Betriebsrat fordert korrekte Bezahlung für Kassenaufsichten

Der Betriebsrat des Möbeldiscounters IKEA in Braunschweig hat das Unternehmen nachdrücklich aufgefordert, die Kassenaufsichten nach dem korrekten Tarif zu bezahlen. Das Bundesarbeitsgericht habe bestätigt, dass diesen Beschäftigten eine höhere Gehaltsgruppe zustehe, erklärte Betriebsratschef Philipp List mit Blick auf entsprechende Urteile des Arbeitsgerichts Braunschweig und des Landesarbeitsgerichts in Hannover. Dennoch weigere sich der schwedische Konzern, der höchstrichterlichen Entscheidung Folge zu leisten. Mitbestimmung und tarifgerechte Bezahlung seien keine Verhandlungssache, sondern gesetzlich garantiert, so List. Ein ver.di-Sprecher warf dem Unternehmen darüber hinaus vor, organisatorische Änderungen nur vorzuschieben, um eine Höhergruppierung künstlich zu verhindern. Betriebsrat und Gewerkschaft appellierten jetzt an IKEA, die Urteile sofort umzusetzen und die Differenz rückwirkend nachzuzahlen. Andernfalls drohe ein erneutes, kostenintensives Gerichtsverfahren, so die Arbeitnehmervertreter. — Themenfoto (c) CC 3.0/High Contrast