Braunschweiger Forscher liefern Schlüsselmodelle für weltweite Studien
Das Leibniz-Institut als Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen stellt Wissenschaftern weltweit über 750 verschiedene Zelllinien für die Krebsforschung zur Verfügung. Jede Krebserkrankung sei einzigartig und weise eigene Mutationen auf, erklärte Abteilungsleiterin Professorin Laura Steenpaß. Diese Vielfalt stelle die Medizin vor große Herausforderungen. Die in Braunschweig gelagerten Zelllinien dienten dabei als unbegrenzt wachsende Modelle, um Tumore unabhängig zu erforschen. Das Institut beherbergt unter anderem die weltweit größte Sammlung an Zelllinien für Blutkrebs und Lymphome. Erst kürzlich seien zudem alle verfügbaren Brustkrebs-Zelllinien der Sammlung ausführlich analysiert und beschrieben worden. Die gewonnenen Daten stellt die DSMZ Forschern in einer frei zugänglichen Datenbank zur Verfügung. Neben der Bereitstellung der Proben forscht das Institut am Standort Braunschweig auch selbst intensiv an verschiedenen Tumorarten.