SoVD warnt vor Finanzierungslücke bei Notvorräten

Der Sozialverband SoVD im Braunschweiger Land hat die staatliche Empfehlung kritisiert, einen Notvorrat für zehn Tage anzulegen, um auf Sabotageakte, Stromausfall oder Extremwetter vorbereitet zu sein. Das sei für tausende Menschen schlicht unbezahlbar, erklärte SoVD-Regionalleiter Kai Bursie (Bild) mit Blick auf rund 127.000 Empfänger von Bürgergeld oder Grundsicherung zwischen Harz und Heide. Der aktuelle Regelsatz sehe keine Spielräume für die Anschaffung von Lebensmitteln oder Notfallequipment wie Gaskocher vor. Die Kosten für den behördlich empfohlenen Warenkorb lägen bei rund 90 Euro. Damit machten sie fast die Hälfte des gesamten Monatsbudgets für Nahrungsmittel aus, so Bursie. Er betonte, Krisenvorsorge dürfe keine Frage des Geldbeutels sein. Der SoVD forderte deshalb eine einmalige Anschubfinanzierung für einkommensschwache Haushalte, um den Aufbau eines sogenannten „lebenden Vorrats“ zu ermöglichen. — Foto (c) SoVD Braunschweig