Treffpunkt Garten
Das Magazin für Naturliebhaber macht Winterpause.
Nächste Ausgabe am 3. März 2026.
Alle 4 Wochen, Dienstag 19.00 Uhr
Im Mittelpunkt stehen Themen wie die jahreszeitlichen Arbeiten im Garten, Rasen-und Rosenschnitt, Nützlinge/Schädlinge, Anlegen eines Kräuterbeetes oder Tipps zur Auswahl bei der Pflanzung eines neuen Obstgehölzes – regelmäßige kompetente Gesprächspartner sind u.a Claudia Heger, Diplom Biologin und Gartenexpertin
Beiträge zu Themen aus Natur und Umwelt ergänzen die Sendung von und mit Ines Rahaus.
Feste Rubriken in Zusammenarbeit mit:
– Dipl. Biologin Claudia Heger, Gartenexpertin
– Kalle Weber vom FEMO – Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen
THEMEN DER SENDUNG

Pfingstroserot (c) Rahaus
Pfingstrosen, Wildkräuter und Bewässerung und die Pflanzenauswahl für den Balkon, sowie wissenswertes über den Biber.
Blühende Pfingstrosen erfreuen Claudia Heger, ein Übermaß von Wildkräutern fordert erhöhte Aufmerksamkeit, eine Englische Gartenkante lässt jedes Beet chic aussehen-die Gartenexpertin im Mai in ihrem Kleingarten. Außerdem bereitet sie sich auf die Bewässerung für den kommenden Sommer vor.
Geranien und Petunien in den Balkonkästen? Gärtnermeister Burkhard Bohne schlägt als Bepflanzung Gemüse, Früchte und Kräuter vor. Entscheidend für die Pflanzenauswahl ist die Lage des Balkons, Nord oder Süd?
Lange nicht gesehen, nun ist der Biber wieder zurück in hiesigen Gewässern und beschäftigt sich als Landschaftsgestalter. Alles Wissenswerte über den umtriebigen Baumeister erfahren wir von Naturschützer Kalle Weber.
Mit dabei sind Gartenexpertin Claudia Heger, Gärtnermeister Burkhard Bohne und Karl Friedrich Weber
Zitronen und andere mediterrane Kübelpflanzen, Forstwirtschaft, Waldökologie und Umweltrecht
Gartenexpertin Claudia Heger in ihrem Gewächshaus. Dort wachsen Zitronen und andere mediterrane Kübelpflanzen. Ebenfalls Geranien und vorgezogene Kulturen wie Chili, Paprika und Tomate.
Aber es ist auch Zeit für die ersten Aussaaten im Freiland, wie Radieschen, Salat und Erbsen, sagt die Diplom Biologin.
Dort blühen seit Ende Februar in bunter Vielfalt verschiedene Primelarten. Gartenprimeln, Echte und Hohe Schlüsselblumen und Teppichprimeln. Schlusslicht ist bis in den Mai hinein die 30cm hohe Kugelprimel.
Karl Friedrich Weber ist der Natur als ehemaliger Forstmann eng verbunden. Er war in verschiedenen Gremien in der Kommunalpolitik tätig, seine Schwerpunkte sind Forstwirtschaft, Waldökologie und Umweltrecht. Er ist Präsident der Stiftung Naturlandschaft des BUND. Wie kann es gelingen, die Natur einerseits zu schützen, andererseits das Bedürfnis der Menschen nach naturnahem Freizeiterleben zu erfüllen? Orientierung geben rechtliche Vorgaben.
Mit dabei sind Gartenexpertin Claudia Heger und Karl Friedrich Weber

Ines Rahaus – Foto (c) Okerwelle
Ines Rahaus freut sich auf den Fühling
In der Sendung Treffpunkt Garten mit Ines Rahaus gibt es jahreszeitliche Tipps rund und um die Themen Garten und Natur.
April ist die Hauptblütezeit der Narzissen, auch Osterglocke genannt. Der anmutige beliebte Frühlingsbote leuchtet in strahlendem Gelb oder Weiß.
Auf der Fensterbank wird Tomatensaatgut „Sibirisches Birnchen“ in Anzuchterde ausgesät und in der Natur beobachten wir die imposanten Kraniche. Sie galten in der griechischen Mythologie als Vögel des Glücks.
Mit dabei sind Gartenexpertin Claudia Heger und Naturschützer Kalle Weber.

Tannenzweig – Foto (c) Pixabay
Der Tannenbaum, Pflanzzeit für Heide, Adventszeit
Wir warten auf Weihnachten. Der Tannenbaum gehört einfach dazu. Manche nadeln, manche piksen, die richtige Wahl ist wichtig für entspannte Tage.
In Garten, Terrasse und Blumenkübel ist Pflanzzeit für Heide. Zu unterscheiden ist die kurzlebige Knospenheide und die ausdauernde Schneeheide. Sie blüht je nach Sorte von Dezember bis Mai.
Advent ist die Zeit des Wartens, von Kerzenschein, von Keksduft und guten Geschichten, die das Herz erwärmen, wie die vom Wintersalat Rapunzel oder dem Ehemann, der sich freut, dass seine Frau jetzt mehr Zeit für ihn hat.
Wiederholung: Mittwoch 9 Uhr – Nächste Ausgabe am 3. März 2026 !

Hagebutte – Foto (c) Rahaus
Es leuchtet im Novembergarten, Nachhaltigkeitsstandards bei der Waldbewirtschaftung, Unterschied zwischen Heil -und Haustee und Igelschutz
Es leuchtet im Novembergarten. Rot, orange und pink zeigen sich Hagebutten, Früchte von Ilex und Pfaffenhütchen, sogenanntes Rotkelchenbrot. Auch für die Adventszeit sind sie sehr dekorativ, sagt Gartenexpertin Claudia Heger.
FSC, Naturland und PEFC sind Zertifizierungen, die Nachhaltigkeitsstandards bei der Waldbewirtschaftung garantieren. Der Verbraucher kann so beim Kauf von Holzprodukten erkennen, ob diese umwelt- und sozialverträglich hergestellt wurden, aber stimmt das auch? Forstmann Kalle Weber weiß mehr.
Wer wie ein Kräuterweiblein im Lauf des Jahres genug Blätter, Blütenblätter, Früchte und Samen gesammelt und getrocknet hat, kann nun Tinkturen, Salben, Kräuterschnaps, -salz und -öl herstellen. Den Unterschied zwischen Heil -und Haustee erklärt Kräutergärtner Burkhard Bohne.
Igel sind nachtaktiv. Beobachtet man Jungtiere vermehrt am Tag, könnte eine Störung vorliegen. Sieht der Igel unverletzt aus, zunächst Wasser und Futter anbieten, aber auf keinen Fall voreilig der Natur entnehmen, rät Bärbel Rogoschick vom NABU Artenschutz Zentrum in Leiferde.
Wiederholung: Mittwoch 9 Uhr

Herbstlaub – Foto (c) Rahaus
Herbstlaub, Michael Kraft geht in Ruhestand, Zugvögel überwintern hier
Das Grün des Chlorophylls wird abgebaut, zurück bleiben gelb- und rotfarbene Blätter, die mit dem Wind zu Boden schweben und für schönes buntes raschelndes Herbstlaub sorgen. Nur auf unserem Rasen hat Laub nichts zu suchen, sagt Gartenexpertin Claudia Heger. Der Rasen ist über Winter grün und braucht Licht für die Photosynthese. Auf Beeten und Rabatten wirkt Laub jedoch wie ein wärmender Wintermantel.
Michael Kraft sagt „Tschüß“. Erst als Gärtnermeister, dann seit 2001 als Leiter des Botanischen Gartenes ist er nun in den Ruhestand gegangen. Er blickt auf die vergangenen Jahre zurück. Die erste Herausforderung damals in leitender Funktion war das baufällige Tropenhaus. Es wurde gesperrt, Besuchern war der Zugang verwehrt, Mitarbeiter arbeiteten mit Schutzhelm. Vieles mehr ist in den Jahren passiert, nicht alle Projekte konnten umgesetzt werden.
Störche und Kraniche sind geschützte Vogelarten. Und sie sind Zugvögel, die im Winter in Richtung Süden fliegen. Durch hiesige Schutzmaßnahmen gut unterstützt und durch den Klimawandel begünstigt, bleiben sie mittlerweile gerne im Winter bei uns. Das führt zu Problemen, stellt Naturschützer Karl Friedrich Weber fest.
Wiederholung: Mittwoch 9 Uhr

Blumenzwiebeln – Foto (c) Rahaus
Blumenzwiebeln, Rosen- und Grünkohl warten auf den Frost, Artenvielfalt und Biodiversität
Graubraun unscheinbar die Zwiebel, doch große Farbenpracht im Frühling. Frühblüher nennt man alle Pflanzenarten, die als erste im Jahr blühen. Die Pflanzen legen schon nach der Blüte Vorräte für die nächste Saison an. Sie speichern also Ihre Energie in Zwiebel, Wurzelknolle oder Erdsprossen (Rhizom), um dann, ganz zeitig im
Frühjahr wieder auszutreiben, weiß Claudia Heger. Zu den bekanntesten, die Zwiebeln bilden, gehören Schneeglöckchen, Winterling, Narzisse, Tulpe, Hyazinthe und Märzenbecher.
Im Gemüsebeet ist es grün, Rosen- und Grünkohl wachsen noch und warten auf den Frost. Die Bitterstoffe werden dann teilweise in Zucker umgewandelt, machen das Gemüse schmackhaft. Für frische Würze im Frühjahr sorgen Wintersteckziebeln und Pflanzknoblauch, sagt die Gartenexpertin.
Die intensive Landwirtschaft wird oft genannt, wenn es um Verursachung von Artenschwund und Umweltschäden an der Ressource Natur geht. Es gibt viele Programme an denen Landwirte nach Antragstellung teilnehmen können. Seit 2020 gebündelt im Programm „ Der niedersächsische Weg“. Ziel ist es, die Artenvielfalt und Biodiversität wieder zu erhöhen. Auch ein Monitoring ist nötig, ob die Maßnahmen greifen. Komplex und
zeitaufwendig und doch ein hoffnungsvoller Anfang, meint Naturschützer Karl Friedrich Weber.
Wiederholung: Mittwoch 9 Uhr

Apfel – Foto (c) Rahausl
Sommerschnitt bei Apfelbäumen, neues Erdbeerbeet anlegen, Naturschutz ins Grundgesetz, das“Jahr des Gärtners“
Boskop und Elstar sind Apfelsorten, die zu Alternanz neigen. In einem Jahr haben sie sehr viele kleine, im zweiten Jahr dann kaum Früchte. Um zu einem gleichmäßigen Ertrag zu kommen, rät Claudia Heger zum Sommerschnitt bei Apfelbäumen.
Im abgeernteten Erdbeerbeet pflanzt die Gartenexpertin den jeweils ersten Senker einer Erdbeerpflanze in ein neues Beet. Beliebte Sorten sind Malvina, Florence oder Korona. Um zu vermeiden, dass Frost im Frühjahr die Blüte und damit die ganze Ernte schädigt, ist es klug spät-, früh- und sehr frühblühende Sorten zu pflanzen.
In einigen Staaten der Welt sind die Rechte der Natur im Grundgesetz verankert. Karl Friedrich Weber hält das auch in Deutschland für sinnvoll. In der jetzigen gesetzlichen Definition ist die Natur ein Objekt. Erklärte man sie zum Subjekt, könnte ihr Recht auch durchgesetzt werden. Ein langer komplizierter Weg.
Karel Capek war ein tchechischer Schriftsteller, Journalist, Fotograf und Gärtner. Sein Buch „Das Jahr des Gärtners“ aus dem Jahr 1929 beschreibt Monat für Monat großartig zeitlos das Gartenjahr. Im September feut er sich an blühenden Astern und Dahlien und legt einen Steingarten an.
Wiederholung: Mittwoch 9 Uhr
