Fünfjährige Suche nach NS-Raubkunst abgeschlossen

Die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel hat eine großangelegte Untersuchung ihrer Bestände auf NS-Raubgut erfolgreich beendet. Nach Angaben der Bibliothek konnten nach fünfjähriger Forschungsarbeit insgesamt 20 Bände an die rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden. Zuletzt seien im Dezember drei Bücher restituiert worden, die einst den Familien des Verlegers Rudolf Mosse und des Braunschweiger Arztes Richard Spanjer-Herford gehörten. Die betroffenen Familien seien von den Nationalsozialisten als jüdisch verfolgt worden und mussten bereits in den 1930er-Jahren aus Deutschland fliehen. Mit dem Abschluss der zweiten Projektphase sei die systematische Überprüfung der Zugänge aus der NS-Zeit nun vollendet, hieß es. Dennoch bleibe die Suche nach der Herkunft antiquarischer Bücher ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit im Haus. Alle identifizierten Raubgut-Fälle wurden zudem in internationalen Datenbanken dokumentiert, um die Transparenz zu wahren.

Bild: Sammlung Ernst Pepping Foto (c)HAB