AWO-Bezirksverband warnt vor massiven Einschnitten
Die Arbeiterwohlfahrt im Braunschweiger Land hat die vom Bundestag beschlossene Reform des Bürgergeldes als „massiven Einschnitt in das soziale Netz“ kritisiert. Damit setze die Bundesregierung den Rotstift ausgerechnet bei den Ärmsten der Gesellschaft an, statt soziale Ungleichheit zu bekämpfen, erklärte AWO-Bezirkschef Rifat Fersahoglu-Weber (Bild). Die Neuregelung führe zu mehr Frustration, und Hilfsbedürftige würden weiter stigmatisiert. Insbesondere steigende Mieten und Lebenshaltungskosten stellten eine extreme Belastung für Menschen am Rande der Gesellschaft dar. Fersahoglu-Weber appellierte an die Politik, den Fokus auf die effektive Bekämpfung von Kinderarmut und die Förderung der frühkindlichen Bildung zu legen. Die Bundesregierung müsse hier zielgerichtete Unterstützung bieten, anstatt das System zu Lasten der Mehrheit zu verschärfen. — Foto (c) AWO BS