CDU kritisiert mangelnde Transparenz bei Besetzung der Leitungsstelle

In der Debatte um das Braunschweiger Haus der Vielfalt hat die CDU der Verwaltung mangelnde Transparenz vorgeworfen. Die Stadt hatte das frühere Haus der Kulturen am Nordbahnhof nach Untreue-Vorwürfen gegen die damalige Leitung Ende 2025 in die Verantwortung der Volkshochschule (VHS) übergeben. Der neue Geschäftsführer hatte seinen Posten im Januar angetreten, war aber schon Ende März wieder entlassen worden. Hintergrund ist sein enges Verwandschaftsverhältnis zum SPD-Bundestagsabgeordneten Christos Pantazis. Dessen Ehefrau Tanja ist in leitender Position bei der VHS tätig – und die Schwester des seinerzeit bestellten Geschäftsführers im Haus der Vielfalt. Die CDU hatte daraufhin Klärungsbedarf angemeldet: Mit einer Dringlichkeitsanfrage verlangte sie Auskunft darüber, welche Rolle das Rathaus und insbesondere das Büro von Oberbürgermeister Thorsten Kornblum bei diesem Vorgang gespielt hat. Die Antwort war laut Fraktionschef Thorsten Köster (Bild) unbefriedigend: Die Verwaltung habe zwar auf die rechtliche Selbstständigkeit der VHS als Tochtergesellschaft der Stadt verwiesen, so Köster. Aus seiner Sicht sei aber unter anderem weiterhin offen, warum das Büro des Oberbürgermeisters bereits im Februar über angebliche Verfahrensfehler informiert worden sei. Damit verfestige sich der Eindruck, dass politische Ebenen deutlich stärker beteiligt waren, als bislang dargestellt worden sei, so Köster. Er kündigte weitere Schritte seiner Fraktion an, um vollständige Transparenz zu erreichen – beispielsweie im Wege der Akteneinsicht. — Foto (c) CDU-Ratsfraktion BS