühmten Teil moderner Kunstgeschichte geschrieben, hat Leichtigkeit und Witz, sowie eine gehörige Portion (Selbst-) Ironie, was sich besonders in seinen Collagen zeigt.
Doch geht das Schaffen von Hank Schmidt in der Beek weit über die Beschäftigung mit der Malerei hinaus: Als Dichter, Publizist, Musiker und Mitglied der Band „Das Lunsentrio“ zeigt er ein vielgestaltiges Spektrum an künstlerischer Auseinandersetzung.


Foto (c) Sebastian Brauer

Die Vermessung der Welt

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine ist Alexander von Humboldt, der sich mit dem französischen Naturforscher Aimé Bonpland durch Urwald und Steppe kämpft, der den Orinoko befährt, bis dahin unbezwingbar scheinende Vulkane und Berge besteigt und Südamerika exakt kartographiert. Der andere ist der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauss. Er beweist vom Schreibtisch aus, dass der Raum sich krümmt und ermöglicht durch seine Berechnungen die Wiederentdeckung des Asteroiden Ceres. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, begegnen sich diese beiden 1828 in Berlin. Am Freitag (14.1.) und Samstag(15. 1.) treffen sie auch auf der Bühne im Theater Fadenschein aufeinander: Frank Schenke und Ralf Kiekhöfer (Bild) spielen die “größten Köpfe” der deutschen Wissenschaft nach dem Roman von Daniel Kehlmann in einer außergewöhnlichen Inszenierung.


Foto (c) Landesmuseum

Schlüsselübergabe im Vieweghaus

Am 3. Januar 2022 hat das Braunschweigische Landesmuseum das Vieweghaus offiziell an das Staatliche Baumanagement Braunschweig übergeben. Mit diesem Schritt können nun umfassende Bauarbeiten an dem kulturhistorisch wertvollen Gebäude beginnen. Museumsdirektorin Dr. Heike Pöppelmann über diesen wichtigen Schritt: „Am 03.01.2022 beginnt die nächste Etappe in der Museumsgeschichte. Voller Freude übergebe ich den Schlüssel an das Staatliche Baumanagement Braunschweig. Nun startet die umfassende Sanierung des Vieweghauses. Unser Ziel ist dabei, die Voraussetzungen für ein „grünes“ Landesmuseum der Zukunft zu schaffen, in dem gesammelt, ausgestellt, geforscht, gelernt, gespielt, gegessen, kommuniziert, diskutiert und Raum für Utopien geboten wird.“


Moderation: Hans-Otto Kruse

Foto (c) Jens Büttner

Erfolgsregisseurin Nora Fingscheidt, von Braunschweig nach Hollywood

Mit ihrem Film „Systemsprenger“ hat die Regisseurin Nora Fingscheidt einen Überraschungserfolg gelandet. Es war sogar von Oscar-Nominierungen die Rede. Auch wenn es dafür nicht ganz gereicht hat: Mit dieser Produktion haben sich für die Filmemacherin aus Braunschweig neue Türen aufgetan. Heute lebt sie in Los Angeles. Bei ihrer Arbeit für den Netflix-Erfolg „The Unforgivable“ kam die 38-Jährige mit Schauspielgrößen wie Sandra Bullock oder Viola Davis zusammen. Melina Wall hat mit Nora Fingscheidt über Hollywood, das Leben im Film-Business und über Erinnerungen an ihre Heimatstadt gesprochen.


Foto (c) Thomas M. Jauk

Staatstheater Braunschweig: Pfisters Mühle nach Wilhelm Raabe

Beschleunigtes Wachstum, Industrialisierung und veränderte Arbeitswelten durchziehen thematisch das Werk Wilhelm Raabes, der 40 Jahre in Braunschweig gelebt hat. Das genaue Gespür des Autors für Bruchkanten seiner Zeit zeigt auch »Pfisters Mühle«, der erste deutsche Umweltroman. Den darin beschriebenen Niedergang einer Wassermühle durch Industrieabwässer erlebte er hier unmittelbar. Eine Zuckerfabrik in Rautheim hatte sich in den 1880er Jahren vor Gericht für massives Fischsterben in der Wabe zu verantworten. Es ist aber nicht nur die mit der Industrialisierung einsetzende und bis heute fortwirkende Verwüstung von Landschaft und Natur, die Raabe an diesem Fall interessierte: Mit der Mühle seines alten Pfister endet auch eine Lebensform und mit ihr schwindet historisches Bewusstsein.


Filmplakat (c) Splendid Film

Filmtipp: Die Königin des Nordens

Das diplomatische Geschick der ungekrönten Regentin Margrete von Dänemark beschert den skandinavischen Ländern nach Jahrhunderten von Kämpfen endlich Frieden. Doch nach nur fünf Jahren ist die Kalmarer Union 1402 bedroht. Ihr totgeglaubter Sohn kehrt nach 15 Jahren heim und beansprucht den Thron, und damit wäre der Frieden bedroht. Doch ist es wirklich ihr Sohn oder ein von Margretes Gegenspielern beauftragter Betrüger?
Das auf Tatsachen beruhende Historien-Drama läuft ab 6. Januar im Universum.


Foto (c) Bärbel Mäkeler

„1.000 Tage Savoy – eine Dokumentation″: Erinnerungen an ehemaliges Braunschweiger Varieté gesucht

Erinnern Sie sich noch an das Braunschweiger „Savoy Varieté“? Es bestand von 1986 bis 1989 in der Leopoldstraße. Künstler von Rang und Namen kamen und verliehen Braunschweig Großstadtflair, weiß Bärbel Mäkeler. Sie war damals Geschäftsführerin des Savoy und möchte jetzt die Erinnerungen an diese Zeit in einem Buch festhalten.


Moderation: Dorothea Rieck

Buch-Cover (c) dtv Verlag

Buchtipp: Stay away from Gretchen. Eine große Liebe in dunklen Zeiten

Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Was anfangs ärgerlich für sein scheinbar so perfektes Leben ist, wird unerwartet zu einem Geschenk. Nach und nach erzählt Greta aus ihrem Leben – von ihrer Kindheit in Ostpreußen, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter, der Sehnsucht nach dem verschollenen Vater und ihren Erfolgen auf dem Schwarzmarkt in Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen.


(c) VG Bild-Kunst

Ausstellung: Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters

Noch bis zum 9. Januar 2022 ist im Kunstmuseum Wolfsburg die Ausstellung Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters zu erleben. Sie wirft einen Blick zurück auf die seit rund 100 Jahren andauernde Erdölmoderne. Die Ausstellung ist die erste historisch und geografisch umfassende Retrospektive der künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Erdöl und seinen Materialien. Komplex und vielfältig wie nie zuvor bieten rund 220 Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos, Fotografien, eigens für die Ausstellung geschaffene Kunstwerke sowie technische und naturwissenschaftliche Objekte einen Einblick in das globale Erdölzeitalter.


Foto (c) Kruse

Museum für Photographie: „A kind of magic“

„A kind of magic“ ist in diesem Jahr das Thema der Mitgliederausstellung im Museum für Photographie Braunschweig. Das Ausstellungsthema wurde nach einem demokratischen Prozess unter allen Mitgliedern des Museumsvereins entschieden und beleuchtet Aspekte des Magischen und die Magie der Fotografie aus unterschiedlichen Perspektiven in insgesamt 43 Positionen. Ihr individuelles Verständnis zu den inhaltlichen und formalen Möglichkeiten der vielschichtigen Thematik haben die Beteiligten in ebenso vielschichtige fotografische und filmische Arbeiten übersetzt und hierzu Kurztexte geschrieben. Aus den Einreichungen hat das Museumsteam ausgewählt und kuratorisch die Präsentation in den Räumen konzipiert. Die Exponate zeigen Einzelbilder ebenso wie Werkgruppen, Schwarzweiß- und Farbfotografien bis hin zu installativen Arbeiten. Dem Museumsverein gehören Künstlerinnen und Künstler und Fotografinnen und Fotografen aus Braunschweig, Wolfsburg und der Region bis nach Berlin und dem Rheinland an.


Filmplakat (c) DCM Filmdistribution

Filmtipp: Monte Verità – Der Rausch der Freiheit

Ein historisches Drama, das moderner nicht sein könnte: Regisseur Stefan Jäger erzählt die emotionale Geschichte einer mutigen Frau, die ihren eigenen Weg findet. Der bildgewaltige Film, der auf wahren Gegebenheiten basiert, wirft damit die – leider immer noch sehr aktuelle – Frage auf, wie viel Selbstbestimmung eine Frau in ihrem Leben haben darf, ohne dabei von der Gesellschaft kritisiert zu werden. 1906: Eine Zeit im Umbruch. Ängste und Hoffnungen prägen die Gesellschaft. Die ersten Aussteiger – zu denen auch der junge Hermann Hesse zählt – suchen ihr Paradies und finden es im Süden der Schweiz, auf dem Monte Verità. Die Reformer legen nicht nur ihre Kleider ab, sondern ebenso das geistige Korsett, an dem die Gesellschaft zu ersticken droht. Auch die junge Mutter Hanna Leitner zieht es ins tessinische Ascona, um ihrer bürgerlichen Rolle zu entfliehen.


Flyer-Titelseite (c) Veranstalter

Doppelausstellung im Städt. Museum endet am 2. Januar

Das Städtische Museum Braunschweig zeigt zwei Ausstellungen, die aus gänzlich verschiedenen Perspektiven sichtbar machen, wie von einzelnen Personen dem Nazi-Terror kreativ und widerständig begegnet wurde:
ln der Ausstellung „Die Tänzerin von Auschwitz. Die Geschichte einer unbeugsamen Frau“ erfahren die Besucher, unter welchen Umständen die jüdische Niederländerin Roosje Glaser in mehreren Konzentrationslagern, darunter Auschwitz, gefangen war und schließlich überlebte.
Die Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht” zeigt, wie der Jurist und Sozialdemokrat Fritz Bauer, der auch in Braunschweig als Generalstaatsanwalt tätig war, in der Nachkriegszeit mit dem Nazi-Terror umging. Bauer trug maßgeblich zur strafrechtlichen Aufarbeitung der NS-Verbrechen in der jungen Bundesrepublik bei und war Initiator der Frankfurter Auschwitz-Prozesse.


Moderation: Sylvia Scholz

Filmtipp: Ein Festtag

Das wird ein Festtag für Jane. Seit sieben Jahren hat sie ein heimliches Verhältnis mit Paul, dem jüngsten und nunmehr einzigen Sohn der gut betuchten Sheringhams. Dies wird das letzte heimliche Treffen sein, denn Paul wird standesgemäß heiraten. Ein einziges Mal darf sie das Herrenhaus durch den Vordereingang betreten, denn alle sind ausgeflogen.
Doch dieses letzte schicksalhafte Treffen wird alles verändern.
Der Film „Ein Festtag“ läuft ab 23.12. im Universum Filmtheater.


Foto (c) Sebastian

Wladimir Kaminer: Moderne Weihnachtsmänner oder Väterchen Frost?

Wer Wladimir Kaminers Geschichten kennt, kennt auch seine Familie – seine Frau Olga, seine beiden Kinder und natürlich auch seine Eltern. Selbst in der Sowjetunion aufgewachsen, lebt Kaminer seit 1990 in Berlin. Und hier wurden auch seine beiden Kinder geboren, die dank Eltern und Oma natürlich viel aus der ehemaligen Sowjetunion hören und nicht immer alles sofort einordnen können. Da ist die Frage, ob Väterchen Frost und der Weihnachtsmann verwandt sind, durchaus berechtigt, und der Vater gerät in Erklärungsnot.


Foto (c) Random House Audio

Erna, der Baum nadelt!

Alle Jahre wieder kann man sich an dem botanischen Drama am Heiligen Abend erfreuen. Der Text stammt von Robert Gernhardt, Bernd Eilert und Peter Knorr. Unnachahmlich vorgetragen vom unübertroffenen und schmerzlich vermissten Harry Rowohlt!


Cover (c) Reiffer

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Und der bringt nicht immer nur gute Gaben. Nehmen wir den „Matschmann“ aus dem Buch „Braunschweig’sche Weihnacht“ (Bild), der zum Fest bei Helene Krause auftaucht, um sich selbst mit geraubtem Schmuck und Geld zu beschenken. Nicht besser geht es dem Weltraumhelden Rick Future. Als er mit seinen Freunden im instellaren Raum Weihnachten feiern will, laden sich Vertreter einer fremden Spezies als ungern gesehene Gäste ein.


Science Show der Physikanten Foto: Physikanten

Weihnachtsferien-Programm im phaeno

Ab dem 23. Dezember lädt die Schokoladen-Werkstatt zum Selbermachen und Naschen ein, nach Weihnachten treten an drei Tagen die legendären „Physikanten“ mit ihrer Best-of-Show auf, vom 2. bis 9. Januar 2022 steht die phaeno Luffffft-Show auf dem Programm und während der gesamten Weihnachtsferien kann noch die Unterwasserwelt aus Häkeltieren bestaunt werden.


Moderation: Sylvia Scholz

Foto (c) Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

Braunschweiger Künstlerin wird geehrt

Lette Valeska, eigentlich Valeska Heymann (geb. Heinemann), wurde am 20. August 1885 in Braunschweig geboren und machte sich neben ihrer Tätigkeit als Fotografin, Malerin und Bildhauerin einen Namen als Nachlassverwalterin ihrer Freundin Galka Scheyer, der Braunschweiger Künstlerin und Mäzenin. Um an sie zu erinnern, wurde am Petritorwall 2 im Beisein der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Dr. Anja Hesse, dem Vertreter der Bürgerstiftung Braunschweig, Dr. Jörg Munzel sowie Gilbert Holzgang, dem Vorsitzenden des Vereins Galka Emmy Scheyer, die 59. Persönlichkeitstafel enthüllt.

Mit den Tafeln vor früheren Wohnhäusern von bedeutenden Braunschweigerinnen und Braunschweigern, sollen diese wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung und auswärtiger Gäste gerückt werden, da sie nachhaltig zur Gestaltung der Stadt beigetragen haben.


Foto (c) Uwe Brodmann

Ein Teil von uns

Am 09. Dezember wurden die Türen der ehemaligen Aegidienkirche wieder geöffnet. Am Standort Hinter Aegidien präsentiert das Braunschweigische Landesmuseum seinen Gästen nicht nur die sanierten Räumlichkeiten des ehemaligen Benediktinerklosters St. Aegidien, sondern auch die vollständig neu konzipierte Dauerausstellung „Ein Teil von uns. Deutsch-jüdische Geschichten aus Niedersachsen“.

Wie jüdische Menschen das Leben in einer überwiegend nichtjüdischen, meist ausgrenzenden und feindlichen Gesellschaft erlebt haben, wird durch die Vermittlung persönlicher Geschichten und Schicksale des 18. bis 21. Jahrhunderts in dieser Ausstellung deutlich. Die Kuratorinnen Dr. Felicitas Heimann-Jelinek (Wien) und Dr. Lea Weik (Braunschweig) haben mehrere Jahre an den Sammlungen des Landesmuseums geforscht: „Unsere neue Betrachtungsweise der Sammlungsobjekte brachte bislang unbekannte Erkenntnisse über deren Herkunft zutage. So konnten wir uns den Gegenständen anders nähern und auch die Geschichten ihrer ehemaligen Besitzer*innen erzählen.“


Plakat (c) Alamode Filmverleih

Filmtipp: Annette

Ein Garant für ungewöhnliche Filme ist der französische Regisseur Leos Carax allemal. In seinem aktuellen Film „Annette“ verliebt sich ein eher grobschlächtiger Comedian in eine berühmte Opernsängerin. Furios stellt das ungleiche Paar seine Beziehung zur Schau, die Öffentlichkeit ist fasziniert. Doch die Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Annette, eines seltsamen Wesens, wird alles tragisch verändern. Mit den überragenden Darstellern Adam Driver als Henry und Marion Cotillard als Ann sowie der mitreißenden Musik der Sparks ist „Annette“ ein rauschhaftes, furioses Werk. Wie alle Filme von Leos Carax wird er polarisieren. Unbedingt anschauen!


Cover (c) Droemer Verlag

Buchtipp: Lebenssekunden

Zwei Frauen, zwei Leben, eine Fotografie Die Geschichte der ersten deutschen Foto-Journalistin und einer Leistungsturnerin aus der DDR – ein bewegendes Stück Zeitgeschichte Der große Traum von Angelika Stein scheint geplatzt, als sie mit 15 von der Schule fliegt: Kein Fotograf in Kassel will einem Mädchen, noch dazu ohne Schulabschluss, eine Lehrstelle geben. Doch Angelika gibt nicht auf – und bekommt schließlich eine Chance von einem Fotografen, der vor Kurzem aus der DDR gekommen ist. Zur selben Zeit wird in Ostberlin die junge Leistungsturnerin Christine Magold darauf gedrillt, die DDR bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Doch ist das wirklich ihr Traum? Beim Bau

der Berliner Mauer 1961 treffen die beiden jungen Frauen unter dramatischen Umständen aufeinander.D


Moderation: Hans-Otto Kruse

Filmplakat (c) W-film

Filmtipp: Notre Dame – Die Liebe ist eine Baustelle

Das Leben und die Liebe schlagen so manche Kapriolen. Maud erzieht ihre beiden Kinder allein, kommt aber nicht wirklich los von ihrem Ex, der immer mal wieder bei ihr übernachtet, nicht ohne Folgen. Dann wird sie völlig überraschend mit einer riesigen Aufgabe betraut, und zu allem Überfluss taucht auch noch ihr Jugendfreund auf…
Gedreht wurde „Notre Dame – Die Liebe ist eine Baustelle“ wenige Monate vor dem verheerenden Brand.

Der Film läuft ab 9. Dezember im Universum. Gehen Sie ins Kino, auch wenn Sie sich testen lassen müssen, lachen Sie und genießen Sie ein paar unbeschwerte Stunden.


Alexandra Schautz erklärt das neue Cell Lab, Foto Janina Snatzke

Neue Veranstaltungsformate im phaeno-Programm

Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig nach vorn zu schauen. Das Wolfsburger phaeno hat die Zeiten von Lockdown und eingeschränkten Öffnungszeiten effektiv genutzt und zukunftsweisende, neue Projekte auf den Weg gebracht. Seit dem 20. November 2021 können sich Besucher*innen über drei neue Angebote freuen: Im Kinderbereich machen 3- bis 6-Jährige altersgerecht und spielerisch erste Erfahrungen mit Naturwissenschaft und Technik. Im Cell Lab werden Gäste zu Forschern und die phaeno Entdecker-App schlägt die Brücke von der analogen Ausstellung zur digitalen Entdeckertour.


Fotoprobe zum Theaterstück “Tratsch im Treppenhaus!” in der Komödie am Altstadmarkt © derbilderbauer / Dominique Leppin

Komödie am Altstadtmarkt: “Tratsch zu Weihnachten”

Besonders in der Adventszeit brodelt die Gerüchteküche, während viele Hausbewohner mit den Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind. Frau Bold aus der ersten Etage gehört zu einer der schlimmsten Tratschtanten im Treppenhaus. Sie weiß einfach alles oder behauptet es zumindest! Und so stiftet die klatschsüchtige Nachbarin mit ihren üblen Redereien nur Unfrieden unter den Hausbewohnern. Aber dann kommt alles ganz anders, als sie denkt…Mehr in der Komödie „Tratsch im Treppenhaus zur Weihnachtszeit“ von Jens Exler.


Rätselhaftes „Dinner for One“

Wenn Miss Sophie mutterseelenallein an der festlich gedeckten Tafel sitzt und Butler James die unterschiedlichsten alkoholischen Getränke in sich hineinschüttet, steht eines fest: Es ist mal wieder Silvester. Aber niemand weiß, was aus Mr. Pommeroy, Admiral von Schneider, Mr. Winterbottom und Sir Toby geworden ist. Warum sitzen sie nicht mit am Tisch?

Florian Battermann, Leiter der Komödie am Altstadtmarkt verrät in seinem neuen Buch „DIE WAHRHEIT ÜBER DINNER FOR ONE“ bisher nicht bekannte Geheimnisse über das Verschwinden der vier Gäste mit Pointen, wie sie amüsanter kaum sein könnten. Das passende Lesevergnügen – very british und höchst unterhaltsam!


Moderation: Dorothea Rieck

Filmplakat (c) Universal Pictures

Filmtipp: House of Gucci

Maurizio Gucci, verwöhnter und verschwenderischer Enkel der berühmten Modemarke, heiratet 1972 die ehrgeizige Patrizia Reggiani und residiert mit ihr in New York. Nach dem Tod des Vaters kämpft er mit allen Mitteln um die Vorherrschaft im Imperium und verlässt seine Frau. Doch das lässt sich Patrizia nicht gefallen. Überragend in der Rolle der Patrizia Reggiani ist Lady Gaga, die sich ganz bewusst dagegen entschieden hatte, sich zwecks Recherche mit Patrizia zu treffen. „Ich wollte sie nicht treffen, weil ich sehr schnell merkte, dass diese Frau für diesen Mord verherrlicht werden will… Sie hat ihren Mann ermorden lassen.“

Der Film House of Gucci läuft ab 2.12. im Universum und in einer Vorpremiere am 1.12. im Astor.


(c) phaeno Wolfsburg

Neue Veranstaltungsformate im phaeno-Programm

„meet the scientist“: An zwei Sonntagen pro Monat stellen Wissenschaftler aus der Region ihre Forschungsarbeiten an einem „Forschungs-Stand“ mitten in der Ausstellung des phaeno vor. Sie bekommen dadurch die Möglichkeit, sich mit den Besuchern, also Nicht-Fachleuten, auszutauschen und ihre Arbeiten allgemeinverständlich zu vermitteln.

„science talk“: Pro Monat findet im phaeno Wissenschaftstheater an einem Abend innerhalb der Woche eine hochkarätig besetzte Veranstaltung zu Themen aus Wissenschaft und Technik statt. Es kann sich dabei um Vorträge, Science Slams oder Talkrunden handeln – der Anspruch dabei ist: Dialoge über Zukunftsthemen -beste Wissenschaftskommunikation mit den besten Forschern der Region.


Foto (c) Rowohlt Verlag

Buchvorstellung von Edgar Selges Roman „Hast du uns endlich gefunden“

Mit 73 Jahren legt der vielfach ausgezeichnete Schauspieler Edgar Selge seinen ersten Roman vor: Ein zwölfjähriger Junge erzählt von seiner Kindheit in den fünfziger und sechziger Jahren und erlebt das strenge Regiment der Eltern. Der Vater ist Gefängnisdirektor, liebt klassische Musik und gibt gerne Hauskonzerte, die Mutter eine unmusikalische und vom Leben enttäuschte Frau. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter führen.Die Spannungen, die sich daraus für das familiäre Klima ergeben, spürt der Junge deutlich. Das Buch ist keine Autobiografie, orientiert sich aber an realen Erlebnissen des Autors.

Es ist bemerkenswert, wie Edgar Selge es schafft, Freud und Leid des Jungen, den prügelnden Vater, die Schönheit der Musik bewegend und auch mit einem leichten Witz zu erzählen.


Alice im Wunderland Foto Staatstheater Braunschweig

Im Staatstheater weihnachtet es sehr

Huch, was war denn das? Ein weißes Kaninchen, das sprechen kann? Als ihm Alice neugierig folgen will, stürzt sie einen tiefen Schacht hinunter und findet sich in einer wundersamen Welt wieder. Klein und Groß können dieses bunte Abenteuer seit dem 14. November auf der Bühne im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig erleben. Denn da hatte Lewis Carrolls Klassiker „Alice im Wunderland“ in der Bühnenfassung von Katharina Schmidt Premiere. Eine der fantasiereichsten Geschichten fesselt Kinder, die mit offenem Mund bizarre Figuren bestaunen, aber auch Erwachsene mit einem Hauch von Satire.


Moderation: Sylvia Scholz

27.01.2022 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

pandora@okerwelle.de