Gewerkschaft NGG fordert „Runden Tisch“ zur Wolters-Rettung
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum aufgefordert, unverzüglich einen neuen „Runden Tisch“ zur Zukunft der Wolters-Brauerei einzuberufen. Hintergrund ist die Ankündigung des Traditionsunternehmens, zum Jahresende die Produktion am Standort Wolfenbütteler Straße einzustellen. Damit stehen bei der 100-prozentigen Tochter der ihrerseits angeschlagenen Volksbank BraWo etwa 90 Arbeitsplätze auf der Kippe. Die Schließung sei kein Naturgesetz, sondern zunächst nur eine Entscheidung, sagte NGG-Regionsgeschäftsführerin Katja Derer (Bild). Die Gewerkschaft unterstütze ausdrücklich drei Initiativen zur Rettung des Standortes, die schon rund 18.000 Unterschriften gesammelt hätten. Über Genossenschafts-Plattformen seien zudem bereits Zusagen in Höhe von etwa 560.000 Euro eingegangen. Ein angepasster Teil der Produktionsstätte könnte durch Bürgerkapital erhalten bleiben, so Derer. Damit könnten die regionale Gastronomie, den Einzelhandel und das Eintracht-Stadion weiterhin mit „echtem Wolters-Bier“ beliefert werden. — Foto (c) NGG