Kornblum hofft auf Erhalt der Marke, SPD und Grüne kritisieren Volksbank BraWo

Die Stadt Braunschweig und die Ratspolitik haben mit Betroffenheit auf die angekündigte Schließung des Hofbrauhauses Wolters reagiert. Nach Angaben des Unternehmens wird die Produktion zum Jahresende eingestellt. In einer Mitteilung heißt es, den knapp 100 Beschäftigten sei am Montag die Kündigung ausgesprochen worden. Bereits im Juni hatte Wolters wegen anhaltender Absatzschwäche und stark gestiegener Kosten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Der 100-prozentige Anteilseigner, die ihrerseits angeschlagene Volksbank BraWo, drehte der knapp 400 Jahre alten Brauerei den Geldhahn zu. Jetzt ist das Aus besiegelt, weil laut Wolters kein Investor gefunden wurde. Oberbürgermeister Thorsten Kornblum sprach von einem extrem schmerzhaften und bitteren Tag für die Beschäftigten, die Stadt und die gesamte Region. Nun müsse das Ziel sein, der Marke Wolters eine Zukunft in einer neuen Trägerstruktur zu verschaffen, so der OB. CDU-Fraktionschef Thorsten Köster sprach von einem „schwarzen Tag“ für die Belegschaft und ihre Familien. Er bedauerte, dass der auf CDU-Initiative einberufene „Runde Tisch“ nicht zur Rettung des Standortes geführt habe. Die Grünen warfen der Volksbank BraWo vor, über Jahre notwendige Investitionen vermieden zu haben. Die Bank sei noch nicht mal bereit, sich an einer Transfergesellschaft zu beteiligen, so die Co-Fraktionsvorsitzende Lisa-Marie Jalyschko. Auch SPD-Fraktionschef Christoph Bratmann kritisierte den Eigentümer: Der Volksbank BraWo sei es nicht gelungen, eine nachhaltige Perspektive für das Hofbrauhaus zu entwickeln. Bratmann wörtlich. „Die gescheiterten Investoren-Gespräche hinterlassen einen Scherbenhaufen!“. Das Wolters-Aus ist heute auch Thema in der Sitzung des Braunschweiger Rates. Mehr dazu hören Sie morgen ab 7 Uhr in „Region aktuell. — Themenfoto (c) pixabay