Lange Haftstrafe nach Millionenbetrug in Braunschweig

Das Landgericht Braunschweig hat einen ehemaligen Beamten aus Vechelde wegen schwerer Untreue zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Seine Ehefrau erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe wegen Geldwäsche. Der 42-Jährige Hauptangeklagte hatte im Prozess gestanden, als Mitarbeiter eines Sozialgerichts jahrelang größere Beträge aus der Landeskasse auf sein Privatkonto umgeleitet zu haben. Der Schaden summierte sich mit der Zeit auf rund 1,4 Millionen Euro. Damit habe das Paar seinen luxuriösen Lebensstil finanziert, so die Staatsanwaltschaft. Sie hatte für den Ex-Beamten zuvor fünf Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hatte dagegen auf ein milderes Strafmaß gehofft. Beide Seiten können gegen das Urteil aber noch Revision einlegen. — Foto: Landgericht BS (c) Alkibiades