Grüne werfen CDU „Wahlkampfgetöse“ vor

In der Debatte um das wirtschaftlich angeschlagene Städtische Klinikum Braunschweig haben die Grünen den Christdemokraten „Wahlkampfgetöse“ vorgeworfen. Sie reagierten damit auf Äußerungen von Maximilian Pohler. Der CDU-Kreisvorsitzende und OB-Kandidat hatte in der Okerwelle-Sendung „Region aktuell am Morgen“ seine Forderung bekräftigt, einen Krisengipfel zum Klinikum einzuberufen und ein Sofortprogramm aufzustellen. Dabei warf Pohler dem amtierenden Oberbürgermeister Thorsten Kornblum mangelndes Krisenmanagement vor. Der Braunschweiger Grünen-Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann (Bild) gab den schwarzen Peter an die Union zurück: Unter ihrer Führung blockiere die Bundesregierung weiterhin notwendige Ausnahmeregelungen bei den Standort-Abständen für Kliniken, erklärte der Parlamentarier. Ratsfrau Leonore Köhler verwies ergänzend darauf, die CDU habe dem Wirtschaftsplan des Klinikums zuletzt die Zustimmung verweigert. Wenn Herr Pohler glaube, er müsse mitten im OB-Wahlkampf lediglich nach weiteren Arbeitskreisen rufen, statt konstruktiv im Finanzausschuss mitzuwirken, sei das ein interessanter, aber Besorgnis erregender Ausblick auf seinen potenziellen Führungsstil, so Köhler. Man setze nun große Hoffnungen in den neuen Geschäftsführer Olaf Klok, der im April die Leitung übernehmen werde, um das Haus als regionalen Maximalversorger wieder auf Kurs zu bringen. — Foto (c) Sven Brauers