Nerlich weist Untreue-Vorwürfe zurück
In der Debatte um das Gifhorner Mühlenmuseum (Bild) hat Bürgermeister Matthias Nerlich Vorwürfe zurückgewiesen, er habe sich eines Fehlverhaltens bei der Vergabe schuldig gemacht. Der CDU-Politiker reagierte damit auf Kritik vom Bund der Steuerzahler. Der Lobbyverband hatte gegen die Stadtverwaltung Anzeige wegen Untreue erstattet. Unter anderem sollen Aufträge ohne vorherige Ausschreibung vergeben worden sein. Die Stadt Gifhorn hatte das Museum vor fünf Jahren für rund 2,3 Millionen Euro vom bisherigen Betreiber erworben und an einen neuen Pächter übergeben, der inzwischen insolvent ist. Zur Aufklärung der Vorgänge wurde ein Untersuchungsausschuss eingerichtet. In der Auftaktsitzung betonte Nerlich, man habe stets im Rahmen der geltenden Vorschriften des Vergaberechts gehandelt. Vertreter der Verwaltung räumten allerdings ein, der Kauf habe die Stadtkasse deutlich höher belastet als ursprünglich erwartet. Angesichts der finanziellen Schieflage forderten Ratsmitglieder erneut lückenlose Transparenz ein. — Foto (c) CC 2.0_Torsten Maue