Salzgitter AG startet Projekt gegen Rohstoffverschwendung

In der Stahlindustrie soll eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft eingeläutet werden. Wie die Salzgitter AG mitteilte, soll dafür jetzt das bundesweite Forschungsprojekt „KLASSE“ unter Federführung aus Salzgitter gestartet. Ziel ist es, wertvolle Metalle wie Eisen, Chrom und Vanadium aus Stahlschlacken zurückzugewinnen, die bisher oft ungenutzt auf Deponien landen. An dem Vorhaben sind neben der Salzgitter Mannesmann Forschung auch Experten der TU Clausthal beteiligt. Durch neue Verfahren sollen die Metalle künftig mit deutlich weniger Energieaufwand vom Restgestein getrennt werden. Bisher ließen sich Metallverluste über die Schlacke praktisch nicht vermeiden, erklärte der Geschäftsführer der Salzgitter Mannesmann Forschung, Dr. Benedikt Ritterbach. Der neue Ansatz eröffne erstmals die Möglichkeit, essenzielle Metalle zurückzugewinnen und Importe zu reduzieren, so Ritterbach weiter. Erste Laboruntersuchungen hätten das große Potenzial für die Stahlproduktion bereits belegt. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das dreijährige Projekt mit rund 1,4 Millionen Euro. Langfristig sollen die Ergebnisse in eine Pilotanlage fließen und die industrielle Wertschöpfung in Deutschland stärken.

Bildunterschrift: Aus der Schlacke von Elektrolichtofenbögen, wie diesem in Peine, sollen künftig wertvolle Metalle zurückgewonnen werden