Grüne kritisieren „Standort-Euphorie“ der Stadtspitze
Braunschweig erhält im Zuge der neuen Wehrpflicht ein eigenes Musterungszentrum und wird damit offiziell wieder zum Bundeswehrstandort. Wie die Stadt Braunschweig mitteilte, soll die neue Einrichtung bis Mitte 2027 entstehen und rund 50 zivile Arbeitsplätze schaffen. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum begrüßte die Entscheidung des Verteidigungsministeriums. Das sei eine großartige Nachricht für die Stadt, so Kornblum. Kritik an dieser Bewertung kommt jedoch von den Grünen, die vor einer neuen „Militärromantik“ warnen. Ein Musterungszentrum sei lediglich ein Verwaltungsstandort und keine Rückkehr zur Garnisonsstadt, sagte Andreas Hoffmann vom Grünen-Kreisverband Braunschweig (Bild). Sicherheit entstehe nicht durch militärische Symbolpolitik, sondern brauche Augenmaß und den Schutz ziviler Interessen, so Hoffmann weiter. Die Stadt müsse nun sachlich klären, welche Räumlichkeiten für das Zentrum genutzt werden und welche konkreten Folgen die Ansiedlung für Braunschweig habe.