Pandora

Das Kulturmagazin

Donnerstags, 19.00 Uhr

Das Kulturmagazin beleuchtet die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Natürlich informieren wir Sie über Höhepunkte wie Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen oder Gastspiele – wichtig ist uns aber auch, darüber zu berichten, was Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachen Kultur so alles auf die Beine stellen.

Darüber hinaus möchten wir „jungen“ Künstlern, Autoren und Musikern die Gelegenheit geben, sich mit uns live im Studio über ihre kreative Tätigkeit zu unterhalten und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Beiträge des Kulturmagazins Pandora können Sie hier unter dem Sendetermin auch nachhören – gute Unterhaltung!

THEMEN DER SENDUNG

Simone Kopmajer – Photo © thinksi

CD der Woche: Simone Kopmajer überzeugt mit neuem Album

Sie hehört zu den erfolgreichsten österreichischen Jazzstimmen der Gegenwart. Die aus der Steiermark stammende Sängerin Simone Kopmajer hat ihren Weg gemacht und geniest in der Jazzszene den Ruf, eine der profiliertesten ihres Faches zu sein. Ihre Fans sind rund um den Globus verstreut, ihre Veröffentlichungen auch in fernen Ländern gefragt, sie singt europaweit, in den USA, in Japan, Israel und auch Südostasien, wo sie mittlerweile den Status eines Stars geniest und die großen Hallen füllt. Mit „My Wonderland“ setzt Simone Kopmajer nun zum nächsten Wurf an.

Auf „My Wonderland“ befinden sich Neubearbeitungen altbekannter Jazzklassiker (u.a. „Caravan“ von Duke Ellingtion, und „Why Don´t You Do Right“ von Peggy Lee), Latin Kompositionen (u.a. von Antonio Carlos Jobim), aber auch wunderschöne Coverversionen aus der Feder von Burt Bacharach und Santana. Das Album brilliert mit Spielfreude und perfektem Miteinander von Sängerin und Musikern, mit Klängen voller Eleganz und Leichtigkeit, dazu noch exzellent produziert.


Filmplakat: Wild Bunch Germany

Filmtipp: Die schönsten Jahre eines Lebens

Siege fährt der ehemalige Rennfahrer und Womanizer Jean-Louis nur noch in seiner Erinnerung ein. Doch die geht immer mehr verloren, fürchtet sein Sohn Antoine, auch wenn es scheint, als würden sich die Gedanken des alten Herrn vor allem um eine bestimmte Frau drehen: Anne, die große Liebe seines Lebens.

Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Klassiker der Nouvelle Vague „Ein Mann und eine Frau“ gilt als eine der schönsten Liebesgeschichten des Kinos. Nach über fünfzig Jahren wagt sich Altmeister Claude Lelouch an eine Fortsetzung seines melancholischen Liebesfilms. In den Hauptrollen erneut Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant.


Klaus Meininger – Foto: Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig: An die Hoffnung

Unter diesem Motto lädt das Ensemble des Hauses zu sechs Vorstellungen auf die eigene Dachterrasse und in den Innenhof des Kleinen Hauses ein – voller Hoffnung auf das Comeback eines lebendigen Theaterbetriebs nach dem Sommer.
Nach den Liederabenden mit Dorothea Spilger stehen noch drei Veranstaltungen aus : Am 10. Juli erzählt Klaus Meininger (Foto) märchenhaftes der Brüder Grimm, zwei Tage später interpretieren im Format eines „Direktmusikabends“ Schauspieler*innen und Gäste ihre Lieblingsmusik einmal ganz anders mit dem Sound der Jörg-Wockenfuss-Band und am 13. Juli feiert das Staatstheater mit einem bunten Best-Off den Abschluss der erfolgreichen Reihe „Wir kommen zu Ihnen“. Alle Sparten des Theaters sind dann vertreten mit einem Blick auf die hoffentlich erfolgreiche neue Saison


Foto: Stadt Braunschweig

Neues Magazin: „Merian Scout Braunschweig“

Die niedrigen Infektionszahlen machen wieder vieles möglich, was wir schmerzlich vermisst haben. Urlaubsreisen dürften aber noch eine Zeitlang schwierig sein. Aber warum in die Ferne schweifen? Hilfestellung bietet der neue „Merian Scout Braunschweig“, der seit kurzem im Handel ist.

Moderation und Musikzusammenstellung: Sylvia Scholz

Filmplakat: Piffl Medien

Universum Filmtheater öffnet am 2. Juli

Endlich – am 02.07.2020 öffnet das Universum Filmtheater wieder, nach einer quälend langen Durststrecke. Und endlich kann man den neuen Film „Undine“ von Christian Petzold erleben. In der klassischen Sage bekommt Undine, die Jungfrau aus dem Wasser, erst durch die Vermählung mit einem Menschen eine Seele. Verlässt dieser sie wieder, muss er sterben und Undine kehrt ins Wasser zurück.

Christian Petzolds „Undine“ ist eine Stadthistorikerin in Berlin, die verlassen wird, aber nicht töten will. Und sie lernt einen anderen Mann kennen und lieben. Von dieser Liebesgeschichte erzählt „Undine“.


Anton´s im HAUM – Foto: © Kruse

HAUM eröffnet Gastro mit der Lebenhilfe

Braunschweig ist seit einigen Tagen um eine gastronomische Attraktion in einer der schönsten Lagen der Löwenstadt reicher:
Sie heißt „Anton´s“, liegt im Anbau des Herzog Anton Ulrich-Museums mit Blick in den Museumspark, und wird betrieben von der Lebenshilfe Braunschweig. Das Museumsteam, so Direktor Dr. Thomas Richter, freut sich mit den Besucherinnen und Besuchern des Hauses, dass das Anton´s nach Jahren der Planung nun seinen Betrieb aufnehmen kann. Museen sind Treffpunkte für alle Menschen, die Kultur und Kunst mit unterschiedlichsten zielen und Interessen für sich entdecken möchten Und dieser neue gastronomische Bereich wird auch mit seinem Konzept der Inklusion in der täglichen Museumsarbeit viele neue Impulse setzen. Das Land Niedersachsen hatte mit rund 700.000 € die Optimierung des Gastronomiebetriebes ermöglicht.


Foto: Kunstverein BS

Ausstellung im Kunstverein Braunschweig: The Faculty of Sensing

Kennen Sie Anton Wilhelm Amo? Vermutlich nicht, dabei ist sein Lebensweg ebenso einzigartig wie bemerkenswert. Und die aktuelle Ausstellung im Kunstverein Braunschweig, The Faculty of Sensing ( Die Fähigkeit wahrzunehmen) widmet sich dem bisher wenig beachteten Philosophen der Frühaufklärung, der als erster Schwarzer Philosoph in Deutschland gilt.

Anton Wilhelm Amo wurde als Kleinkind so etwa um 1700 aus dem Gebiet des heutigen Ghana verschleppt und gelangte über Amsterdam an den Hof des Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, von wo aus er seine wissenschaftliche Karriere begann. Seine biographische Verbindung mit unserer Region Braunschweig/Wolfenbüttel war Anlass für den Kunstverein, internationale Künstler einzuladen, sich mit den Texten und dem Leben von Anton Wilhelm Amo zu beschäftigen. Die so entstandenen Arbeiten sind in den Ausstellungsräumen des Salve Hospes zu besichtigen.


Céu -_Foto: Gabriela Mo

CD der Woche: Pop-Ikone Céu – AKPA!

AKPA! – das 5. Album der brasilianischen Pop-Ikone Céu ist CD der Woche-
Die in São Paulo geborene brasilianische Sängerin und Songwriterin Maria do Céu Whitaker Poças veröffentlicht unter ihrem Künstlernamen Céu („Himmel“) seit 2005 Alben und ist in ihrem Heimatland eine der erfolgreichsten Musikerinnen. 2006 wurde sie für den Latin Grammy als “best new artist” nominiert, 2008 gewann sie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. In Céu’s Musik verschmelzen Einflüsse aus Samba, Choro, Soul, Rhythm and Blues, Hip-Hop, Afrobeat und Electro-Pop.

„APKÁ!“, das fünfte Album von Céu, fasst den bisherigen Werdegang der Sängerin und Komponistin zusammen, ist ein eher minimalistisches Album, das klangliche, thematische, musikalische und konzeptuelle Extreme vereint und eine Künstlerin präsentiert, die sich an die musikalischen Reisen früherer Platten durchaus erinnert, aber auch bereit ist, eine neue Phase ihrer Karriere zu beginnen.

Der Titel des Albums stammt von Céus jüngstem Kind Antonino, ist ein Wort, das vom Einjährigen gerufen wurde, um seine vollkommene Zufriedenheit auszudrücken. Lächelnd und glücklich ruft Céus Sohn das seltsame erfundene Wort, um zu demonstrieren, dass er mit allem zufrieden ist, von einer Mahlzeit bis zu einem Spiel. Es ist eine Mischung aus Aufregung und Dankbarkeit.


Hardy Crueger auf der Oker – Foto: privat

Oker-Thriller auf dem KULT-Floß

Da die beliebten Lesefahrten auf der Oker in diesem Jahr nur schwer durchzuführen sind, haben sich Krimiautor Hardy Crueger und Theaterdirektor Thomas Hirche zusammengetan und die Fahrten kurzerhand ins „KULT“ im Schimmelhof an der Hamburger Straße verlegt.Unter einem garantiert regenfreien Himmel und ohne lästige Schwimmwesten legt das KULT-Floß in lauschiger, flussartiger Atmosphäre ab und gleitet langsam auf der Oker dahin. Dem Fluss, an dessen Ufer hinterhältige Täter auf ihre ahnungslosen Opfer lauern, und so das stille Wasser in einen Strudel aus Verbrechen und Wahnsinn verwandeln. Und ein Buchtipp wird Hardy Crueger sicher auch für uns haben.


Moderation und Musikzusammenstellung: Hans-Otto Kruse

Foto Komödie am Altstadtmarkt

Open Air Komödie im Heinrich

Die Komödie am Altstadtmarkt zieht für einige Wochen um in den Stadtpark. Dort hat das traditionsreiche Wirtshaus „Heinrich“ einen herrlichen Biergarten mit Pavillon. Ideale Voraussetzungen, um Theater open-air zu präsentieren.

Florian Battermann hat gemeinsam mit Freund Jan Bodinus eine turbulente Komödie verfasst, in deren Mittelpunkt der Lockdown mit seinen Folgen steht. Es ist ein pointenreiches Feuerwerk mit Tipps, wie man einer Pandemie mit Humor begegnen kann.
Foto: Gemeinsam am Pavillon von rechts Florian Battermann, Wirt Thomas Tägtmeyer und Jan Bodinus.


Foto: Naturhistorisches Museum

Sonderausstellung „Vielfalt zählt“

Das Staatliche Naturhistorische Museum präsentiert vom 20. Juni bis 20. September eine Sonderausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Rittersaal der Burg Dankwarderode wird anhand von zahlreichen interaktiven Exponaten und Medieninstallationen gezeigt, was Biodiversität bedeutet und warum sie für uns Menschen so wichtig und schützenswert ist. Ergänzt wird die Ausstellung mit eigenen Exponaten des Naturhistorischen Museums und  Erkenntnissen aus der laufenden Forschung.


Foto: Staatstheater BS

„Tanzwärts – Film statt Bühne“

Tanzen ist pure Sinnlichkeit – das Spüren des eigenen Körpers, die unmittelbare Berührung mit der Partnerin oder dem Partner, das Hören der Musik und auch das Betrachten von Bewegung verschmelzen zu einer Einheit und führen zu einem sinnlichen Erlebnis. Dies war auch immer der Anspruch, den sich das Staatstheater-Projekt „tanzwärts!“ gesetzt hat. Doch Coronabedingt ist in diesem Jahr ist alles anders, denn dieses erfolgreiche Projekt mit den sonst üblichen 150 Laientänzerinnen und -tänzern jeglicher Altersgruppe musste nicht nur mit weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmern auskommen, auch die Abschlussveranstaltung auf der Bühne des Großen Hauses konnte nicht im üblichen Rahmen stattfinden. Was sich aber in diesem Jahr daraus entwickelt
hat, haben wir bei einem Bühnenbesuch im Staatstheater erfahren.


Pressefoto: Gretchen Peters

Neues Album von Gretchen Peters

Gretchen Peters zählt in den USA zu den populärsten und beliebtesten Künstlerinnen der Folk- und Country-Music. Was ihr Renommee als Sängerin und Songwriterin betrifft, ist die in Bronxville, New York geborene und in Boulder, Colorado aufgewachsene zweifache Grammy-Preisträgerin durchaus mit großen Country-Damen wie Alison Krauss, Emmylou Harris, Nanci Griffith oder Mary Chapin Carpenter zu vergleichen.

Mickey Newbur gehörte zu den stilprägenden Countrysängern der 70er Jahre: eine Schüsselfigur des „New Nashville“, jener Aufbruchszeit, in der Sänger wie Kris Kristofferson, Waylon Jennings oder auch Johnny Cash das Genre aus dem Griff der Tradition und der Puristen befreiten. Manchen von ihnen – wie Kristofferson – hat Newbury wesentlich zu ihrer Karriere verholfen. Und doch ist Mickey Newbury heute weithin vergessen. Selbst in den USA waren seine Platten zuletzt kaum zu erhalten, in Deutschland ist er so gut wie unbekannt.

Nun ist Gretchen Peters neues Album “The Night You Wrote That Song: The Songs of Mickey Newbury” erschienen, eine liebevolle Hommage an den Songwriter und Nashville Hall of Famer Mickey Newbury. Der 2002 verstorbene amerikanische Musiker beeinflusste Peters eigene künstlerische Arbeit immens.


Filmplakat. Koch Films Verleih

Filmplakat. Koch Films Verleih

Streamingtipp: “Parasite”

Welch ein Triumph! „Parasite“ von Bong Joon Ho gewinnt als erster nicht-englischsprachiger Film in der 92-jährigen Geschichte der
Oscar-Verleihung die begehrte Trophäe als bester Film 2020! Gleichzeitig wurde er als bester internationaler Film ausgezeichnet, Regisseur Bong Joon Ho gewann den Regie-Oscar sowie den Preis für das beste Originaldrehbuch. Der Thriller des koreanischen Regisseurs Bong Joon Ho ist ein brillant inszeniertes, bitterböses, saulustiges Drama mit einem gewaltigen Vorrat an sozialer Sprengkraft, das für viele als bester Film des Jahres 2019 gilt. Klassenkampf, wie man ihn noch nicht gesehen hat!

Monatelang lief Parasite im Universum Filmtheater. Und wer diesen temporeichen, grandios gefilmten Film immer noch nicht gesehen hat, kann ihn jetzt bei amazon prime streamen. Worum geht es im Film? Kim Gi-taek ist Familienvater, jedoch arbeitslos. Mittlerweile ist seine vierköpfige Familie verzweifelt. Das Blatt wendet sich, als sein Sohn seinen Lebenslauf fälscht und einen Job in einer reichen Familie bekommt. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.


Moderation und Musikzusammenstellung: Dorthea Rieck

Plakat: Universal Pictures Germany

Filmtipp: Queen & Slim

Ein erstes Date: Queen und Slim sitzen im Diner, sie essen, quatschen zusammen, und dann will er sie nach Hause fahren. Doch ein kleiner, unbedachter Schlenker mit dem Auto setzt Ereignisse in Kraft, die einem weißen Europäer unglaublich erscheinen, für einen schwarzen Amerikaner jedoch allzu real sind.
Plötzlich sind zwei unbescholtene Bürger auf der Flucht, denn die Anwältin Queen weiß nur zu genau, was Schwarzen blüht, wenn sie sich der Polizei stellen.


anna.laclaque – COME IN

„ Fractal State of Mind“ im Kunsthaus BBK

Wenn man dieser Tage die Humboldtstraße entlang schlendert, erscheint das Kunsthaus BBK verhüllt. Zwei kirschrote Münder zieren den Portikus, die Seiten werden von riesigen Augen verdeckt. Nachts bewegen sich Figuren in der Folie, ein Beamer hinterleuchtet das Geschehen und belebt es. Klänge sind zu hören. Das so offenkundig lockende Außengebilde ist eine Video-Voice Installation der Künstlerin anna.laclaque mit dem Titel COME IN und der Beitrag des BBK Braunschweig für das Rahmenprogramm des Lichtparcours. Das Kunsthaus BBK bleibt während der gesamten Laufzeit verhüllt, die Münder Locken, und die Augen des Häuschens richten sich gen Himmel. Die Installation ist Teil der Ausstellung FRACTAL STATE OF MIND im Inneren des Kunsthauses, die noch bis zum 12. Juli zu sehen ist.


Foto: Redaktion

Buchtipp: Michela Murgia – Accabadora

Ein sardisches Dorf, Mitte der fünfziger Jahre: Als Dorfschneiderin ist Bonaria gewohnt, Maß zu nehmen – mit ihren Augen, ihrem Verstand und dem Herzen. Die kleine Maria, die sie als fill’e anima, Kind des Herzens, aufnimmt, ist ihr ganzes Glück. Manchmal hört Maria ihre Ziehmutter, die Accabadora, wie sie sich nachts aus dem Haus stiehlt, und am nächsten Tag läutet die Totenglocke…


Foto: Redaktion

Sonderausgabe Theaterformen 2020

Das Festival Theaterformen, veranstaltet von den Staatstheatern Hannover und Braunschweig im Wechsel, ist eines der größten Festivals für internationales Theater in Deutschland. In diesem Jahr soll die 30. Sonderausgabe vom 2. – 12. Juli unter dem Motto „A Sea of Islands“ stattfinden. Vor Ausbruch der Pandemie war geplant, 18 internationale Produktionen, die mit gleich vielen verschiedenen Inseln auf der ganzen Welt in Verbindung stehen, auf Braunschweigs Bühnen zu präsentieren. Die Sonderausgabe des Festivals bleibt den ursprünglich eingeladenen Künstler*innen und dem Insel-Bezug treu.


Photo © ub-comm

CD der Woche – „Let The Fire Lead“

Es ist tatsächlich schon zehn Jahre her, dass das Blues-Trio Micke & Lefty feat Chef sein letztes Album „Up The Wall“ veröffentlicht hat. Nicht, dass die Drei sich in der Zwischenzeit gelangweilt hätten. Mit ihrer seit fast 30 Jahren bestehenden Band Micke Bjorklof & Blue Strip waren Micke Bjorklof und Lefty Leppänen in den letzten Jahren mehr als nur gut beschäftigt – ob auf Tournee von Japan, den USA bis nach Europa oder im Studio, hatten aber noch zeitliche Ressourcen, 2000 ein Trio zu gründen.

Das besteht aus Micke Bjorklof (voc, harm, g, perc), Lefty Leppänen (voc, g, harm) und ab 2004 aus Chef (b, voc), der auch noch seine eigene Band Lumberjacks hat. Als ihnen im letzten Sommer klar wurde, dass sich in 2020 das 20-jährige Jubiläum des Trios anbahnen und sich eine zehnjährige Album-Lücke auftun würde, sagten sie sich „jetzt oder nie“, buchten kurzerhand ein Studio und nahmen neue Songs in ihrer finnischen Heimat auf. Blues- und Roots-Songs sowie Gospel-, Folk- und Rockelemente vereinen sich spannend und abwechslungsreich auf dem neuen Album „Let The Fire Lead“, das am kommenden Freitag veröffentlicht wird.

Das neue Album des finnischen Blues-Trios Micke & Lefty feat. Chef erscheint am 19. Juni.


Moderation und Musikzusammenstellung: Sylvia Scholz

Foto: Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig: Die neue Saison

Die Generalintendantin Dagmar Schlingmann stellte gemeinsam mit ihrem Team (Foto) im Rahmen eines Pressegesprächs das Programm für die Spielzeit 2020/21 am Staatstheater Braunschweig vor. Als Motto wurde dafür ausgewählt „Die Zukunft so hell“, mit dem für die Forschungs- und Wissenschaftsstadt Braunschweig das Morgen in den Mittelpunkt gerückt werden soll. Insgesamt 31 Neuproduktionen sind in der nächsten Spielzeit auf den Bühnen des Staatstheaters Braunschweig geplant, davon allein 14 Uraufführungen. Dazu kommen 14 Konzertprogramme – zehn Sinfoniekonzerte und vier Konzertprojekte.


Lichtparcours FORT & Anna Jandt, Hellsinki, 2020 – Foto: Stadt Braunschweig

Der Lichtparcours 2020

Der diesjährige Lichtparcours startet mit 15 eigens für den Parcours geschaffenen Exponaten und vier älteren Objekten am 13. Juni. Der Braunschweiger Lichtparcours stand in den vergangenen Wochen unter dem “Prinzip Hoffnung”, weil infolge der Corona-Pandemie die Durchführung der Lichtkunstausstellung zunächst fraglich war. Nachdem nun das Sicherheitskonzept durch den städtischen Krisenstab genehmigt worden ist, gilt als sicher: Der Lichtparcours kann stattfinden, das Prinzip Hoffnung hat getragen.Oberbürgermeister Ulrich Markurth eröffnet den Lichtparcours am Abend gegen 21.30 Uhr per Knopfdruck vom Okerufer aus. Die Eröffnung wird per Livestream auf der homepage der Ausstellung, www.lichtparcours.de, übertragen.


Kunstverein WF, Karl Schaper – Foto: Veranstalter

Kunstverein Wolfenbüttel: Karl Schaper

Im Kunstverein Wolfenbüttel wurde eine Ausstellung eröffnet, die sich dem Künstler Karl Schaper aus Apelnstedt widmet. Sie trägt den Titel „Karl Schaper: mutatis mutandis“. Karl Schaper, am 10.April 1920 geboren und 2008 in Apelnstedt verstorben, war ein Maler, Bildhauer, Grafiker und Konzeptkünstler aus unserer Region. 1975 war er Mitbegründer des Kunstvereins Wolfenbüttel. In diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden.
Das Ausstellungskonzept stammt von dem in Südkorea geborenen und in Braunschweig lebenden Künstler Jiun Roh und der assistierenden Kunstwissenschaftlerin Nina Lüllau. Bei diesem Projekt geht es im Besonderen um die private und öffentliche Erinnerung an den
Menschen Karl Schaper und den Zugang zu seinem Archiv.


Late Night – Filmplakat: eOne

Streamingtipp: “Late Night”

Katherine Newbury ist die vermeintlich allseits beliebte Gastgeberin der erfolgreichen Talkshow „Tonight with Katherine Newbury“. Als ihr eines Tages jedoch vorgeworfen wird, eine „Frau, die Frauen hasst“ zu sein, kommt ihr eine Idee: Mit Molly soll zum ersten Mal eine Frau frischen Wind in ihr Autorenteam bringen, das sonst ausnahmslos aus Männern besteht! Doch das kommt wohl zu spät, denn neben den immer weiter sinkenden Quoten sieht sich Katherine auch noch damit konfrontiert, dass der Sender sie ersetzen will – und zwar durch einen Mann. Zu aller Überraschung scheint sich die Einstellung von Molly letztlich aber doch noch als Glücksgriff zu erweisen: Denn die junge Frau will beweisen, dass sie nicht nur ein Marketing-Stunt ist, um den Ruf der Moderatorin zu retten, und setzt alles daran, die schlecht laufende Show und damit auch Katherines Karriere doch noch irgendwie zu retten.


Don Bryant – Foto: ©bertus promotion

CD der Woche: Don Bryant – “You make me feel

Don Bryant, der 1942 in Memphis geborene Sänger und Songwriter, entdeckte bereits in Kindertagen sein musikalisches Talent. Als junger Erwachsener trat er solo – sein Solo-Debüt “Precious Soul” ist 1969 erschienen – und in Bands auf, arbeitete parallel und zunehmend schwerpunktmäßig für Hi Records auch als Songwriter, schrieb Songs für Größen wie Buddy Ace, Otis Clay, Little Junior Parker oder seine Ehefrau Ann Peebles, für die er 1973 den Welthit „I Can’t Stand The Rain“ schrieb.

In den 2000er-Jahren zog er sich aus der Szene nahezu völlig zurück, bis ihn 2016 Musiker der Formation Bo-Keys überzeugten, sich wieder der Musik zu widmen. 2017 erschein das gemeinsame Album “Don’t Give Up On Love”, auf das nun “You Make Me Feel” folgt. Fest im Funk, Soul und Gospel verwurzelt, blickt Bryant bis heute auch auf angrenzende Genres. Diese Vielseitigkeit, sowie Intensität und Leidenschaft prägen sein Werk.

„You Make Me Feel“ ist das dritte Solo-Album (VÖ 19.6. 2020) des 78-jährigen Soul-Größe und alles andere als ein Abgesang, eher ein altersweises Memphis-Soul-Meisterwerk. „Mr. Rhythm“ Don Bryant zelebriert darauf Funk- und Soulneuheiten, eigene Interpretationen und Klassiker aus über 50 Karrierejahren; und auch im Alter von 78 Jahren hat Don Bryant nichts von seiner charismatischen Musiker-Persönlichkeit verloren.


Moderation und Musikzusammenstellung: Hans-Otto Kruse

Christo – Foto: Valery Hache dpa

Christo – ein Visionär

„Unsere Projekte sind Kunstwerke. Sie sind völlig nutzlos. Sie existieren nur, weil ich und Jeanne-Claude sie sehen und realisieren möchten.” Der verhüllte Reichstag in Berlin, „The Wall” – 13.000 Ölfässer im Gasometer in Oberhausen, zwei gigantische Projekte von Christo und seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude, die in Deutschland realisiert wurden. Und allein der verhüllte Reichstag lockte über 5 Millionen Besucher an. Nicht schlecht für völlig nutzlose Kunstwerke! Das Künstlerehepaar strebte zeit seines Lebens nach Freude und Schönheit, so auch bei den „Valley Curtains” in den Rocky Mountains, „The Umbrellas” in Japan und Kalifornien und unzähligen weiteren Projekten. Für Christo war Kunst ein Vorgang und nicht ein Endresultat. Viele Projekte benötigten Jahrzehnte bis zur Realisierung. „Kunst ist kein Beruf, in dem man von 9 bis 17 Uhr arbeitet. Künstler zu sein bedeutet, zu jeder Zeit Künstler zu sein, es gibt keinen Moment, in dem man kein Künstler ist.” Am Pfingstsonntag ist dieser großartige und charismatische Visionär kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahren verstorben. Er fehlt jetzt schon.


Brueghel Restaurierung - Foto: © C.Cordes, HAUM

Brueghel Restaurierung – Foto: © C.Cordes, HAUM

Breughel – Ein Meisterwerk restauriert

Ab sofort ist die Sonderausstellung „Brueghel. Ein Meistwerk restauriert” des Herzog Anton Ulrich-Museums wieder für Besucher*innen zugänglich. Wir hatten bereits Ende 2019 über die damals eröffnete Ausstellung über ein aufwändig restauriertes Kreuztragungs-Motiv von Pieter Brueghel dem Jüngeren berichtet, die dann pandemie-bedingt im März geschlossen werden musste. Diese sehenswerte Ausstellung wird nun bis zum 11.Oktober 2020 verlängert.

Das großformatige Gemälde aus dem Jahr 1629 schlummerte jahrhundertelang schwer beschädigt im Depot des Museums. Die aufwändige und zeitintensive Restaurierung konnte erst durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung realisiert werden. In unserer heutigen Sendung möchten wir Ihnen anlässlich der Wiedereröffnung über die umfangreichen Restaurierungsarbeiten und das Ausstellungskonzept berichten.


Dagmar_Schlingmann_(c) bjoern_hickmann

Dagmar_Schlingmann_(c) bjoern_hickmann

Staatstheateraktion: “Wir kommen zu Ihnen”

Unter diesem Motto geht das Staatstheater Braunschweig auf Reise. Wenn das Publikum nicht ins Theater darf, kommt das Theater zum Publikum: Ensembles aller Sparten bieten kleine Auftritte in Braunschweiger Hinterhöfen und Gärten, vor Pflegeheimen oder Krankenhäusern – überall dort, wo Balkon- und Fensterplätze ein sicheres Zuschauen erlauben. Die Aktion begann am 27. Mai und läuft über vier Wochen. Bewerbungen sind ab sofort auf der Webseite des Staatstheaters möglich.

Eröffnet wurde neben zwei weiteren Aufführungsorten mit einem Auftritt der Sopranistin Ekaterina Kudryavtseva im Garten vor dem Haus der Stiftungen am Löwenwall. Dabei erläuterte die Generalintendantin Dagmar Schlingmann (s. Bild) die Zielsetzung der Aktion.


Green Book - Bild: Entertainment One

Filmplakat: Entertainment One

Streamingtipp: Green Book

Unter normalen Umständen wären sie sich nie begegnet: Tony; ein einfacher Mann aus der Arbeiterklasse und der begnadete Pianist Dr. Don Sherley. Tony chauffiert den Afroamerikaner auf einer Konzertreise durch die Südstaaten in den Sechziger Jahren. Dabei unverzichtbar: Das „Green Book”, benannt nach dem New Yorker Postboten Victor Hugo Green. Darin waren Hotels und Restaurants aufgelistet, in denen schwarze Kunden willkommen waren. Ein fast überlebenswichtiger Ratgeber…

„Was mein Vater auf dieser Reise mit Dr. Shirley erlebt hat, änderte seine Sicht auf die Welt, da er Sachen erlebte, die er so noch nie gesehen und von deren Existenz er nichts gewusst hatte,” sagt Nick Vallelonga, Tonys Sohn. „Er hat gelernt, Menschen mit Rücksicht und Respekt zu begegnen.” Der beeindruckende Film „Green Book” ist bei Netflix abrufbar, unbedingt anschauen!


Buchtipp: Benjamin Myers „Offene See”

Benjamin Myers, geboren 1976, ist Journalist und Schriftsteller. Er hat nicht nur Romane, für die er mehrere Preise erhalten hat, auch Sachbücher und Lyrik geschrieben. Mit seiner Frau lebt er in Nordengland. In seinem Roman offene See entführt er uns an die Küste Nordenglands, in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg als die Männer ihr Leben als Bergarbeiter fristeten. Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt die Natur und Bewegung, er sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. (Benjamin Myers „Offene See”, erschienen im März 2020)


Jasmin Tabatabai – Foto: (c) javadi records

CD der Woche: Jasmin Tabatabai & David Klein Quintett / Jagd auf Rehe

Sie ist eine der großen deutschen Fernseh- und Kinostars. Wenn die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai in der ZDF-Serie „Letzte Spur Berlin” als Kommissarin Mina Amiri in einer Hauptrolle vor der Kamera steht, schauen regelmäßig Millionen zu. Der quotenstarke Publikumsrenner geht mittlerweile in die 9. Staffel und ein Ende ist nicht in Sicht.

Aber auch als Sängerin weiß die wandelbare Mimin zu begeistern. Ihr Gesangsdebut gab sie als Rockröhre im Erfolgsfilm „Bandits”, zusammen mit Katja Riemann und Nicolette Krebitz. Der Kultfilm hatte fast eine Million Zuschauer, der Soundtrack, der größtenteils aus Songs von Jasmin Tabatabai besteht, avancierte mit über 700’000 verkauften Exemplaren nicht nur zum bestverkauften deutschen Soundtrack, sondern ist auch der meistverkaufte eines europäischen Kinofilms.

Für das Album „Eine Frau”(2011), ihre erste CD als Jazz- und Chansonsängerin, wurde Tabatabai mit einem Echo-Jazz ausgezeichnet, und ihre Liveauftritte reißen Publikum und Presse gleichermaßen mit; die Süddeutsche Zeitung nennt Jasmin Tabatabai im einem Atemzug mit Marlene Dietrich und Hildegard Knef: „Es gibt diese Stimmen, die man sofort erkennt, sie haben einfach dieses gewisse Etwas, das sich auf ewig ins akustische Gedächtnis einbrennt”.

Jasmin Tabatabai und ihr musikalischer Partner, der Schweizer Musiker, Komponist und Produzent David Klein agieren auch mit ihrem neuesten Programm „Jagd auf Rehe” und der Produktion ihrer dritten gemeinsamen CD getreu dem Motto „Vielfalt ist das Zauberwort”. Keine stilistische Grenze, die nicht gesprengt, kein Genre, das nicht erforscht wird.


Moderation und Musikzusammenstellung: Dorothea Rieck

Lichtparcours 2020

Der Lichtparcours 2020

Im Sommer 2020 findet mit 15 eigens für den diesjährigen Parcours geschaffenen Exponaten und vier Objekten aus den vorigen Jahren der 5. Braunschweiger Lichtparcours statt. Im Mittelpunkt des Lichtparcours steht – auch als Reminiszenz an den ersten Parcours 2000 – die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wasserlauf der Oker und seinen 24 Brücken sowie das Wasser in Kombination mit Licht. Trotz der schwierigen Situation aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist das städtische Kulturdezernat der Hoffnung, dass es dennoch möglich sein wird, das diesjährige Ausstellungsformat von Lichtkunst im öffentlichen Raum Braunschweigs stattfinden zu lassen.


Buchtipp: Lessing-Krimi Bd. 38

Uwe Brackmann schreibt seit 1999 und hat in dieser Zeit 59 Romane veröffentlicht. Darunter sind 16 Kriminalromane, die in Bremen spielen sowie die mittlerweile recht bekannten Detektivgeschichten aus der Lessing-Serie: Der Ex-Kommissar Lessing aus Braunschweig hat Schlimmes und Grausames hinter sich gelassen, er eröffnet eine Detektei in Wolfenbüttel. Die Liebe zu den alten Fachwerkhäusern und die Beschaulichkeit der niedersächsischen Stadt lassen Lessing für einen kurzen Moment Ruhe finden, doch mit der Beschaulichkeit ist es bald zu Ende…Und so ist inzwischen der 38. Band herausgekommen mit dem Titel „In eigener Sache“.


Foto: Netflix

Streamingtipp: Haus des Geldes

Ein Verbrechergenie, das nur als „Der Professor“ bekannt ist, rekrutiert acht Diebe, um mit deren Hilfe einen ausgeklügelten Überfall auf die Banknotendruckerei Spaniens durchzuführen. Die Mitglieder der Gruppe, die sich zur Geheimhaltung ihrer wahren Identitäten nach den Metropolen Tokio, Berlin, Nairobi, Rio, Helsinki, Oslo, Denver und Moskau benennen, wollen die Einrichtung infiltrieren, um 2,4 Milliarden Euro für sich selbst zu drucken. Für diese immense Summe brauchen sie jedoch mehrere Tage unbemerkt Zugriff auf die Gelddruckmaschinen. Ein ebenso akribischer wie komplexer Plan soll ihnen dabei die Polizei vom Leib halten. Doch bei allem, was auf dem Spiel steht, fällt es nicht jedem von ihnen leicht, die Ruhe zu bewahren. Spannungen innerhalb der Bande sind damit schon bald vorprogrammiert.


Cover: Photo © motor entertainment

CD der Woche:

Seinen Gesang und sein Gitarrenspiel hat Thom (Thomas Bewernick) als Straßenmusiker geschult. Seine Stimme erinnert an die von Damien Rice oder Jeff Buckley. Die Straßenmusik führte Thom durch Europa und die Vereinigten Staaten, bevor er sich in Berlin niederließ. Besonders seine Zeit in Los Angeles beeinflusste ihn, sodass auch sein als Thom & The Wolves aufgenommenes selbstbetitelten Zweitwerk – das Debütalbum „The Gold In Everything“ erschien 2018 – nach amerikanischen Indie-Folk-Rock klingt.

Unterstützt von Arrangeur Matteo Pavesi (Produzent von Alice Phoebe Lou) entstand über zwei Jahre hinweg – in Studios in Berlin und Hamburg – eine Indie-Rock Platte, die in ihrer stilistischen Ausrichtung an Acts wie Radiohead, Jeff Buckley oder Big Thief erinnert. Das Album (VÖ am 29. Mai) klingt älter und reifer als sein Vorgänger, erzählt Geschichten, die uns alle betreffen, nimmt uns mit auf eine Reise durch Höhen und Tiefen des Lebens und lehrt uns unser tägliches Handeln und Denken zu hinterfragen – vorgetragen mit einer ganz eigenwilligen, gleichwohl faszinierenden Stimme.


Barbara Kasten – Foto: Dorothea Rieck

Ausstellung „ Works“ im Kunstmuseum Wolfsburg

Nach der Wiedereröffnung am 9. Mai präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg gleich zwei neue Ausstellungen, in denen es um Fotografie geht. Zum einen werden Fotografien von Ulrich Hensel gezeigt. In seiner Ausstellung „Zwischenwelten“ setzt sich der Düsseldorfer Künstler konsequent mit einem Motiv auseinander: Baustellen.

Zum anderen sind in „Works“ Arbeiten der US-Amerikanerin Barbara Kasten (*1936, lebt und arbeitet in Chicago) zu sehen. Die Künstlerin wird im Kunstmuseum Wolfsburg erstmalig in Europa mit einer musealen Überblicksausstellung geehrt. Barbara Kasten hat innerhalb der vergangenen fünf Jahrzehnte ein beeindruckendes Werk geschaffen, in dessen Zentrum ihre abstrakten Fotografien stehen. Die Schau „Works“ präsentiert nun erstmalig einen umfassenden Überblick – von frühen Fotogrammen, über ihre konstruktivistischen Fotografien bis hin zu neuesten installativen Videoarbeiten.


Moderation und Musikzusammenstellung: Dorothea Rieck

Neue Ausstellungen im Kunstmuseum Wolfsburg

Auch das Kunstmuseum Wolfsburg musste Corona bedingt wochenlang für das Publikum schließen. Seit dem 9. Mai hat es aber wieder geöffnet – und präsentiert gleich zwei neue Ausstellungen, deren Eröffnungen zuvor verschoben worden waren. Das Museum zeigt zum einen mit „Works” Arbeiten der US-amerikanischen Fotografin Barbara Kasten und zum anderen Fotografien von Ulrich Hensel. In seiner Ausstellung „Zwischenwelten” setzt sich der Düsseldorfer Künstler konsequent mit einem Motiv auseinander: Baustellen. In Ausschnitten rückt der Künstler fast maßstabgerecht Baugruben, Abrisssituationen, Schürfkanten und anderes ins Bild.


Cover © Hanser Verlag

Buchtipp: Nelly B.s Herz von Aris Fioretos

In seinem Roman „Nelly B.s Herz” tauscht der schwedische Autor Aris Fioretos in die vermeintlichen Goldenen Zwanziger Jahre ein. Erzählt wird die faszinierende Geschichte einer deutschen Flugpionierin in Berlin. Inspiriert zu seinem Roman wurde Fioretos vom Leben von Melli Beese, einer Fliegerin, die in den Zwanzigern Herausragendes leistete.


Plakat – (c) DCM Filmdistribution

Streamingtipp: Moonlight

Im oscarprämierten Drama Moonlight muss ein heranwachsender Junge sich in einem kriminellen Umfeld behaupten, doch er passt nicht in diese Welt. Chiron wächst im Armenviertel von Miami auf. Als Junge findet er Zuneigung eher beim örtlichen Drogenboss und dessen Frau als zu Hause bei seiner drogensüchtigen Mutter.

Die Geschichte von Moonlight wird in drei Kapiteln erzählt, die jeweils eine Zeit im Leben von Chiron behandeln und mit Zeitsprüngen erzählt werden. Der Film basiert auf dem Theaterstück In Moonlight Black Boys Look Blue von Tarell Alvin McCraney. Moonlight ist ausschließlich mit schwarzen Schauspielern besetzt. Im Februar 2017 wurde der Film sensationell mit drei Oscars ausgezeichnet!


Kandace Springs – Foto: Robbie Klein

CD der Woche: Kandace Springs / The Women Who Raised Me

Wir möchten Ihnen Buch vorstellen,in dem es nur um einen der berühmten „Fab Four“, der Beatles, geht, nämlich um Paul McCartney. Da Paul McCartney nie eine Autobiographie geschrieben hat, füllt Autor Christian Simon in dem Buch mit dem Titel „Paul McCartney Hautnah“ mit vielen Selbstzeugnissen des Ausnahmemusikers diese Lücke.Simon interviewte McCartney regelmäßig und schildert auf ca. 300 Seiten seine Jahre mit dieser Legende. Bereichert wird die gebundene Ausgabe durch eine beigelegte CD mit den Originalaufnahmen der Interviews.


Der Fiskus – Staatstheater BS – Foto: (c) joseph ruben

Staatstheater Braunschweig: “Der Fiskus” als Stream

Im Januar ist Felicia Zellers „Der Fiskus” mit großem Erfolg am Staatstheater Braunschweig uraufgeführt worden. Die Inszenierung von Christoph Diem wurde im Februar zu den 45. Mülheimer Theatertagen „Stücke” 2020 und zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters in Berlin eingeladen. Beide Einladungen sowie die Folgevorstellungen in Braunschweig sind dann den Theaterschließungen durch die Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Daraufhin haben das künstlerische Team und das Ensemble des Stückes kurzentschlossen einen Filmdreh in der Original-Kulisse und mit der Original-Besetzung organisiert. Dieser Film feiert nun am Samstag, den 23. Mai ab 19:30h seine Premiere als Stream über die Website des Staatstheaters Braunschweig. Außerdem zeigen die Mülheimer Theatertage im Rahmen ihrer diesjährigen Online-Ausgabe am Sonntag, den 24. Mai auf stuecke.de ein unterhaltsames Filmporträt zu „Der Fiskus”.


Moderation und Musikzusammenstellung: Dorothea Rieck

09.07.2020 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

pandora@okerwelle.de