Pantazis kritisiert Kürzungspläne des CDU-Wirtschaftsrates
Der Braunschweiger SPD-Bundestagsabgeordnete Christos Pantazis (Bild) hat den jüngsten Vorstoß des CDU-Wirtschaftsrates scharf zurückgewiesen. Der Politiker bezeichnete die Vorschläge als sozialpolitisch rückwärtsgewandt und „Angriff auf Arbeitnehmerrechte“. Das gelte insbesondere für die Forderung, Zahnbehandlungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen. Eine solche Privatisierung produziere systematisch eine Zwei-Klassen-Medizin, erklärte der Arzt und gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Der Wirtschaftsrat greife in eine „neoliberale Mottenkiste“, um Leistungen zu kürzen, während Spitzenverdiener entlastet würden. Stattdessen sollten die Effizienz des Systems gesteigert und Fehlanreize abgebaut werden, ohne den medizinischen Leistungskatalog auszudünnen. Die SPD stehe für eine Reformagenda, die auf einer solidarischen und zukunftsfesten Finanzierung basiere, so Pantazis. Zahngesundheit sei keine Lifestyle-Option, sondern elementarer Bestandteil der medizinischen Grundversorgung – mit nachweisbaren Auswirkungen auf Allgemeingesundheit, Arbeitsfähigkeit und soziale Teilhabe. — Foto (c) Phototek Media Lab