Verein Seebrücke Braunschweig kritisiert Stadtverwaltung
Der Verein Seebrücke Braunschweig kritisiert in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister die Stadtverwaltung. Braunschweig habe sich zum „Sicheren Hafen“ erklärt, teilte der Verein mit. Leider seien die Anforderungen dazu weitestgehend unerfüllt geblieben. Weltweit seien immer mehr Menschen auf der Flucht, gleichzeitig gebe es zunehmend freie Kapazitäten in Braunschweigs Wohnstandorten für Geflüchtete, heißt es in dem Brief. Und: Auch in Braunschweig zeige sich die Brutalität der alltäglichen Abschiebepraxis. Zudem werde in Braunschweig die für das Gemeinsame Europäische Asylsystem GEAS erforderliche Infrastruktur immer weiter ausgebaut. Der Status „Sicherer Hafen“ war der Stadt Braunschweig im Dezember 2018 verliehen worden. Hintergrund ist eine Erklärung, sich für sichere Fluchtwege und das Ende der EU-Abschottungspolitik einzusetzen. Wenn den Worten keine Taten folgten, werden man den Status der Stadt als „Sicherer Hafen“ überprüfen und ggf. entziehen, teilte der Verein mit. – Symbolbild: Seebrücke (c) Markus Spiske