Pandora

Das Kulturmagazin

Donnerstags, 19.00 Uhr

Das Kulturmagazin beleuchtet die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Natürlich informieren wir Sie über Höhepunkte wie Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen oder Gastspiele – wichtig ist uns aber auch, darüber zu berichten, was Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachen Kultur so alles auf die Beine stellen.

Darüber hinaus möchten wir „jungen“ Künstlern, Autoren und Musikern die Gelegenheit geben, sich mit uns live im Studio über ihre kreative Tätigkeit zu unterhalten und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Beiträge des Kulturmagazins Pandora können Sie hier unter dem Sendetermin auch nachhören – gute Unterhaltung!

THEMEN DER SENDUNG

Foto (c) Studio NEA

Phaenomenale 2020

Unter diesem Titel findet seit 2007 in Wolfsburg ein Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsfestival statt, das sich ständig weiterentwickelt und vergrößert hat. In diesem Jahr steht das Festival ganz im Zeichen der Digitalisierung und bietet vom 24. September bis 1. Oktober ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet, unter anderem digitale Kunst im Schloss, im phaeno und in verschiedenen Schaufenstern der Fußgängerzone.


Cover (c) Kiener Verlag

Buchtipp: „Wodka mit Grasgeschmack“

Eine Spurensuche an verdrängten Orten und in verdrängten Erlebnissen: Ein VW-Beetle, die Autobahn Richtung Osten, eine Reise zu viert, eine Familie. Eindringlich, bildlich und voller Leben erzählt Markus Mittmann eine Geschichte von heute, legt dabei die unausweichliche Macht der Vergangenheit mit der Gegenwart und Zukunft in einen Topf und rührt kräftig um. In mitreißenden Gegensätzen, gewürzt mit entlarvendem Humor, führt die Reise nach Polen, eine Geschichte, die bewegt, weil sie so tief mit uns zu tun hat.

Das Buch vom Markus Mittmann gibt es in Stöckheim, Leipziger Str. 201 bei Kunterbunt und im Magniviertel bei Bücherwurm, Schlossstr. 8 in Braunschweig zum Preis von 15,95 Euro zu kaufen.


Plakat (c) Alamode Filmverleih

Filmtipp: Persischstunden

Im Jahr 1942 wird der junge jüdische Gilles in Frankreich von der SS verhaftet. Er bleibt nur am Leben, weil er vorgibt, Perser zu sein. Das gefällt dem Lagerkommandanten Klaus Koch, will der doch nach dem Krieg im Iran ein Restaurant eröffnen. Gilles soll ihm Farsi beibringen und muss sich nun eine Sprache ausdenken…


Foto (c) Staatstheater Braunschweig

Hartmut El Kurdi: Clevergirl

Nach 20 Jahren kehrt Angstmän, der größte Schisshase des Universums, zurück direkt in den Lokpark, der neuen Spielstätte für das JUNGE! Staatstheater Braunschweig. Dort hatte El Kurdis neues Stück „Clevergirl“ am 13. September Premiere. Auf Superus 4 sind plötzlich alle verblödet. Nur Angstmän konnte, geschützt durch seine Anti-Strahlen-Isolier-Unterwäsche und einen Schutzhelm, den Strahlen aus der Verdummungskanone entgehen. Er fliegt auf die Erde zu Clevergirl, die eigentlich Aylin heißt und bis gerade eben keine Ahnung hatte, dass sie eine Superheldin ist…


Staatstheater Braunschweig - Foto: Stefan Koch

Staatstheater Braunschweig – Foto: Stefan Koch

Opernjukebox im Staatstheater

An diesem Abend werden Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble zu einer lebenden Musikbox. Auf dem Programm stehen Opernhits und Raritäten. Menükarten mit entsprechenden Musiktiteln werden vor der Veranstaltung an das Publikum verteilt. Für jeden Wunschtitel zahlt der entsprechende Besucher mindestens einen Euro, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Die Mitarbeiter des Staatstheaters sammelten das Geld mit dem Klingelbeutel ein. Das eingesammelte Geld kommt einer sozialen Einrichtung zugute. Nächster Termin 31.10. 21 Uhr im Kleinen Haus.


 Moderation: Dorothea Rieck

Plakat (c) Prokino Verleih

Filmtipp: Jean Seberg – Against all enemies

Als eine Liebeserklärung an Jean Seberg bezeichnet Regisseur Benedict Andrews seinen Film „Jean Seberg – Against all enemies“.
In Frankreich eine Ikone der Nouvelle Vague nach ihrem sensationellen Erfolg in „Außer Atem“, kehrt Seberg zurück nach Amerika – und gerät wegen ihres Engagements für die Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers ins Visier des FBI. Was folgt, ist die systematische Zerstörung einer Frau, die eine klare politische Haltung einnahm.
Am 29. August 1979 wurde Jean Seberg zum letzten Mal lebend gesehen. Ihre Leiche fand man zehn Tage später in ihrem Auto. Als Todesursache wurde Suizid angenommen, die genauen Umstände blieben jedoch ungeklärt.


Illustration (c) Günther Bema

Buchtipp: „Die erste Liebe und ganz viel andere Gefühle“ erzählt von dem Bärenkind Flynn.

Es ist das dritte Kinderbuch der Autorin Mirjam Jasmin Strube aus Braunschweig:
Erwachsen werden ist nicht leicht. Dieser Prozess ist verbunden mit ganz vielen Gefühlen. Oft fühlt man sich wie in einer kleinen Nussschale mitten auf dem großen Ozean. An sonnigen Tagen macht das Segeln viel Spaß, aber wenn der Wind rauer wird, ist es wichtig zu wissen, dass man einen Ankerplatz hat. Einige Gefühle kennt man schon, aber es kommen auch ständig neue hinzu. Wenn es plötzlich im Bauch zu flattern anfängt, wenn man an eine bestimmte Person denkt oder wenn die Gefühle anderer unsere eigenen beeinflussen. Unser Bärenkind Flynn erfährt im dritten Band der Reihe, dass
es nicht nur die neuen Schmetterlingsgefühle gibt, sondern eben auch das Gefühl der Enttäuschung.

Das Buch vom Bären Flynn gibt es in Stöckheim, Leipziger Str. 201 bei Kunterbunt und im Magniviertel bei Bücherwurm, Schlossstr. 8 in Braunschweig zum Preis von 13,90 Euro zu kaufen. Mehr über die Autorin findet man unter: www.mirjamjasminstrube.de


Foto (c) Geopunkt Jurameer Schandelah

Fossilien, Naturpfad und Bratwurst!

Am Sonntag, den 20. September, dem internationalen „Tag des Geotops“, lädt das Staatliche Naturhistorische Museum zum Besuch der Grabungsstellen am „Geopunkt Jurameer Schandelah“ sowie am Geopunkt Hondelage ein, um paläontologische Grabungsarbeit hautnah mitzuerleben. Dieses Jahr gibt es von 10 bis 16 Uhr insbesondere am „Geopunkt Jurameer Schandelah“ neben der Erkundung des Posidonienschiefers noch einiges mehr zu entdecken. Dazu gehören die Einrichtung eines neuen Informationshauses und die Eröffnung des Naturlehrpfads Wohld.


Plakat (c) Hallenbad

Lesetage 2020 im Wolfsburger Hallenbad

Die Lesetage im Kulturzentrum Hallenbad sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Wolfsburger Kulturkalenders. Trotz Corona wird es sie auch in diesem Jahr geben. In 8 Lesungen wird ein abwechslungsreiches Programm mit Satire, Comic, ernsten und lustigen Texten geboten. Allerdings mit reduziertem Platzangebot.


Flyer-©-Städt.-Museum-Braunschweig

Das “Licht der Medici” kann strahlen

Das Städtische Museum Braunschweig hat seine Türen für Besucher wieder geöffnet und zeigt die Ausstellung „Im Licht der Medici – Kunst des Barock aus Florenz. The Haukohl Family Collection“. Florenz war seit dem 15. Jahrhundert eng mit der Geschichte der Medici verknüpft. Die Herrscher aus diesem legendären Geschlecht förderten die Künste und ließen die Stadt zu einem kulturellen Zentrum von Weltrang werden. Berühmt ist vor allem die florentinische Renaissance, die von Künstlern wie beispielsweise Michelangelo oder Sandro Botticelli zur Blüte gebracht wurde. Die Haukohl Family Collection zeigt, dass auch zur Zeit des Barock die Medici-Stadt ein inspirierender Ort für die Künste war. Die thematische Palette der Sammlung mit Meistern des 17. und 18. Jahrhunderts reicht von erhabenen religiösen Motiven bis zum tänzerischen Harlekin.


 Moderation: Sylvia Scholz

Foto: Dorothea Rieck

60 Jahr Galerie Jaeschke  mit großer Rizzi Ausstellung

James Rizzi wurde 1950 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Bereits während seines Studiums beschäftigte er sich mit der Kombination von Malerei und Skulptur und entwickelte schließlich die von ihm häufig verwendete Technik der 3-D-Grafik. Der Galerist Olaf Jaeschke gab James Rizzi den Anstoß für das in Braunschweig errichtete ”Happy Rizzi-House” – eine begehbare und permanent bewohnte Skulptur von Weltruf.

James Rizzi starb am zweiten Weihnachtsfeiertag, dem 26. Dezember 2011 im Alter von 61 Jahren in seinem New Yorker Atelier. Anlässlich des 60. Geschäftsjubiläums der Galerie Jaeschke zeigt diese eine große Rizzi Ausstellung, die am 24.Oktober mit der Präsentation der Weihnachtskugel endet.


Plakat (c) Weltkino

Filmtipp: “Love Sarah – Liebe ist die wichtigste Zutat”

Drei Frauen, die mit einem großen Verlust leben müssen und verzweifeln. Sarah ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, was wird nun aus ihrem Traum einer eigenen Bäckerei? Tochter Clarissa, beste Freundin Isabella und Sarahs Mutter Mimi raufen sich jedoch zusammen und stürzen sich in die abenteuerliche Welt der Konfiserie.

Zwischen Cremetörtchen, Himbeer-Eclairs und Schokoladenküchlein lassen sie Sarahs Traum wahr werden. Und – auf gar keinen Fall hungrig ins Kino gehen, die kulinarischen Kunstwerke sind auch gesättigt schon kaum zu ertragen!


Foto (c) Veranstalter

BBK Jahresausstellung MOVE

Seit dem 4. September ist in der halle 267,städtische galerie braunschweig an der Hamburger Straße die Jahresausstellung 2020 des BBK zu sehen. Als Thema wurde MOVE von den Künstlerinnen und Künstlern des BBK Braunschweig gewählt. to move somebody/ something heißt jemanden oder etwas bewegen, umziehen, räumliche Verschiebung.

MOVE als Substantiv bedeutet Umzug, Entscheidung, aber auch Bewegung im politischen Kontext. MOVE als Thema in der Kunst ist so alt wie Kunst selbst: kleine Striche neben den Speeren der Jäger in den jungpaläolithischen Höhlen von Lascaux zeigen die dramatische Verfolgung der Beute. Die Bewegung war und ist eines der zentralen Themen von Künstler*innen. Die Illusion zu erschaffen, die Starrheit eines Motivs zu überwinden und der Kunst Leben einzuhauchen kann als Ziel künstlerischen Schaffens angesehen werden. MOVE ist überall, in jedem Schaffen, in jedem Werk, in jedem Leben. Wir bewegen uns, wir bewegen andere und wir werden bewegt.


Foto (c) Veranstalter

20 Jahre Tanztheatergruppe KUNAS MODERNUS

Die freie Tanztheatergruppe KUNAS MODERNUS wurde im Jahre 1999 auf Initiative der Choreographin und Regisseurin Gerda Brodmann Raudonikis als Verein gegründet. Nun feierte KUNAS MODERNUS im letzten Jahr bereits sein 20jähriges Bestehen. Das neueste Tanzprojekt dieser Gruppe heißt „Wenig Zeit dazwischen“ und hat am 17. September in der Magnikirche Premiere. Neunzehn Tänzerinnen und Tänzer widmen sich dem gesellschafts-philosophischen Thema Zeit.


Gaslicht – Foto: (c) Staatstheater Braunschweig

Theaterfest im Staatstheater Braunschweig

Alle waren eingeladen am 6. September zum Fest im Großen und Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig. Auf den Bühnen sowie auf dem Vorplatz erwartet die Besucher ein Programm mit Konzerten, Tanz, Ausblicken auf die neue Spielzeit, One-Minute-Shows, einem Such-Spiel, einer Tombola und vielem mehr – alles mit viel Liebe, aber dank Corona nicht so dicht wie in den Vorjahren. Neben den sehr anschaulichen Informationen zu den neuen Produktionen der verschiedenen Sparten z. B. beim Schauspiel „Frankenstein“ und „Gaslicht“ (Foto) kam auch der Humor nicht zu kurz: Das Motto der kommenden Spielzeit heißt „Die Zukunft so hell“. Die Theaterfest-Ausgabe der Reihe „Direktmusik“ trug am Sonntag den Titel: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“.


 Moderation: Hans-Otto Kruse

Foto – (c) Atlas Filmverleih

Filmtipp: “Drei Tage und ein Leben”

An Weihnachten 1999 wird das Leben eines Jungen auf den Kopf gestellt. Drei Tage nur werden Leben verändern und einzelne Menschen regelrecht aus der Bahn werfen. Es sind drei tragische Ereignisse, die Auslöser für diese Veränderungen sind: der Tod eines Hundes, das Verschwinden eines Kindes und ein heftiger Sturm. Der 12-jährige Antoine spielt im Wald in seinem Geheimversteck zusammen mit dem 6-jährigen Rémi, doch nur Antoine kehrt zurück…

Als Antoines Mutter zu sehen ist Sandrine Bonnaire, 2018 ausgezeichnet mit dem Europäischen Schauspielpreis DIE EUROPA beim Internationalen Filmfest Braunschweig.


Uli Pforr und Emil Prokopovich – Foto (c) Rieck

Hugo 45 – “Mit dem Wind aus Hamburg”

Seit September 2012 ist HUGO 45 ein Ort für Kunst in Braunschweigs westlichem Ringgebiet. Die Galerie vertritt verschiedene Positionen der urbanen und eitgenössischen Kunst und arbeitet mit lokalen sowie internationalen Künstlern zusammen. Die HUGO 45 lebt in erster Linie von der Leidenschaft des Galeristen Hans-Joachim Helweg, der hier seine Liebe für die Kunst zum Ausdruck bringen möchte und sich mit Fleiß und Herzblut für die Galerie, etablierte sowie aufstrebende Künstler und auch vor allem für seine Gäste einsetzt. Durchdachte Hängungen sollen einen interessanten und erhellenden Einblick in die Vielfalt der urbanen und zeitgenössischen Kunst gewähren. Begleitend zu den regelmäßig wechselnden Kunstausstellungen finden in der HUGO 45 auch Kulturveranstaltungen statt. Zur Zeit ist dort die Ausstellung: “Mit dem Wind aus Hamburg” von Uli Pforr und Emil Prokopovich zu sehen. Die Ausstellung endet am 26.09.2020.


Photo © ub-comm

CD der Woche: Amparo Sánchez – „La Niña y el Lobo“

Amparo Sánchez wurde 1969 in Alcalá la Real in der Region Granada geboren, wuchs dort in einer Zeit auf, in der Spanien seinen Weg aus der Franco Diktatur hin zu einer eigenen Identität finden wollte. 2014 veröffentlichte die Amparanoia-Gründerin den autobiographischen Roman „La Niña y el Lobo“, der schonungslos von ihrer Jugend in der Region Granada erzählt. Mit dem gleichnamigen Album ist nun so etwas wie ein Soundtrack zu dieser, ihren weiteren Lebensweg stark bestimmenden harten Zeit erschienen.

Es ist die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das sich in einen acht Jahre älteren Mann verliebt, den sie in ihrem Buch „Alejandro“ nennt und mit dem sie lange Jahre zusammenleben würde. Er eröffnete ihr die Welt des Rock’n’Rolls, der Drogen und allem, was damit zusammenhängt. „Ich war total verrückt nach ihm“, sagt Amparo, die mit 15 Jahren schwanger wurde und ihr Kind behielt, trotz der Forderung ihres Partners abzutreiben.

Als sie 17 war, heirateten die beiden und „für die nächsten zehn Jahre litt ich unter dem, was viele Frauen auf der Welt erleben: Einschüchterung, häusliche Gewalt, Angst und alle damit zusammenhängenden schlimmen Gefühle im Kontext von exzessivem Alkoholkonsum und anderen Drogen … Ich brauchte Jahre, zu verstehen, dass ich gehen muss“ so Amparo Sánchez mit dem Blick zurück.


Foto (c) H.-O.Kruse

Programmtipp: „Kunst küsst Kirche“ Ausstellung in St. Petri

Kunst küsst Kirche – Unter diesem Titel zeigt die Künstlerin Sonja Warntjen Bilder und Installationen in einem Ausstellungsprojekt in der St. Petri Kirche in Braunschweig. Zusätzlich gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Veranstaltungen. Sonja Warntjen ist mit Leib und Seele Coach und Kunsttherapeutin. Die Themen Potenziale, Klarheit, Kreativität, Selbstermächtigung und Selbstzufriedenheit sind ihre Begleiter. Im Kirchenraum finden die Werke ein besonderes Umfeld. Die Ausstellung endet am 26.09.2020.


Theaterfest – Foto (c) Staatstheater Braunschweig

Theaterfest eröffnet die Spielzeit 2020/2021

Auf den Bühnen im Großen und Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig sowie auf dem Vorplatz erwartet die Besucher ein Programm mit Konzerten, Tanz, Ausblicken auf die neue Spielzeit, One-Minute-Shows, einem Such-Spiel, einer Tombola und vielem mehr – alles mit viel Liebe, aber dank Corona nicht so dicht wie in den Vorjahren (Bild) und auf die notwendigen Abstandsregelungen hin organisiert. Der Eintritt ist frei, man benötigt aber für die einzelnen Programmpunkte Zählkarten, die ab 13 Uhr ausgegeben werden.


 Moderation: Dorothea Rieck

Plakat Salzgeber Filmverleih

Filmtipp: Als wir tanzten

Merab ist Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts. Sein größter Traum: Profitänzer zu werden. Doch dann kommt ein Neuer, der unbekümmerte Irakli, und der ist nicht nur Merabs größter Rivale. Zwischen beiden Männern entwickelt sich ein Begehren, das schließlich in Liebe mündet. Das darf jedoch nicht sein, und beide müssen ihre Beziehung aus Angst vor Gewalt und Hass geheim halten.

Vom 8. bis 10. November 2019 wurde „Als wir tanzten“ in Georgien gezeigt. Die 5.000 verfügbaren Tickets für die Vorführungen in fünf Kino waren innerhalb von 13 Minuten ausverkauft, trotz Drohungen von rechtsextremen Gruppen und der Georgischen Kirche, die den Film als „Popularisierung von Sodomitenbeziehungen“ bezeichnete! Die Vorführungen konnten nur unter Polizeischutz stattfinden.


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„Zeiten & Zeichen“ – das neue Album von Hubert von Goisern

Lang ist’s her – das letzte Konzert von Hubert von Goisern ging am 26. Oktober 2016 in München im Circus Krone über die Bühne. Danach hat er sich zurückgezogen, um zu schreiben. Herausgekommen ist der Roman „flüchtig“, Ende Mai 2020 veröffentlicht unter HvG‘s Geburtsnamen Hubert Achleitner. Seit der Fertigstellung arbeitete Hubert von Goisern wieder an neuer Musik. Das Album „Zeiten & Zeichen“ wird am 28. August erscheinen. HvG war mit seiner Band im Studio, im Wald, in improvisierten Konzertsälen, er hat virtuose Gastmusiker eingeladen – und er hat ein kleines Meisterwerk geschaffen: „Zeiten & Zeichen“ ist von einer überwältigenden Vielfalt, dynamisch, freudvoll, auch kritisch, besonnen und auch druckvoll – der beste, ausgereifteste, spektakulärste Hubert von Goisern, den es je gab.

Auf diesem Album bündeln sich all seine Ideen, die vielen Einflüsse, die er über die Jahrzehnte als aktiver Musiker, als Reisender und als ein auf die Welt neugieriger Mensch sammeln konnte. Hubert von Goisern hat sich und sein musikalisches Wirken noch nie in Schubladen sortieren lassen, er hat sein Publikum überrascht und gefordert. Das neue Album „Zeiten & Zeichen“ ist ein modernes Destillat dieser musikalischen Reise.


Ausstellung knallvergnügt

Ausstellung „knallvergnügt“

Unter diesem Titel zeigt die Braunschweiger Künstlerin Güde Renken in ihrem Atelier neue Arbeiten auf Papier. Beeinflusst durch die Corona Pandemie erzählt sie eine Geschichte in Form von Tagebuchaufzeichnungen mit Zeichnungen in unterschiedlichen Formen und Materialien. „Knallvergnügt“ ist Teil eines Gedichtes von Joachim Ringelnatz.


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Buchtipp: “The Hate U Give”

Dieses Buch aus dem Jahr 2017 ist der erste Jugendroman der afro-amerikanischen Schriftstellerin Angie Thomas. Es wird das Leben der 16-jährigen Protagonistin Starr Carter beschrieben, welche den Tod ihres besten Freundes Khalil durch einen Polizisten mitansehen musste und daraufhin die Macht ihrer eigenen Stimme entdeckt. Das Buch handelt nicht nur davon, seine Stimme zu finden und zu benutzen, sondern auch von Individualität und dem Bedürfnis, nicht länger auf eine Hautfarbe oder Herkunft reduziert, sondern als Mensch wahrgenommen zu werden.


Radio Okerwelle und Brunsviga - Foto: Red.

Radio Okerwelle und Brunsviga – Foto: Red.

Hoffest der Brunsviga

Am 30. August ist es wieder soweit: Ab 15 Uhr wird die Tradition des Hoffestes fortgesetzt, bei freiem Eintritt und selbstverständlich unter den momentan geltenden Hygieneregeln. Auf der Bühne spielen Die Band Parkhouse, Thorsten Stelzner & Geza Gal, Andy Bermig & Melisha sowie die Brunsviga Musical-Band. Für Getränke und Imbiss ist gesorgt.


 Moderation: Sylvia Scholz

Filmplakat Prokino Filmverleih

Filmtipp: The Climb

Die beiden Kumpel Mike und Kyle quälen sich mit ihren Fahrrädern die Berge im Hinterland der Côte d‘Azur hinauf, als Mike seinem Freund eine Affäre mit dessen Verlobter beichtet. Die Stimmung ist dahin, und die seit Kindesbeinen an bestehende Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt.
The Climb handelt von einer turbulenten, über die Jahre anhaltenden Beziehung zweier Männer, die sich zwischen Freude, Herzschmerz, Wut und Versöhnung bewegt – ein etwas anderes Buddy-Movie und zugleich auch die Geschichte seiner beiden Drehbuchautoren und Hauptdarsteller Michael Angelo Covino und Kyle Marvin: Zwei beste Freunde im echten Leben, die aus ihrer reichen Erfahrung heraus einen bewegenden und unglaublich komischen Film geschaffen haben.


Tomos Forrest – Mordanschlag beim Lichtparcours

Mordanschlag beim Lichtparcours – ein Lesetipp

Auf Anregung des Stadtmarketings Braunschweig hat Autor Thomas Ostwald unter seinem Verlagspseudonym „Tomos Forrest“ einen Krimi zum aktuellen Lichtparcours geschrieben.
Normalerweise startet immer parallel zum Lichtparcours auch die Lesereihe „Mord auf der Oker“, bei der Ostwald zu den Autoren der ersten Stunde zählt. Leider kann diese Veranstaltung nicht so wie in den früheren Jahren stattfinden, aber es gibt ja noch den Buchhandel! Und vielleicht werden Sie ja inspiriert zu einem Spaziergang zu nächtlicher Stunde entlang der Oker – immer auf den Spuren eines geheimnisvollen Verbrechers…


Volksbank BraWo

„Wolters Kulturgarten“ geht in die Verlängerung

Seit Mitte Juli bietet „Wolters Kulturgarten“ auf dem Gelände der Braunschweiger Brauerei eine Live-Bühne in kuscheligem Ambiente. Sie bietet zunächst vor allem Künstlern aus der Region Gelegenheit, sich endlich wieder vor Publikum zu präsentieren. Ein spezielles Konzept unter Beachtung der Corona-Auflagen macht es möglich. Veranstalter ist die Konzertagentur undercover. Jetzt geht die Open-Air-Reihe in die Verlängerung.


Jürgen Meinecke und Olga Nikiforyak

Ruhestand für die Kunst – Rolf Reineke

Die Internetseite www.feeltheart.de ist im Oktober 2017 mit 18 Künstlern an den Start gegangen. Mittlerweile präsentieren rund 100 Kunstschaffende sich und ihre Werke. Der Initiator und Betreiber der Internetseite ist Rolf Reineke aus Thiede. Der 70 Jährige hat sich in seinem Ruhestand ganz der Kunst verschrieben. Auf seiner Internetseite möchte er Künstlern eine Plattform bieten – sowohl Profis als auch Amateuren. Die Plattform ist kostenlos und nach eigenen Angaben gut besucht. Vertreten sind Bilder in Acryl und Öl, Fotokunst und Skulpturen. Zur Zeit gibt es eine große Ausstellung im Braunschweiger Schlosscarree.


Photo © Annette-Hempfling / uk-promotion

Photo © Annette-Hempfling / uk-promotion

CD der Woche: Mulo Francel „Crossing Life Lines“

Saxophonist und Weltenbummler Mulo Francel versammelt für sein neues Album „Crossing Life Lines“ (VÖ 28.08.) kreative Musiker mit biografischen Wurzeln in Mittel- und Ost-Europa. Mit beflügelndem Jazz und World Music feiern sie 75 Jahre Frieden zwischen den Ländern. Einen historisch beispiellosen Frieden, der alles andere als selbstverständlich ist.  Einen Frieden, den es zu erhalten gilt.

Die Idee zu diesem Album entstand während einer ausgedehnten Konzerttour von Mulo Francels Ensemble Quadro Nuevo durch Tschechien und Polen. In der Begegnung mit unzähligen herzlichen Menschen ließen ihm die Emotionen dieser Reise keine Ruhe. Essenzielle Fragen drängten sich auf: Wie gehe ich mit dem Leid um, das die Generation unserer Großväter verursacht hat? Spricht man es an? Entschuldigt man sich?

Dazu meint Mulo Francel: „Das Ende des Zweiten Weltkrieges ist über 75 Jahre her. Vorbei die Besatzung, das Internieren, das massenhafte Vergewaltigen und Töten, die Vertreibung aus der Heimat. Vorbei. Zumindest in Mitteleuropa und den angrenzenden Ländern im östlichen Europa. Ich suchte Kollegen, die mein Anliegen verstehen. Die aufgrund ihrer Biografie einen Sinn für das Überwinden von Grenzen und das Bauen von versöhnenden Brücken zwischen den Völkern haben.“


 Moderation: Sylvia Scholz

Die langen Abende © Luchterhand Verlag

Die langen Abende © Luchterhand Verlag

Buchtipp: Elizabeth Strout – Die langen Abende

In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Und doch enthalten die Geschichten über das Leben der Menschen dort die ganze Welt. Da ist Olive Kitteridge, pensionierte Lehrerin, die sich auch mit siebzig noch in alles einmischt, so barsch wie eh und je. Da ist Jack Kennison, einst Harvardprofessor, der ihre Nähe sucht. Beide vermissen ihre Kinder, die ihnen fremd geworden sind, woran Olive und Jack selbst nicht gerade unschuldig sind …


Filmtipp: The Roads Not Taken

Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man einen anderen Weg eingeschlagen, eine andere Entscheidung getroffen hätte? Leo, ein Mann mittleren Alters, leidet an einer Form von Demenz und verhält sich zunehmend unberechenbar. The Roads Not Taken folgt 24 bedeutsamen Stunden im Leben von Leo, der sich in drei Lebensrealitäten verliert. Über jeder liegt ein Schatten, und Leo spürt, dass etwas in seinem Leben fehlt. Als Leo brilliert der grandiose Javier Bardem.


©Braunschweig Stadtmarketing GmbH Gerald Grote

©Braunschweig Stadtmarketing GmbH Gerald Grote

Smarte Stadtführung durch Braunschweig

Die Abstandregeln in Corona-Zeiten erschweren viele Kulturveranstaltungen. Eine Stadtführung durch Braunschweig an der frischen Luft ist zwar risikoarm, aber: Den Ausführungen des Gästeführers kann man schon aus wenigen Metern Entfernung nicht mehr gut folgen. Abhilfe schaffen soll ein Audiosystem, das es ermöglicht, die Erklärungen über das Smartphone abzurufen. Die Testphase für „VocConnect“ ist gestartet.


Thorsten und Geza im Kult

Thorsten und Geza im Kult

LYRIK, LIED und LEIDENSCHAFT

Vor wenigen Tagen hatten wir Geza Gal und Thorsten Stelzner noch im kleinen Privatstudio beim Proben interviewt und nun standen der Pianist und Komponist Gal und der Satiriker und Polit-Poet Stelzner in Braunschweigs immer noch kleinstem Theater KULT auf der Bühne. Unter dem Titel „Der Mann auf der Terrasse“ erlebten die Besucher die beiden künstlerischen Überzeugungstäter wie im Programm angekündigt: Distanziert und doch ganz nah – eigensinnig, trotzig, klar! Neues, Frisches und Eigenständiges präsentieren Thorsten und Geza als Special Guests ab 19 Uhr am Sonntag, den 16. August im Wolters Kulturgarten an der Wolfenbütteler Straße. Ab 20 Uhr spielt dann das Jan Behrens Trio.


CD der Woche: Oumou Sangaré/Acoustic (No Format)

Cover zu Oumou Sangaré / Acoustic (No Format)

Oumou Sangaré / Acoustic (No Format)

„Acoustic“, das neue Album der malischen Sängerin Oumou Sangaré, wurde in nur zwei Tagen (oder besser: durchgearbeiteten Nächten) unter „Live-Bedingungen“ ohne die sonst üblichen technischen Annehmlichkeiten im Midi Live Studio in Villetaneuse eingespielt. Es gab keine Verstärker, keine zweiten Takes, keine Overdubs, keine Kopfhörer – kein Netz und keinen doppelten Boden.
Jeder Musiker stellte sich auf das Ensemble ein und fügte doch seinen eigenen Touch, seine eigenen Nuancen hinzu. Mit dieser auf ein Minimum reduzierten, sehr egalitären Herangehensweise stellte sich eine Gruppendynamik und Wärme ein, die zu einer heutzutage sehr seltenen emotionalen Intensität führten und so etwas wie einen Moment der Wahrheit hervorbrachten.


Moderation und Musikzusammenstellung: Hans-Otto Kruse

Plakat: Komödie am Altstadtmarkt

Komödie Open-Air im Stadtpark

Nun hat es doch geklappt: Im Theatergarten der Restauration „Heinrich“ feierte das Stück „Ich hasse dich – heirate mich!“ am 1. August Premiere. Der Schwank, den Theaterchef Florian Battermann gemeinsam mit Freund Jan Bodinus verfasst hat, passt zu der momentanen Situation, denn die Braunschweiger Tanzlehrerin Kerstin Schröder (Sarah Matberg) kann dem Lockdown zur Folge nur noch per Online coachen. Verärgert darüber ist der neue Nachbar Felix Schwarz (Florian Battermann), der als Autor in Ruhe arbeiten will. Für aktuelle Klatschgeschichten sorgt Nervensäge Helga Otto (Manon Straché). Die pointenreiche Komödie lädt ein zu bester Unterhaltung in der sommerlichen Atmosphäre des Stadtparks.


Filmplakat: Prokino Filmverleih

Filmtipp: Auf der Couch in Tunis

Fast ihr ganzes Leben hat Selma in Frankreich verbracht. Nach ihrem Studium möchte sie in ihrem Heimatland Tunesien eine Praxis eröffnen, denn sicher hat der eine oder andere etwas auf dem Herzen, was nicht für die Ohren anderer bestimmt ist. Selma ist sicher, dass nach der Revolution eine vertrauenswürdige und verschwiegene Person willkommen sein wird, bei der man sich aussprechen kann. Ihrem Plan wird mit Skepsis, aber auch großem Interesse begegnet.


Trashion Show

Die Braunschweiger Innenstadt wird am 13. September zum Laufsteg. Dann präsentiert das theaterpädagogische Zentrum (TPZ) eine höchst ungewöhnliche Modenschau. Was man dafür machen muss? Am besten zu Hause den gelben Sack durchforsten und den Inhalt zu einem spannenden Workshop mitbringen (Anmeldung: mail@tpz-bs.de). Wir haben mit Teresa Lipinski vom TPZ gesprochen.


CD der Woche: São Paulo Panic

São Paulo Panic – dahinter verbirgt sich ein musikalisches Projekt, dessen Wurzeln in der „Jazzahead! 2019“ liegen. Alles begann mit einem Panel, zu dem die brasilianische Sängerin Dani Gurgel auf der Bremer Jazzmesse eingeladen hatte, um gemeinsam mit Musikern wie Thiago Rabello und Martin Fabricius über die Sprache des Jazz zu diskutieren – vor allem darüber, inwiefern sie es Musikern erlaubt, unabhängig von ihrer Nationalität miteinander zu kommunizieren.

Daraus ist schnell entstand die Idee entstanden, die diskutierten Punkteim Anschluss in die Praxis umzusetzen und ein Album aufzunehmen“, erinnert sich Gurgel. Eine Idee, die auch aus Sicht der beiden Köpfe von Berthold Records, Anton Berthold und Nicholas Bild, vielversprechend klang. Also – gesagt getan – schickten sie die beteiligten Musiker für 10 Tage nach Brasilien. Genauer gesagt nach São Paulo, die Heimatstadt von Gurgel und Rabello, wo beide ein Aufnahmestudio betreiben.

Die Ergebnisse dokumentiert das Album „São Paulo Panic“, eingespielt in der Besetzung Dani Gurgel (voc), Thiago Rabello (dr), Timo Vollbrecht (sax), Martin Fabricius (vibe), Tal Arditi (g) und Frederico Heliodoro (b). Wer sich die Stücke des Albums anhört, könnte vermuten, dass das Sextett nicht erst wenige Tage, sondern schon viele Jahre zusammenspielt. Scheinbar mühelos gelingt es den Musikern, mit einem spannenden Mix aus unterschiedlichen Musikstilen eine gemeinsame Stimme zu finden.


Moderation und Musikzusammenstellung: Dorothea Rieck

24.09.2020 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

pandora@okerwelle.de