Grüne lehnen CDU-Pläne für interkommunales Gewerbegebiet ab

Die Pläne für den Bau einer Munitionsfabrik an der Schnittstelle zwischen der Stadt Braunschweig und dem Landkreis Peine haben massive Kritik der Grünen ausgelöst. Beide Kreisverbände lehnten den Vorstoß der Braunschweiger CDU entschieden ab, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Vor neun Jahren waren die Christdemokraten mit einem Antrag gescheitert, im Braunschweiger Südwesten ein interkommunales Gewerbegebiet zu errichten. In einer aktualisierten Fassung schlagen sie jetzt eine explizite Ausrichtung des Areals auf die Rüstungs- und Sicherheitsindustrie vor. Die Ansiedlung von Rüstungsunternehmen in dicht besiedeltem Gebiet sei realitätsfremd und erhöhe die Gefahr, zum Angriffsziel zu werden, erklärte der Kreisverbandssprecher der Braunschweiger Grünen, Andreas Hoffmann (Bild). Seine Peiner Parteifreundin Monika Berkhan kritisierte zudem, der Antrag ignoriere bestehende Gewerbeflächen und belaste die Region durch zusätzlichen Verkehr und Emissionen. Beide Politiker forderten stattdessen nachhaltige Lösungen, die Ökologie und Lebensqualität berücksichtigen. — Foto (c) Sven Brauers