Hildesheimer Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden gewählt

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer (Bild) ist zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Das Oberhaupt der Katholischen Kirche in unserer Region wird damit Nachfolger des Limburgers Georg Bätzing, der nach sechs Jahren nicht erneut kandidiert hat. Wilmer ist seit April 2018 Bischof des Bistums Hildesheim. Als Verfechter des so genannten „Synodalen Wegs“ setzt er sich unter anderem für eine grundlegende Strukturreform der katholischen Kirche ein, die seit Jahren unter einem massiven Mitgliederschwund leidet. In einem ersten Statement nach seiner Wahl forderte der 64-Jährige aber auch einen verstärkten Blick auf fundamentale Glaubensfragen und die Evangelisierung. Die Fachwelt wertet die Wahl als Signal für einen moderateren Kurs: Der Kirchenrechtler Thomas Schüller betonte, die Hauptaufgabe des neuen Vorsitzenden bestehe nun darin, zwischen den zerstrittenen Lagern der Bischöfe zu vermitteln. Zudem müsse Wilmer ein vertrauensvolles Verhältnis zum Vatikan und Papst Leo XIV. aufbauen, um die anstehenden Reformprozesse voranzutreiben. Die evangelische Landeskirche Braunschweig gratulierte dem neuen Vorsitzenden zu dessen Wahl. In nachbarschaftlicher Verbundenheit freue er sich über die große Wertschätzung, die Wilmer durch dieses Votum zuteil geworden sei, erklärte der stellvertretende Landesbischof Thomas Hofer. — Foto (c) kiz/Matthias Bode