Zeitplan für Rückholung des Atommülls steht weiterhin aus
Für die Bergung des radioaktiven Abfalls aus dem maroden Bergwerk Asse II (Bild) gibt es weiterhin keinen konkreten Zeitplan. Das geht nach Informationen des NDR aus einer Mitteilung der Betreibergesellschaft BGE hervor. Im Umweltausschuss des Landkreises Wolfenbüttel sprach BGE-Chefin Iris Graffunder demnach von „immer wieder neuen technischen Problemen“. Als Hemmnisse nannte sie unter anderem eine instabile Decke in einer Einlagerungskammer, deren Einsturz das gesamte Bergwerk kontaminieren könnte. Zudem muss der Bauantrag für den notwendigen Rückholschacht laut Graffunder nachgebessert werden. Die Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft räumte ein, der bisherige Zieltermin für den Start der Rückholung in sieben Jahren sei kaum noch realistisch. Politiker in der Region äußerten laut NDR ihre zunehmende Besorgnis, eine vollständige Bergung des Atommülls könnte mit jeder Verzögerung unwahrscheinlicher werden. Unterdessen kündigte die BGE für April eine Informationsveranstaltung an, bei der Details zum weiteren Vorgehen bekanntgegeben werden sollen. — Foto (c) BGE