Kritik an geplanten Kürzungen in der Region
In der Region reist die Kritik an geplanten Kürzungen bei der Reform der gesetzlichen Krankenkassen nicht ab. Viele Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen stünden bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck, sagte der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) Tobias Henkel. Gleichzeitig stiegen der Versorgungsbedarf und die Anforderungen an Personal und Infrastruktur, so esn-Personalvorstand Jessica Gümmer-Postall. Die Sparpläne würden die ohnehin bestehende Unterfinanzierung des Städtischen Klinikums dramatisch verschärfen, sagte der Oberbürgermeisterkandidat der Braunschweiger Grünen Michael Walther. Hinzu komme, dass die geplante Deckelung beim Pflegebudget den zarten Personalaufbau der letzten Jahre wieder infrage stelle. Die aktuellen Zahlen zum Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung seien ein deutliches Warnsignal, warf Braunschweigs Bundestagsabgeordneter Christos Pantazis (SPD) ein. Deshalb sei es richtig, mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gegenzusteuern. Die neuen Zahlen machten allerdings deutlich, dass man die aktuelle Lage sorgfältig neu bewerten und im parlamentarischen Verfahren prüfen müsse, ob weitere Anpassungen erforderlich seien. – Symbolbild (c) pixabay