Satelliten-Sender liefert Daten aus dem Kreis Gifhorn

Ein junger Wolf im Landkreis Gifhorn steht ab sofort unter wissenschaftlicher Beobachtung per Satellit. Einem Bericht der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung zufolge hat das Wolfsbüro des Landes bei Ehra-Lessien eine junge Fähe gefangen und mit einem Senderhalsband ausgestattet. Das Tier gehöre zu einem lokalen Rudel und bewege sich derzeit in seinem bekannten Streifgebiet, hieß es. Ziel des seit 2023 laufenden Projekts sei es, die Wanderwege der Raubtiere und mögliche Konfliktzonen besser zu verstehen. Die Daten bisheriger Besenderungen deuteten darauf hin, dass die Spannungen innerhalb der Rudel zur Paarungszeit deutlich zunehmen würden. Während Naturschützer betonen, dass mehr Wissen die hitzige Debatte versachliche, gibt es auch kritische Stimmen. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Raoul Reding, bezweifle etwa, ob die aufwendigen Aktionen im immer gleichen Gebiet tatsächlich genügend neue Erkenntnisse lieferten. Zudem äußerten Teile des Tierschutzes die Sorge, dass die Sender einen späteren Abschuss der Tiere erleichtern könnten. Die zuständigen Behörden wiesen diese Kritik jedoch zurück und verwiesen auf den rein wissenschaftlichen Charakter des Monitorings.