Mitten im Westlichen Ringgebiet in Braunschweig steht die ehemalige JVA Rennelberg. Seit nun gut zwei Jahren ist sie nicht mehr in Betrieb, das Land Niedersachsen will das Grundstück und die denkmalgeschützten Backsteingebäude darauf verkaufen. Die Stadt Braunschweig hat dabei ein Mitspracherecht, sie darf die von den Bietern eingereichten Nachnutzungskonzepte abnicken. Laut einem Ratsbeschluss soll dort auch ein Erinnerungsort eingerichtet werden. Hinter den hohen Mauern wurden ab 1933 nämlich Widerstandskämpfer aus ganz Europa inhaftiert und gefoltert. Einer ihrer Nachfahren, Marten Lutze, hat Anfang Juli eine Petition gestartet, die schon mehr als 1.100 Menschen unterzeichnet haben. Darin fordert er den Erhalt des Rennelbergs und die Offenlegung der eingereichten Nachnutzungskonzepte. Marieke Eichner hat mit Marten Lutze gesprochen.