Kaum ein Bauarbeiter schafft es bis 67

Die Gewerkschaft IG BAU fordert eine grundlegende Reform der Rentenpläne für Beschäftigte in körperlich schweren Berufen. Das Rentensystem müsse dringend dem Härtegrad der Arbeit angepasst werden, so die Gewerkschaft. Für die meisten Handwerker sei aus gesundheitlichen Gründen schon vor dem 60. Lebensjahr Schluss auf dem Bau, sagte der Vorsitzende der regionalen IG BAU, Holger Henze. Er kritisierte die Pläne der Bundesregierung und forderte einen Expresszugang in den Ruhestand für Branchen wie den Bau, die Pflege oder die Reinigung. Die Gewerkschaft fordert zudem eine dauerhafte Sicherung des Rentenniveaus bei mindestens 48 Prozent, das später wieder auf 53 Prozent steigen müsse. An die Bundestagsabgeordneten der Region appellierte die IG BAU, politisches Rückgrat zu zeigen und die Berliner Rentenpläne im Sinne der Arbeiter zu korrigieren.