Pandora

Das Kulturmagazin

Donnerstags, 19.00 Uhr

Das Kulturmagazin beleuchtet die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Region. Natürlich informieren wir Sie über Höhepunkte wie Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen oder Gastspiele – wichtig ist uns aber auch, darüber zu berichten, was Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachen Kultur so alles auf die Beine stellen.

Darüber hinaus möchten wir „jungen“ Künstlern, Autoren und Musikern die Gelegenheit geben, sich mit uns live im Studio über ihre kreative Tätigkeit zu unterhalten und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Beiträge des Kulturmagazins Pandora können Sie hier unter dem Sendetermin auch nachhören – gute Unterhaltung!

THEMEN DER SENDUNG

Foto: Altes Panther Fahrrad

Geburtstagsfeier für Braunschweiger Zweiräder

Die Pantherwerke AG ist noch vielen Braunschweigern als Hersteller von Fahr- und Motorrädern bekannt. Aber wer kennt schon die Geschichte des Vorgängers der Braunschweiger Pantherwerke, der Braunschwei­ger Fahrradwerke Aktien-Gesell­schaft?
Etwa ab 1890 setzte in Deutschland eine starke Nachfrage nach Fahrrädern ein.
Und so gab es etwa 1895 ein Gründungsboom von Fahrrad­fa­bri­ken. Auf dem Höhepunkt wurden in Deutschland 1896 ca. 40 neue Fabriken gegründet. Eine davon war die Braunschweiger Fahrradwerke Aktien-Gesellschaft, die am 1.7.1896 ins Handelsregister eingetragen wurde. Anlass genug zur Feier zum 125. Geburtstag einzuladen, und zwar in der Gaststätte „Gastwerk“, auf dem ehemaligen Gelände der Fahrradwerke. Man hofft auf Gäste eines traditionellen Brunsviga- oder auch eines Pantherfahrrads.


Plakat (c) Majestic Filmverleih

Filmtipp: Ich bin dein Mensch

Alma ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter verbringen. Alma trifft auf Tom, eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen.


Foto (c) Stadt Wolfenbüttel

Kultursommer 2021 in Wolfenbüttel bietet umfangreiches Programm

Konzerte, Kino, Poetry-Slam und Comedy: Vom 23. Juli bis 29. August wird der Innenhof des Wolfenbütteler Schlosses wieder zur Open-Air-Bühne. Am Montag startete der Kartenvorverkauf für den „Kultursommer 2021“. Der Kultursommer Wolfenbüttel findet vom 23. Juli bis 29. August im Schlossinnenhof statt. Karten gibt es ab sofort unter kultursommer-wf.de oder telefonisch bei der Theaterkasse.


Foto (c) Veranstalter

Der Prozess – Eine Trilogie

Ein Projekt über den Prozess gegen Adolf Eichmann aus dem Jahr 1961 steht am Anfang einer Trilogie des Regie-Duos krügerXweiss über Prozesse, die für die deutsche Vergangenheit bahnbrechend waren und die Gegenwart prägen.
Vor 60 Jahren fand in Jerusalem der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann statt. Als Leiter des sogenannten »Judenreferats« im Berliner Reichssicherheitshauptamt wirkte er maßgeblich an der planmäßigen Tötung der europäischen Juden mit. Das Regieduo krügerXweiss (Marie-Luise Krüger und Christian Weiss), deren Produktionen sich im Grenzbereich zwischen Theater, Tanz, Performance und Installation bewegen, hat aus Prozessakten, Transkripten und Videomitschnitten eine Stückfassung erstellt, in deren Mittelpunkt die Frage steht: Was verrät ein Gerichtsprozess, der zum Ziel hat, ein begangenes Verbrechen im Namen des Volkes aufzudecken, über unseren Umgang mit dem Geschehenen?


Moderation: Sylvia Scholz

Foto (c) Lalibella

Songs im „Drive-Impf“

Gute Laune gibt es in der Open-Air-Praxis „Drive-Impf“ immer sonntags von 17 – 18 Uhr auf dem Hof der Brunsviga, Karlstraße 35. Voraussetzung ist gutes Wetter und damit wurde neben viel Sonne und einem gut gefüllten Spendenhut die Singer-Songwriterin Lalibella (Bild) am vergangenen Sonntag belohnt. Unter diesem Künstlernamen tritt Lara Siegrist seit einigen Jahren mit ihren Liedern auf, die von ihren Gedanken und Gefühlen her einem Tagebuch gewidmet sein könnten.


Foto (c) Raabe Haus Literarische Spaziergänge

Literatur unter freiem Himmel

Das Braunschweiger Raabe-Haus lädt zu sechs verschiedenen literarischen Spaziergängen am Sonntag, den 20. Juni ein. Konzipiert wurde diese Veranstaltungsreihe gemeinsam mit Braunschweiger Schauspielern*innen, die ganz unterschiedlichen Themen anbieten: Liebeslyrik, Texte über den besten Freund des Menschen, der im Übrigen mit dabei sein darf und vieles mehr. Das literarische Vergnügen unter freiem Himmel dauert etwa 30 Minuten, ist kostenfrei und sollte angemeldet werden unter 0531/70189317.


Plakat (c) cmyk

Filmtipp: “Der Rausch”

Wer kennt das nicht – das Leben ist langweilig geworden, höchstens noch mittelmäßig, die Leidenschaft von früher nur noch blasse Erinnerung, Monotonie bestimmt den Alltag, und der Tod rückt näher.
Der Lehrer Martin muss sich auf einer Schulkonferenz rechtfertigen, weil sowohl Schüler als auch Eltern mit seinem langweiligen Unterricht nicht mehr einverstanden sind. Da schmiedet er mit drei Kollegen und Freunden einen gewagten Plan: nach dem Vorbild vieler Künstler und Denker wollen sie von nun an unter einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille ihrer Arbeit und ihrem Leben wieder einen Rausch verpassen, so wie früher einmal.
Wir dürfen, können wieder ins Kino!!!! Ab Donnerstag, den 17. Juni zeigt das Universum Filmtheater den Film „Der Rausch“ mit dem dänischen Dream-Team Thomas Vinterberg (Regie) und Mads Mikkelsen! Der Film wurde zum besten europäischen Film des Jahres 2020 gekürt und gewann den Oscar 2021 für den besten internationalen Film!


Foto (c) Veranstalter

Die Kunstausstellung: “zwischenMALzeit”

Von Freitag, dem 11. Juni an präsentiert der Alternative Kunstverein bskunst.de die 1. Kunstausstellung im Rahmen seines Leerstandprojekts „zwischenMALzeit“ im Handelsweg. Im RipArt (ehemals Riptide) stellen rund ein Dutzend Künstler*innen ihre Werke in den Sparten Malerei, Zeichnung, Fotografie und Skulpturen aus. Eine Mini-Ausstellung zum Alltag in den 1950er-Jahren rundet das bunte Bild des Atelier-Raumes ab. Die Vernissage findet coronabedingt ohne Eröffnungsrituale in der Zeit von 18 bis 20:30 Uhr statt, um Menschenansammlungen zu vermeiden.  Das Projekt „zwischenMALzeit“ ist ein Konzept von bskunst.de, das leer stehende Räume für Kunst zwische­n­nutzt. Das RipArt ist dienstags bis freitags von 15 bis 17 Uhr für Interessierte bis auf Weiteres geöffnet.
Das beigefügte Foto zeigt Werke von Ewald Wegner (Skulpturen), Petra Müller (Abstraktes) und Nora Schuhmann (Akte).


Foto (c) Veranstalter

Double Dialogues

…heißt eine neue Ausstellung im Museum fürPhotographie in der Helmstedter Str. 1 in Braunschweig. Ausgestellt werden Werke von Ute Behrend und Ute Mahler, sowie von Käthe Buchler und der britischen Fotografin Julia Margaret Cameron. Bei diesen Künstlerinnen stellen poetische Inszenierungen Aspekte der fotografischen Arbeit dar und werden dialogisch in den Räumen des Museums ausgestellt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, zu dem u.a. auch eine Fahrradtour oder ein Spaziergang gehören, bei denen die fotografische Welt von Käthe Buchler in Braunschweig und Umland erforscht werden kann, gehört dazu. Die Ausstellung Double Dialogues im Museum für Photographie ist noch bis zum 22. August 2021 zu sehen.


Moderation: Hans-Otto Kruse

Selbstporträt Udo Lindenberg

Kemenate-Hagenbrücke: „Udo Lindenberg – zu seinem 75. Geburtstag“

Mit einer besonderen Kunstausstellung hat die Kemenate-Hagenbrücke am 7. Juni 2021 wieder ihre Türen geöffnet: mit 21 Bildern des Multitalents Udo Lindenberg – zu seinem 75. Geburtstag! Er ist Kult – er ist cool, der “Panikrocker”, Sänger und Songwriter. Bereits 1996 machte Udo Lindenberg zum ersten Mal als Maler auf sich aufmerksam. Aus kleinen „Udo Grammen“, Frauchen und Männchen mit Hut, entwickelte er einen eigenen Malstil. Die inzwischen berühmten Likörelle entstanden zunächst an den Hotelbars, wo er seinen Finger in ein Likörglas tauchte und zu malen begann. Die Motive wählt Udo Lindenberg zum Teil als Illustrationen seiner Songs, zum Teil sind es lustige Kommentare zu Sprichwörtern. (Foto : Veranstalter, Selbstporträt Udo Lindenberg)


Plakat (c) Hallenbad Lesetage 2021

Literatur im Hallenbad: Wolfsburger Lesetage 2021

Die Kulturzentren der Region wurden von den Lockdown-Maßnahmen meist eiskalt erwischt. Viele Veranstaltungen wurden verschoben, manche auch unwiederbringlich gestrichen. In Wolfsburg zum Beispiel wurden im vergangenen Jahr die Lesetage abgesagt – vier Tage vor dem Start.

Seit einigen Tagen ist der Biergarten am Kulturzentrum Hallenbad wieder geöffnet, und auch die Lesetage im Herbst sind fest geplant, freut sich Geschäftsführer Frank Rauschenbach.


“Narben”
(c) Szenenausschnitt Staatstheater BS

Staatstheater Braunschweig – Uraufführung „Narben“

Narben auf der Haut verändern nicht nur das Erscheinungsbild des Körpers. Sie sind Landschaften. Sie erzählen Geschichten. Die spartenübergreifende Stückentwicklung zwischen Schauspiel und Tanztheater unter der künstlerischen Leitung von Gregor Zöllig und Jörg Wesemüller greift den Zusammenhang von Erfahrung, Erinnerung und Körper auf. Sie liest Narben als Zeichen gewonnener Schlachten und überwundener Hindernisse.

Die junge Autorin Katharina Kern hat dazu den Text geliefert, der nicht nur den Verletzungen unserer Haut gewidmet ist, sondern auch zeigt, welche Auswirkungen die Wunden anderer auf uns haben.


Filmplakat (c) Piffl Medien

Filmtipp: Rosas Hochzeit

Immer hat Rosa für die anderen gelebt. Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt sie nun, dass es Zeit für einen radikalen Wandel sei. Aber es ist nicht so leicht, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Rosa entscheidet sich zu heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein…

Regisseurin „Iciar Bollain hat eine der inspirierendsten, lebendigsten und strahlendsten Frauenfiguren der letzten Jahre erschaffen. „Rosas Hochzeit“ ist ein Stärkungsmittel in schwierigen Zeiten, ein Film in der besten Tradition des spanischen Kinos, unterhaltsam, mediterran, fröhlich.“ (PUBLICO)

Der Film „Rosas Hochzeit“ läuft aktuell im Universum Filmtheater.


Moderation: Dorothea Rieck

Foto (c) Poster Rieck

Kunstmuseum Wolfsburg: Mischa Kuball – ReferenzRäume

Von Platons Höhle zu Galileos Sternen spannt sich der thematische Bogen der Ausstellung Mischa Kuball. ReferenzRäume. Kommen Sie mit durch beeindruckende Rauminstallationen, lassen Sie sich vom Spiel des Lichts verführen und folgen Sie Mischa Kuballs politischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen in der ersten Retrospektive des Konzeptkünstlers Mischa Kuball im Kunstmuseum Wolfsburg bis zum 19.9.2021.

In einer Zeit, die im privaten wie im politischen Bereich zunehmend von sogenannten „alternativen Wahrheiten“ durchsetzt ist, stellt der Künstler Mischa Kuball (*1959) zentrale Sinnfragen. In seiner Arbeit offenbart er soziale Handlungsweisen und politische Diskurse, die mit seinen Werken zugleich einer Revision unterzogen werden.


(c) Brunsviga

Kulturzentrum Brunsviga: „Drive Impf“ – Kultur im Vorbeigehen

Nachdem das Wetter und die Infektionszahlen wochenlang das Projekt „Drive Impf“ des Kulturzentrums Brunsviga lahmgelegt hatten, gab es nun am 30. Mai um 17 Uhr wieder Kultur in „Sp(r)itzenleistungen“ auf dem Hof der Karlstraße 35. Thomas Hirche, Leiter des kleinsten Theaters Braunschweigs, präsentierte mit sparsamer, anrührenden Gestik den Walk Act „Die lebende Spieluhr“ und verschenkte Rosen an die begeisterten Zuschauer. Anschließend verriet er, was ab Juli für sein Theater „Das Kult“ im Schimmelhof geplant sei…


Foto (c) Kunstverein Braunschweig

Kunstverein Braunschweig: Doppelaustellung

Die Duo-Ausstellung Where the Tide Takes Us von Karrabing Film Collective und Rory Pilgrim im Kunstverein Braunschweig. Die Ausstellung kombiniert bestehende und neu produzierte Filme, Malereien, Zeichnungen und Objekte zu einem eindringlichen Ökosystem. Dabei verbindet die Künstler_innen ein Interesse an neuen Formen von Gemeinschaften und Modellen eines integrativen Zusammenlebens im Einklang von Mensch, Technik und Natur. Auf der Suche nach geschützten Lebensräumen träumen und spekulieren die Künstler_innen über alternative Vergangenheiten, Gegenwarten und Zukünfte und durchstreifen Landschaften im ländlichen Idaho, Dakar, St. Petersburg oder auch im australischen Nordterritorium – bis hinaus auf die Ozeane. Vom Rhythmus der Gezeiten, Ebbe und Flut, aber auch dem eigenen Atem getragen, verändert sich die Ausstellung Tag für Tag.


Plakat (c) 20th Century Fox

Filmtipp: Nomadland

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Bergbaustadt Empire in der Nähe der Black Rock Desert in Nevada, durch den sie selbst alles verloren hat, packt die 60-jährige Witwe Fern ihr Hab und Gut in ihren Van und macht sich auf den Weg, um als moderne Nomadin im Westen der USA ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu erkunden. Unterwegs nimmt sie jegliche Arbeit an und verzichtet auf materiellen Komfort. Doch Fern ist nicht allein, immer wieder macht sie die Bekanntschaft von Menschen, die aus ähnlichen Gründen unterwegs sind, die auch ihre Häuser, ihre Arbeit oder einen geliebten Menschen verloren haben. Der Film Nomadland wurde bei der diesjährigen Oscarverleihung gleich dreimal ausgezeichnet:- Bester Film- Beste Regie für Chloé Zhao- Beste Hauptdarstellerin Frances McDormand. Am Donnerstag, den 03.06. öffnet das Universum Filmtheater wieder und startet mit dem preisgekrönten Film „Nomadland“.


Moderation: Hans-Otto Kruse

Plakat (c) Verleih NFP

Streamingtipp: “Nur eine Frau”

„Man kann die Toten nicht vergessen.“, sagt Regisseurin Sherry Hormann zu ihrem Film Nur eine Frau.
„Es erscheint mir nicht richtig, wenn Menschen wie diese von Familie und Ehre sprechen. Wenn man in der Lage ist, ein Familienmitglied zu töten, welches nicht der Norm ihrer Vorstellung von Familie entspricht, dann geht es nicht um familiäre Liebe, sondern um Macht und Ego.“, sagt Rechtsanwältin Seyran Ates, die in Berlin eine eigene Moschee gründete und seitdem 24 Stunden von der Polizei bewacht werden muss.
Am 7. Februar 2005 wird die 23-jährige Aynur an einer Bushaltestelle von ihrem jüngsten Bruder mit drei Kopfschüssen getötet. Regisseurin Sherry Hormann hat sich auf Spurensuche begeben. Entstanden ist ein Film, der ohnmächtig macht und nur schwer auszuhalten ist. Nur eine Frau ist noch bis 15. Juni in der ARD-Mediathek zu sehen.
Produziert wurde der Film übrigens von der Journalistin Sandra Maischberger.


Über 100 Veranstaltungen: Scharoun-Theater in Wolfsburg gibt wieder Vollgas

Der neue Intendant des Wolfsburger Scharoun-Theaters hatte sich im vergangenem Jahr ganz viel vorgenommen. Dirk Lattemann und seinem Team war es gelungen, zahlreiche interessante Produktionen aus nahezu allen Genres nach Wolfsburg zu holen. Wegen Corona konnten von über 100 geplanten Veranstaltungen aber nur ganze 18 mit Einschränkungen stattfinden. Kein Grund, die ambitionierten Pläne aufzugeben – im Gegenteil: Kürzlich hat Dirk Lattemann das umfangreiche Programm für die neue Spielzeit vorgestellt.
Das komplette Programm steht natürlich schon jetzt auf der Webseite des Theaters.


Foto: Hanjo (c) Staatstheater

Nächste Premiere auf der digitalen Bühne des Staatstheaters

Noch immer steht der Kulturbetrieb in Deutschland weitgehend still. Viele Künstler versuchen, wegen mangelnder Auftrittsmöglichkeiten, das Internet zu nutzen. Auch das Staatstheater Braunschweig hat eine digitale Bühne eröffnet, auf der mit offensichtlichem Erfolg u.a. Dvoraks Oper Rusalka im März und April des Jahres lief. Nun kündigt das Staatstheater eine weitere digitale Premiere an – Toshio Hosokawas Oper »Hanjo«. Radio Okerwelle war bei den Dreharbeiten dabei.
Die Online-Premiere findet am Freitag, den 5. Juni, 19:30 Uhr statt.
Die Filmaufzeichnung, 80 Minuten, ist auf der Homepage des Staatstheaters oder bei Youtube abrufbar bis 4. Juli 2021


Foto (c) Mattias Heine

Krass – 500 Jahre deutsche Jugendsprache

Schon im 18. Jahrhundert pflegten die Studenten ihren eigenen Jargon und die Wandervogelbewegung lieferte den Nazis manches Lieblingswort. Matthias Heine (Foto) zeigt, dass Jugendliche schon immer eigene Gruppensprachen nutzten – nach innen als Erkennungszeichen, nach außen als Abgrenzung und natürlich auch ganz einfach zum Spaß. Dazu zieht er Quellen wie Goethes Studentenwörtersammlung, Kästners „Emil und die Detektive“ oder die deutschen Synchronisationen der Beatles-Filme heran.


Moderation: Hans-Otto Kruse

(c) Florian Battermann

Theaterurlaub im Park

Viele möchten mit ansteigenden Temperaturen wieder in die Ferne schweifen, dabei dürfen sie aber nicht vergessen, dass das Schöne oft sehr nahe liegt. Florian Battermann (Foto), der Leiter der Komödie am Altstadtmarkt hat dafür gesorgt mit drei Inszenierungen, die im Biergarten des traditionsreichen „Heinrich“ unter freiem Himmel präsentiert werden. Mit „Best of Loriot“, Golden Girls“ (Foto) und „Ein Käfig voller Narren“ erleben die Freunde lockerer Theaterkost in sommerlicher Atmosphäre ganz unterschiedliche Komödien mit Lilo Wanders und einem wechselnden spielfreudigen Ensemble. So können sie von Juni bis September die Seele baumeln lassen bei einem fröhlichen Kurzurlaub im wunderschönen Stadtpark.


Plakat (c) Filmwelt Verleihagentur

Streamingtipp: Russland von oben

„Die größte Herausforderung für die Filmcrew war schlicht die unglaubliche, immense Weite Russlands.“, sagt Dokumentarfilmer Freddie Röckenhaus über die Dreharbeiten zu „Russland von oben“. So hat man dieses Land zuvor noch nie gesehen. Es durfte in Sperrgebieten gefilmt werden, und das Team erhielt auch Zugang zum Solowezki-Kloster, der berüchtigten Stätte des ersten sowjetischen Gulag.

Die Zuschauer begeben sich auf eine Reise über Wüsten und Steppen, von der Tundra bis zur Taiga, über gefrorene Meere, Gletscher und schneebedeckte Berggipfel, besuchen majestätische Metropolen genauso wie die Einsamkeit der russischen Wildnis. Wer den atemberaubenden Film „Russland von oben“ im Kino verpasst hat, bekommt die Gelegenheit, ihn bei Amazon Prime für 4,99 € auszuleihen.


Auf Entdeckertour: Abenteuer im Schlossmuseum Wolfenbüttel

Die sinkenden Infektionszahlen machen es möglich: Viele Museen in der Region sind wieder für den Publikumsverkehr geöffnet – so auch das Schlossmuseum in Wolfenbüttel. Dort wird aktuell eine spezielle Aktion für Familien geboten: Unter dem Motto Abenteuer im Schloss können Kinder auf Entdeckertour gehen und sich selbst aktiv als Abenteurer betätigen. Melina Wall hat sich bei Medienpädagogin Cortina Teichmann nach Einzelheiten erkundigt. Weitere Infos auch über die geltenden Corona-Auflagen bietet die Homepage des Schlossmuseums Wolfenbüttel.


(c) Braunschweigischer Geschichtsverein

Der Krankenmord

Susanne Weihmann berichtet in ihrem Buch „Die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Königslutter und der Krankenmord“ über die Vorgänge in dieser Anstalt im Jahr 1941, als im Rahmen der „Euthanasie-Aktion T4“ aus der „Durchgangsanstalt“ Königslutter mehr als 400 Patienten in den Gastod geschickt wurden. Fast die Hälfte von ihnen waren eigene Patienten – allein 85 Kranke kamen aus Braunschweig. Außerdem stellt die Autorin die verantwortlichen Akteure vor und beschreibt die unzureichende juristische Aufarbeitung nach 1945.


Moderation: Sylvia Scholz

Foto (c) Brunsviga

Kulturzentrum feiert Geburtstag

Wie doch die Zeit vergeht: Vor 40 Jahren wurde über die Umgestaltung der Konservenfabrik BRUNSVIGA in ein Kommunikationszentrum nachgedacht und ein provisorischer Bürgertreff eingerichtet. Mit dabei war auch Michael Heinze, der jetzt an die „Gründerzeit” mit einem Film erinnern möchte. Dazu benötigt er für seine Recherche noch Fotos oder Filmmaterial aus den Anfängen, aber auch für Bilddokumente aus der Zeit der früheren Konservenfabrik wäre er dankbar. Mehr über den Film und die Anfangsjahre des Kulturzentrums erfahren Sie in unserem Beitrag.


Plakat (c) Veranstalter

Chagall in der Kemenate

Die Braunschweiger Jakob-kemenate ist wieder geöffnet und Besucher können dort bis zum 31. Mai die Ausstellung „Bilder zur Bibel” des Künstlers Marc Chagall sehen. Allerdings ist zuvor eine Anmeldung unter 0531-22434842 erforderlich. Gezeigt werden 46 Original Lithographien des französisch-russischen Künstlers, der als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts gilt. Die farbigen Lithographien, die in dem Zyklus „Bilder zur Bibel” zusammengefasst werden, sind in Jahren 1956 und 1960 entstanden und beziehen sich vor allem auf die Schöpfungsgeschichte, die Bücher der Propheten und die Frauengestalten der Bibel.


Foto (c) Sybille Schnehage

Hilfsverein Katachel

Sybille Schnehage leitet seit 1994 eine Hilfsorganisation in Afghanistan. Fünf Jahre durfte sie nicht dorthin reisen, weil die Bundesregierung eine Entführung samt Lösegeldforderung fürchtete. Nach einem fünfjährigen Kampf ist es der 70-Jährigen gelungen den Sperrvermerk aus ihrem Reisepass entfernen zu lassen. Die Vorsitzende des Hilfsvereins Katachel darf wieder nach Afghanistan einreisen. „Es war eine sehr nervenaufreibende Zeit. Ich werde in dem Land gebraucht und musste nun fast sechs Jahre die Geschicke von Zuhause aus leiten.” Das war anstrengend und schwierig. „Wir haben dort so viele Projekte, die ich betreuen muss.” Sie ist sehr froh, dass das Thema endlich beendet ist. „Die Leute in Kunduz brauchen mich.”


Plakat (c) Alamode Filmverleih

Streamingtipp: Und morgen die ganze Welt

„Wie weit ist man bereit, für seine politischen Überzeugungen zu gehen? Welchen Preis ist man bereit zu zahlen? Wie ehrlich ist überhaupt so ein politisches Engagement?” Diesen Fragen geht Regisseurin Julia von Heinz in ihrem Film „Und morgen die ganze Welt” nach. Eine junge Studentin landet in einer WG einer örtlichen Antifa und muss sich entscheiden, wie weit sie gehen möchte.

“Ein packender, ein schmerzlich aktueller, aber auch ein erfrischend junger Film”. (ZDF Heute Journal)
„Und morgen die ganze Welt” ist zu sehen bei Netflix oder kann für 4,99 € ausgeliehen werden bei Amazon Prime.


Moderation: Dorothea Rieck

Foto (c) ZDF

Streamingtipp: “Doktor Ballouz”

Es gibt sie noch, die Perlen im Öffentlich-Rechtlichen: die Arztserie Doktor Ballouz im ZDF gehört dazu! Und an dieser Serie kann man sich gerade dann erfreuen, wenn man Arztserien wegen der unerträglichen Charaktere, der schleimigen Dialogen und austauschbaren Darsteller in der Regel tunlichst vermeidet.
Bei Doktor Ballouz stimmt alles: ein wunderbares Drehbuch von Conni Lubek und ihrem Team, einfühlsame Regie der Regisseure Andreas Menck und Philipp Osthus und ein bis in kleinste Nebenrollen überzeugendes Darsteller-Team an der Seite von Merad Ninidze.
Die Serie Doktor Ballouz hat übrigens ein reales Vorbild – ein Arzt gleichen Namens aus der Uckermark, von dem sich die Autoren inspirieren ließen. Dr. Armin Ballouz floh als Jugendlicher aus dem Libanon und arbeitet als Landarzt in der Uckermark. „Ich habe damals mit nichts in der Hand meine Heimat Beirut verlassen, habe hier ganz neu angefangen und freue mich sehr darüber, wie liebevoll mich die Brandenburger aufgenommen haben.“
Zu sehen ist Doktor Ballouz in der ZDF-Mediathek. Dank des großen Erfolges wird es eine zweite Staffel geben!


Cover (c) Grupello Verlag

Braunschweig – Das Heimat-Quiz

Welches war der erste Bioladen in Braunschweig? Für welches vom Aussterben bedrohte Tier trägt Braunschweig besondere Verantwortung? Oder: Wann wurde die Braunschweiger Fußgängerzone eröffnet? Diese und weitere Fragen rund um die Löwenstadt und Umgebung hat die Journalistin und Autorin Monika Herbst in ihrem neuen Quiz zusammengestellt. In „Braunschweig – Das Heimat-Quiz“ gibt es insgesamt 100 Karten mit kniffligen Fragen. „Braunschweig – Das Heimat-Quiz“ ist gerade im Grupello-Verlag erschienen und für 16,99 Euro im Handel erhältlich.


Foto (c) Brigitte Weihmüller

Die Künstlerin Brigitte Weihmüller

…wurde 1964 in München geboren. Sie studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bevor sie an die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig wechselte. Europäische Studienreisen und bundesweite Ausstellungen folgten. Viele ihrer Kunstwerke befinden sich im Besitz von privaten Sammlerinnen und Sammlern sowie von Firmen und sozialen Einrichtungen – in Deutschland, der Schweiz und in Nordamerika. Brigitte Weihmüller lebt und arbeitet als Malerin, Fotografin und Glaskünstlerin in Braunschweig.


Cover (c) Duden

Buchtipp: Kann man sagen…

Kurze Info: Sie haben im Meeting die Deadline auf dem Schirm und kommunizieren mit anderen Stakeholdern auf Augenhöhe. Na, alles klar? Auf alle Fälle hilft ein Blick in den DUDEN – vielleicht nicht die Auflage aus der Schulzeit, die schon einige Jahre zurückliegt.Aber der DUDEN weist auch in Sonderbänden auf Sprachverwirrungen hin. So legt Andreas Neuenkirchen in seinem Buch (Bild) mit viel Humor seinen Finger in die Wunde der sprachlichen Unfälle, Plattitüden und Scheußlichkeiten und sammelt alphabetisch von „abartig“ über „Influence“ bis „zeitnah“ die größten Sprachaufreger im Deutschen. Er liefert aber auch Argumente, warum man sie zwar sagen kann, aber sie nicht unbedingt in den Sprachgebrauch übernehmen sollte.


Moderation: Sylvia Scholz

24.06.2021 um 19:00 Uhr
19:00 — 20:00

pandora@okerwelle.de