Strukturreform der Landeskirche nimmt Fahrt auf
Die geplante Strukturreform der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig nimmt allmählich Fahrt auf: Wie berichtet, sollen die bisher elf Propsteien zu nur noch vier großen Einheiten zusammengeschlossen werden. Wie die Kirchenregierung nach ihrer jüngsten Sitzung mitteilte, soll dieser Schritt bis Anfang 2027 abgeschlossen werden. Ziel dieser Reform sei es, Verwaltung, Finanzen und Gebäude stärker zu bündeln, um Pfarrer und Ehrenamtliche von Bürokratie zu entlasten, erklärte Oberlandeskirchenrat Jörg Mayer. Dabei solle die Ortsnähe als Gestaltungsprinzip erhalten bleiben, während mehr Raum für das geistliche Leben entstehe. Die Propstei- und Kirchenvorstände haben bis Ende März 2026 Zeit für eine Erklärung, welche Fusionen sie anstreben und welche Gemeinden einen Propsteiwechsel vollziehen wollen. Mehrere Gemeinden hatten bereits im Vorfeld gegen die geplante Reform aufbegehrt. Tenor: Damit würden die Kirchenvorstände zu bloßen „Keksgeldverwaltern“ degradiert. Der stellvertretende Landesbischof Thomas Hofer (Bild) betonte dagegen, man müsse mutige Schritte gehen, um als Kirche handlungsfähig zu bleiben und die christliche Botschaft mit weniger Ballast zu den Menschen zu bringen. Foto (c) Landeskirche Braunschweig