Pandora

Das Kulturmagazin

Donnerstags, 19.00 Uhr

Das Kulturmagazin beleuchtet die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Natürlich informieren wir Sie über Höhepunkte wie Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen oder Gastspiele – wichtig ist uns aber auch, darüber zu berichten, was Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachen Kultur so alles auf die Beine stellen.

Darüber hinaus möchten wir „jungen“ Künstlern, Autoren und Musikern die Gelegenheit geben, sich mit uns live im Studio über ihre kreative Tätigkeit zu unterhalten und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Beiträge des Kulturmagazins Pandora können Sie hier unter dem Sendetermin auch nachhören – gute Unterhaltung!

THEMEN DER SENDUNG

Foto (c) Björn Hickmann

Ein Fest für die ganze Familie

Ins Große Haus des Braunschweiger Staatstheaters führte einladend ein gelber Teppich. Er stand für die Freude und das Glück, nach vielen Monaten der geschlossenen Saaltüren endlich wieder viele Gäste empfangen zu können. So feierte das Theater mit einem großen Fest am vergangenen Sonntag ab 14 Uhr den Start in die neue Saison. Auf verschiedenen Bühnen wurden Kostproben aus dem Programm der neuen Spielzeit gezeigt. Außerdem: One-Minute-Show mit dem Schauspiel-Ensemble, Tanztee im Aquarium, Werkstattführungen, Barock im Park mit dem Staatsorchester, Balkonauftritt des Chors sowie eine Talkrunde mit Schau­spieler Götz van Ooyen und Gästen. Alles nach dem Motto. Es geht wieder los!


Kraftwerk der Volkswagen AG, Wolfsburg, Heinrich Heidersberger, Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg

KRAFTWERK von Heinrich Heidersberger – eine Bildikone wird 50.

Die ikonografische Fotografie Kraftwerk der Volkswagen AG von 1971 von Heinrich Heidersberger wird 50. Das Jubiläum ist Anlass, um das fotografische Werk eines der interessantesten deutschen Fotografen (wieder)zuentdecken. Und so präsentieren gleich drei Häuser in Wolfsburg, darunter das Kunstmuseum Wolfsburg, Werke des Fotografen unter dem gemeinsamen Titel KRAFTWERK von Heinrich Heidersberger – eine Bildikone wird 50.
In einer Vielzahl von Veranstaltungen von September bis November 2021 wird die Bildikone Kraftwerk der Volkswagen AG gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen. Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt eine Ausstellung mit 22 weiteren Aufnahmen (14.9.-14.11.2021), die Städtische Galerie Wolfsburg fragt nach dem identitätsstiftenden Moment seiner Bilder und das Institut Heidersberger bietet in Führungen durch das Archiv im ehemaligen Atelier im Schloss Wolfsburg einen Blick hinter die Kulissen und führt in das Œuvre ein. Höhepunkt wird eine Podiumsveranstaltung am 4. November in der Autostadt Wolfsburg sein.


Filmplakat (c) Studiocanal

Filmtipp: Schachnovelle

Stefan Zweig gehört zu den populärsten deutschsprachigen Schriftstellern seiner Zeit. In seinem bekanntestem Werk „Schachnovelle“ spielt ein kühl kalkulierender Schachweltmeister gegen einen Mann, der von den Nationalsozialisten in Isolationshaft gefangengehalten wurde. Regisseur Philipp Stölzl hat das Buch mit großem Staraufgebot verfilmt.
Stefan Zweig selbst war kein guter Schachspieler. Und es ist zweifelhaft, dass durch das Auswendiglernen eines einzigen Buches ein Weltmeister geschlagen werden könnte. Professionelle Spieler kennen in der Regel hunderte Bücher auswendig und trainieren jahrelang.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 1942 nahm sich Stefan Zweig in seinem Exil in Brasilien das Leben. Er schrieb, er werde aus freiem Willen und mit klaren Sinnen aus dem Leben scheiden, entwurzelt durch die Zerstörung seiner geistigen Heimat Europa.
Der Film „Schachnovelle“ läuft ab 23. September im Universum.


Foto (c) Brigitte Uray

tanzwärts! Neue Wege

»tanzwärts! Neue Wege« lehnt sich thematisch an die aktuelle Crossover-Produktion zwischen Tanztheater und Schauspiel »Narben« und beschäftigt sich vor allem mit dem Aspekt der »vernarbten Landschaft«. Dazu wurden nicht nur Orte in Braunschweig gesucht, die historische Narben aufweisen, sondern auch verlassene Orte, vergessene Orte und Orte, die bereits »geheilt« sind… Dort haben die Choreograf:innen mit den tanzwärts!-Teilnehmer:innen Site-Specific-Performances kreiert und filmisch festgehalten. Zusätzlich geben Podcasts informative Einblicke in die Geschichte des jeweiligen Ortes, laden zu einem Perspektivenwechsel ein und machen diesen Rundgang zusammen mit persönlichen Geschichten der Teilnehmenden zu einem spannenden und individuellen Erlebnis.
Das Projekt wird als Audio-Video-Walk umgesetzt, bei dem das Publikum bis zum 3. Oktober selbständig mit Hilfe eines Stadtplans die verschiedenen Orte aufsucht. An den neun Stationen kann es mit seinen mobilen Endgeräten durch QR-Codes die vorher aufgenommenen Tanzfilme und Audio-Dateien abrufen. Diese beinhalten nicht zuletzt auch Bewegungsaufgaben, um durch das Hören selbst zum Tanzen und in Bewegung zu kommen.


(c) Georg Oswald Cott

Zum Geburtstag: Gedichte auf dem Plakat

Anlässlich seines neunzigsten Geburtstages würdigt das Raabe-Haus den in Braunschweig ansässigen Schriftsteller Georg Oswald Cott mit mehreren Beiträgen.  Ab dem 17. September werden ausgewählte Gedichte des Schriftstellers mit Plakaten und einem Flyer in der Stadt kommuniziert. Sie bringen die Texte Cotts zu den Menschen und regen nicht nur das literarisch interessierte Publikum an, sich mit seinem umfangreichen Werk zu beschäftigen. Die Schauspielerin Nele van Ooyen und der Schauspieler Götz van Ooyen haben einige seiner Gedichte eingelesen, die im Audioformat unter www.literaturzentrum-braunschweig.de zur Verfügung stehen.


Moderation: Hans-Otto Kruse

Filmplakat (c) Pandora Filmverleih

Filmtipp: Je suis Karl

Irgendwo in Berlin – heute. Ein Paket im Flur, für die Nachbarin angenommen. Der Inhalt ist tödlich. Der Vater Alex hat den Wein im Auto vergessen und geht nochmal runter. Unten auf der Straße muss er mit ansehen, wie in seiner Wohnung eine Bombe explodiert, Frau und zwei seiner Kinder sterben. Seine Tochter Maxi überlebt, ist traumatisiert, findet Halt in einer Gruppe, die sich trendy und hip gibt, verliebt sich in den charismatischen Anführer dieser Neuen Rechten– und ist für ihn doch nur Mittel zum Zweck.
Der Film „Je suis Karl“ läuft ab 16.09. im Universum Filmtheater.


Foto (c) Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Kleines Haus “Feuerkopf”

Das Stück dreht sich um einen Kerl namens Feuerkopf, der in einer Ortschaft nahe dem Gut derer von Rabenaas erscheint – dort aber, wie alle anderen Rothaarigen auch, verfemt und verfolgt wird. Er kommt durch Zufall in den Besitz einer schwarzen Perücke, die es ihm ermöglicht, einen gesellschaftlichen Aufstieg par excellence hinzulegen. Was der äußere Schein alles bewirken kann! Wie der Theaterdirektor sich nun aus der peinlichen Affäre zieht, zeigt ein turbulentes Spektakel. Ein herrlich komödiantisches Stegreifspiel voll beißenden Spottes und mit viel Raum für Improvisation.


Foto (c) Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig – Spielzeitstart

Am Freitag, den 17. September, wenn das Schauspiel mit Büchners „Woyzeck“ die Spielzeit 2021/22 des Staatstheaters eröffnet, wird das Publikum das Große Haus über einen gelben Teppich betreten. Er ist Symbol für die Freude und das Glück, nach vielen Monaten der geschlossenen Saaltüren wieder mehr und mehr Gäste empfangen zu dürfen. Was sonst noch zu Beginn der Saison auf dem Programm steht, vermitteln Kostproben auf verschiedenen Bühnen beim traditionellen Theaterfest am 19. September ab 14 Uhr. Der Eintritt ist frei, es werden aber Zählkarten für einzelne Programmpunkte an den Infoständen ausgegeben.


Foto (c) Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl

Buchhandlung Graff verspricht: Der Herbst wird mörderisch…

Ab dem 24. Oktober werden die Fans spannender Kriminalromane mit einem kleinen, aber feinen Krimifestival mörderisch gut unterhalten. Kriminalistische Führungen zu wahren Fällen aus der Braunschweiger Geschichte und Gegenwart sowie Kostümführungen mit der Frau des Henkers werden an zahlreichen Terminen angeboten. Natürlich gibt es auch Autorenlesungen mit bekannten Gästen: Freuen Sie sich auf Dora Heldt, Andreas Gruber, Bernhard Aichner, Klaus-Peter Wolf, musikalisch begleitet von Bettina Göschl (Foto) sowie auf Margarete von Schwarzkopf und Roland Lange. Außerdem stellt ein Mitarbeiter-Team in einem „Graff 27 Spezial“ ein paar der Lieblingskrimis vor. Das Programm können Sie unter „Alibi-Planer“ auf der Internetseite der Buchhandlung einsehen.
Achtung! Mit Karten zu den einzelnen Veranstaltungen wird es knapp, denn der Vorverkauf hat schon begonnen.


Moderation: Sylvia Scholz

Plakat (c) Filmwelt Verleihagentur

Filmtipp: Curveball – Wir machen die Wahrheit

BND-Biowaffenexperte Wolf ist besessen von der Idee, dass im Irak trotz der UN-Kontrollen immer noch Anthrax-Viren hergestellt werden. Als ihm der Asylbewerber Rafid Alwan vorgestellt wird, der behauptet, als Ingenieur unter Hussein an der Herstellung beteiligt gewesen zu sein, sieht Wolf seine Stunde gekommen. Doch die    Beweislage ist schwierig.
Drehbuchautor Oliver Keidel: „In dieser Geschichte geht es nicht darum, dass jemand eine Lügengeschichte erzählt. Denn das war allen bald bekannt. Es geht um den Apparat an sich und die menschlichen Absurditäten, die zulassen, dass so etwas solche unglaublich dramatischen Folgen hat – eben OBWOHL jeder weiß, dass es eine Lüge war.“
Curveball – Wir machen die Wahrheit läuft ab 09. September im Universum.


Bruneswic anno 1221 Foto (c) Kruse

Bruneswic anno 1221

Zu einer Entdeckungstour durchs mittelalterliche Braunschweig lädt das Braunschweigische Landesmuseum in der Kirche St.Ulrici-Brüdern ein. Die neue Dauerausstellung mit dem Titel „Bruneswic anno 1221“ gewährt als Familienmuseum eine ungewöhnliche Annäherung an das hochmittelalterliche Braunschweig, das vor 800 Jahren noch Bruneswic hieß. In Braunschweig ist das Mittelalter überall sichtbar und prägt unseren Alltag bis heute. Viele städtische Strukturen, Orte, Gebäude und Denkmäler sind auf das Engste verbunden mit ihrem prominetesten Vertreter Herzog Heinrich der Löwe.


Foto (c) Thorsten Raedlein Stadt Wolfenbüttel

Lessingtheater Wolfenbüttel Spielzeit 2021 – 2022

Für die Spielzeit 2021/22 im Lessingtheater Wolfenbüttel ist das neue
Spielzeitheft mit dem Programm des Theaters mit zahlreichen
Veranstaltungen aus den Sparten Schauspiel, Musik, Tanz, Wortreich und
Junges Theater erschienen. Es wurde im Rahmen einer Pressekonferenz
vorgestellt, auf der einige interessante Gastspiele näher erläutert wurden.


Sound on Paper: Lesungen im Kinobistro Abspann

Wer gute Filme mag, der liebt auch gute Bücher! Ab 16. September finden im Kinobistro „Abspann“ im Universum Filmtheater Lesungen statt. Unter dem Titel „Sound on Paper“ lesen 4 Autoren und Autorinnen aus ihren neuen Werken – alle 14 Tage um 19:00 Uhr. Launig moderiert werden die Abende vom Braunschweiger Autor Frank Schäfer. Das Kartenkontingent ist auf 30 Plätze pro Lesung beschränkt, der VvK ist gestartet. Wer an welchem    Abend liest, erfahren Sie auf der Homepage des Universum Filmtheaters – und im Kulturmagazin Pandora heute Abend im Gespräch mit Kinoleiter Tobias Jung.


Moderation: Hans-Otto Kruse

Plakat (c) Warner Bros. Pictures

Filmtipp: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Eine Neuverfilmung des Romans von Thomas Mann war überfällig, meint Produzent Markus Zimmer. „Ein junger Mensch, der mit seiner eigenen Identität nicht zufrieden ist und versucht, sich durch Tricks und Kniffe durchs Leben zu schlawinern, wobei ihm sein blendendes Äußeres und auch seine Fähigkeit, Menschen zu manipulieren, helfen. Diese Art von Figuren finden wir in der heutigen Zeit zuhauf.“
Drehbuchautor Daniel Kehlmann hat Manns Sprache erhalten und zugleich aktualisiert.
Regisseur Buck meint, nichts sei komischer als verliebte, leidende Männer. Er sieht seinen Film als ein Wegfliegen in eine andere Zeit. „Deswegen ist es eine philosophische Komödie und nicht banaler Bananen-Humor.“
Davon überzeugen können Sie sich ab 2. September im Universum Filmtheater.


Kultviertelnacht Foto (c) Andreas Rudolph

Kultviertelnacht 2021

Am Samstag, den 11. September, findet die diesjährige „Kultviertelnacht 2021“ statt, wie der Kultviertel-Verein bekannt gibt. Die Veranstaltung findet Corona-bedingt in diesem Jahr mit einem dezentralen Format statt, so werden sich etwa Gastronomien aus dem Kiez mit programmatischen Inhalten einbringen – auch findet wieder das beliebte Projection Mapping auf der Villa von Amsberg statt. Im Rahmen einer Schaufensterausstellung lädt der Quartiersverein zudem Braunschweiger:innen ein, sich mit historischen Fotografien aus der gesamten Innenstadt an der großen Gemeinschafts-Aktion zu beteiligen.


Foto: Ein Käfig voller Narren Albin und Georges

Glamour ganz privat

Die Komödie „Ein Käfig voller Narren” aus der Feder von Jean Poiret ist an großen Theatern, wie in Paris und New York als Musical jahrelang ein Kassenschlager gewesen. Nun präsentiert die Komödie am Altstadtmarkt in der Inszenierung von Florian Battermann das Kultstück im Wirtshausgarten vom „Heinrich“ unter freiem Himmel. Erzählt wird die Geschichte von Georges (Gregor Eckert), dem Inhaber eines Nachtclubs und seiner großen Liebe Albin (Lilo Wanders). Aus Georges einzigem Abenteuer mit einer Frau stammt der Sohn Laurent, der nun seine Angebetete Muriel heiraten möchte, deren Eltern jedoch erzkonservativ sind. Daher muss eine bürgerlich-biedere Familie her, was dazu führt, dass sich die Katastrophen überschlagen – sehr zum Vergnügen der Zuschauer an Biertischen im wunderschönen Stadtpark.


Ali Schultze Meerdorf

Die Kleinkunstbühne teatr dach in Meerdorf feiert ihr 30 jähriges Jubiläum. Im Laufe der Jahre wurde sie mit Kommentaren bedacht wie “Geheimtipp”, “kultureller Leuchtturm der Region”, “originelle Eigenproduktionen”. Hinter dem Theaterdirektor, Bühneninhaber und Regisseur Albrecht Schultze steht ein rühriger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kultur aufs Land zu bringen. Und das Konzept geht auf: Seit nunmehr 30 Jahren gastieren hier Kabarettisten, Tanztheater, Konzertpianisten, Zauberer, Clowns, Comedians und Musiker. Fast alle Veranstaltungen sind ausverkauft und immer noch beliebt beim Publikum. Selbst Dieter Hildebrandt und der freche Newcomer Chris Tall standen schon auf diesen Brettern.


Moderation: Sylvia Scholz

Filmplakat (c) Tobis

Filmtipp: “The Father”

Ein einsames, stilles Drama am Ende des Lebens – The Father öffnet Augen und Herzen für ein Problem, das in der öffentlichen Wahrnehmung gern verdrängt wird. Dass dieser Film den Zuschauern so nahe geht, ist neben der beeindruckenden Inszenierung auch dem großartigen Anthony Hopkins zu verdanken, der für seine Darstellung eines Demenzkranken in diesem Jahr den Oscar erhielt. Ebenbürtig an seiner Seite Olivia Colman als Anne.
The Father läuft ab 26. 08. im Universum Filmtheater.


Foto: Skotty der Eismann

Brunsviga feiert Hoffest

Im Gespräch mit Jörg Heckmann vom Team des Kulturzentrums Brunsviga, Karlstraße 35 blicken wir zurück auf das Programm vom „Open Air Kultursommer im Lokpark“. Außerdem erfahren wir, was auf dem Hoffest am 29. August geboten wird. Ab 15 Uhr erwartet dann ein buntes Vielerlei die Besucher: Herr Müller bringt mit Gitarre Stimmung für die ganze Familie, Martin Sierp verzaubert und verwandelt unter dem Motto „Fürst Class Comey Magic“, das Braunschweiger Rast Orchester schlägt musikalisch eine Brücke zwischen Orient und Okzident und das Duo Britta Rex & Erwin Kühne spielt Jazz vom Feinsten. Zum Schluss serviert Skotty der Eismann (Foto) frostige Süßspeisen und Sahnestücke auf der Trompete – live und alles aus einer Hand.


Filmplakat (c) Real Fiction Filmverleih

Filmtipp: Der Masseur

In einer anonymen polnischen Villensiedlung beglückt ein ukrainischer Masseur seine Kunden nicht nur mit seinen heilenden Händen. Er wird zu einer Art Guru für die spirituell obdachlosen und und nicht nur sexuell frustrierten Neureichen. Sie scheinen von einer inneren Traurigkeit, einer Sehnsucht gefangen – vielleicht nach dem Winter, den es in diesen Breitengraden nicht mehr gibt? Im polnischen Original heißt der Film „Es wird nie wieder Schnee fallen“.
„Der Masseur“ war polnischer Oscar-Kandidat 2021. Ein skurriler, humorvoller und märchenhafter Film von einer der wichtigsten Regisseurinnen Polens. Der Film läuft im Universum Filmtheater.


Moderation: Sylvia Scholz

Cover © Verlagsgruppe Randomhouse

Buchtipp: Elisabeth Herrmann: “Ravna”

Eine kaum bekannte Kultur, ein faszinierendes Setting, ein spektakulärer Mordfall: Krimi-Bestseller-Autorin Elisabeth Herrmann gelingt mit »Ravna« ein ebenso fesselnder, wie nachdenklich stimmender kriminalistischer Ausflug in die faszinierende Welt der norwegischen Samen.


Foto: Markus Wollenschlaeger

Kunst von Markus Wollenschläger in Braunschweig

Der 2016 gegründete alternative Kunstverein bskunst.de hat sich zum Ziel gesetzt, leer stehende Räume und vor allem Schaufenster mit Kunst zu bespielen. Unter dem Motto „zwischenmalzeit“ hat der Verein nun im „RipArt“, Handelsweg 11/12 die Möglichkeit, ein breiteres Spektrum an Veranstaltungen anzubieten. So zeigt der Braunschweiger Maler und Bildhauer Markus Wollenschlaeger (Foto) seit dem 13. August dort farbintensive Bilder, Skulpturen und Objekte. Gastaussteller ist Jürgen Mennecke mit seinen detailliert-feinen Zeichnungen.


„Salzgitter Geheimnisse“ auf YouTube

Wer den Namen Salzgitter hört, denkt vielleicht zuerst an Volkswagen und große Stahlwerke. Obwohl erst 1942 gegründet, hat die vergleichsweise junge Stadt aber so manches historisches Geheimnis zu bieten. Rund 50 von ihnen wurden jetzt aufgearbeitet – in Kooperation mit der Buchautorin Eva Maria-Bast und der Salzgitter Zeitung. Im Lauf der nächsten Monate sollen auf dem YouTube Kanal der Stadt nach und nach kurze Videoclips vorgestellt werden. Dabei wird klar: Salzgitter ist reicher an Geschichte als man denkt.


Plakat (c) Arte-TV

Streamingtipp: “Wenn die Stille einkehrt”

Kopenhagen, Innenstadt, Freitagabend: Zwei Maskierte betreten ein Restaurant, ziehen ihre Waffen und eröffnen das Feuer. Beim Anschlag sterben zahlreiche Menschen. In Folge versuchen die Personen, die der Zuschauer schon vor dem Anschlag kennengelernt hat und die alle auf unterschiedliche Weise vom Anschlag betroffen sind, mit den Geschehnissen umzugehen.

„Wenn die Stille einkehrt“ lässt sich Zeit, in den ersten fünf Folgen lernen wir die verschiedenen Charaktere genau kennen, ohne dass es auch nur eine Minute langatmig wird. Der Anschlag selbst steht nicht im Mittelpunkt, sondern was solch ein traumatisches Ereignis mit den Menschen macht.


Moderation: Dorothea Rieck

Foto (c) Aline Köhler

Endlich wieder Sommerkino im Garten des Braunschweiger Kunstvereins

Am 19. August steht der Film Berliner Ballade von 1948 auf dem Programm. Erleben Sie das Filmdebüt von Gerd Fröbe in seiner Rolle als Kriegsheimkehrer „Otto Normalverbraucher”.


Foto (c) OstseeKrimi

Zurück zu den Wurzeln!

Der Autor Tilman Thiemig freute sich sehr darauf, seinen neuesten Kriminalroman im lauschigen Biergarten der Gaststätte „Gliesmaroder Thurm” zu präsentieren, denn in Gliemarode hatte er einst in fernen Kindertagen mit den Mädchen und Jungen der Nachbarschaft gespielt. Begleitet wurde er bei der Lesung von seinen langjährigen musikalischen Weggefährten Lorenz Däubler (Saxophon) und Heinrich Römisch (Bass und Sounds).

In seinem dritten Band „Ahrenshooper Spinnenweg” entführt uns der Autor wieder zur Halbinsel an der Ostsee, wo die Menschen den Frühsommer genießen. Aber der Fund einer grotesk präparierten Leiche versetzt sie als Schatten der Vergangenheit in helle Aufregung…


Foto (c) Kruse

Drei Gemälde von Walter Dexel jetzt im Städtischen Museum Braunschweig zu sehen

Seit wenigen Wochen kann das Städtische Museum am Löwenwall drei Gemälde des Malers und Entwerfers Walter Dexel (München 1890–1973 Braunschweig) als Leihgaben aus einer Braunschweiger Privatsammlung präsentieren. Die Neuzugänge ergänzen die Museumssammlung an Werken des bedeutenden Künstlers. Es handelt sich um die frühe expressionistische Darstellung “Die schiefen Häuser von Pisa” aus dem Jahr 1913 sowie um zwei abstrakte, geometrische Kompositionen aus den 1960er Jahren.
Die drei Dauerleihgaben stammen aus der in Braunschweig beheimateten “Sammlung Michel Winckler”, die die Kunstwerke direkt aus dem Nachlass des Künstlers erworben hat. Die drei Neuzugänge werden im Saal der Formsammlung präsentiert. “Nur hier kann Walter Dexel gleichzeitig als Maler, Entwerfer und Sammler studiert werden”, freut sich Dr. Andreas Büttner, Kurator für Angewandte und Bildende Kunst.


Filmplakat (c) Copilot

Filmtipp: Die Welt wird eine andere sein

Dass Liebe blind macht, bewahrheitet sich auf dramatische Weise in dem Film „Die Welt wird eine andere sein”. Asli ist verliebt in Saeed, hat wegen ihm sogar mit ihrer Mutter gebrochen. Nun will sie nicht wahrhaben, was so offensichtlich ist. Zaeed verbringt mehr und mehr Zeit in der Moschee, verheimlicht Dinge vor ihr, verschwindet vorübergehend in den Jemen und macht eine Pilotenausbildung in Florida. Und dann verabschiedet er sich eines Tages…

„Die Welt wird eine andere sein” läuft ab 12. August im Universum.

Am Freitag, den 13. August wird Regisseurin Anne Zohra Berrached um 19 Uhr den Film persönlich vorstellen.


Moderation: Dorothea Rieck

Foto: Ilona Genz

Regionale Ausstellung “Im Herzen von Braunschweig”

Unter dem Namen: „Im Herzen von Braunschweig“ zeigen regionale Künstlerinnen und Künstler noch bis zum 31.Oktober in den Schaufenstern vom Schlosscarree eine Gemeinschaftsausstellung mit zeitgenössischen Malereien, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen. Mit dabei ist auch die Künstlerin Ilona Genz.


Filmplakat (c) Universal Pictures Germany

Filmtipp: “Abseits des Lebens”

Das Schicksal hat erbarmungslos zugeschlagen, und Edee kann keinen Menschen mehr ertragen. Sie packt verzweifelt ein paar Sachen zusammen und verlässt fluchtartig Chicago, um von nun an in einer einsamen Hütte in den Rocky Mountains zu leben. Wirklich vorbereitet ist sie als Stadtmensch auf ein Leben dort nicht, große Bären und die unbarmherzige Natur bringen sie fast um. Doch ihre Erinnerungen sind zu schmerzhaft, ein Zurück ist keine Option für Edee.
Abseits des Lebens läuft ab 5. August im Universum Filmtheater.


Foto (c) Veranstalter

30 Jähriges Jubiläum des Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V.

1991 haben Miglieder der BUND Ortsgruppe Hondelage den Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V., kurz FUN, gegründet. Jetzt, 30 Jahre danach, zählt der Verein mehr als 350 Mitglieder. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 300 Kleingewässer wurden angelegt, Flussläufe wie die Schunter renaturiert, über 750 Bäume und Sträucher gepflanzt sowie mehrere Streuobstwiesen angelegt. Im Jubiläumsjahr sind zahlreiche Aktionen geplant, darunter ein Fotowettbewerb.


Foto: Poesie am Portikus

Poesie am Portikus

Wenn die Sonne hinter den Baumwipfeln im Braunschweiger Bürgerpark verschwindet, dann verwandelt sich der kleine Platz am Portikus (Foto) zu einem Ort, an dem das gesprochene Wort den Abend und die Nacht einleitet. Der Schauspieler Andreas Jäger rezitiert dann poetische Texte von Shakespeare, über Schiller und Goethe bis hin zu zeitgenössischen Autoren. Untermalt wird die abendliche Stimmung durch jeweils wechselnde Gastmusiker. Mit von der Partie sind Markus Schultze, Josef Ziga, Alexander Hartmann, Meike Koester, Till Seifert, Alexander Dorenberg, Felix Hansch und Kroner.


Moderation: Hans-Otto Kruse

23.09.2021 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

pandora@okerwelle.de