Jahresabschluss bestätigt wirtschaftliche Schieflage

Die Volksbank Braunschweig-Wolfburg hat 2025 einen Rekordverlust in Höhe von rund 608 Millionen Euro eingefahren. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den der Vorstand jetzt vorgelegt hat. Grund für das massive Minus sind den Angaben zufolge hohe Wertberichtigungen auf Kredite, Wertpapiere, Beteiligungen und Immobilien. Letztere machen mit rund 80 Prozent den Löwenanteil der Korrekturen aus. Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hatte das genossenschaftliche Geldinstitut deshalb in der Risikobewertung hochgestuft. Wie BraWo-Vorstandssprecher Lars Berkefeld mitteilte, werden die Verluste zum Teil durch den Rettungsschirm des BVR ausgeglichen. Zudem übernimmt der Verband Anteile an der BraWo-Gruppe. Deren Aufsichtsrat hatte den früheren Vorstandschef Jürgen Brinkmann im Mai fristlos entlassen. Das klassische Bankgeschäft lieferte laut Berkefeld dagegen auch im Geschäftsjahr 2025 „solide Ergebnisse“. — Foto: BraWO-Park (c) CC 4.0/TeWeBS